SEA SHEPHERD: Erfahrungen und Erlebnisse


ESSEN. Den einen gelten sie als kompromisslose „Ökoterroristen“, anderen als Speerspitze im Kampf um die Erhaltung der Weltmeere: Seit 41 Jahren ist die von Captain Paul Watson gegründete „Sea Shepherd Conservation Society“ aktiv. Das Ziel der internationalen gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Friday Harbor im US-Bundesstaat Washington: Die Zerstörung von Lebensräumen und das Abschlachten von Wildtieren durch sogenannte „direkte Aktionen“ zu beenden. Diesem Thema ist am Mittwoch, 8. August, die letzte Wissenschaftliche Sitzung bei Unitas Ruhrania gewidmet.


Seit dem ersten Schiff, der „Sea Shepherd“ (Meereshirte), das gegen Walfänger-Piraten unterging, ist die als militant bezeichnete Meeresschutzorganisation stetig gewachsen. Paul Watson, selbst Gründungsmitglied der Umweltschutzorganisation Greenpeace, war deren Position um den Einsatz von Gewalt gegen Walfang, Robbenjagd und unverhältnismäßige Fischerei zu nachsichtig. Mit derzeit neun Schiffen, die in verschiedenen Ländern registriert sind, ist Sea Sheperd auf den Meeren unterwegs, beobachtet die jahrzehntelange Überfischung durch riesige Trawlerflotten und scheut auch nicht vor direktem Eingreifen zurück.

 

Als Stiftung nach US-amerikanischem Recht (Society) ist sie wie Stiftungen und gemeinnützige Vereine in Deutschland steuerlich begünstigt. Wie Greenpeace ist sie kein Mitgliederverband: Die kleine Gruppe von Entscheidungsträgern finanziert sich mit vielen passiven Fördermitgliedern ausschließlich aus Spenden. Die Aktiven gehen voll ins Riskiko: Verletzungen, Verhaftungen und Havarien brachten zunehmende mediale Aufmerksamkeit, die das Spendenaufkommen deutlich steigen ließen, Hollywood und international erfolgreiche Bands und Musiker erklärten sich zu Unterstützern. In Deutschland ist der Verein Sea Shepherd Deutschland e.V. seit 2010 mit Sitz in Bremen vertreten, am 1. August 2015 eröffnete die Deutschlandzentrale in Bremen-Vegesack.

 

Wo war Referent David Weise, der im Unitas-Haus Essen wohnt, in diesem Sommer an den Küsten Afrikas unterwegs? Was ist in diesen Wochen auf hoher See geschehen? Warum tut er das und wie stellt er sich all den anderen Fragen, die am Mittwoch diskutiert werden? Ab 19 Uhr wissen wir mehr. Herzliche Einladung!




Veröffentlicht am: 12:49:59 06.08.2018
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