LINGEN. Nur wenige Monate nach der Vollendung seines 88. Lebensjahres und der Feier der diamantenen Priesterweihe verstarb am 9. August 2008 unser lieber Bundesbruder Prälat und Apostolischer Protonotar Anton Kötter. Er wurde unter großer Anteilnahme in der Lingener Priestergruft beigesetzt.

Am 24. Februar 2008 hatte er noch mit Freunden, Verwandten und Nachbarn, das diamantene Fest der Priesterweihe feiern können. Bischof Franz-Josef Bode dankte persönlich dem Jubilar, der als Generalsekretär des Bonifatiuswerkes tiefe Spuren hinterlassen habe, für seine Treue und Zuverlässigkeit als Priester der Diözese Osnabrück, und ließ Stationen seines Priesterweges und der damit verbundenen Aufgaben Revue passieren.

Prälat Anton Kötter wurde am 5. Januar 1920 in Meppen geboren. Nach dem Abitur 1938 studierte er zunächst in Münster, wo er sich im November 1938 der UNITAS Frisia anschloss, und in Paderborn Theologie und Philosophie - unterbrochen durch die Zeit als Soldat u. a. auch in Russland. 1948 wurde er im Dom zu Osnabrück von Bischof Berning zum Priester geweiht, um dann für zwei Jahre als Adjunkt an St. Johann in Osnabrück tätig zu sein. Es folgten viereinhalb Jahre als Kaplan an St. Augustinus und über fünf Jahre als hauptamtlicher Religionslehrer an der Berufs- und Handelsschule in Nordhorn. Im März 1960 holte Bischof Helmut Hermann Kaplan Kötter als Domkaplan wieder nach Osnabrück.

Im Herbst 1961 berief ihn die Deutsche Bischofskonferenz als Generalsekretär des Bonifatiuswerkes in den Generalvorstand in Paderborn. Im Oktober 1977 wurde Prälat Kötter, der rund 350 Dienstfahrten zu Priesterkollegen in die DDR unternahm, Vizepräsident und Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes. Anfang 1985 ging er in den „Ruhestand“ nach Lingen, war aber dennoch weiterhin zehn Jahre ehrenamtlich im Generalvorstand des Bonifatiuswerkes und mehrfach in der Auslandsseelsorge tätig. Zurück im Emsland, wurde Bundesbruder Kötter aktives Mitglied des UNITAS-Zirkels Lingen. Auch jetzt ist er am unitarischen Leben interessiert. Für seine Treue zum AHZ Lingen und seine profunden Beiträge dankt ihm der Zirkel ganz herzlich.




Veröffentlicht am: 15:11:18 10.08.2008
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