VATIKANSTADT / MÜNCHEN. Papst Benedikt XVI. verleiht am Sonntag, 29. Juni, 43 neuen Erzbischöfen das Pallium als Zeichen ihrer Metropolitanwürde, darunter auch dem Münchner Oberhirten Bundesbruder Dr. Reinhard Marx. Die Übergabe erfolgt traditionell am römischen Patronatsfest Peter und Paul bei einer Papstmesse mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel im Vatikan. Mit ihm zusammen eröffnet Benedikt XVI. am Abend zuvor in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern das Paulus-Jahr.

Das Pallium wird an die in den vergangenen zwölf Monaten ernannten Metropolitan-Erzbischöfe verliehen. Die weiße Wollstola hat ihren Ursprung im mantelartigen Überwurf, mit dem sich in der Antike vor allem Philosophen aber auch hohe kaiserliche Beamte bekleideten. In das Zeichen der Metropoliten der Lateinischen Kirche sind fünf schwarze oder rote Seidenkreuze gestickt. Sie symbolisieren die fünf Wundmale Christi. Die Pallien werden am Vorabend des Hochfestes Peter und Paul gesegnet und auf das Grab des Petrus im Petersdom gelegt, sind somit Berührungsreliquien und zugleich Zeichen der Gemeinschaft mit dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern.

Seit dem 9. Jahrhundert ist das Pallium eine Insignie der Erzbischöfe, die sie bei feierlichen Gottesdiensten über dem Messgewand tragen. In der Regel findet es sich auch im Erzbischöflichen Wappen. Bbr. Erzbischof Marx führt es direkt über seinem dem 2. Korintherbrief des Apostels Paulus entnommenen Wahlspruch „Ubi spiritus Domini ibi libertas – Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“ (2 Kor 3,17). Der Papst-Gottesdienst mit der Verleihung des Palliums an neu ernannte Erzbischöfe wird vom Bayerischen Fernsehen von 9.20 bis ca. 12.25 Uhr direkt übertragen.

Unter den neuen Erzbischöfen rangiert protokollarisch an erster Stelle der Oberhirte von Nairobi, John Njue, der bereits Kardinal ist. Ihm folgt an zweiter Stelle Fouad Twal als Patriarch von Jerusalem. Die übrige Reihenfolge ist chronologisch. Unter den Pallium-Empfängern sind auch zwei Erzbischöfe aus Russland, Paolo Pezzi, der Oberhirte aus Moskau, und sein nach Minsk versetzter Vorgänger Tadeusz Kondrusiewicz. Weiter sind darunter der Niederländer Willem Jacobus Eijk von Utrecht sowie zwei Slowaken: der für die Katholiken des byzantinischen Ritus zuständige Erzbischof Jan Babjak von Presov und Stanislav Zvolensky von Bratislava.

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Veröffentlicht am: 10:08:43 29.06.2008
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