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Jubiläumsausgabe: Neue UNITAS im Druck
Eine besondere Ausgabe lässt die nächste Verbandszeitschrift erwarten: Denn sie startet 2010 mit einer 84-seitigen Doppelnummer in den 150. Jubiläumsjahrgang. Das Titelbild ziert eine Abbildung aus der Kuppel des Petersdoms in Rom und der Schriftzug „Tu es Petrus“…
Eine Anspielung auf die Entwicklung der Zeitschrift, an die im Editorial erinnert wird. Für ein festes Periodikum hatte erstmals der unitarische „Ur-Präses“ Hermann Ludger Potthoff, Jahrgang 1830, die Initiative ergriffen. Der damalige Stiftskaplan und Hofprediger an der Dresdener Hofkirche veröffentlichte zum 1. Januar 1872 die erste Ausgabe des „Vereinsorgan für die Mitglieder der clerikalen und akademischen UNITAS“ unter dem Titel Namen „ROMA“.
Doch vielen Mitgliedern klang dieser Name einfach zu anspruchsvoll. Potthoff nahm die Kritik auf, zog den als Treuebekenntnis zu Papst Pius IX. gedachten Schriftzug zurück und nannte die Zeitschrift ab 1873 „Correspondenz der UNITAS“, ab 1874 „Correspondenz-Blatt der UNITAS“. Seit 1898 redigierte Prälat Joseph Prill das Blatt in Essen und gab ihm ab 1900 den Titel „unitas“. Dass die „unitas“ nun ihren 150. Jahrgang zählt, geht auf die Festbriefe zurück, die von den Coeten des Verbandes in Bonn, Tübingen und Münster anlässlich ihrer unitarischen Vereinsfeste ausgetauscht wurden.
Ihrer Bestimmung ist die Verbandszeitschrift seitdem treu geblieben. Über alle Staatsformen, wissenschaftliche Fortschritte, kirchliche und gesellschaftliche Veränderungen hinweg lässt sie bis heute auch die Geschichte und Entwicklung des UNITAS-Verbandes ablesen und nachlesen. Auch in der vorliegenden Jubiläumsausgabe. Sie unterstreicht, dass die Frage nach der Rolle des Akademikers, nach Gegenwart und Zukunft der Hochschule eine ständige Herausforderung geblieben ist – wie nicht zuletzt die letzten Studentenproteste beweisen. Dass Studienbedingungen, Berufsfindung, Bildung und Ausbildung auch uns beschäftigen müssen, nimmt nicht zuletzt die kommende 133. Generalversammlung in Nürnberg in den Blick. Zu ihr laden der Vorort UNITAS Franco-Alemannia Karlsruhe, Verbandsleitung und das örtliche Organisationskomitee in der alten Kaiserstadt in der unitas-Ausgabe 4/2009 – 1/2010 herzlich ein.
Viele weitere Einzelaufsätze und Artikel aus dem Verbandsleben machen deutlich, dass die Tradition der UNITAS lebendig ist. Vor allem aber zeigen sie die Bemühungen, dieses Leben durch die unitarischen Essentials der Prinzipien zu prägen. Wie bunt und vielfältig dem vor Ort Ausdruck verliehen wird, mag man in der aktuellen Ausgabe wieder einmal nachlesen.
Zum Download: UNITAS 4/2009 - 1/2010
Veröffentlicht am: 16:29:06 01.02.2010