CASTROP-RAUXEL. Die Europastadt Castrop-Rauxel trauert um ihren ehemaligen Stadtdirektor Bbr. Theodor Elting. Er verstarb nach längerer schwerer Krankheit am 30. Januar 2010 im Rochus-Hospital. Bundesbruder Elting wurde 79 Jahre alt. Das Seelenamt mit der anschließenden Beerdigung beginnt am 6.2.2010 um 8.30 Uhr in der St. Johannes-Kirche zu Borken.

Aktiv für die Stadt und Europa


1966 war Elting zur Stadtverwaltung gekommen und bekleidete zunächst für wenige Wochen das Amt des Beigeordneten. Am 1. Juni wurde er Stadtdirektor und blieb bis zum 31. Juli 1977 Verwaltungschef der Stadt. Anschließend war Theo Elting bis zum Eintritt in den Ruhestand am 30. April 1995 wieder als Erster Beigeordneter tätig und fungierte dabei ab 1988 auch als Kämmerer. „Elting zählte über Jahrzehnte zu den profiliertesten Christdemokraten unserer Stadt und war insbesondere engagiert in der Kommunal- und Europapolitik“, würdigten ihn die RUHR-NACHRICHTEN am 2. Februar.

Vor seinem Eintritt in die CDU hatte Theodor Elting das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Union Westfalen-Lippe inne, war viele Jahre Mitglied des CDU-Kreisvorstandes Recklinghausen und Vorstandsmitglied des CDU-Stadtverbandes Castrop-Rauxel. Mehr als 20 Jahre lang übte er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der kommunalpolitischen Vereinigung Nordrhein-Westfalen der CDU (KPV) aus. Dadurch gehörte er als kooptiertes Mitglied dem CDU-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen und dem Bundesvorstand der KPV an. Lange Zeit übernahm er die Aufgabe als Vizepräsident der deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas.


Engagiert in Politik und Caritas

 

„Als praktizierender Katholik war er zudem über viele Jahre engagiert im Caritas-Verband“ hoben die RUHR-NACHRICHTEN hervor. So war unter seinem Vorsitz als Stadtdirektor am 4.7.1969 im heutigen Marcel-Callo-Haus der Caritas e.V. für die Stadt Castrop-Rauxel gegründet worden, heute mit 50 hauptamtlichen Mitarbeitern und 567 Mitgliedern der größte Sozialverband in der Stadt. Bb. Theo Elting erhielt für seine vielfältigen Tätigkeiten eine Reihe von Auszeichnungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz. „Mit Theodor Elting verlieren wir einen Mann, der unsere Partei über 57 Jahre durch Höhen und Tiefen begleitet hat“, äußerte sich die CDU in ihrem Nachruf. „Theodor Elting hat sich für die Christlich Demokratische Union in Castrop-Rauxel verdient gemacht. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, erklärten Hilmar Claus für die CDU-Fraktion und Michael Breilmann für den CDU-Stadtverband Castrop-Rauxel.

 

Fast 60 Jahre aktiv in der UNITAS

 

Geboren am 10. April 1930 im Grenzgebiet zu den Niederlanden, war Bbr. Elting während des Studiums an der Universität Bonn im April 1951 bei UNITAS-Salia rezipiert worden. In den letzten Semestern aktiv in Münster, ließ er sich zum 1.1.1956 bei UNITAS Winfridia philistrieren. In seiner Wahlheimat gehörte Theo Elting fast 44 Jahre lang aktiv dem UNITAS-Zirkel Castrop-Rauxel an.

Interessiert verfolgte er von Beginn an die erfolgreichen Wiederbegründungsbemühungen der UNITAS Ruhrania im Ruhrgebiet, die der Castroper Zirkel insbesondere durch den 2000 verstorbenen Ehrensenior Norbert Klinke stark unterstützte. Eine Begleitung, die in den letzten 20 Jahren nicht abriss: Der heutige Vorsitzende des örtlichen Zirkels, Bbr. Michael Schneider, wurde erst im Januar vom Cumulativconvent der UNITAS Ruhrania zum neuen Altherrenvereins-Vorsitzenden gewählt. Noch im Jahr der Einweihung des neuen UNITAS-Hauses in Essen-Borbeck war Bbr. Elting  mit seiner Frau Adelheid gern zu Gast. Seine Bundesbrüder geben ihm jetzt in Borken dankbar das letzte Geleit.




Veröffentlicht am: 15:41:28 05.02.2010
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