Seligsprechung von Bbr. Häfner am 15. Mai

Würzburger Bundesbrüder laden zur Begegnung an den Main
 

WÜRZBURG. Der Beitrag der UNITAS zur Seligsprechung von Bbr. Georg Häfner steht. Nach dem vorläufigen, von Unitas Hetania geplanten Programm wird am Freitag, 11. März, zu einem Kreuzweg zum Käppele eingeladen. Am Freitag, 13. Mai, laden die Würzburger Unitarier zu einem Kommers in die Zehntscheune des Juliusspitals ein.

 

Einladung zum gemeinsamen Kreuzweg

 

Die Würzburger UNITAS hat in den letzten Jahren intensiv die Erinnerung an Bundesbruder Pfarrer Georg Häfner gepflegt, so durch Vorträge zu Vereinsfesten, durch Gottesdienste und öffentliche Gedenkfeiern am Todestag. Häfner, 1900 in Würzburg geboren, 1920 bei der Unitas in Würzburg rezipiert und 1924 zum Priester geweiht, geriet als Pfarrer von Oberschwarzach wegen seiner strikt ablehnenden Haltung gegenüber den Nationalsozialisten in Konflikt mit den braunen Machthabern. Im Herbst 1941 wurde Pfarrer Häfner verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Dort starb er, durch Zwangsarbeit und Mangelernährung ausgezehrt, am 20. August 1942 den Märtyrertod.

 

Auch im Sommersemester soll sein Gedenken durch eine Aktivenwallfahrt, eine Filmnovene und andere Veranstaltungen nochmals verstärkt werden. Dazu gehört vor allem der Kreuzweg, den die Unitarier in Würzburg im März gehen wollen: Er wird gleich in den ersten Tagen der Fastenzeit am Freitag, 11. März, um 18.30 Uhr am Eingang zum Stationsweg unterhalb des Käppele gegenüber der Nikolausstraße 21 beginnen – ein Termin, der im Rahmen der offiziellen Vorbereitung des Bistums von Unitas-Hetania mitgestaltet wird.

 

Kommers am Wochenende der Seligsprechung

 

Schon jetzt weisen die Aktiven um Senior Markus Stürmer auch auf das Wochenende der Seligsprechung selbst hin. „Um die Erhebung unseres Bundesbruders zur Ehre der Altäre auch im unitarischen Kreis würdig zu feiern, möchten wir Euch herzlich zum Festkommers anlässlich der Seligsprechung von Bbr. Georg Häfner am Freitag, 13. Mai, 20.00 Uhr in der Zehntscheune des Juliusspitals an der Klinikstraße einladen“, heißt es in einem Schreiben an alle Aktivitates aus dem Bundesgebiet, das in den nächsten Tagen versandt wird.

Für die Festrede zum Thema „Georg Häfner - Zeugen unter Zeugen" haben die Organisatoren den Würzburger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Wolfgang Weiß gewonnen. Der Inhaber des Lehrstuhls für Fränkische Kirchengeschichte und Kirchengeschichte der neuesten Zeit an der Universität Würzburg ist seit 2003 Vorsitzender des Würzburger Diözesan-Geschichtsvereins, Herausgeber und Schriftleiter der Würzburger Diözesan Geschichtsblätter sowie Herausgeber der Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg.

Für den Kommers ist eine Anmeldung bis zum 1. April unbedingt erforderlich (Bbr. Markus Stürmer [X], Schellingstr. 19, 97074 Würzburg, E-Mail: seligsprechung@unitas-hetania.de, Tel. 0931 / 2 60 96 03; 0151 / 57 32 57 32). Zuvor wird voraussichtlich im Rahmen einer Feierstunde der Stadt der Platz, an dem das Geburtshaus Bbr. Georg Häfners steht, nach ihm benannt werden - Unitas Hetania hatte dazu einen entsprechenden Antrag gestellt. Dabei wird eine vom AHV Unitas Würzburg gestiftete Gedenktafel am Geburtshaus eingeweiht.

 

Termine bitte bereits vormerken

 

Die Bundesbrüder vor Ort bitten alle Vereine, die Termine zur Seligsprechung schon jetzt bei der Semesterplanung zu berücksichtigen und freuen sich auf zahlreiche Besucher. Empfehlend weisen sie auf die Ausstellung zum Leben und Sterben Georg Häfners hin, die während des Wochenendes der Seligsprechung in Würzburg gezeigt werden wird. Für die dorthin reisenden Bundesbrüder und Bundesschwestern bietet sich so die Gelegenheit, den künftigen Seligen aus den Reihen der Unitas näher kennen zu lernen.

 

Die Seligsprechung durch den Vertreter des Heiligen Vaters, Angelo Kardinal Amato, beginnt am Sonntag, 15. Mai 2011, um 14 Uhr im Hohen Dom zu Würzburg. Aufgrund der großen Menge geladener Gäste ist die Mitfeier im Dom durch Platzreservierung beschränkt, weder Einzelpersonen noch Gruppen erhalten freien Zutritt. Die Seligsprechung wird live im Bayerischen Fernsehen übertragen, ebenso in Kirchen der Stadt Würzburg. Über das Vorbereitungsprogramm der Diözese sowie über das Leben Georg Häfners informiert die offizielle Homepage www.georg-haefner.de


 

Zwei Bücher zum Nachlesen

 

Paul-Werner Scheele / Klaus Wittstadt: Georg Häfner - Priester und Opfer. Briefe aus der Haft – Gestapodokumente. 144 Seiten mit zahlreichen s/w-Fotos, Echter 2011, 2. ergänzte Auflage, 14,80 Euro, ISBN 978-3-429-00838-3.

Die in diesem Buch gesammelten Briefe von Georg Häfner aus dem Konzentrationslager Dachau sind ergreifende Zeugnisse des Glaubens. Sie werden ergänzt mit den Gestapo-Akten, die von den beiden Herausgebern in ihren Kontext gestellt werden und das Bild dieses Märtyrerpriesters vervollständigen.

 

Günter Putz: Daheim im Ewigen. Pfarrer Georg Häfner – ein Märtyrerpriester. 105 Seiten mit 7 Farbfotos von Karl-Heinz Geyer CMF, Echter 2011, 12,80 Euro, ISBN 978-3-429-03348-4.

Die von mitgefangenen Priestern aus dem Konzentrationslager Dachau und noch lebenden Zeugen aus Oberschwarzach unterschriebenen Gesprächsprotokolle sind authentische Zeugnisse aus dem Archiv des Postulators Günter Putz. Die Originale wurden in das Seligsprechungsverfahren einbezogen.





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Veröffentlicht am: 10:08:47 10.02.2011
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