
Bbr. Dr. Baldur Hermans: Komtur des Silvester-Ordens
ESSEN. Eine erneute hohe Ehrung für Bbr. Dr. Baldur Hermans: Nach einem Bericht der BORBECKER NACHRICHTEN vom 9. August 2012 verlieh ihm der Sekretär des Päpstlichen Laienrates, Kurienbischof Dr. Josef Clemens, in Paderborn die päpstliche Auszeichnung eines „Komtur des Silvester-Ordens". Bischof Clemens dankte im Namen der Päpstlichen Kurie insbesondere für die ehrenamtliche Arbeit von Bbr. Hermans, der engagiert die Anliegen der Pfadfinder und ihrer Erziehungsarbeit in den Päpstlichen Rat für die Laien eingebracht habe.
Pfadfinder aus Leidenschaft
Bbr. Baldur Hermans (74) wuchs in Essen-Borbeck auf. Seit 1949 ist er Pfadfinder in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Er studierte Geschichte und Theologie und promovierte 1970 mit einer Arbeit zur Sozialen Frage auf den Katholikentagen von 1848 bis 1891. Er leitete seit 1971 das Bischöfliche Jugendamt und 1989-2004 das Dezernat für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben im Bistum Essen.
Während seiner Tätigkeit als Auslandsbeauftragter der DPSG (1985-2004) wurden Partnerschaften mit katholischen Pfadfindern in Afrika, Bolivien und mit arabischen Gruppen in Israel und Jordanien realisiert. Nach dem Fall der Mauer hatte Bbr. Hermans den Aufbau von Pfadfinderverbänden in Osteuropa unterstützt. Parallel wirkte der Essener für seinen katholischen Glauben, als Konsultor des Päpstlichen Laienrates, in der Stiftung „Lumen Gentium" des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, aber auch ganz einfach im Kirchenvorstand der Gemeinde St. Paulus in Gerschede.
International aktiv
Als Generalsekretär der Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (CICS) vertrat Baldur Hermans von 2002 bis 2011 etwa 70 katholische Pfadfinderverbände und Pastoralräte in Europa, Afrika, Amerika und Asien/Pazifik in Rom. Lange Jahre betreute der ehemalige Dezernent ehrenamtlich die internationale Arbeit der DPSG. Im März 1998 vom Weltkomitee der Pfadfinder für seine Verdienste mit dem „Bronzewolf" geehrt, wurde ihm auch von der DPSG die St. Georgs-Medaille, die höchste Auszeichnung des Verbandes verliehen.
Der 1841 mit Bezug auf Papst Silvester I. (314-325) gestiftete Silvesterorden wird mittelbar vom Papst an Laien für ihre besonderen Verdienste um die römisch-katholische Kirche und katholische Werke verliehen. Der in vier Klassen verliehene Orden ist die höchste Auszeichnung des Heiligen Vaters für katholische Laien.