MÖNCHENGLADBACH. Mehr als 150 Ehrengäste und Kollegen würdigten am 27. Oktober 2008 in Bbr. Prof. Anton Rauscher als einen der größten deutschen Sozialethiker, Theologen, Volkswirt und Geisteswissenschaftler. Zum Geburtstag gratulierten bei einem von der Deutschen Bischofskonferenz ausgerichteten Festakt Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft, unter ihnen auch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Kardinal Karl Lehmann. Glückwünsche für einen großen Denker der katholischen Soziallehre kamen aus Nordkorea, Japan, den Niederlanden, aus Polen und aus der deutschen Politik. Oberbürgermeister Norbert Bude überreichte dem sichtlich gerührten Rauscher die Stadtplakette.

 

Zu seinem Geburtstag im August hatte bereits Papst Benedikt XVI. durch den Augsburger Bischof Bbr. Walter Mixa dem Jesuiten- Pater Anton Rauscher, der über viele Jahre den Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Augsburg innehatte, seine Wertschätzung übermittelt. Rauscher habe durch sein Lebenswerk „zur Bildung der Gewissen und zu verantwortlichem gesellschaftlichen Handeln aus dem Glauben und seiner Vernunft heraus einen wichtigen Beitrag geleistet, der die Ideologien überdauert“, hieß es in dem Schreiben.

 

Bbr. Rauscher leitet seit 45 Jahren als Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle mit Sitz in Gladbach eine wichtige Denkfabrik der Bischofskonferenz. In dieser Funktion und als produktiver Autor ist der Jesuit wesentlich an der modernen Entwicklung der katholischen Soziallehre im Zusammenhang mit neuen Fragestellungen beteiligt. Mit seinen Veröffentlichungen, insbesondere mit der so genannten „Grünen Reihe“ der Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle beeinflusste Rauscher die wirtschafts- und sozialpolitische Diskussion in Deutschland in den zurückliegenden 30 Jahren maßgeblich. Der UNITAS-Verband verlieh ihm 1990 die Ehrenmitgliedschaft.

 




Veröffentlicht am: 14:58:21 28.10.2008
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