ERKRATH. UNITAS-Rheinfranken, UNITAS Ruhrania und mit ihr zwei weitere UNITAS-Vereine, sowie der AHZ Düsseldorf trauern um einen Bundesbruder, der an Treue nicht leicht zu übertreffen war. Abteilungsdirektor i.R. Dr. Carl-Heinz Lohmann hat unser Prinzip “amicitia“, der Freundschaft für das ganze Leben, vorgelebt. Geboren am 13. Juni 1928, schloss er sich im SS 1948 in Bamberg der soeben wiederbegründeten UNITAS an. In seiner Heimatstadt Münster hatte er bereits Kontakte zur UNITAS Sugambria, sodass sein Eintritt in die Bamberger UNITAS für ihn fast nur eine Formsache war. Bald erhielt er auch seinen Biernamen Alba, unter dem er fortan bei seinen Bundesbrüdern bekannt war.


Ein Jahr später, wieder nach Münster zurückgekehrt, gehörte er in der Sugambria zu den Wiederbegründern der alten UNITAS Ruhrania. Nach Abschluss seines Jurastudiums, d.h. während seines juristischen Refenderiats, zog es ihn ein Semester nach Würzburg, wo er bei unserem verehrten Bbr. Prof. von der Heydte promovierte. Hier in Würzburg verlebter er - neben seiner Promotionsarbeit - bei der UNITAS Hetania frohe Stunden an der fränkischen Alma Julia. Nach Ablegung des juristischen Assessor-Examens übernahm er 1957 eine Referenten-Stelle bei der LVA Rheinprovinz in Düsseldorf, wo bereits unser Bbr. Walter Keller tätig war. Nun konnte er endlich seine alte Liebe Helma aus Münsteraner Jugendtagen heiraten, die - wie damals üblich - viele Semester bereits "Couleur-Dame“ der Ruhrania war.

In Düsseldorf schloss er sich den Rheinfranken und dem AHZ an und war hier den Bundesbrüdern bis zu seinem Tod ein treuer Freund. Das Amt des Quästors im AHV bekleidete er über Jahrzehnte. Auch beruflich zeigte seine Karriereleiter nach oben, indem er nach einigen Jahren zum Abteilungsdirektor bei der LVA ernannt wurde.

Im UNITAS-Verband war Carl-Heinz Lohmann auch zuhause. General-Versammlungen und Altherrenbundstage sahen ihn bis in die 90er Jahre häufig als Teilnehmer und Interessenten für die Probleme des Verbandes. Zur UNITAS-Salia führten ihn und seine liebe Frau die legendären Salia-Reisen unseres unvergessen Bbr. Günther Fischbach, die in den Jahrzehnten zwischen 1970-97 halb Europa zum Ziel hatten. Unser Bundesbruder war regelmäßiger Teilnehmer und im Laufe der Jahre ein geschätztes Mitglied der Reisegesellschaft. Seiner Ruhrania, die Anfang der 1990er Jahre im Ruhrgebiet reaktiviert wurde, hielt er die Treue und war als stellvertretender Vorsitzender des 1991 in Bochum gegründeten Hausbauvereins eine große Stütze bei der Wiederbelebung des Vereins.

Am 8. März gab er sein Leben in die Hand seines Schöpfers zurück, am 14. März 2008 wurde er in Erkrath zu Grabe getragen. Aktive Bundesbrüder der UNITAS Rheinfranken und der UNITAS Ruhrania gaben ihm das letzte Geleit, der Geistliche Beirat des Verbandes, Bbr. Helmut Wiechmann aus Altena konzelebrierte das Auferstehungsamt. Jetzt trauern wir mit seiner Familie um ihn. Mit den Worten des von ihm verehrten Bischofs von Galen aus Münster denken wir an Carl-Heinz Lohmann, “dass jenseits der dunklen Todespforte ein herrliches Ziel uns winkt, eine nie endende Seligkeit im Hause unseres Vaters“.
Wir danken ihm in bleibender Freundschaft.


Theo Brunnbauer / Christof Beckmann




Veröffentlicht am: 16:17:27 14.03.2008
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