Schwerpunkte der neuen UNITAS-Ausgabe 2/2011

 

ESSEN, 4.5.2011. Mit 84 prallen Seiten ist die neue Ausgabe der Verbandszeitschrift UNITAS heute in den Druck gegangen. Eine Online-Version kann schon jetzt eingesehen werden. Über 20 Seiten sind allein dem Schwerpunktthema gewidmet: Der Seligsprechung für drei Mitglieder Mitte Mai und Ende Juni …

 

Wort des Vorortspräsidenten

 

Vorangestellt ist dem aktuellen Heft ein Wort von Vorortspräsident Sebastian Sasse (Unitas Ruhrania Essen). Unter dem Titel „Gemeinsam auf dem Weg“ gibt er Überlegungen zu den Leitworten von Verband und GV für das Jahr 2011 zu bedenken („In Christus verwurzelt“ / „Brannte uns nicht das Herz!“). In seinem Aufsatz geht er der Frage nach, wie „hehre Vorsätze“ als Chance genutzt werden können. Sein Plädoyer fordert zur Besinnung auf das, was die unitarische Gemeinschaft trägt, er appelliert zur Wahrnehmung aktueller Herausforderungen, zur Übernahme von Verantwortung in Kirche und Staat, zur Begegnung mit Christus und zum Zeugnis in einer lebendigen Gemeinschaft. Die Vorzeichen stünden gut, so VOP Sasse: Überall im Verband sei die Bereitschaft zum Gespräch zu spüren.

 

„Die Universität ist nicht mehr die Institution, in der unsere Gründervater sozialisiert worden sind und deren Werte in die Grundsatze unseres Verbandes eingeflossen sind“, konstatiert der amtierende Vorortspräsident mit Blick auf die „Krise der Universität“, ihren institutionellen Ab- und Umbau sowie den Wandel ihrer Leitwerte. Sie verbindet er mit dem Hinweis auf die „katholische Krise“ und die „Krise des Bürgertums“ und fragt nach den Konsequenzen. „Es zeichnet uns aus, dass wir diese Krisen in dieser Form überhaupt wahrnehmen“, erklärt Sasse und spricht sich für eine aktive Auseinandersetzung mit diesem Thema aus. „Die Unitas bildet innerhalb des gesellschaftlichen Wildwuchses ein Biotop, in dem etwas Neues heranwachsen kann.“

 

Suche nach einer „neuen Fortschrittsidee“

 

Nachdrücklich unterstützt der VOP einen von Papst Benedikt in seiner Enzyklika „Caritate in veritate“ entwickelten Gedanken, auf den auch Bundesbruder Reinhard Kardinal Marx mehrfach aufmerksam machte: Es gehe darum, eine „neue Fortschrittsidee“ zu formulieren. „Genau diese Überlegung markiert den Horizont, auf den wir uns hinbewegen müssen“, unterstreicht Sebastian Sasse. Es gehe darum, unser kulturelles Erbe weiterzuführen und es für die Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft fruchtbar machen. Sasse: „Sicher, an diesem Anspruch sind schon andere gesellschaftliche Gruppen gescheitert. Doch wir gehen einen anderen Weg. Wir gehen ihn gemeinsam und wir begegnen Christus. Er lasst unsere Herzen brennen. Und solche Herzen brauchen wir, um unserem Auftrag in dieser Gesellschaft nachkommen zu können.“

 

Schwerpunkt Unitas und Seligsprechungen

 

Eine Skizze zur Situation der UNITAS zwischen 1933 und 1945 markiert in der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift den Rahmen für die bevorstehenden Seligsprechungen der Bundesbrüder Georg Häfner, Johannes Prassek und Eduard Müller. Die Zusammenschau der Ereignisse vor und nach dem Verbot des Verbandes als „staatsfeindliche Organisation“ 1938 verweist auf die fast 500 namentlich bekannten Schicksale von Mitgliedern, die in vielfacher Weise von den Nationalsozialisten verfolgt und drangsaliert wurden, in Konzentrationslagern oder auf den Blutgerüsten der Nazis umkamen. Auf diesem Hintergrund steht eine Darstellung zu Bbr. Georg Häfner, der im KZ Dachau starb. Sie lieferte Bbr. Christoph Hämmelmann, Redakteur bei der „Rheinpfalz“ in Ludwigshafen. Unitarische Wegbegleiter der „Lübecker Märtyrer“ sind ein weiteres Thema der Ausgabe, eine rechtshistorische Würdigung der Nazi-Urteile steuerte Rechtsanwalt und Notar Bbr. Dr. Jürgen Becker bei. Ihn erreichte am 4. Mai 2011 die Mitteilung der Staatsanwaltschaft Berlin, dass das Urteil gegen die „Lübecker Kapläne“ aufgehoben worden ist. Bbr. Becker hatte in seinem Namen und im Namen des UNITAS-Verbands und des Vororts UNITAS Ruhrania am 20. März einen Aufhebungsantrag für die Unrechtsurteile gestellt.

 

Weitere größere Artikel in der Unitas-Nummer 2/2011 berichten von der AGV-Wallfahrt nach Jerusalem, zum Dialog in der Kirche und einem Praktikumsaufenthalt in Indien, Bbr. Dr. Rudolf Seiters referierte zum Thema „20 Jahre Deutsche Einheit“ und der Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Prof. Andreas Hüdepohl, schreibt zur Frage „Was macht eine katholische Universität katholisch?“.  

 



Aus dem Inhalt:

Wort des VOP: Gemeinsam auf dem Weg

Seligsprechungen in Würzburg und Lübeck

Unitas 1933- 1945: Ein Verband geht in den Untergrund

Bbr. Pfr. Georg Hafner: „sacerdos et hostia“

Der „UNITAS-Pfiff“: Bundesbrüder auf dem letzten Weg

Todesurteile: Vier Justizmorde auf Führerbefehl

AGV-Wallfahrt von Galiläa nach Jerusalem

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zum Dialog in der Kirche

Zum Leitwort der 134. GV in Düsseldorf

Bbr. Dr. Rudolf Seiters: 20 Jahre Deutsche Einheit

Was macht eine katholische Universität katholisch?

Incredible India: Ein Praktikum im Tigerstaat

Soziales Projekt geht Verwirklichung entgegen

Aus dem Verband

Personalia: Namen & Nachrichten

in memoriam: Unsere Verstorbenen

Gratulor! - Die Geburtstage bis August 2011

Bücher / Medien

Einladung zum AHB-/HDB-Tag in Mannheim 23.-25.9.

 

 

DOWNLOAD DER AUSGABE: Unitas 2/2001




Veröffentlicht am: 20:15:42 04.05.2011
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