Bbr. Rolf Lohmann: Neuer Wallfahrtsrektor in Kevelaer

KEVELAER / LIPPETAL-HERZFELD.
Bbr. Domkapitular Rolf Lohmann (47), zuvor Pfarrer in Lippetal und Rektor der Herzfelder St.-Iden-Wallfahrt, ist am Sonntag, 23. Mai, in der überfüllten Marienbasilika in Kevelaer durch Dechant Alois van Doornick in sein neues Amt als Pfarrer von St. Marien in Kevelaer und Rektor der Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“ eingeführt worden.

Der Festmesse wohnten auch Weihbischof Bbr. Wilfried Theising und sein Vorgänger Heinz Janssen bei; ebenso Dompropst Josef Alfers aus Münster und der frühere Pfarrer von St.Marien, Domkapitular Richard Schulte Staade. Lohmann wurde von den Geistlichen und Messdienern, den Vereins- und Fahnenabordnungen aus Kevelaer und Lippborg, der Confraternitas Consolatrix Afflictorum und Mitgliedern der Komtureien Duisburg und Münster des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem vom Priesterhaus aus zum Hagelkreuz und von dort in der Basilika geleitet.

Bbr. Lohmann (UNITAS Winfridia Münster), am 21. Februar 1963 in Hamm geboren, studierte Theologie und Philosophie in Münster und München. 1989 wurde er im St.-Paulus-Dom in Münster von Bischof Reinhard Lettmann zum Priester geweiht. Nach seiner ersten Kaplansstelle in St. Laurentius Coesfeld ging er 1993 als Vikar nach St. Johannes Billerbeck. Seit 1997 war Lohmann Pfarrer in St. Ida Lippetal-Herzfeld und Rektor der dortigen Wallfahrt. 2003 übernahm er zusätzlich die Aufgaben des Pfarrers in St. Cornelius und Cyprianus Lippetal-Lippborg, 2007 ernannte ihn der Bischof zum nichtresidierenden Domkapitular in Münster.

Fast 14 Jahre Wallfahrtsrektor in Herzfeld

Als langjähriger Wallfahrtsrektor in Herzfeld bringt Bbr. Lohmann bereits wertvolle Erfahrungen in seine neuen Aufgaben ein. Lippetal-Herzfeld gilt als älteste Wallfahrtsstätte Westfalens. Zunehmend mehr Pilger besuchen das in der Krypta der großen Kirche verborgene Grab der Hl. Ida, einer Urahnin bedeutender deutscher Kaiser, deren Andenken seit über 1000 Jahren dort bewahrt wird. Sie gilt als Vorbild der christlichen Caritas. Nach ihrer Heiligsprechung am 26. November 980 durch den Bischof von Münster hatte der erste Umzug mit ihren Reliquien stattgefunden. Nach dem Tode Heinrichs II., des letzten sächsischen Kaisers, versammelten sich am 13. September 1024 die sächsischen Fürsten mit Bischof Meinwerk von Paderborn am Grab der hl. Ida zum „Fürstentag in Herzfeld”.

Bbr. Rolf Lohmanns neuer „Arbeitsplatz“ ist mit jährlich rund 800.000 Pilgern der größte Wallfahrtsort im Bistum Münster. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts pilgern Gläubige nach Kevelaer zum Bild der „Trösterin der Betrübten“. Unter den Millionen von Wallfahrern, die sich vor dem Gnadenbild eingefunden haben, waren 1987 auch Papst Johannes Paul II. und die selige Mutter Teresa. Auch Papst Benedikt XVI. besuchte als Kardinal Joseph Ratzinger den niederrheinischen Wallfahrtsort.

Mehr:  www.wallfahrt-kevelaer.de, www.kevelaer.de, www.st-ida-herzfeld.
Kirchensite.de: Domkapitular Lohmann als Wallfahrtsrektor eingeführt



Veröffentlicht am: 10:03:05 25.05.2011
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