SPEYER, 19. Oktober 2008. Bbr. Dr. Anton Schlembach (76), emeritierter Bischof von Speyer, beging am 16. Oktober den 25. Jahrestag seiner Bischofsweihe im Speyerer Dom und seiner Einführung in das Bischofsamt. Bis zu seinem altersbedingten Rücktritt Anfang Februar 2007 stand er fast 24 Jahre an der Spitze des Bistums Speyer. Mit einem festlichen Pontifikalamt feierte er mit zwölf weiteren Geistlichen am Sonntag, 19. Oktober, sein silbernes Bischofsjubiläum, darunter mit seinem Nachfolger, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Weihbischof Otto Georgens und dem emeritierten Würzburger Bischof Dr. Paul-Werner Scheele. Domchor und Domorchester erfreuten den Jubilar mit Mozarts „Krönungsmesse“, dem „Ave verum“ und Anton Bruckner.

 

Der anschließende Empfang mit Pfälzer Wein und Brezeln im nördlichen Domgarten bot allen Mitfeiernden die Möglichkeit, dem Jubilar persönlich zu gratulieren. In alter Freundschaft taten dies für den UNITAS-Verband Ehrensenior Walter Keller aus Würzburg (Bild von der Goldenen Priesterweihe Bbr. Schlembachs, u.r.), der Vorortspräsident aus Köln und die Chargenabordnung der UNITAS Hetania aus Würzburg (s. Bild l.). Ein ausführlicher Bildbericht folgt in der nächsten Ausgabe der UNITAS-Zeitschrift.

 

Bbr. Schlembach, der sich im November 1950 in Würzburg der UNITAS angeschlossen hatte, wurde 1956 in Rom zum Priester geweiht. Bevor Papst Johannes Paul II. ihn am 25. August 1983 zum Bischof ernannte, war er Würzburger Generalvikar. Sein Vorgänger, der Münchener Erzbischof Dr. Friedrich Wetter, weihte Bbr. Schlembach am 16. Oktober des Jahres zum Bischof von Speyer. In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte Schlembach der Kommission für weltkirchliche Aufgaben und der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen an, deren stellvertretender Vorsitzender er viele Jahre war. Mehrfach war Schlembach Nationaldelegierter der Bischofskonferenz für die Eucharistischen Weltkongresse. Von 1991 bis kurz vor seinem Rücktritt vom Speyerer Bischofsamt war er Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Sein bischöflicher Wahlspruch lautet «Deus salus» (Gott ist das Heil).

 

Zu den Gratulanten beim Empfang zählten Ministerpräsident Kurt Beck, der designierte Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Oberkirchenrat Christian Schad, der Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller und eine große Abordnung aus Großwenkheim, der fränkischen Heimatgemeinde des Bischofs. Bischof Wiesemann dankte seinem Vorgänger stellvertretend für das ganze Bistum für seinen „langen, treuen und aufopferungsvollen Dienst an unserer Diözese Speyer“. Er erinnerte nicht nur an die großen Ereignisse seiner Amtszeit wie den Besuch von Papst Johannes Paul II. 1987 in Speyer, sondern auch an die vielen pastoralen Akzente, die der emeritierte Bischof gesetzt habe: an seinen Einsatz für eine „Neuevangelisierung“, die Erarbeitung eines Pastoralplans, sein Eintreten für den Schutz des ungeborenen Lebens sowie die Seligsprechung des Pfälzer Priesters und Ordensgründers Paul Josef Nardini – Bbr. Schlembach hatte den Seligsprechungsprozess auf den Weg gebracht.

Text und Bild oben: s.a. www.bistum-speyer.de



Im Bild: Bbr. Bischof Schlembach mit den Bundesbrüdern Andreas Grossmann (Mannheim), den Chargen der UNITAS Hetania Würzburg, UNITAS-Ehrensenior Walter Keller




Veröffentlicht am: 17:04:00 19.10.2008
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