„Solidarność öffnete ersten
großen Spalt im Eisernen Vorhang“

Kastler gratuliert der polnischen
Gewerkschaftsbewegung zum Jubiläum

 

NÜRNBERG. „Vor 30 Jahren blickte die Welt auf die Danziger Werft. Hier rang Polen um seine Rechte und um seine Freiheit. Solidarność wurde zum Symbol dieses Ringens und zum weltweiten Symbol der Freiheit“, erinnerte heute der mittelfränkische Europa-Abgeordnete Bbr. Martin Kastler.

 

Am 17. August 1980 stellten Streikende der damaligen Lenin-Werft unter der Führung des Elektrikers und späteren Staatspräsidenten Lech Wałęsa 21 Forderungen an das kommunistische Regime. Neben politischen und sozialen Anliegen bestand die zentrale Forderung in der Zulassung von unabhängigen Gewerkschaften. Nach 17 friedlichen Streiktagen und zähen Verhandlungen mit der kommunistischen Staatspartei, akzeptierte diese die meisten Forderungen und die Gründung der ersten unabhängigen Gewerkschaft Solidarność.

Erster Spalt im Eisernen Vorhang

 

„Dieser friedliche Verlauf des Aufstandes setzte ganz Westeuropa in ungläubiges Erstaunen. Die mutigen Arbeiter der Lenin-Werft trotzten einer übermächtigen Staatsregierung Zugeständnisse ab, die bis dahin im Kommunismus als unerhört und unrealisierbar galten“, so Kastler. Für den Bundesvorsitzenden der deutsch-tschechischen Ackermann-Gemeinde für Frieden und Versöhnung in der Mitte Europas engagiert, sei es wichtig, an diejenigen zu erinnern, die den Weg zu einem geeinten Europa geebnet haben. „Mit diesem ersten erfolgreichen Aufstand gegen eine Ostblock-Diktatur sind die polnischen Werftarbeiter wahre Helden und mit der Gründung der Solidarność wurde ein erster großer Spalt im Eisernen Vorhang geöffnet“, so der CSU-Abgeordnete, der auch dem gesellschaftspolitischen Beirat des UNITAS-Verbandes angehört.

 

Für die friedlichen Entwicklungen in Polen spielte nicht zuletzt die starke Bindung an den Katholizismus und die Wahl von Kardinal Karol Wojtyla zum Papst Mitte Oktober 1978 eine gewichtige Rolle, ist Kastler überzeugt: „Innerhalb weniger Monate führte die Wahl des polnischen Papstes zur Herausbildung eines neuen politischen Bewusstseins in Polen. So hingen auch während der Zeit des Widerstands am Eingangstor der Danziger Werft mit Blumen geschmückte Bilder der Mutter Gottes und des Papstes und auf dem Werftgelände wurden täglich Messen von Priestern gehalten“, ruft der fränkische MdEP ins Gedächtnis: „Das Ende des Kalten Krieges wäre ohne die Solidarność und ohne Papst Johannes Paul II. so nicht denkbar gewesen.”

 


 

Quelle: Pressemitteilung vom 19. August 2010




Veröffentlicht am: 16:10:49 19.08.2010
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