Wissenschaftliche Sitzung
mit Krippenbaumeister Alshut

 

ESSEN. Jedes Jahr lockt das Miniatur-Wunderland Hamburg in der historischen Speicherstadt rund 1,5 Millionen Besucher. Die ganze Welt aus der Gulliver-Perspektive auf einen Blick, das ist hier nicht nur für Kinder der Hingucker. Es ist der Traum der Großväter- und Väter-Generationen, die sich Jahrzehnte an ihrer Modelleisenbahn abmühten. Kleinstlandschaften - mal größer oder kleiner - haben jetzt aber überall Konjunktur.

 

Vorbild Krippenlandschaften

 

Denn das große Spektakel im kleinen Maßstab hat bereits Vorbilder, die Jahrhunderte zurückreichen: Daran erinnert eine alte Tradition, nach der nun in den nächsten Tagen wie jedes Jahr die Dachböden und Keller in Hunderttausenden deutschen Haushalten durchsucht werden. Denn zu Heiligabend müssen sie stehen – die Krippen. Und auch sie sorgen nicht nur für staunende Kinderaugen. Denn Perfektionisten freuen sich wieder auf das Entwerfen maßgeschneiderter künstlicher Landschaften, auf das Kabellegen und die lebensnahe Figurenszenen, die bald die Kommoden bevölkern.

 

„Eingefrorenes Theater“

 

Auch wenn die Standard-Star-Besetzung mit heiliger Familie, Ochs und Esel nur rudimentär aufgebaut wird: Es ist ein kleines heiliges Theater, das das Unsagbare, fast Unglaubliche, greifbar und erfahrbar macht. Die Menschwerdung Gottes, von der die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten, erscheint in einem dreidimensionalen Bild. Krippen sind „eingefrorenes Theater“, sagt Pfarrer i.b.D. und Krippenbaumeister Bernhard Alshut aus Essen-Frohnhausen.

 

WS am 14. Dezember

 

Der Experte für die wundersame Welt der Krippen stellt am Donnerstag, 14. Dezember, in einer Wissenschaftliche Sitzung seine Erkenntnisse zum Entstehen, zu zeitgebundenen Moden und zur überzeitlichen Bedeutung von Krippen vor. Sein Vortrag beginnt um 20 Uhr c.t. im Conventsaal des Unitas-Hauses an der Flurstraße 67.

 

Terminhinweise für den Rest des Jahres: Mit dem zweiten Convent am 20. Dezember und der traditionellen Film-Feuerzangenbowle zwei Tage vor Heiligabend, am 22. Dezember, geht das Jahr dem Ende zu.




Veröffentlicht am: 21:00:32 12.12.2017
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