Studentenlatein steht auf dem Programm
Wissenschaftliche Sitzung am Dienstagabend zur „Mutter der Sprachen“


ESSEN. „Satis – omnes ad sedes - silentium pertineat – es präpariert sich der `Cantus Gaudeamus igitur´. Ad primam – magna cum voce!“ … Was Jäger- oder Anglerlatein ist, weiß man gerade noch. Aber wenn es um Studentenlatein geht, greift mancher Unbedarfte schnell in die sprachliche cloaca maxima. Völlig falsche Betonungen und sinnentstellendes Formelgeschnatter treiben ihn jedenfalls schnell in Rage: Bbr. StD Dr. Nikolaus Mantel (Bild links) wird am Dienstag, 11. Januar, um 20 Uhr im Conventsaal im UNITAS-Haus an der Flurstraße 67 die Wissenschaftlichen Sitzung halten.

 

… iuvenes dum sumus?

 

„Gaudeamus igitur - Bemerkungen zum Studentenlatein” lautet der Titel seines Vortrags, in dem er mit allem sinnfreien Gestammel sicher heftig ins Gericht gehen wird. Denn wenn schon, denn schon: Die in Erz gegossenen, bei Rezipierungen und feierlichen Aufnahmen gebrauchten Sentenzen in der Sprache der alten Römer sollen schließlich mehr als antiquierten Ritualen genügen. Weder sind der Eid auf die Prinzipien und die Verbandsdevise „in neccessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas“ um des Reimes willen fester Bestandteil von Veranstaltungen, noch steht die Gravität der alten Sprache nur für das Gewicht des Augenblicks, in dem sich Mitglieder fest der unitarischen Lebensgemeinschaft anschließen. Zudem lassen sich Bedeutung und Sinn nicht aus der einfachen Übersetzung allein schließen.

 

Herzliche Einladung!

 

Wer mehr erfahren will, kann nun dazulernen: Ob mit Kleinem oder Großem Latinum – am Dienstagabend ist jeder bestens bei dieser Veranstaltung aufgehoben. Und selbst Nichtlateiner sind herzlich eingeschlossen. Vivant sequentes ... Denn ohne Zweifel gibt die Wissenschaftliche Sitzung neben grundsätzlichen Anmerkungen zur ganz aktuellen Bedeutung der lateinischen Sprache auch ganz praktische Beispiele für deren Anwendung im allgemeinen akademischen und speziellen unitarischen Alltag.
 
Referent Bbr. Dr. Nikolaus Mantel, seit 1975 aktiv bei UNITAS-Salia Bonn, Mitbegründer der studentischen UNITAS im Ruhrgebiet und Quaestor des Essener Hausbauvereins, ist Studiendirektor am traditionsreichen Essener Carl-Humann-Gymnasium. Für den Deutschen Altphilologenverband in NRW ist er in der „Certamen Carolinum“-Jury für den Landesschülerwettbewerb in den Alten Sprachen, bei dem Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der nordrhein-westfälischen Gymnasien und Gesamtschulen um Siegerplätze kämpfen. Und was den Schülern recht ist, sollte den Studenten schließlich billig sein. Quod erat demonstrandum




Veröffentlicht am: 18:06:52 10.01.2011
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse