AGV: Katholische Studenten begrüßen nationales Stipendienprogramm
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AGV begrüßt nationales Stipendienprogramm

 

Bonn, 28. April 2010 - Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) begrüßt den Beschluss der Bundesregierung, ein nationales Stipendienprogramm zu starten. „Dies ist ein gutes Signal. Denn es beweist, dass der nach der Bundestagswahl ausgegebene Slogan von der ,Bildungsrepublik Deutschland’ tatsächlich ernst gemeint ist”, so der Vorsitzende der AGV, Bernd Schulte.

 

Nun komme es auf die Umsetzung an. Zu Recht sei in den letzten Wochen bemängelt worden, dass viele der Studenten, die bereits jetzt ein Stipendium der Begabtenförderwerke bezögen, größtenteils aus Akademiker-Familien stammten und auch oft gar keiner finanziellen Förderung bedürften. „In diesem Bereich muss aufgeholt werden. Die soziale Herkunft sollte bei der Vergabe berücksichtigt werden. Allerdings muss die Studienleistung ein entscheidendes Aufnahmekriterium bleiben. Sie bildet schließlich die Grundlage für den Studienerfolg”, so Schulte. „Wir sprechen uns aber nachdrücklich dafür aus, dass das gesellschaftliche Engagement der Studenten berücksichtigt wird. Das Studium dient nicht allein der Berufsvorbereitung, sondern auch der Persönlichkeitsbildung. Wie wichtig dieser Aspekt ist, sehen wir nicht zuletzt an den Studenten, die sich in unseren Mitgliedsverbänden engagieren. Hier erwerben die Studenten Sozialkompetenz, die sie als spätere Führungskräfte brauchen”, hebt der Vorsitzende des Zusammenschlusses der katholischen Korporationsverbände hervor.

 

Weiterhin betont Schulte: „Es ist gut, dass für die Stipendien auch Mittel in der Wirtschaft eingeworben werden sollen. Allerdings darf dies keine Auswirkungen auf die Vergabe haben. Es wäre sehr kurzfristig gedacht, wenn die Stipendien nun nur an jene Studenten gingen, deren Studium auf eine spätere Tätigkeit in der Wirtschaft abzielt.”

 

Schließlich sei in der aktuellen Debatte auch nicht zu vergessen, dass es neben dem Studium noch andere Bildungsgänge gäbe, die für zukünftige Fachkräfte attraktiv seien: „So richtig es ist, die Studentenquote zu erhöhen, es gibt auch Karriereoptionen jenseits des Studiums. Als katholischen Christen ist uns wichtig, dass jeder individuell nach seinen Talenten gefördert wird. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass nur ein Studium zum Erfolg führt. Für die berufliche Ausbildung gilt das genauso. Wenn sich Abiturienten nur deswegen für ein Studium entscheiden, weil sie den Eindruck haben, dass es keine attraktiven Alternativen gibt, ist das fatal”, so Schulte abschließend.

 

Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) ist ein Zusammenschluss der katholischen Korporationsverbände CV, KV, UV, RKDB und TCV. Sie repräsentiert rund 10 000 Studentinnen und Studenten und ist über ihre Mitgliedsverbände an fast allen Hochschulen in Deutschland vertreten.

LINK: www.agvnet.de
 




Veröffentlicht am: 14:50:45 29.04.2010

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