Aktuelles > Neuigkeiten > Würzburg: Gedenken für Märtyrerpriester Bbr. Georg Häfner


WÜRZBURG, 19. August 2009. Am Donnerstag, 20.08.2009, lädt UNITAS Hetania in Würzburg um 17.30 Uhr zu einer Eucharistiefeier in der Neumünsterkirche und ehrt damit ihren Bbr. Georg Häfner, der am 20. August 1942 im Konzentrationslager Dachau gestorben ist. Zelebrant ist Prof. Martin Stuflesser vom Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft im Institut für Praktische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Im Anschluss versammeln sich die Bundesbrüder gegen 18.00 Uhr zu einer Statio am Grab Häfners in der Neumünstergruft mit Gebetsgedenken. In diesem Rahmen ist die Übergabe eines offiziellen Schreibens an die Stadtverwaltung vorgesehen. In diesem beantragt die UNITAS Hetania eine zentrale Örtlichkeit in Würzburg nach Bbr. Georg Häfner zu benennen.

Der am 19. Oktober 1900 in Würzburg geborene Häfner, zum Priester geweiht am 13. April 1924,  wurde wegen seines mutigen Eintretens für die Kirche im Oktober 1941 von den Nazis verhaftet und zwei Monate später nach Dachau gebracht. Dort starb der Würzburger Diözesanpriester an den Folgen von Krankheit, Unterernährung und Misshandlung am 20. August 1942.

Am 9. Dezember 1982 wurde die Urne von Bbr. Georg Häfner vom Friedhof feierlich in die Krypta der Neumünsterkirche zu Würzburg überführt (Bild links: Stolperstein" für Georg Häfner vor der Neumünsterkirche), In der Würzburger Kathedralkirche ist auf der rechten Seite in der Apsis bereits eine lebensgroße Statue un­seres Bundesbruders zu sehen.

Am 3. Juli des Jahres hatte der Vatikan Bbr. Georg Häfner als Märtyrer anerkannt. Ein von Papst Benedikt XVI. genehmigtes Dekret der Heiligsprechungskongregation bestätigte, dass der Würzburger Priester „aus Hass gegen den Glauben“ getötet wurde. Ein Seligsprechungsverfahren war am 19. September 1985 von der Gemeinschaft ehemals in Dachau inhaftierter Priester eingeleitet worden, das Verfahren wurde 1986 eröffnet und 2004 eine 900-seitige Dokumentation über seine Person mit dem Antrag auf Seligsprechung im Vatikan übergeben. Bei Märtyrern ist in der Regel kein zusätzlicher Nachweis eines Heilungswunders erforderlich, wie er sonst für Seligsprechungsverfahren vorgesehen ist. Die Seligsprechung wird in absehbarer Zeit erwartet. Bbr. Häfner wäre er erste Selige aus dem UNITAS-Verband. Weitere Verfahren laufen für die Bundesbrüder Johannes Prassek, Eduard Müller, P. Josef Kentenich und Robert Schuman.




Vgl. unser Artikel mit Literatur vom 3. Juli 2009

Der erste Selige aus der UNITAS. Bbr. Georg Häfner vor der Seligsprechung, aus: unitas 2/2009, S. 197

Lebenslauf auf der Seite des Bistums Würzburg

Lebenslauf im ökumenischen Heiligenlexikon

 

 




Veröffentlicht am: 17:19:46 19.08.2009
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