Barbaraball 2010: Selbst die Fürstin kam ins Schloss

 

BORBECK. „Ich freu mich jedes Jahr so auf St. Barbara… - wann kommt das denn?“ Wer so fragte, muss sich nun bis zum kommenden Jahr gedulden. Irgendwie ging der Schlager der Saison am 27. November verschütt. Doch trotzdem wurde der traditionelle Barbaraball auf Schloss Borbeck 2010 wieder ein rauschendes Fest.

 

Staatsempfang für die Fürstäbtissin

 

Im feschen Bergmannskittel eröffnete das festordnende Komitee des CV-Zirkels „Kohle" pünktlich nach dem Sektempfang. Und schon nach dem ersten Gang strebte das Fest einem echten Höhepunkt zu: Dem veritablen Staatsempfang für die „Allergnädigste Landesherrin, Ihre fürstliche Hoheit Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach“, die samt Stiftsdamen und Geheimsekretär die Bühne betrat. „Messieurs dames …. Wir freuen uns über die Maßen, heute in unserem guten Borbeck zu sein“, ließ sie Ihren gnädigen Gruß an die erstaunte Corona verlesen. „Gerne besuchen Wir vor allem unsere vielgeliebte Residenz mit ihrem superben Cháteau und dem von uns mit viel Coeur und Costen angelegten Park. Wir befinden uns wohl und danken tout le premier für den Empfang.“ Sie gratulierte - de tout coeur – dem CV-Zirkel Kohle zu seinem 110-jährigen Bestehen, verpflichtete ihn sowie alle Angehörigen der Korporationen „in aller Liebe, dass immer Tugend, Treu und Glaube walte.“

Herzlich dankte sie „den Angehörigen aller Stände“, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellten. Und beschwor sie inständig, insbesondere rechte Sorge für die Armen, Kranken und Kinder zu tragen. Dazu legte sie den Ständen aus dem ganzen Gouvernement die Unterstützung der St.Dionysius-Stiftung ans Herz. Sie entstand 2002/03 durch Initiative des heutigen Dompropstes und früheren Borbecker Pfarrers Otmar Vieth und fördert soziale und kirchliche Zwecke. Ihrem Fortkommen in ihrer „geliebten Residenzstadt“ wünschte die Fürstin eine lange Dauer: „Solches Ihnen und den Ständen unserer Hochfürstlichen Stiftes huldvoll vorgetragen zu haben, war uns heute ein ebenso ernstes wie herzliches Bedürfnis“, so die Fürstäbtissin, die gnädig für den Empfang dankte.

 

Verzauberte Ballgäste

 

Ihre Äußerung, das Borbecker Schloss sei immer eine „Pflegestätte des Geistes und der Kultur gewesen“, unterstrich Hoheit selbst mit vorgetragenen italienischen Liebesliedern – unter anderem aus der Feder von Händel und Scarlatti. Überrascht lauschten die verzauberten „Untertanen“ im atemlos stillen Ballsaal der bestens am Flügel begleiteten Darbietung. Und nach reichlichem Applaus schwärmten die Stiftsdamen mit Informationsmaterial samt Überweisungsträgern für die Dionysiusstiftung aus. Allesamt – wie die von Imke Kahrmann verkörperte Fürstin selbst - Mitglieder des in diesem Semester gerade frisch gegründeten „Wissenschaftlichen katholischen Studentinnenvereins Franziska Christine“ Metropole Ruhr mit ihrer Prima Tamara Scholz, die insgesamt einen großen Applaus ernteten. Auch Bbr. Christoph Weyer, amtierender Senior des W.K.St.V. Unitas Ruhrania und Vorortsschriftführer des UNITAS-Verbandes, der spontan die Rolle des fürstlichen Geheimsekretärs und die Unterstützung am Pianoforte übernommen hatte (Bild rechts mit Imke Kahrmann).

 

Zwei Vorortspräsidenten im Schloss

 

Mit Stolz verwiesen die jubilierenden Kohle-Organisatoren auf die Anwesenheit gleich zweier Vorortspräsidenten: Jan-Arnulf Breiderhoff (CV) erschien mit Verbands-Standarte und launigen Grüßen zum 110. Kohle-Stiftungsfest, Sebastian Sasse (UV) erläuterte die Sepp-Herberger-Weisheit „Der Ball ist rund“ und lobte die herzliche „unio academica catholica“ der katholischen Korporationen am Ort. Cbr. Wolfgang Hesse vom Vorstand des CV-Altherrenbunds warb für die Teilnahme bei der 125. Jubiläums-CV in Essen 2011, Cbr. Wolfgang Bönte warf einen Blick auf bewegte Jahre der Kohle-Geschichte und eine muntere Laudatio würdigte besonders das Engagement des Ehrenvorsitzenden Dr. Herbert Hohaus.



 

Unter den begeistert auf die Tanzfläche eilenden Ballgästen hielten auch die Bundesbrüder der UNITAS Ruhrania lange durch, auch mit ihren Bundesbrüdern aus Aachen und Köln sowie mit den frisch um ein neues Mitglied verstärkten Angehörigen der „FFC“ – KStV Franziska Christine. Ein Abend auf dem Schloss, wie jedes Jahr. „Zu Barbara in Borbeck“ – mit oder ohne die vermisste Barbara-Hymne - wieder war es ein toll organisiertes Fest. Respekt für´s „festordnende Kohle-Komitee"!

 


 

DOWNLOADS:

Grußwort Ihrer Durchlaucht Fürstin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach

Informationsflyer der St.Dionysius Stiftung Essen-Borbeck
Semesterprogramm des Katholischen Studentinnenvereins Franziska Christine Metropole Ruhr




Veröffentlicht am: 11:22:35 28.11.2010
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