Hamburger Nächte: Vorort unterwegs

UNITAS Ruhrania traf Tuisconia an der Alster

Von Sebastian Sasse, VOP

HAMBURG / ESSEN. In Hamburg sind die Nächte lang. Diese Erfahrung konnten am zurückliegenden Wochenende, 4./.5. Dezember, auch der Geistliche Beirat des Unitas-Verbandes, Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann und Vorortspräsident Bbr. Sebastian Sasse (beide Unitas Ruhrania) machen. Bis in die frühen Morgenstunden tauschten sie sich mit den Hamburger Bundesbrüdern, insbesondere mit den Mitgliedern der jungen und tatkräftigen Aktivitas aus und pflegten gemeinsam die Amicitia. Für besondere Freude sorgten schließlich zwei Deckelunterzeichnungen: Julian Schweins, Mitglied einer bekannten unitarischen Familie, und Matthieu Pessot, den Ruhranen als zeitweiliger Mitbewohner auf dem Feldschlösschen bekannt, stellten den Antrag auf Aufnahme in die Unitas Tuisconia.

Soziallehre Thema beim Vereinsfest

Freilich bekam auch bei diesem Besuch vor der Fidulitas die Scientia ihr Recht. So hatte am Samstagnachmittag Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann aus Anlass des Vereinsfestes zu Ehren der Heiligen Maria Immaculata über die Grundlagen der Katholischen Soziallehre referiert. Vor zahlreichen Besuchern aus dem Hamburger Zirkel und vielen Aktiven stellte der Geistliche Beirat des Verbandes zunächst die vielen päpstlichen Enzykliken vor, die von Leo XIII. bis zu Benedikt XVI. zu diesem Thema veröffentlicht worden sind.

Dabei betonte Wiechmann, dass die Prinzipien und das Menschenbild, die der Katholischen Soziallehre zu Grunde lägen, auch für Nicht-Katholiken, ja auch für Nicht-Christen einsehbar seien. Dies erkläre wohl auch den Einfluss, den die Katholische Soziallehre auf die Soziale Marktwirtschaft genommen habe. Hier sei vor allem an den unvergessenen Kardinal Höffner zu erinnern. Die Aktiven forderte Wiechmann auf, die Enzykliken zu lesen, zeichneten sie sich doch allesamt durch eine einfache und zugängliche Sprache aus. Weiterhin versprach er, entsprechende Broschüren bald an die Aktivitas zu versenden. Schließlich sei er auch gerne dazu bereit, zu einem späteren Zeitpunkt das Thema bei einer WS zu vertiefen. Die Hamburger Aktiven nahmen dieses Angebot gerne an.

Ehrung für Bbr. Professor Hubert Braun

Die Zusammenkunft konnte aber auch dazu genutzt werden, einen verdienten Unitarier zu ehren: Nach vielen Jahren ist Bbr. Professor Dr. Hubert Braun (Bild links) als Vorsitzender des Hamburger Altherrenvereins zurückgetreten und hat sein Amt in jüngere Hände gelegt und an Bbr. Matthias Sacher abgegeben. Brauns Nachfolger würdigte die Verdienste seines Vorgängers: Bbr. Braun habe in entscheidender Weise dazu beigetragen, dass sich in der Hafenstadt eine Aktivitas habe entwickeln können. Auch Vorortspräsident Sebastian Sasse dankte Braun für sein langjähriges Engagement. „Doch glücklicherweise geht uns Bbr. Braun ja nicht ganz verloren“, scherzte Sasse. So leitet er weiterhin den Beirat für Hochschulpolitik und gehört auch dem Verbandsvorstand an, wo er für seine Beiträge geschätzt wird.

Messe im Dom und Labskaus

Am Sonntag klang der Besuch mit der Heiligen Messen im Mariendom aus. Sie wurde von Erzbischof em. Ludwig Averkamp gefeiert, der Geistliche Beirat konzelebrierte. Anschließend fand endlich noch das traditionelle Labskaus-Essen statt: „Das habe ich meinem Vater versprochen“, so Helmut Wiechmann. Der Vater des Geistlichen Beirats war nämlich gebürtiger Hamburger und Seemann und als solcher ein besonderer Freund dieser Spezialität. „Deswegen gibt es für mich keinen Hamburg-Besuch ohne Labskaus“, so Wiechmann.




Veröffentlicht am: 08:52:54 06.12.2010
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