Goldenes Priesterjubiläum:
Pfr. Alfons Riesener feierte in Billerbeck

 

BILLERBECK / ESSEN. „Ich halte es mit Papst Benedikt XVI., dem die Aussage zugeschrieben wird: Der Glaube hält jung!“, schmunzelte Pfarrer Alfons Riesener am 16. Februar, denn wohl niemand käme auf den Gedanken, dass er längst ins 82. Lebenjahr eingetreten ist. Als in der Pfarrgemeinde St. Johann / St. Ludgerus im münsterländischen Billerbeck alles auf den Beinen war, gratulierte auch seine Unitas Ruhrania. Denn es galt, gleich zwei Goldene Priesterjubiläen unter den höchsten Türmen des Bistums Münster zu feiern.

 

Bbr. Alfons und Pfr. Hans-Karl Seeger, lange Spiritual am Priesterseminar in Münster, hatten beide bereits in den Tagen zuvor in den Mittelpunkt ihres Dankes für fünf Jahrzehnte mit Höhen und Tiefen des priesterlichen Lebens ein großes gemeinsames Anliegen gestellt: Der Tenor vorausgegangener Gesprächsabende zum Thema Berufung spiegelte sich auch in den Fürbitten der festlichen Chormesse in der imposanten Basilika am Sterbeort des Hl. Ludgerus. In seiner Festpredigt erinnerte Pater Manfred Kollig SSCC, Leiter des Seelsorgeamtes im Bistum, an den mit der Taufe verliehenen Anteil jedes Christen am allgemeinen Priestertum. Wie er dankte auch Propst Hans-Bernd Serries für den aktiven Dienst der beiden Geistlichen in Pfarre und Dekanat.

 

Delegationen aus dem Bistum Essen und aus dem Bistum Münster verwiesen auf Stationen aus dem Leben von Bbr. Alfons Riesener: Geboren am 18.12.1932 im Herzen von Gladbeck, stammt er aus einer alteingesessenen Familie. Aus ihr gingen der im Frankreich des 18. Jahrhunderts berühmt gewordene Kunsttischler Jean Henri Riesener und sein als Maler tätige Sohn Henri Francois Riesener hervor. In der schweren Nachkriegszeit absolvierte Alfons die Städtische Handelsschule, wandte sich dann aber aus seinem kaufmännischen Beruf dem Theologiestudium zu: Von Münster ging er im Freisemester nach Freiburg, lernte dort die Unitas Reichenau kennen und schloss sich nach seiner Rückkehr der Unitas Ruhrania an, bei der er 1961 philistriert wurde. „Das war der passende Verein für einen wie mich aus dem Ruhrgebiet“, erinnert er sich.

 

Am 22. Februar 1964 wurde er von Bischof Franz Hengsbach im Dom zu Essen zum Priester im neugegründeten Ruhrbistum geweiht, zu dem seine Heimatstadt Gladbeck seit 1958 gehörte. Nach ersten Kaplansjahren in einer Bottroper Bergbaupfarrei kam er in das von der Henrichshütte dominierte Hattingen, dann als Realschullehrer nach Duisburg. Ab 1974 war er in der Pfarrei St. Liebfrauen in Bochum-Linden und wirkte als Pfarrer 20 Jahre für die 6000 Gemeindemitglieder. Nach gesundheitlichen Belastungen schickten ihn die Ärzte ins Grüne: Er wechselte zum 1. Februar 1994 ins Bistum Münster als Pfarrer an St. Sixtus in Haltern am See, die er bis August 2001 leitete. Seitdem dient er im Ruhestand als Subsidiar in der Propsteigemeinde St. Johann / St. Ludgerus in den sanften Baumbergen des Münsterlandes, unweit des Benediktinerklosters Gerleve.

 

Seiner zu Anfang der 1970er Jahre suspendierten Unitas Ruhrania blieb er immer verbunden. Sie fand ab 1989 in seiner Bochumer Pfarrei in den Jahren der Wiederbegründung des Vereins ein neues Zuhause und feierte dort immer wieder ihre Vereinsfeste. Hochinteressiert an gesellschaftspolitischen Fragen, stellte er seine Thesen bei Neujahrsempfängen zur Diskussion und stellte sich noch unlängst dem Essener Zirkel zur Debatte. Vor allem beschäftigen ihn alle Fragen um die Weitergabe des Glaubens in einer veränderten Welt, Themen der konkreten Pastoral in Familie und Gemeinde.

 

Jetzt durften ihm der Vorsitzende des Altherrenvereins, Michael Schneider, der Essener Zirkelvorsitzende Martin Gewiese und Ehrensenior Dr. Christof Beckmann im Namen aller Ruhranen die herzlichsten Glückwünsche aus dem Revier in seine Wahlheimat überbringen. Und wer nach all den Lebensstationen von Bbr. Alfons Riesener und seinen vielen Aktivitäten bis heute sein Alter schätzt, wird – wie gesagt – schnell leicht daneben liegen. Denn ihn hat der Glaube tatsächlich jung gehalten. Auch dazu gratulieren seine Bundesbrüder von der Ruhr ganz herzlich und danken für seinen priesterlichen Dienst!

 




Veröffentlicht am: 20:50:28 16.02.2014
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