GESEKE.
Zum 375-jährigen Bestehen des Wallfahrtsortes zum Gnadenbild „Maria Schuss“ am 25./26. Oktober 2008 erwarten die Stiftskirchengemeinde und die Stadt Besuch aus München. Bereits als Bischof von Trier hatte Bbr. Erzbischof Dr. Reinhard Marx sein Kommen zugesagt. Der zukünftige Ehrenbürger der Stadt freut sich und erklärte: „Ich fühle mich noch immer als Geseker Junge und habe mich, so lange ich denken kann, immer für die Geschichte und auch das aktuelle Leben meiner Heimatstadt interessiert. … Ich gebe offen zu: Die Ehrenbürgerwürde meiner Heimatstadt ist für mich etwas Kostbares und eine große Ehre.“ (Pressemitteilung der Stiftskirche Geseke)

 

Das Gnadenbild begleite ihn seit seiner Kindheit, berichtete Bbr. Erzbischof Marx im Gespräch mit Benedikt Laame: „Ich bin fast immer, wenn ich zuhause war, kurz beim Gnadenbild in der Stiftskirche vorbeigegangen, habe eine Kerze entzündet und gebetet. Ein Foto des Gnadenbildes steht auch auf meinem Schreibtisch.“ Das Jubiläum könne diesen wichtigen Schatz der Stadt Geseke wieder ins Bewusstsein rücken. „Und deswegen freue ich mich auch, dass ich dabei sein kann.“

Vor 375 Jahren war nach dem Beschuss durch eines hessischen Soldaten das Marienbild der Schmerzhaften Gottesmutter aus dem Heiligenhäuschen am Hellweg in die Stiftskirche St. Cyriakus übertragen worden. In Erinnerung an die lange Zeit, in der bis heute Menschen Hilfe und Trost bei „ihrer“ Maria Schuss in Geseke gefunden haben, hat die Geseker Stiftskirchengemeinde am Wochenende zur Feier des Jubiläums eingeladen. Nach Lichterprozession mit Te deum und sakramentalem Segen am Samstag, wird der gebürtige Geseker und Erzbischof von München und Freising, Dr. Reinhard Marx, am Sonntag um 9.30 Uhr das Pontifikalamt feiern. Anschließend lädt die Stiftsbauhütte zum Frühschoppen und Begegnung mit Mittagsimbiss in die Stiftsaula ein. Der Tag schließt mit Festandacht um 15 Uhr und der Abendmesse um 18 Uhr. Die St. Johannes-Böllerschützen aus Garfeln begleiten die Feierlichkeiten an beiden Tagen. (Weitere Informationen unter: www.stiftskirche-geseke.de)

"Wilde Spekulation ist Sünde"


Erzbischof Marx, der in dieser Woche sein Buch „Das Kapital“ vorstellen wird, ging in diesen Tagen mit Verantwortlichen am Finanzmarktdebakel heftig ins Gericht. Am
25. Oktober titelte SPIEGEL ONLINE:FINANZKRISE. Erzbischof Marx fordert Buße von Bankern.“ Er fordere alle zur Umkehr auf, "die meinten, ohne Arbeit schnell reich werden zu können, indem man sein Geld irgendwo hochspekulativ einsetzt – ohne Rücksicht auf die Folgen", so der Artikel. Wilde Spekulation sei "Sünde", erklärte Marx und sprach sich für eine Rückkehr zur Idee der sozialen Marktwirtschaft aus: "Die soziale Marktwirtschaft ist ein Zivilisationsprodukt. Das haben viele vergessen." Ein Kapitalismus ohne ethischen und rechtlichen Ordnungsrahmen dagegen sei "menschenfeindlich". Schon Karl Marx habe bei der Analyse der Verhältnisse die Globalisierung im Kern als Globalisierung des Kapitals erkannt, zitierte ihn der SPIEGEL – eine Erkenntnis, die die Katholische Soziallehre aufgenommen habe. Zugleich wandte sich Reinhard Marx gegen den „totalitären Anspruch“ bei Karl Marx und dessen „Klassenvorstellung, in der Menschen gegen Menschen gestellt werden“.

Am 29. Oktober wird das neue Buch des Münchner Erzbischofs öffentlich vorgestellt, am 5. November kommt es in den Buchhandel: Reinhard Marx, Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen. 320 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-629-02155-7, Preis: 19,95 EUR.


Siehe auch:
14.10.2008  „Das Kapital“ von Erzbischof Marx ab November im Buchhandel

11.10.2008  Erzbischof Marx: “Vertrauenskrise an Finanzmärkten beheben”

 




Veröffentlicht am: 15:10:19 25.10.2008
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse