BORBECK, 14. April 2009.
Zehn Mitglieder der Landes­schülervertretung NRW wur­den am Karsamstag vom vermut­lich rechtsextremen Jugendli­chen auf dem Weg zum S-­Bahnhof Borbeck angegriffen. Das berichtet die WAZ in ihrer Ausgabe am Dienstag, 14. April 2009. Ein Schüler erlitt nach Polizei­angaben nicht unerhebliche Verletzungen.

 

Totschläger auf der Flurstraße

 

Laut WAZ waren die Landesvorstandsmit­glieder, die in der Mühle der Naturschutzjugend am Möllhoven tagten, auf dem Weg, um ein Vorstandmitglied abzuholen. Auf der Flurstraße kamen ih­nen nach eigener Darstellung rund 15 Jugendliche, ausgerüs­tet mit Totschlägern, Bierfla­schen und Pfefferspray, entge­gen. Die Schülervertretung meldete fünf verletzte Jugendliche. „Wir waren schwer geschockt, vor allem da einige der Opfer Freunde von uns waren“, zitiert die Zeitung Linda Berghäeuser, Bezirks­vorstandsmitglied der Bezirks­schülervertretung (BSV). „Solche Vorfälle bestärken uns in unserem Anliegen, Schülerinnen und Schüler über die Gefahr von rechten Gruppen aufzuklären.“

 

Geleitschutz durch Messbesucher

 

Tagungs-Teilnehmer Johannes Struzek (17, Bild unten) aus Ibbenbüren im Kreis Steinfurt, Abiturient am dortigen Johannes-Kepler-Gymnasium und seit der 90. Landes-Delegiertenkonferenz Mitglied im SV-Landesvorstand NRW, hatte an der Osternachtsmesse in St. Dionysius und der Agape-Feier im Dionysius-Haus teilgenommen. Anschließend trat er gemeinsam mit Angehörigen der Pfarrgemeinde den Heimweg zur Unterkunft in der NaJu-Mühle am Möllhoven an. Im Gespräch mit Gemeindemitgliedern äußerte der für die Städte und Kreise Steinfurt, Warendorf, Münster, Coesfeld, Borken, Wesel und Kleve tätige Schülervertreter seine Besorgnis zu rechtsradikalen Schlägern, die des Nachts durch Borbeck patrouillierten. Er zeigte sich interessiert an den dagegen gerichteten Aktivitäten im Stadtteil, am Leben der Pfarrgemeinde und am UNITAS-Studentenverein an der Flurstraße.

 

UNITAS Ruhrania solidarisch

 

In einer Mail informierte ihn die UNITAS Ruhrania am Dienstag über die zum Vorfall erschienenen Zeitungsberichte und schrieb, es sei „eine echte Schande, wenn der Stadtteil durch offensichtlich rechte Randaliskis ins Gerede komme”, so Philipp Böcker, Senior des Vereins im Sommersemester. „Besonders ärgert uns, dass die Rechts-Randale praktisch fast direkt vor unserer Haustüre passiert ist!” Die katholischen Studenten erklärten sich solidarisch mit den Opfern des Überfalls: „Für unseren Verein, die UNITAS Ruhrania, kann ich nur sagen: Falls das überhaupt geht, möchten wir uns dafür entschuldigen, dass Ihr das so in unserer Stadt erlebt habt. Lasst Euch nicht unterkriegen!“




Veröffentlicht am: 17:35:14 14.04.2009
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse