Aktuelles > Neuigkeiten > Aktuelles von der Seligsprechung von Bbr. Pfarrer Georg Häfner


Freuen sich über den neuen „Georg-Häfner-Platz“ (v.l.): Stadtrat Egon Schrenk, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Oberbürgermeister Georg Rosenthal mit den Vertretern der UNITAS Hetania Würzburg (rechts: AHV-Vorsitzender Bbr. Dr. Markus Heubes). Foto: Markus Hauck (POW)


 

Auf dem Weg zur Seligsprechung von Pfarrer Georg Häfner

Platz nach Bbr. Häfner in Würzburg benannt

 

WÜRZBURG. Mit dem neuen „Georg-Häfner-Platz“ in der Innenstadt erinnert die Stadt Würzburg an den künftigen Seligen Bbr. Pfarrer Georg Häfner. Oberbürgermeister Georg Rosenthal enthüllte am Freitagnachmittag, 13. Mai, gemeinsam mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann das Straßenschild. An der Feier nahm neben Bürgermeister Dr. Adolf Bauer und zahlreichen Mitgliedern des Stadtrats auch eine Delegation aus Häfners letzter Pfarrei Oberschwarzach teil. Anwesend waren darüber hinaus Mitglieder verschiedener Würzburger Orden, des Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereins UNITAS Hetania, die Bischöfe Dr. Paul-Werner Scheele, Ulrich Boom, Helmut Bauer und Vertreter des Würzburger Domkapitels.

 

Die Anregung zur Umbenennung des Platzes nach Bbr. Georg Häfner hatte die Würzburger UNITAS gegeben. Zu einem späteren Zeitpunkt soll hier unweit seines ehemaligen Elternhauses eine vom Altherrenverein UNITAS Würzburg gestiftete Gedenktafel eingeweiht werden.

 

Auch heute: „Zivilcourage zeigen“

 

„In einer brutalen Diktatur ist er seiner inneren Überzeugung um den Preis seines Lebens treu geblieben. Daher ist er Vorbild für uns alle“, würdigte Rosenthal Häfner, der im Konzentrationslager Dachau starb. Der neubenannte Platz schließt an die Würzburger Bockgasse an. Der dort geborene Priester stehe stellvertretend für die Millionen NS-Opfer sowie für 1034 Geistliche, die in Dachau ums Leben kamen. Rosenthal erinnerte daran, dass es von 1943 bis 1945 in Würzburg ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg gab. „Machen wir uns immer wieder bewusst, dass Demokratie und die von ihr garantierten Werte wie Freiheit und Menschenwürde kein ein für allemal erworbener Besitz sind“, appellierte er an die Zuhörer. Häfner habe der Versuchung widerstanden, sich dem Regime der Nationalsozialisten anzupassen. Wie viel leichter sei es, dem aktuell mitunter aufflackernden Rassismus und Extremismus entgegenzutreten, den Rosenthal als „erschreckend“ bezeichnete. Er forderte auf, Zivilcourage zu zeigen.

 

 

Platz in Würzburg wurde nach Bbr. Georg Häfner benannt. Bilder: POW


Bischof Hofmann betonte, dass Häfner schon im Elternhaus in eine gelebte Glaubenshaltung hineingewachsen sei. „Seine Standfestigkeit erwuchs aus der Begegnung mit Gott.“ Häfner habe seinen Aufenthalt im Konzentrationslager Dachau als Kreuzesnachfolge verstanden. „Sich nicht für erlittenes Unrecht zu revanchieren und den Feind lieben zu lernen, das ist eine heroische Haltung, die wir nicht aus uns selbst gewinnen können.“ Der Bischof dankte der Stadt Würzburg für die Umbenennung des Platzes. Sie sei ein grandioses Präludium für die Seligsprechungsfeier am Sonntag, 15. Mai.

 

Festkommers in der Zehntscheune
des Juliusspitals

 

Am Abend des 13. Mai luden die Bundesbrüder zu einem Festkommers in die Zehntscheune des Juliusspitals. Die Festrede unter dem Titel „Georg Häfner – Zeuge unter Zeugen“ hielt der Würzburger Kirchenhistoriker Professor Dr. Wolfgang Weiß, Vorsitzender des Würzburger Diözesan-Geschichtsvereins und Herausgeber der Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg.

 

Zeitzeugengespräch auf dem UNITAS-Haus

 

Für Samstag, 14.Mai, gewannen die Bundesbrüder einen außergewöhnlichen Referenten zu einem Zeitzeugengespräch: Ab 14 Uhr gibt es auf dem UNITAS-Haus, Schellingstraße 19, eine Begegnung mit dem letzten Überlebenden aus dem Priesterblock des KZ Dachau. Prälat Hermann Scheipers (97), gebürtig aus dem westfälischen Ochtrup und nach dem Krieg Priester im Bistum Dresden-Meißen, war 1941 bis 1945 in Dachau inhaftiert und berichtet von seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Am Abend beginnt nach der Vesper um 17.30 Uhr am Primizaltar Georg Häfners im Karmel Himmelspforten eine Wallfahrt zum Neumünster am Kürschnerhof. Sie beschließt dort gegen 19.30 Uhr mit einer Vigilfeier am Grab in der Kiliansgruft den Tag.

 

Feier der Seligsprechung

 

Bischof Dr. Friedhelm Hoffmann eröffnet die Feier der Seligsprechung Georg Häfners durch Angelo Kardinal Amato am Sonntag, 15. Mai 2011, um 14 Uhr im Hohen Dom zu Würzburg. Erwartet werden viele kirchliche Würdenträger, unter ihnen der päpstliche Nuntius in Deutschland, Jean-Claude Périsset. Außerdem haben sich Vertreter aus Politik und Behörden mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm an der Spitze angekündigt. Darüber hinaus werden rund 250 Priester aus der Diözese Würzburg den Festgottesdienst mitfeiern. Rund 150 Gläubige werden allein aus Häfners Pfarrgemeinde in Oberschwarzach (Landkreis Kitzingen) erwartet. Der Festgottesdienst wird live im Bayerischen Fernsehen übertragen.

 

Im Anschluss an die Feierlichkeiten soll die Seligsprechung um 16 Uhr mit einem viertelstündigen festlichen Geläut in allen Gotteshäusern der Diözese Würzburg gefeiert werden, berichtete Weihbischof Ulrich Boom, der die Vorbereitungskommission für die Seligsprechung leitet. „In der Feier der Seligsprechung sagen wir, dass an Georg Häfner Christusnachfolge sichtbar geworden ist und wir in ihm ausdrücklich einen Fürsprecher bei Gott haben“, erklärte er. Laut Boom solle diese Botschaft dann auch hörbar werden.

Geistliche Nachbereitung in Würzburg

 

Die Würzburger UNITAS unternimmt zur geistlichen Nachbereitung am Freitag/Samstag, 8./9. Juli eine Aktiven-Wallfahrt zu Fuß von Würzburg nach Oberschwarzach, den Pfarrort Bbr. Georg Häfners. Sie beginnt gegen 16 Uhr auf dem UNITAS-Haus. Am zukünftigen Gedenktag des Seligen Georg Häfner, dem 20. August, versammeln sich die Würzburger Bundesbrüder zur Messe mit Statio am Häfner-Grab in der Neumünsterkirche. Nach der von Weihbischof Ulrich Boom zelebrierten Messe entzünden die Bundesbrüder ihre Kerze am Grab von Bbr. Häfner. Infos & Kontakt: Bbr. Markus Stürmer [X], Schellingstr. 19, 97074 Würzburg, seligsprechung@unitas-hetania.de, Tel.: 09 31/2 60 96 03, 01 51/57 32 57 32 3. Nähere Informationen und Aktuelles unter www.UNITAS-hetania.de

 

Eine große Nachfrage verzeichnet der Auftritt zu Georg Häfner im Sozialen Netzwerk Facebook (www.facebook.com/georg.haefner). Seit dem Start der Seite am 1. Februar 2011 gab es mehr als 47.000 Besucher, 140 Personen klickten den „Gefällt mir“-Button. Über 43.000 Visitors verzeichnete die Internetseite www.georg-haefner.de, die am 19. Oktober 2010 gestartet worden war.

 


 

Quellen und Fotos: POW, Bistum Würzburg

 

Weiterführende Links:

Offizielle Häfner-Homepage

Georg Häfner auf Facebook

 

Aktuelle Artikel:

Seligsprechungen in Würzburg und Lübeck, in: UNITAS 2/2011, 86f.

13.05.2011: WÜRZBURG24COM: Ein Platz im Gedenken an Georg Häfner
13.05.2011: RADIO GONG: Würzburg: Neuer „Georg-Häfner-Platz“
13.05.2011: DIE TAGESPOST: „Das ganz auf Gott Verwiesensein“: Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann zur Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner am Sonntag. Von Regina Einig
Christoph Hämmelmann: Bbr. Pfr. Georg Hafner: „sacerdos et hostia“, in: UNITAS 2/2011, 97-100.

 

 

BERICHTE UND KOMMENTARE

             

20.04.2011    Seligsprechungen: „Alles stehen und liegen lassen“
10.03.2011    Seligsprechung von Bbr. Georg Häfner – Unitas-Hetania lädt ein!

03.03.2011    Wort des VOP: „Generation Irritation“

10.02.2011    Würzburg: Einladung zur Seligsprechung von Bbr. Häfner am 15. Mai

04.02.2011    Eigene Fanseite für Bbr. Georg Häfner jetzt auf Facebook

01.02.2011    Wort des Vorortspräsidenten / Neuer Newsletter

02.01.2011    Vorortspräsident: „2011 wird für die Unitas ein spannendes Jahr“

29.12.2010    Ausstellung: Einblicke in Bbr. Pfarrer Häfners Leben

10.12.2010    Auf dem Weg zur Seligsprechung: Bbr. Pfarrer Georg Häfner

10.11.2010    Bewegendes Gedenken an die NS-Opfer und UNITAS-Mitglieder

06.11.2010    9. November: Gedenkgottesdienst in St. Dionysius

20.10.2010    Bbr. Georg Häfner: Künftiger Seliger im Internet

25.09.2010    Gebetsheft zur Vorbereitung auf Seligsprechung von Bbr. Georg Häfner

13.09.2010    Papst Benedikt würdigt deutsche Märtyrer der NS-Zeit

08.09.2010    VOP Sebastian Sasse: Bbr. Georg Häfner ist Vorbild in der Liebe

08.09.2010    Bbr. Georg Häfner wird am 15. Mai 2011 seliggesprochen

07.09.2010    Papst zur Jugend: Botschaft gegen den Zeitgeist

24.08.2010    Neue UNITAS 3/2010 im Druck / Wort des Vorortspräsidenten
02.07.2010    Der designierte UNITAS-Vorort: Glaubenszeugen sind Vorbilder

27.08.2009    MAINPOST: Erinnerung an den Todestag von Georg Häfner

19.08.2009    Würzburg: Gedenken für Märtyrerpriester Bbr. Georg Häfner

03.07.2009    Bbr. Georg Häfner vor der Seligsprechung


„Zeugen für Christus“. Die Martyrer des UNITAS-Verbandes im 20. Jahrhundert. Eine Zusammenstellung der Lebensbilder von Bbr. Lambert Klinke M.A. mit inhaltlichen und methodischen Überlegungen von Prälat Dr. Helmut Moll, aus: unitas 2/2000




Veröffentlicht am: 11:37:43 14.05.2011
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