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Viele Talente - ein Geist: Ruhranen feierten 99. Stiftungsfest

 

ESSEN-BORBECK, 24. Januar 2010. Ein entscheidungsfreudiger Convent am Nachmittag, die Hausmesse am Abend, ein fröhlicher und zugleich nachdenklich stimmender Kommers - die Botschaft des 99. Stiftungsfestes der UNITAS Ruhrania lautet: Der Frühstart ins Jubiläumsjahr 2011 hat begonnen. Ein neu aufgestellter Altherrenverein, ein in ruhigere Fahrwasser kommender Hausbetrieb und eine Vergewisserung der Wurzeln legen jetzt die Grundlagen für die kommenden Jahre.

 

Zukunftsweisende Beratungen

 

Mit einem neuen Vorstand präsentiert sich nach den Sitzungen der Altherrenverein: Mit großem Dank für den Einsatz des ausscheidenden Vorsitzenden wählte der bestens von der Aktivitas umsorgte Cumulativconvent unter Vorsitz von Bbr. Rüdiger Duckheim am Nachmittag das neue Team. Zwei Jahre zuvor, im 90. Jahr nach der Konstituierung des AHV 1918/19, hatte der Wiederbegründungssenior Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann eine nicht einfache Aufgabe übernommen. Sie wird nun fortgesetzt vom bisherigen Stellvertreter Bbr. Michael Schneider aus Datteln (UNITAS-Salia et Ruhrania), dem neuen stv. X, Bbr. Bernd Genser, Scriptor Martin Gewiese und Quaestor Dr. Nikolaus Mantel. Intensive Beratungen galten der Arbeit des Hausbauvereins, der eine günstige Bilanz vorlegte.

 

Viele Talente - ein Geist

 

Gewichtiges Zeichen auf dem blumengeschmückten Altar war das Bruchstück vom Gedenkstein für den im Konzentrationslager Dachau umgekommenen Bbr. Kaplan Anton Spies, auf dem die Eucharistie gefeiert wurde. Die durch den Vorsitzenden des Essener UNITAS-Zirkels Martin Gewiese gelesenen Fürbitten galten den verstorbenen Bundesbrüdern von Verein und Verband, den Verantwortlichen in Kirche, Staat und Wissenschaft. Die musikalische Gestaltung der Messe hatte Bbr. Christoph Weyer übernommen.

 

Fröhlicher Kommers

 

Nach dem Abendessen im Wintergarten des „Feldschlößchens“ führte als Präside Bbr. Sebastian Sasse in gewohnter Souveränität durch den Festkommers. Im wieder umgerüsteten und bis auf den letzten Platz besetzten Conventsaal begrüßte er mit den Bundesbrüdern Karol Rawski und Benedikt Koch zahlreiche Gäste aus den Zirkeln von Dortmund bis Essen u.a. auch den stv. Vorsitzenden des Altherrenbundes, Bbr. Dr. Dr. Thomas Lohmann und den Ehrenvorsitzenden des AHV, OStD a.D. Jörg Lahme.

Ein besonderer Blumengruß galt Hanna Wehr, die in diesem Jahr auf 120 Semester mit der UNITAS zurückblickt. Schwungvoll und herzerfrischend gerieten mit Laudatio und „Letzten Worten" die Neuaufnahmen in die Altherrenschaft: Ihr schlossen sich die Bundesbrüder Roderich Oberstehöhfeld und Ulrich Lindemann (UNITAS Stolzenfels Bonn), der als „Spätberufener“ vor 40 Semestern zur zunächst in Bochum rekonstituierten Ruhrania fand. Der neue AHV-X Bbr. Michael Schneider überreichte Erinnerungsurkunden und hieß die neuen Philister herzlich willkommen. Ein von Bbr. Hans-Theo Prante überreichtes Bild des UNITAS-Hauses in Göttingen ziert nun die Fahnenwand.

 

Zeugen des Glaubens

 

Sehr nachdenklich und engagiert sprach Bbr. Lambert Stamer in seiner Festrede zu den aus der UNITAS stammenden „Märtyrern des 20. Jahrhunderts“. Kurze Lebensskizzen ergänzte er mit grundlegenden Ausführungen zum Wesen der „martyria“ und zitierte aus den Predigten Kardinal Galens bei der Victortracht in Xanten. „Dass allein drei der elf Märtyrer des Verbandes im Martyriologium aus der Ruhrania stammen, ist eine große Herausforderung und sicher auch eine Verpflichtung“, erklärte der in Wetzlar lebende Historiker. Auch unter gänzlich geänderten Bedingungen in Staat und Gesellschaft seien die Lebens- und Glaubenszeugnisse der ermordeten Bundesbrüder ein Zeichen für unsere Zeit, so Bbr. Stamer. 

Zur Festrede werden wir an dieser Stelle weiteres dokumentieren. 250, - Euro aus einer spontanen Kollekte für die Erdbebenopfer in Haiti kommen der Arbeit der Salesianer Don Boscos zugute und werden an das Johannesstift in Borbeck überwiesen.




Veröffentlicht am: 14:00:21 24.01.2010
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