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Stolperstein für Bbr. Vikar Johannes Prassek in Hamburg

 

Blutzeugen aus der UNITAS Ruhrania

im Mittelpunkt des 99. Stiftungsfestes

ESSEN.
Der Festvortrag von Bbr. Lambert Stamer beim Kommers zum Stiftungs- und Vereinsfest am 23. Januar 2010 steht unter dem Titel „Die Blutzeugen der UNITAS Ruhrania: 'Amboss, nicht Hammer'!“. Vornehmlich die Glaubenszeugen aus dem ehemals in Münster ansässigen UNITAS-Vereins im Ruhrgebiet stehen damit im Mittelpunkt. Die Darstellung wird in den Kontext „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ (27. Januar 2010) eingebettet und greift auch das hin und wieder umstrittene generelle Thema „Heilig- bzw. Seligsprechungen“ auf.

 

Nazi-Opfer aus der UNITAS Ruhrania

 

Damit nimmt die Kommersrede vielfältige Bezüge auf: Im vergangenen Jahr machte Papst Benedikt XVI. den Weg für die Seligsprechung von Bbr. Pfr. Georg Häfner frei, die 2010 in Würzburg erwartet wird. Im November 2009 jährte sich der 100. Geburtstag des Ruhranen Bbr. Vikar Anton Spies, der ebenfalls dem Hass der Nationalsozialisten zum Opfer fiel. Zugleich verbreitete sich im letzten Jahr die Nachricht, dass für 2011 mit der Seligsprechung der Vikare Johannes Prassek und Eduard Müller zu rechnen ist. Sie gehörten ebenfalls der UNITAS Ruhrania an und wurden mit den „Lübecker Märyrern“ Hermann Lange und Pastor Karl-Friedrich Stellbrink in Hamburg enthauptet.

 

Sie zählen zu den Opfern des Nationalsozialismus, die aus dem UNITAS-Verband für das von Papst Johannes Paul II. mit dem Apostolischen Schreiben Tertio millennio adveniente  1994 angeregte „Martyriologium des 20. Jahrhunderts“ benannt wurden. Verfasser ist Prälat Dr. Helmut Moll, seit 1998 Beauftragter für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren im Erzbi­stum Köln, der mit Bbr. Lambert Stamer im Jahr 2000 in der Verbandszeitschrift „UNITAS“ eine Zusammenstellung der Opfer aus dem UNITAS-Verband vorstellte (s. Link unten).

 

Experte hält Festvortrag

 

Bbr. Lambert Stamer, manchen Bundesbrüdern noch eher durch seinen Geburtsnamen Lambert Klinke bekannt, ist Neffe von OStR a.D, Norbert Klinke, des im Jahr 2000 verstorbenen Ehrenseniors der UNITAS-Ruhrania. Lambert ist Jahrgang 1967, stammt aus Castrop-Rauxel, studierte nach dem Abitur Mittlere und Neuere Geschichte, Fachjournalismus für Geschichte, Politikwissenschaften sowie Text- und Mediengermanistik in Gießen und Tartu (Estland). In Gießen schloss er sich der UNITAS Cheruskia an, wurde 1989 rezipiert und zum 4.2.1998 philistriert. Seinen Magister Artium baute er mit einer Arbeit über „Erzbischof Eduard Profittlich und die katholische Kirche in Estland 1930-1942“. Die Arbeit ist Ausdruck weit gespannter kirchenhistorischer Interessen, vor allem zur Katholischen Kirche in den Baltischen Staaten.

 

Bbr. Lambert Stamer war Vorortsschriftführer der UNITAS-Cheruskia Gießen im Vorortsjahr 2000 und geht seit vielen Jahren als Historiker auch zahlreichen Spuren unitarischer Geschichte nach. Er ist Autor vieler Artikel und Lebensbilder. Beruflich war er nach seinem Abschluss längere Jahre in der Gießener Universitätsverwaltung tätig und wurde zum September 2009 zum Geschäftsführer der Von Behring-Röntgen-Stiftung-Stiftung in Marburg bestellt.

 


 

LINKS:

„Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“, Statement von Bischof Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, zur Vorstellung der Publikation, hrsg. von Helmut Moll im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz - 2 Bände - (Paderborn u.a. 1999) am 18. November 1999

„Zeugen für Christus. Die Martyrer des UNITAS-Verbandes im 20. Jahrhundert, eine Zusammenstellung der Lebensbilder von Bbr. Lambert Klinke M.A. mit inhaltlichen und methodischen Überlegungen von Prälat Dr. Helmut Moll“, in: UNITAS 2/2000.

 

BÜCHER:

„Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“, hrsg. von Helmut Moll im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, 2 Bände, Paderborn u.a., 1310 Seiten, Schöningh; Auflage: 4., vermehrte u. aktualis. Aufl. (1. Dezember 1999), ISBN-10: 3506757784, ISBN-13: 978-3506757784, EUR 78,-

Die katholischen deutschen Martyrer des 20. Jahrhunderts, von Helmut Moll, Schöningh, 4. durchges. Aufl. (8. Juli 2005), broschiert - 8. Juli 2005, 83 Seiten, ISBN-10: 3506757776, ISBN-13: 978-3506757777, EUR 7,90

DOSSIER  :

Gegen Rechts: Wachsam gegen Ungeist 


WEITERE INFORMATIONEN:

EDITORIAL, Gedenken für Bbr. Georg Häfner in Würzburg, aus: unitas 3/2009

Umfassende Informationen zu den Lübecker Märtyrern auf den Seiten des Erzbistums Hamburg
Gedenkgottesdienste in Hamburg und Lübeck

http://www.erzbistum-hamburg.de/

 

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Veröffentlicht am: 16:04:30 11.01.2010
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