<%@ Language=JavaScript %> Wissenschaftlicher katholischer Studentenverein UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund


+ + + Hier Hinweise auf laufende Veranstaltungen und Berichte von letzten aktuellen Ereignissen im SS 2008 + + +

 

29. Juni 2008
Papst Benedikt verleiht Bbr. Erzbischof Reinhard Marx das Pallium

VATIKANSTADT / MÜNCHEN. Papst Benedikt XVI. verleiht am Sonntag, 29. Juni, 43 neuen Erzbischöfen das Pallium als Zeichen ihrer Metropolitanwürde, darunter auch dem Münchner Oberhirten Bundesbruder Dr. Reinhard Marx. Die Übergabe erfolgt traditionell am römischen Patronatsfest Peter und Paul bei einer Papstmesse mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel im Vatikan. Mit ihm zusammen eröffnet Benedikt XVI. am Abend zuvor in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern das Paulus-Jahr.

Das Pallium wird an die in den vergangenen zwölf Monaten ernannten Metropolitan-Erzbischöfe verliehen. Die weiße Wollstola hat ihren Ursprung im mantelartigen Überwurf, mit dem sich in der Antike vor allem Philosophen aber auch hohe kaiserliche Beamte bekleideten. In das Zeichen der Metropoliten der Lateinischen Kirche sind fünf schwarze oder rote Seidenkreuze gestickt. Sie symbolisieren die fünf Wundmale Christi. Die Pallien werden am Vorabend des Hochfestes Peter und Paul gesegnet und auf das Grab des Petrus im Petersdom gelegt, sind somit Berührungsreliquien und zugleich Zeichen der Gemeinschaft mit dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern.

Seit dem 9. Jahrhundert ist das Pallium eine Insignie der Erzbischöfe, die sie bei feierlichen Gottesdiensten über dem Messgewand tragen. In der Regel findet es sich auch im Erzbischöflichen Wappen. Bbr. Erzbischof Marx führt es direkt über seinem dem 2. Korintherbrief des Apostels Paulus entnommenen Wahlspruch „Ubi spiritus Domini ibi libertas – Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“ (2 Kor 3,17). Der Papst-Gottesdienst mit der Verleihung des Palliums an neu ernannte Erzbischöfe wird vom Bayerischen Fernsehen von 9.20 bis ca. 12.25 Uhr direkt übertragen.

Unter den neuen Erzbischöfen rangiert protokollarisch an erster Stelle der Oberhirte von Nairobi, John Njue, der bereits Kardinal ist. Ihm folgt an zweiter Stelle Fouad Twal als Patriarch von Jerusalem. Die übrige Reihenfolge ist chronologisch. Unter den Pallium-Empfängern sind auch zwei Erzbischöfe aus Russland, Paolo Pezzi, der Oberhirte aus Moskau, und sein nach Minsk versetzter Vorgänger Tadeusz Kondrusiewicz. Weiter sind darunter der Niederländer Willem Jacobus Eijk von Utrecht sowie zwei Slowaken: der für die Katholiken des byzantinischen Ritus zuständige Erzbischof Jan Babjak von Presov und Stanislav Zvolensky von Bratislava.

 

25. Juni 2008
Bbr. Rössler kehrt ins Rheinland zurück

BERGHEIM / ERFURT. Bbr. Ministerialrat Klaus-Hermann Rössler (UNITAS Stolzenfels Bonn, UNITAS Freiburg, UNITAS Ostfalia Erfurt), Referatsleiter Familie im Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit des Freistaats Thüringen, ist der neue Beigeordnete der Kreisstadt Bergheim/Erft. Der Rat der Stadt wählte ihn am 25. Juni mit 25 Stimmen bei zwei Enthaltungen. Die SPD-Fraktion nahm nicht an der Abstimmung teil. Er wird sein Amt voraussichtlich nach der Sommerpause antreten und dann für Kinder, Jugend, Familie zuständig sein.

Bbr. Rössler zeigte sich erfreut, bald wieder in heimatliche Gefilde zu wechseln: Der Referatsleiter mit Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium stammt aus Daun (Eifel) und studierte in Bonn und Freiburg Geschichte, Theologie und Philosophie. Aktiv seit Juni 1978 bei UNITAS Stolzenfels in Bonn, ging er zur Fortsetzung seines Studiums an die Universität Freiburg und war mit dem Vorort UNITAS Freiburg 1987/88 Vorortspräsident. Anschließend wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter des verstorbenen CDU-Bundestagsabgeordneten und früheren Wesselinger Bürgermeisters Alfons Müller (CDU), danach Referent für Arbeit und Soziales in der CDU-Bundesgeschäftsstelle. Seit November 1992 ist Rössler Mitarbeiter des Landes Thüringen, zunächst zwei Jahre als Referatsleiter im Ministerium für Soziales und Gesundheit, dann etwa fünf Jahre Leiter des Büros des Präsidenten des Landtages. Seit knapp neun Jahren gehörte er wieder dem Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit an, in den vergangenen acht Jahren als Leiter des Referats „Familienpolitik“. Der neue Beigeordnete ist verheiratet und hat fünf Kinder. Am 4. Juni war er als Referent der Wissenschaftlichen Sitzung zum Thema Familienpolitik bei der gemeinsamen Veranstaltung von UNITAS Ruhrania und UNITAS-Zirkel Essen auf dem UNITAS-Haus in Borbeck zu Gast. (oben im Bild links mit Aktiven der Ruhrania: Sebastian Sasse, Karol Rawski und Senior Richie Duckheim)

 

25. Juni 2008
Geschichten aus 1000 und einer Nacht?
Tee für 1000 Euro: Neue Mail aus China

ZHENG ZHOU / CHINA. Drei Monate liegen hinter ihm - jetzt meldet der Borbecker Martin Schwarz den „Ausbruch“ der Sommerferien: „Wird auch Zeit, denn das Wetter ist hier mehr als heiß. Momentan pendelt die Thermometernadel zwischen 35 und 37 Grad“, mailt der ehemalige Messdienerleiter aus St. Dionysius und Student der Ostasienkunde an der Universität Duisburg-Essen, der als vielfacher Gast auf dem UNITAS-Haus dort seine Frau Ni Hao kennen gelernt und nach der Hochzeit Mitte März 2008 in den Fernen Osten gegangen war. Seine Prüfungen seien gut verlaufen, 40 von 120 Auslandsstudenten wurden bei einer Versammlung mit einer Bescheinigung für Fleiß ausgezeichnet. Er habe dazu gehört.

Von einer besonderen Beobachtung berichtet er bei einer Familienfeier in einem Restaurant für „wichtige Personen“ aus der High Society der chinesischen Provinzhauptstadt. Äußerlich unscheinbar - „aber von innen... oh mein Gott“, schreibt er. Bei der Feier auf dem Dach sei zwischen Bankchefs, hohen Stadtpolitikern und Polizeichefs ordentlich aufgetischt worden. Zum ersten Mal habe er den 70-prozentigen Baijiu (Weißalkohol) probiert und eine absolute Grenzerfahrung gemacht - mit Tee. 250g guter Tee kosteten in China zwischen 30 und 100 Euro: „Ich wusste, dass es auch teureren gibt und dass nach oben hin keine Grenze gesetzt ist. Das die Chinesen das hier mit der Grenze nahezu wörtlich nehmen, hätte ich nicht gedacht. Ich saß also mit einem sehr netten Mann beim Tee und er lehrte mich, was ein guter Tee und was ein schlechter Tee ist. Der gute Tee, den ich munter vor mich hinschlürfte und der wirklich gut war, hatte einen Wert von 700.000 yuan - das sind umgerechnet knapp 70.000 Euro - und ich habe mich nicht verschrieben. 250g kosten 70.000 Euro. Ich habe das erst etwas später erfahren und habe mir das auf der Zunge zergehen lassen. Naja es war lecker. Bis dann mal mit einer weiteren Geschichte aus China, Martin.“

 

24. Juni 2008
Wissenschaftliche Sitzung mit Ratsfrau Susanne Asche
„Kultur ist Stadtentwicklung !“

BORBECK. „Der Weg zur Kulturhauptstadt 2010 ist das beherrschende Thema der Kulturpolitik“, erklärte Susanne Asche, Kulturbeauftragte der CDU-Ratsfraktion in der Stadt Essen, am Dienstag, 24. Juni, bei ihrem Vortrag beim Wissenschaftlichen katholischen Studentenverein UNITAS Ruhrania. In ihrer anschaulichen Präsentation „Essen auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2010“ skizzierte sie vor rund 30 Besuchern im „Feldschlösschen“ an der Flurstraße in Essen-Borbeck die Wegstrecke von der Internationalen Bauausstellung IBA-Emscherpark 2004 über die Entscheidungen im Bundesrat bis zum Beschluss in Brüssel 2006 und der Gründung der Projekt-GmbH „Ruhr 2010“.

Bereits Satellitenbilder zeigten die herausgehobene Stellung des Ruhrgebiets in ganz Europa, „einem der dichtesten Kulturräume“, wie Susanne Asche betonte. Am Beispiel der Universitäts-, Theater- und Opernlandschaft, historischer Bauwerke und im Bau befindlicher Kulturstätten zeigte sie die Hintergründe der erfolgreichen Bewerbung auf. Diese „trete enorme Investitionen los“, so die für Altenessen tätige Ratsfrau, die auch die Fußball-Spielstätten zu den kulturell wichtigen Plätzen im Revier zählte. Viele Orte erzählten den enormen Wandel der schwerindustriellen Industrielandschaft zu einem „der reichsten Kulturräume“, die das Bild des Ruhrgebiets veränderten. Die Europäische Auszeichnung ersten Ranges müsse aber nachhaltige Wirkung entfalten: „Sie darf 2011 nicht zu Ende sein“, erklärte Susanne Asche und unterstrich die Rolle stärkerer kultureller Bildung. „Wir brauchen mehr Integration und Identifikation in der neuen Metropole Ruhr“.

Für Mitte Oktober stünde die Veröffentlichung ausgewählter Kulturprojekte an, für die zahlreiche Bewerbungen aus der 53 Städte und Kommunen zählenden Trägerstruktur eingegangen seien. Schwerpunkte der Planung seien bislang etwa das Thema „Kultur am Fluss/Wege zum Wasser“ im Bereich der „Emscherinsel“, sie lägen im Bereich der Autobahn A 40 und bei den „Folkwang-Atollen“ in der Ruhr. Medienkunst werde im Gasometer präsentiert, doch bereite den Planern das Thema „Zweite Stadt“ in bis zu 1000 Meter Tiefe unter Zeche Zollverein noch Kopfzerbrechen. Die Theater hätten sich bereits auf das gemeinsame Thema „Odyssee“ verständigt, die Museen kooperierten, ebenso seien unter dem Label „TWINS2010.COM“ enge Kontakte zu den 140 Partnerstädten weltweit aufgenommen worden.

In der Stadt Essen als Hauptstadt des Projekts arbeite das installierte Kulturhauptstadtbüro mit Beirat und Arbeitsausschuss an der Optimierung des Marketings, der Entwicklung der touristischen Infrastruktur, der Information und Motivation und Einbeziehung der Bürgerschaft. Man wolle die Aktivitäten und Netzwerke nachhaltig vorantreiben, unterstrich die Ratsfrau: „Wir brauchen mehr Kultur für alle und Kultur ist Stadtentwicklung.“ Kultur sei Ausdruck und Aufgabe der gesamten Bürgergesellschaft. Dies müsse auch die Stadtteile erreichen, antwortete sie auf kritische Nachfragen zur Rolle der Bezirke. In diesem Zusammenhang bestanden Diskutanten auch auf einer deutlicheren Herausstellung der europäischen Komponente. „Die UNITAS hatte Recht, dass sie seinerzeit die Benennung der Universität nach Robert Schuman forderte“, hieß es etwa. Auch zu möglichen Formen der Darstellung des im Mittelpunkt der Bewerbung stehenden Kulturwandels gab es Bedenken, ebenso zur Integrationsleistung, die das Revier auszeichne. Weitere Fragen ergaben sich zum Wesen der Kultur insgesamt, nicht zuletzt zur Rolle und Einbindung der Kirche als entscheidender Trägerin von Kultur, auch in Stadt und Region. Hier seien noch intensivere Abstimmung nötig, erklärte Frau Asche, freute sich aber über die Ausstellung des Domschatzes in der Kohlenwäsche auf Zollverein. „Die Zeit wird aber knapp“, fasste sie die ausstehenden Aufgaben zusammen. Die UNITAS, so erklärte sie nach der von Bbr. Sebastian Sasse (im Bild links mit Senior Richie Duckheim) moderierten und sehr anregenden Debatte, sei eine Keimzelle für kulturelle Arbeit im weitesten Sinne.

 

Hinweis: 24. Juni 2008
"Kulturhauptstadt 2010" Thema bei UNITAS

BORBECK. Zu einem Vortrag mit Diskussion lädt am Dienstag, 24. Juni, der Wissenschaftliche katholische Studentenverein UNITAS Ruhrania ins „Feldschlösschen“ an der Flurstraße in Essen-Borbeck. Zum Thema „Essen auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2010“ ist Susanne Asche zu Gast, Kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Essen. „Besonders interessiert uns auch, welche Rolle die Stadtteile in knapp zwei Jahren im großen Terminkalender spielen werden“, so der UNITAS-Vorsitzende Rüdiger Duckheim. Die Veranstaltung, zu der herzlich eingeladen wird, beginnt um 19.30 Uhr im Conventsaal des Vereins.

Frau Asche ist Sonderschulkonrektorin, verheiratet, Mutter von drei Kindern und erzielte bei den Kommunalwahlen im Wahlkreis Altenessen-Nord zuletzt ein Ergebnis von 30,4 Prozent der Stimmen. Die seit 1991 in der CDU aktive Borbeckerin ist Mitglied in den Ausschüssen für Soziales, Arbeit und Gesundheit, im Ausschuss für Zuwanderung und Integration, im Haupt- und Finanzausschuss und im Kulturausschuss.

Kulturhauptstadt aus 53 Städten

Im Jahr 2010 tritt die „Metropole Ruhr“ in die Reihe ehrwürdiger europäischer Kapitalen, die als Ergebnis einer Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri seit 1985 als „Kulturhauptstädte Europas“ firmierten: Athen, Florenz, Amsterdam, Berlin, Paris, Glasgow, Dublin, Madrid, Anvers, Lissabon, Luxemburg, Kopenhagen, Thessaloniki, Stockholm und Weimar traten das „Amt" im vergangenen Jahrtausend an, es folgten Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Reykjavik, Prag und Santiago de Compostela, Porto und Rotterdam, Graz, Brügge und Salamanca, Gênes und Lille, Cork, Patras, die Region Luxemburg/Trier und Sibiu, zuletzt Liverpool und Stavanger. Der Schulterschluss von 53 Städten, die 2010 die Kulturhauptstadt gemeinschaftlich tragen, ist eine Premiere: Die Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas 2010 gilt dabei als Resümee einer beispiellosen Entwicklung, denn keine Stadt oder Region in Europa erlebte in den vergangenen hundert Jahren einen so grundlegenden Wandel wie das Ruhrgebiet. Die bis heute entstandene vielschichtige kulturelle Szene in der ehemals von der Schwerindustrie geprägten Region scheut nicht den europäischen Vergleich. Seit der Wende zum 20. Jahrhundert entstanden in nur drei Generationen zahlreiche Theater, Museen und Konzerthäuser.

Damit versteht sich die Region mit 5,3 Millionen Einwohnern als „Kulturmetropole Ruhr“: Sie will zum kulturellen Treffpunkt werden, mit vielfältigen Projekten Menschen einladen, die Region kennen zu lernen und den Wandel des Ruhrgebiets zur Kulturmetropole Ruhr sowohl für die Menschen in der Region als auch für Besucher sinnlich erlebbar machen. Mit der Geschäftsleitung für die als gemeinnützige GmbH im Dezember 2006 gegründete RUHR.2010 GmbH sind als vorsitzender Geschäftsführer Dr. h.c. Fritz Pleitgen und als Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Scheytt betraut. Das Team der RUHR.2010 GmbH besteht derzeit aus ca. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Gesellschafter sind der Regionalverband Ruhr, das Land Nordrhein-Westfalen, der Initiativkreis Ruhrgebiet und die Stadt Essen. Der Aufsichtsrat der RUHR.2010 GmbH hat Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG und Moderator des Initiativkreises Ruhrgebiet, zu seinem Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Dr. Wolfgang Reiniger, Oberbürgermeister der Stadt Essen. Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff wurde zum Vorsitzenden des Arbeitsausschusses gewählt.
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17. Juni 2008
Letter from China

ZHENG ZHOU / CHINA. „China ist schon ein Land, über das ein Europäer manchmal nur den Kopf schütteln kann. Und dann im nächsten Augenblick versetzen die Chinesen einen in größtes Erstaunen. Ich mag das!!!“ Drei Monate, nachdem er Borbeck verlassen hat, meldet sich Martin Schwarz aus China. Die Zeit sei für ihn wie ihm Flug vergangen, mailt er am 17. Juni in die Heimat. Derzeit steht er vor den ersten Sprachtests.

„Um genau zu sein, versinke ich gerade in Stress“, schreibt Martin. In der nächsten Woche stünden vier Prüfungen an. Wöchentlich sind 50 Vokabeln pro Unterrichtsfach pro Woche zu lernen, ähnlich sehe es in Grammatik, Konversation und Hörverständnis aus. In der Stadt Zheng Zhou werde momentan überall gebaut, alle Bürgersteige würden erneuert. Völlig normal, so der Duisburger Student der Ostasienkunde: Die Passanten nutzten sowieso die Straßenränder, mit dem Fahrrad oder elektronischen Roller bei Rot über die Ampel zu fahren, sei ebenso üblich. In der Stadt seien Motorräder und alles, was nur für eine Person ist und Abgase verursacht, verboten. Langsam halte der Umweltschutz Einzug, auch wenn die mit Ladeflächen versehenen Dreiräder aller Formen pechschwarzen Rauch aus dem Auspuff jagten. „Jetzt muss ich aber weiterlernen - bis dann, Martin.“

 

  
16. Juni 2008
Spannung bis zur letzten Minute

BORBECK. Wandfüllend ist das Fußballvergnügen, dem sich derzeit die Aktivitas fast willenlos hingibt. Mit dem neu angeschafften Beamer, einer phantastischen Spende der Kolpingsfamlie Borbeck, gerät das Fußballgucken im Conventsaal auf dem Haus zum Logenplatz im Stadion.

Vergnügen oder Missvergnügen: Am Montagabend gab es Spannung bis zum letzten Ballkontakt. Beim Spiel Deutschland gegen Österreich neigte man ähnlich schnell zur Verzweiflung wie beim müden Kick gegen Kroatien. Poldi & Ballack sind vor allem im Fokus der akademischen Ballexperten. Am Donnerstag geht es in Basel um 20.45 Uhr gegen Portugal - und auf dem Haus. Mal gucken, ob sich danach das Mitfiebern erledigt ....

 

15. Juni 2008
UNITAS-Farbenstrophe in Werden

WERDEN. „Drum, Ruhrania, bleib ich Dein!“ - seit langem mal wieder eine Farbenstrophe vor dem Geburtshaus unseres Verbandsgründers Hermann Ludger Potthoff! Im 50. Jubeljahr des Bistums Essen, im Jahr der Einweihung des UNITAS-Hauses in Borbeck, erscholl der wohlbekannte Cantus diesmal mitten im munteren Getümmel der Fußgängerzone in der Werdener Hufergasse. Anlass war das Vereinsfest zu Ehren des Hl. Bonifatius, zu dem am Morgen der Zelebrant die unitarische Familie in der Basilika des Hl. Ludgerus begrüßte. Mehr als 30 Bundesbrüder und Freunde der UNITAS versammelten sich bei dem von der „Schola Cantorum Werdinensis“ musikalisch gestalteten lateinischen Choralamt.

Bei der anschließenden Wissenschaftlichen Morgensitzung in den „Domstuben“ wurde deutlich, dass einschlägige Lexika-Artikel eindeutig umgeschrieben werden müssen: Kirchenmusikdirektor Stefan Klöckner, Professor an der Folkwang-Hochschule, erläuterte die Genese des als „gregorianisch“ bezeichneten Gesangs, der weder mit Papst Gregor I. (590-604) zu tun habe, noch Ausweis für seine Herkunft aus Rom sei. In seinem mit musikalischen Beispielen und Thesen anschaulich illustrierten Vortrag zeigte er die Verteilung unterschiedlicher liturgischer Zentren zwischen Byzanz, Mailand, Rom, Benevent, Toledo und Metz und betonte die Rolle der karolingischen „Renovatio“. Zwischen 760 und 790 n. Chr. habe die im Reich des Frankenkönigs Karls des Großen verordnete kulturelle Harmonisierung zu einem starken Übergewicht fränkischer, altgallikanischer Liturgietraditionen geführt. Die später erfolgte Rückführung des zunächst ausschließlich mündlich tradierten "cantus romanus" auf den vom Hl. Geist inspirierten Papst Gregor erweise sich zuletzt als Teil geschickter Propaganda: Er, so zeigen auch bildliche Darstellungen ab dem Jahr 1000, habe damit die fränkische Gesangspraxis erst legitimiert. Spannend beschrieb Klöckner zudem die Entwicklung der Noten aus Memozeichen, die als Neumen auch die schriftliche Fixierung mit sich brachten und somit eine korrekte Rekonstruktion bis heute erlauben. „Gregorianik ist geistliches Schwarzbrot und erfreut sich zunehmender Nachfrage“, unterstrich der Experte, berichtete von den Arbeiten am neuen Gemeindegesangbuch und vom Erfolg jüngster Bemühungen, Freunde des gregorianischen Gesangs auch grenzüberschreitend in der „Euregio“ zwischen dem Westen Deutschlands, den Niederlanden und Belgien zusammenzuführen.

Besonders begrüßte der Zirkelvorsitzende Martin Gewiese als Gäste bei dem kurzweiligen Vortrag drei Vertreter der „Schola Cantorum Werdinensis“ um Klaus Ohm aus der direkten Nachbarschaft zum Potthoff-Geburtshaus in der Hufergasse. Am Ort eines berühmten benediktinischen Skriptoriums (gegr. 799 durch den Hl. Liudger) setzten sie eine jahrhundertelanger klösterliche Tradition fort, erklärte Bbr. Gewiese und sprach ihnen für ihre jahrzehntelange Arbeit im Dienste des sonntäglichen Choralgesangs an der Ludgerus-Basilika den großen Respekt der UNITAS aus. Mit einem offiziellen Zipfeltausch zwischen dem AHZ-Vorsitzenden und Bbr. Christoph Weyer, dem gemeinsamem Mittagessen, der Farbenstrophe in der Hufergasse und einem Bummel durch das sommerliche Werden klang das Vereinsfest aus.

Hier zum ganzen Artikel und weiteren Meldungen der RUHRANIA auf der Homepage des UNITAS-Verbands

 

Gregorianik pur: Vereinsfest am 15. Juni
Prof. Stefan Klöckner zu Gast in Essen-Werden

ESSEN. Mit dem reichen Schatz des Gregoranischen Chorals und seiner Geschichte macht am Sonntag, 15. Juni, das UNITAS-Vereinsfest zu Ehren des Verbandspatrons Bonifatius bekannt. Es beginnt um 9.30 Uhr mit dem gemeinsamen Lateinischen Choralamt in der Basilika St. Ludgerus, Essen-Werden. Bei der anschließenden Wissenschaftlichen Morgensitzung in den „Domstuben“, Brückstr. 81, lautet das Thema „Gregor und die Taube - oder wie der Gregorianische Choral nicht entstanden ist“. Referent ist der weithin bekannte Kenner und Forscher Prof. Dr. Stefan Klöckner von der Folkwang-Hochschule, Diakon am Hohen Dom zu Essen.

Genau 45 Jahre nach der Veröffentlichung der „Konstitution über die heilige Liturgie“ (Sacrosanctum Concilium“ widmet sich die UNITAS damit einem spannenden und traditionsreichen Aspekt der Messfeier. Wiederholt wurde auch von Papst Johannes Paul II. und zuletzt von Papst Benedikt dessen Stellenwert hervorgehoben, zu dem es 1963 hieß: „Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen“ (Kapitel VI: Die Kirchenmusik - Artikel 116). Die nach Papst Gregor I., genannt der Große († 604 n.Chr.), benannte Form des einstimmigen Liturgiegesangs wurde zwischen dem 4. und dem frühen 8. Jahrhundert nach und nach in Rom entwickelt. Nach einer frommen Überlieferung soll sie Papst Gregor vom Heiligen Geist eingegeben worden sein, der in Gestalt einer Taube dargestellt wird.

Der Referent Professor Kirchenmusikdirektor Dr. Stefan Klöckner ist nicht nur als Wissenschaftler, Autor und Hochschullehrer aktiv, sondern präsentiert die beeindruckende Schönheit alter Kirchenmusik auch einem breiten Publikum. Sie brachte er 2003 mit 40 Sängern im Gasometer Oberhausen anlässlich der Video-Ausstellung "Five Angels" des Künstlers Bill Viola im September 2003 zu Gehör, 2005 führte er die von ihm rekonstruierte Fassung des "Essener Osterspiels" aus dem Liber ordinarius in der Domschatzkammer Essen (14. Jh.) im Essener Dom auf. Jahrgang 1958, studierte der gebürtige Duisburger zunächst selbst an der Staatl. Hochschule für Musik Ruhr / Folkwang-Hochschule Essen-Werden, dann an der Universität Wien, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Über Karlsruhe, Rottenburg-Stuttgart und Tübingen kam er 1999 nach Essen zurück, wo er seitdem die Professr für Gregorianik und Liturgik an der Folkwang-Hochschule Essen innehat. 1997 wurde er mit dem „Ruhrpreis für Wissenschaft und Kunst“ der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet, 1999 mit der „Luthermedaille“ in Silber durch den Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Württemberg und mit dem Titel „Kirchenmusikdirektor“ durch Diözesanbischof Dr. Walter Kasper/Rottenburg.
Artikel rechts aus den WERDENER NACHRICHTEN vom 13. Juni 2008

VORSCHAU: Nach dem Sonntag geht es für die Aktivitas am Montag zunächst wieder in die Euro 2008: Am Montag, 16. Juni, um 20.00 Uhr gibt es das UNITAS-EM-Special zum Spiel Deutschland gegen Österreich und am Mittwoch, 18. Juni, versammeln sich die Studenten um 19.30 Uhr zum Convent auf dem UNITAS-Haus.

 

4. Juni 2008
Streitthema: Auslaufmodell Familie?

Faktenreiche Sitzung mit Familienpolitiker

BORBECK. Rund 40 Bundesbrüder und Freunde der UNITAS versammelten sich am Mittwoch, 4. Juni, im Conventsaal zur Diskussion eines hochaktuellen Themas. Im Nachgang zur feierlichen Einweihung des Hauses hatten die Ruhranen zu einer gemeinsamen Wissenschaftlichen Sitzung mit dem UNITAS-Zirkel Essen nach Borbeck eingeladen. Als Referent war dazu Bbr. Ministerialrat Klaus-Hermann Rössler (UNITAS Stolzenfels Bonn, UNITAS Freiburg, UNITAS Ostfalia Erfurt), selbst Vater von fünf Kindern und Referatsleiter Familie im Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit des Freistaats Thüringen gewonnen worden.

Offensichtlich sind Fragen der Familienpolitik immer mal wieder heftig, aber nur kurz in der öffentlichen Debatte. Während Erziehungsberaterinnen als „Super Nannies“ Konjunktur im Fernsehen haben, ist das Thema der Sicherheit der Renten und der Altersvorsorge ein Dauerbrenner, die Themen Ausbildung und die Ergebnisse von Pisa-Studien alarmierten die Öffentlichkeit. Die Verhältnisse in den Nachbarländern, in der Familien- und Sozialpolitik von den skandinavischen Ländern bis zu den Niederlanden oder Frankreich sind inzwischen in vielen Polit-Sendungen abgehandelt. Ebenso die Kosten, die ein Kind „verursacht“, oder die Frage der gleichgewichtigen Behandlung von Kinderlosen. Und während Kinder zunehmend als „Armutsrisiko“ dargestellt werden, überbieten sich Politiker mit neuen Visionen für Ganztagsbetreuung, um Reformen von Kindergartenstrukturen, richten Familienzentren ein und scheinen zugleich hilflos vor der offensichtlich zunehmenden Gewalt gegen die Schwächsten in der Gesellschaft zu stehen. Doch gerade im vergangenen Jahr habe die Debatte über die Zukunft unseres Landes wieder an Fahrt aufgenommen, erläuterte der Leiter des Referats „Familienpolitik“ im Thüringischen Staatsministerium. Zu Bbr. Rösslers Aufgabenbereich gehören Grundsatzfragen der Familienpolitik einschließlich Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Familienlastenausgleich, das Bundes- und Landeserziehungsgeld und die Zusammenarbeit mit bundes- und landesweiten Familienorganisationen und -institutionen. Es hat außerdem die Aufsicht über die Stiftung Familiensinn. Weiter sind zahlreiche Förderbereiche in diesem Referat angesiedelt: Familienfördernde Maßnahmen, Familienerholung, Familienbildung, Familienverbände, Familienzentren, Vernetzungsprojekte (Bündnisse für Familie, Elternakademie, Landesfamilientag, Familienpflege). Ergebnis der kreativen Sozialpolitik im „Grünen Herz“ Deutschlands ist u.a. das einkommensunabhängige Thüringer Erziehungsgeldes, das seit 2006 zusätzlich zum Kindergeld eingeführt wurde. Danach bekommen Eltern, die ihre Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren zu Hause betreuen, zwischen 150 und 300 Euro im Monat – ohne Einfluss auf die Elternbeiträge für Kinderkrippe und Kindergarten. 

Familienpolitik: Querschnittsaufgabe der ganzen Politik

Mit Hilfe des neu angeschafften Beamers führte der ehemalige Grundsatzreferent im Bonner Konrad-Adenauer-Haus der CDU mit einer Vielzahl von Schaubildern in die Grundlagen der Entwicklung ein: Er spannte den Bogen über den Familienbegriff zur Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur, regionalen Unterschieden durch Arbeitsmigration, Familienzusammenführung, Aussiedlerzuzug und Deutsche Einheit. Faktenreich erläuterte er insbesondere die demographischen Umgestaltungen der vergangenen 100 Jahre. Deutlich stellte er die Familienpolitik als "Herzstück der Sozialpolitik" und "Querschnittsaufgabe" heraus, erinnerte aber daran, dass kreative Politikgestaltung in diesem Feld allerdings erst lange Zeit später Wirkungen zeige. Familie sei die "Keimzelle der Gesellschaft", entscheidender Ort der Erziehung und auch heute eindeutig kein „Auslaufmodell“, stellte der Ministerialrat klar. Nach wie vor sei die Gründung langfristiger Lebensbindungen ein hohes Ziel. Allerdings zeigten Umfragen, dass der Kinderwunsch in bestimmten Alters- und Bevölkerungssegmenten deutlich abgefallen sei. Mit Blick auf die Entwicklungen im Ausland erörterte er etwa Aspekte der französischen Familienpolitik, zeigte auch regional herausragende Befunde im Inland. Der sehr junge und sehr kinderreiche Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen etwa mache deutlich, wie sich regionale Besonderheiten von der Rolle religiöser und konfessioneller Bindungen bis zu einer innovativen Strukturpolitik miteinander verbinden ließen. 

Einen kritischen, grundsätzlichen Blick warf der Referent auf die zunehmende Tendenz zur totalen Verfügbarkeit des Lebens. Das Fehlen vieler Generationen Ungeborener mache sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht deutlich bemerkbar: Spürbare Wirkung zeigten die Entwicklungen der vergangenen drei Jahrzehnte sowohl im Blick auf Lehrstellensituation, aber auch auf den ausgeprägten Facharbeitermangel. Eindeutig sprach sich Bbr. Rössler gegen den oft beschworenen „Kampf der Generationen“ aus. Bei Alt und Jung wachse die Erkenntnis, dass die Zukunft nur durch gemeinsame Anstrengungen gewonnen werden könne. Dafür sei die UNITAS selbst schon immer ein klassisches Beispiel, unterstrich Klaus-Hermann Rössler in Anwesenheit von Verbandsgeschäftsführer Bbr. Dieter Krüll, der eigens zu diesem Abend aus Kaarst angereist war. Herzlich wünschte Rössler der unitarischen Familie mit ihrem neu errichteten Zentrum im Ruhrgebiet Wachstum und Eintracht. Besonders freuten sich die Ruhranen bei ihrem Treffen über den Besuch von Bbr. Norbert Claas, der nach dreijähriger beruflicher Tätigkeit in Chicago/USA mit seiner Familie wieder in die Heimat zurückgekehrt ist und vor fast 20 Jahren als gebürtiger Bochumer als erster Fux zur Unitas im Ruhrgebiet gefunden hatte.

Gemeinsame "Tour de Ruhr"

Die schöne Gelegenheit des Zusammentreffens nutzten die Aktiven am folgenden Tag mit dem Vorortspräsidenten von 1987/88, der hier seine familiäre Wurzeln hat, zu einer gemeinsamen Erkundung in der Region. Unweit des Zentrums unitarischer Aktivitäten machten sie sich auf eine Exkursion durch das Gelände der „Neuen Mitte“ in Oberhausen, besuchten das „Centro“ mit seinem Kirchenzentrum und erörterten unterschiedliche Aspekte dieses Beispiels neuer Lebensraumgestaltung. Die seit Beginn mit der UNITAS in Thüringen in besonderer Weise verbundenen Ruhr-Aktiven wünschen der Erfurter UNITAS Ostfalia alles Beste! CB

 

Erstklassige Teamleistung: GRAND OPENING am 31. Mai
UNITAS Ruhrania feierte Hauseinweihung

BORBECK. Mit zahlreichen Besuchern feierte die UNITAS Ruhrania am 31. Mai und 1. Juni die festliche Einweihung des neuen UNITAS-Hauses an der Ruhr: Knapp 90 Bundesbrüder und Ehrengäste versammelten sich am Samstagmorgen zum Sektempfang im Conventsaal unter dem Dach. Fast vier besinnliche und kurzweilige Stunden dauerte der von Senior Rüdiger Duckheim und Ehrensenior Dr. Christof Beckmann moderierte und von einem Colloquium unterbrochene Festakt, der mit einem von Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann gefeierten Wortgottesdienst und der Segnung des Hauses abgeschlossen wurde. Ehepaar Brigitte und Bbr. Martin Gewiese sorgten an Klavier und Violine mit Stücken von Anton Dvorak über Jules Emile Frédéric Massenet bis Fritz Kreisler für eine wunderbare musikalische Gestaltung.

Nach Eröffnung mit dem Vereinsgebet und Begrüßung der zahlreichen Vertreter aus Kirche, Politik und Verband durch den Senior warf der Hausbauvereinsvorsitzende einen Blick auf die lange Phase der Suche nach einem geeigneten Haus: Von der Rekonstituierung und der Vereinigung mit der alten Münsteraner Ruhrania über die Gründung des Hausbauvereins und die konkreter angegangenen Baupläne bis zum Kauf des "Feldschlößchens" an der Borbecker Flurstraße ging die Zeitreise, auf der vielfacher Dank an die Mitstreiter, Begleiter und Unterstützer bei dem Projekt ausgesprochen wurde. Insbesondere hob er das Engagement von Architekt Bbr. Otfried Jäger, Bauleiter Dipl.-Ing. Reiner Schlenkermann, von Verband und Hausbauvereinsvorstand hervor, er dankte den Mitgliedern für ihre Beiträge, den Spendern, dem Altherrenzirkel Essen unter Leitung von Bbr. Martin Gewiese und vor allem den aktiven Studenten, die große eigene Leistung in das ganze Unternehmen hatten. Unter dem Motto „Leben im Aufbruch“ füge sich die Eröffnung des Hauses in das Jubiläumsjahr des Ruhrbistums und der Kirche, deren Teil die UNITAS sei und für die man sich mitverantworlich wisse.

UNITAS und die Wurzeln an der Ruhr

Als ehemaliger Pfarrer an St. Dionysius erinnerte der Essener Stadtdechant und Dompropst Otmar Vieth in seinem Grußwort an die vielfachen Begegnungen in diesen Jahren und an die besonderen Herausforderungen für eine dem christlich-sozialen Gedanken verpflichtete Studentenvereinigung im Ruhrgebiet. Er verwies auf den Borbecker Vikar Heinrich Brauns und sein Erbe, an die Umbruchszeiten für die Kirche im Revier und lud herzlich zum Mitfeiern des Bistumsjubiläums ein. Verbandsgeschäftsführer Bbr. Dieter Krüll skizzierte in seiner Rede die historischen Beziehungen der UNITAS zur Region, die Gründung des Gesamtverbandes durch Hermann Ludger Potthoff aus Werden und die Entwicklungen von der „ersten“ bis zur „vierten“ Ruhrania. Mit einem Schmunzeln würdigte er die Bemühungen zur Schaffung eines Hauses als Heimat und Treffpunkt der Ruhr-UNITAS als „Wahnsinnstat“ und dankte allen daran Beteiligten. Im Namen des Verbandsvorstandes überreichte er mit Vorortspräsident Johannes Günther dem Hausbauvereinsvorsitzenden und Schriftleiter der Verbandszeitschrift Christof Beckmann die UNITAS-Nadel in Silber und wünschte ein herzliches Glückauf dem „sehr schön gelungenen UNITAS-Haus“.

Gute Wünsche für die Zukunft

In seinem humorvollen Grußwort freute sich Pfarrer Dr. Jürgen Cleve über die unitarischen Aktivitäten im Stadtteil. Er gratulierte herzlich zum abgeschlossenen Projekt und wünschte als Philistersenior der K.E.St.V. Assindia Essen Bonn zu Bochum der UNITAS-Korporation ein studentisches vivat, crescat, floreat. Der Vorortspräsident, eigens aus Stuttgart angereist, dankte für die Erfüllung eines 80-jährigen Traums. Das Haus, so der VOP, sei ein deutlicher Beweis für mitreißendes Leben von Unitariern und dafür, dass die Prinzipien keineswegs veraltet, sondern wichtiger denn je seien. Helmut Kehlbreier, Bezirksbürgermeister des rund 87.000 Einwohner zählenden Essener Stadtteils Borbeck, sprach in seiner Ansprache seinen Dank für die Bürgerschaft aus. Er wünschte dem wiederhergestellten Treffpunkt in Borbeck viele Gäste und dem Verein erfolgreiche Arbeit im Sinne der unitarischen Prinzipien. Als Vertreter der örtlichen Akademiker- und Studentenvereine unterstrich Winfrid Knobloch als Sprecher des Vorstands des Zirkels „Kohle“ im Cartellverband der Kath. Deutschen Studentenverbindungen CV die bereits gute gewachsene Zusammenarbeit der Verbände am Ort und gewachsenen persönlichen und freundschaftlichen Verbindungen. Nicht zuletzt der Vorsitzende des Zentralen UNITAS-Haubauvereins in Bonn, Bbr. Dr. Dieter Rehbein, zeigte sich erfreut über das Ergebnis der umfangreichen Sanierung. Für das Haus-Projekt im Ruhrgebiet waren die maßgeblichen Mittel aus der solidarischen Gemeinschaft des Gesamtverbandes gekommen.

Feierliche Segnung des Hauses

Mit dem unitarischen Bundeslied und der Farbenstrophe der UNITAS Ruhrania ereichte der Festakt einen besonderen Höhepunkt: Der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Altherrenvereins Bbr. OStD. i.R. Jörg Lahme überreichte mit bewegten Worten die lange bei dem mehrfach gewürdigten Ehrensenior Bbr. Nobert Klinke aufbewahrte Gründungsfahne des Vereins aus dem Jahr 1911. Zugleich übergab er mit dem langjährigen Quaestor Bbr. Ernst-Hubert Steinmann ein großes geschnitztes Denkmal für die im I. Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Vereins, das durch einen Zufall auf dem Dachboden des münsterländischen Stifts Tilbeck gefunden worden war und nun einen besonderen Platz im neuen Ruhranen-Haus erhalten wird. Besondere und persönliche Grüße der Nachbarvereine von UNITAS Rheinfranken in Düsseldorf und Köln überbrachten die Bundesbrüder Prof. Hans-Bruno Makoski und der ehemalige ZHBV-Vorsitzende Franz-Josef Schelnberger. Am mit der Gründungsfahne geschmückten Pult und unter dem aus dem Besitz von Bbr. Dr. Ludwig Freibüter stammenden Kreuz feierte der geistliche Verbandsbeirat und Vorsitzende des Altherrenvereins Kaplan Helmut Wiechmann zum Abschluss einen Wortgottesdienst zur feierlichen Benediktion des Hauses. In seiner Homilie legte der erste Senior des UNITAS-Vereins an der Ruhr die Prinzipien aus und bat in den Fürbitten um den Segen für die Bewohner des Hauses, um ein offenes Herz und um „Pax und Unitas“. Zum Te Deum ging er segnend durch die Reihen, Flure und Zimmer.

Fröhliche Begegnungen am Nachmittag

Zum fröhlichen Nachmittag konnten sich die Gäste an einem reichhaltigen Kaffee- und Kuchenbüffet erholen, das von den Damen bestens vorbereitet und charmant bewirtschaftet wurde. Bereits am Vortrag waren von den Bundesbrüdern ein stabiles Podium, Beschallungsanlage, wehender Fahnenschmuck und ein von der Kolpingsfamilie Borbeck geliehenes großes Zelt installiert worden. Trotz angesagter großer Regenwahrscheinlichkeit ging erst am Abend ein Platzregen nieder - doch bis dorthin gab es viel Gelegenheit zum Gespräch und freudiger Begegnung. Vom Podium besonders begrüßt und vorgestellt wurden die am Nachmittag eintreffenden Nachbarn aus Viertel und Pfarrgemeinde, von Kolpingsfamilie und Eine Welt-Initiative, von CV und St.V. Frisia Breslau zu Essen, von den UV-Zirkeln Essen und Dortmund. Offizielle Zipfeltausche wurden „open air“ zelebriert und erläutert, im Haus informierte eine kleine Ausstellung, viele Bilder zeigten, in welchem Zustand sich während der zweijährigen Bauphase das nun in frischen Farben leuchtende Haus befand. Hausführungen für interessierte die am Nachmittag rund 150 versammelten Bundesbrüder und Gäste erläuterten das Projekt und das Wesen der UNITAS. Eine mit vielen Informationen zusammengestellte CD zum Wochenende fand manche Abnehmer, die vielfältige Eindrücke selbst vertiefen können.

Entspannt und zupackend: 
Ausklang am Sonntag

In prachtvollem Sonnenschein präsentierte sich das Haus nach der gemeinsam besuchten Messe in St. Dionysius am Sonntag. Zu einem entspannten Frühschoppen hatte Zelebrant Pastor Heinrich Grafflage während der Verkündigungen eingeladen und kam selbst, um mit vielen anderen das große Fest ausklingen zu lassen. Beim gemeinsamen Mittagessen und frischem „Feldschlößchen“-Bier  beschlossen rund 50 Bundesbrüder, Zirkelangehörige aus Oberhausen und Bottrop, Mitglieder des CV-Zirkels „Kohle“ und Nachbarn das große Einweihungs-Fest. Weitere Hausführungen zeigten, was gemeinsam geschaffen wurde, bevor das große Räumen begann: Mit zupackender Hilfe aller Bundesbrüder wurde der Ort des Geschehens in den Ausgangszustand zurückversetzt. Bestens koordiniert vom unermüdlichen Bbr. Norbert Breiderhoff, schaffte die ermattete Mannschaft den kompletten Rückbau. Am Abend gab es sogar noch eine Betriebsführung in der Großschreinerei von Kolpingbruder Heinrich Müller und zuletzt für eine kleine Gruppe zum Abschluss im Conventsaal einen Komplettdurchlauf aller zusammengestellten über 1800 Bilder vom Bauprojekt. Erst dabei, so schien es, wurde wirklich deutlich, welche „Wahnsinnstat“ tatsächlich hier ein vorläufiges glückliches Ende gefunden hat. Ein großes Fest!

HINWEIS & Einladung: Während noch viele Eindrücke sacken müssen, steht nun bereits für Mittwoch die nächste Veranstaltung auf dem Programm: Eine Wissenschaftliche Sitzung zum monatlichen Treffen des Essener UNITAS-Zirkels, die um 19.30 Uhr auf dem Haus beginnen wird. Regierungsdirektor Bbr. Klaus-Hermann Rössler vom Thüringischen Staatsministerium für Familie, Gesundheit und Senioren in Erfurt spricht über aktuelle Fragen der Familienpolitik.

 

     

30.5.2008
Devotionalien in Arbeit

CD und Couleurpostkarten in Produktion

Zum großen Einweihungsfest ist eine exklusive, auf 60 Exemplare limitierte CD herausgegeben worden, die zahlreiche Informationen zu Verein und Verband, das umfangreiche Bautagebuch und viele Bilder beinhaltet. Zudem entstanden drei Serien mit drei oben abgebildeten Postkartenmotiven, die das renovierte Haus, das Chronogramm auf das Jahr 2008 und die Verbindung zwischen dem Gründungsort Münster und dem Ruhrgebiet zeigen.

HIER PER KLICK MEHR INFORMATIONEN!Auf der selbststartenden CD, auf der über eine Leitseite die einzelnen Themen per Mausklick angesteuert werden können, gibt es neben einem Portrait des Feldschlößchens mit Geschichte und Geschichten zur 100-jährigen Traditionsgaststätte auch eine Zeitreise des Vereins von der Gründung 1911 in Münster bis heute, aufbereitet mit Bildern, Couleurkarten und Text. Ebenso ist stichwortartig nachzulesen, was in den letzten fast 20 Jahren über die UNITAS Ruhrania in der Presse stand. Unter dem Titel "KÖPFE, SKIZZEN, CHARAKTERE" versammeln sich Skizzen zur Vita von Bundesbrüdern an der Ruhr, vier Bildtafeln zeigen Impressionen aus den 1990er und 2000er Jahren. Hierfür traten längst verschollen geglaubte Dokumente munterer Jahre neu ans Licht – neu arrangiert, als Collagen zusammengefügt. Natürlich ist auch das laufende Semesterprogramm mit den Terminen für die UNIs und FHs auf dem Breitengrad von Duisburg bis Dortmund im Sommer 2008 hinterlegt. Tafeln mit Prinzipien, Vereinsadressen, Vereinsgebet und ein UNITAS-ABC informieren über die UNITAS als Idee und Lebensbund. 

Hauptpart der vom Hausbauverein zum Fest herausgegebenen CD ist das Kapitel zur Totalsanierung im UNITAS-HAUS in der Borbecker Flurstraße. Als "Protokoll von Staub, Schweiß und Emotionen" zeigt es den "Studiennachweis der besonderen Art": Auf satten 146 Seiten wird in Tagebuchform geschildert, wie es auf der Dauerbaustelle langsam und stetig vorwärts ging. Zeitungsartikel aus den Borbecker Nachrichten und der Verbandszeitschrift unitas, aber auch viele Bilder illustrieren die sicher einzigartige Darstellung eines unitarischen Hausbauprojekts. Die CD zum Preis von 15 Euro kann bei der Aktivitas oder beim UNITAS Ruhrania Studentenheim e.V. per E-Mail unter ruhrania@unitas.org bestellt werden. Der Erlös fließt in die Baukasse.
 

28.5.2008
Schlag auf Schlag …

Das sind wirklich „Borbecker Festspielwochen“: Durch den abgeklebten Flur, vorbei an Stellagen, Leitern, schon fertigen Wänden und noch nackten Glühbirnen geht es derzeit nach oben - und vorwärts! Die Fliesen sind in Arbeit, die Treppe ist in der Mache und am Sonntag war bereits der Conventsaal mit vollendeter Beleuchtung ausgestattet worden. 

Dort präsentierte am Dienstagabend Bbr. Marc Schmidt in der Wissenschaftlichen Sitzung Ergebnisse seiner Dissertation zu viablen Entscheidungen im Management. Mit breitem interdisziplinärem Ansatz, anschaulichen Charts und neu beschafftem Beamer an der Wand erläutert, fesselte der gut eineinhalbstündige Vortrag rund 14 Bundesbrüder und Gäste mit Erkenntnissen von der Neurobiologie und Entwicklungspsychologie bis zu gängigen theoretischen und praktischen Führungsmodellen aus den Wirtschaftswissenschaften. Ihnen stellte Marc ein mit qualitativen und quantitativen Methoden untermauertes Konzept entgegen, das emotionalen und intuitiven Erfahrungen die entscheidende Priorität einräumt. Interessante Ergebnisse brachten unter anderem seine Ausführungen zu ethischen und moralischen Standards und Ansprüchen erfolgreicher Unternehmer- und Führungspersönlichkeiten. Eine intensive und kritische Diskussion vertiefte seine hochspannenden Thesen fast bis Mitternacht.

Der Mittwoch galt weiteren Vorbereitungen für das Wochenende: Bevor sich in der Nacht Bbr. Karol Rawski endlich wieder aus Moskau zurückmeldete, wurden Stühle aus der Sakristei von St. Dionysius und ein Pult geholt, Möbel gerückt und ein Detailkonzept für die letzten Tage ausgearbeitet. Am Donnerstag beginnen die letzten Reinigungsarbeiten, die Handwerker schließen ihre Aufgaben ab, Elektro- und weitere Montagen stehen an.

 

24. Mai 2008
Luft holen für die Woche ….

… die Woche, in der alles über die Bühne muss: Wie am Freitagabend mit Malermeister Tholenberns besprochen, kommen am Montag Farbproben an Haustüre, Wände, Decken, Geländer, Treppenstöße. Zugleich wurden am Freitag wichtige Fragen mit der Gastronomie und zum Transport von Stühlen, Pult und anderen Sachen besprochen. Ebenfalls am Freitag ist die oberste Treppe geschliffen und einmal lackiert worden - fertig ist alles noch nicht, denn es fehlen auch noch die Fußleisten und das Dielenstück zur obersten Türe.

Das soll sich ändern: Anfang der Woche sind die letzten Dinge dran. So heißt es nach dem finalen Anstrich im Flur und Treppenhaus Lampen anbringen, die am Samstag erstanden wurden, auch werden letzte Elektromontagen im Conventraum vorgenommen. Dort muss nach der Wissenschaftlichen Sitzung am Dienstag mit Bbr. Marc Schmidt Platz geschaffen werden für die Stühle, die uns leihweise die Pfarrgemeinde St. Dionysius mit einem Pult zur Verfügung stellt. Der Transport ist für Mittwochabend, 18 Uhr, vorgesehen. Dann dürften die Anstreicharbeiten soweit sein und die Fliesen im Hausflur können bearbeitet werden. Ein Messingschild für die Haustüre ist in Arbeit, wird am Donnerstag abgeholt und angedübelt. Dann kommt auch die vorbereitete Ausstellung langsam an die Wand. Beim Jour Fixe am Freitag kommen ab 15 Uhr letzte Reinigungsmaßnahmen und der Aufbau eines großen Zeltes dran, damit am Wochenende niemand von Schauern überrascht wird.

Festakt im Conventsaal

Der Samstag wird ein langer Tag: Ab 8 Uhr werden das Podium im Garten aufgebaut und eine Beschallungsanlage bereit gestellt. Fahnen kommen in die vorbereiteten Fahnenhalter und ab 10.30 Uhr könnten die ersten Gäste eintreffen. 11 Uhr geht es dann unter dem Dach für die interne Feier los: Der Sekt ist vorbereitet und um 11.30 Uhr startet die von Ehepaar Gewiese gestaltete musikalische Matinee, für die tags zuvor der Klavierstimmer kommt. Im Rahmen des kleinen Festakts wird dann das Haus eingeweiht, in einem kleinen Gottesdienst gesegnet und seiner Bestimmung übergeben. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, ein Mittagessen im „Feldschlösschen“ einzunehmen und dann den Nachmittag gemeinsam zu verleben. Dazu hatten die Bundesbrüder nicht nur 360 Einladungen samt Semesterprogramm an Verbandsmitglieder versandt, sondern am Montag vergangener Woche auch noch 400 Einladungen in der Nachbarschaft verteilt. Zudem werben große Plakate in Geschäften und Kirchengemeinden Borbecks. Wie viele Gäste aber kommen, ist kaum gewiss - auf jeden Fall werden  die Damen und Füxe auch eine Kaffee- und Kuchen-Bar bestreiten, die viele Freunde finden soll. Hausführungen zeigen mit Tafeln und bewegten Bildern, was in den letzten beiden Jahren geschafft worden ist, eine Ausstellung informiert zur Geschichte des Hauses, des Vereins und zum UNITAS-Verband. Auch am Nachmittag kann natürlich gegessen werden, anschließend wird in einen zauberhaften Abend hineingefeiert. Am Sonntag wird nach der gemeinsamen Messe um 10 Uhr in St. Dionysius zum Frühschoppen auf das Haus eingeladen.

CD in Vorbereitung

Was am großen Einweihungs-Wochenende passiert, wird natürlich im Bild und Text festgehalten. Doch auf der exklusiven CD wird das alles noch nicht drauf sein, die am jetzigen Wochenende fertiggestellt und beim Eröffnungswochenende zum Verkauf angeboten werden soll. Zahlreiche Texte und viele Bilder werden einen Eindruck von der Arbeit rund um das Haus geben, zudem ist sie mit einigen Goodies ausgestattet.

 

23. Mai 2008
Bilderflut gebändigt
Ausstellung in Vorbereitung

BORBECK. Während der Blutdruck vor der offiziellen Hauseröffnung an der Flurstraße steigt, gibt es neue Goodies auf unserer Internet-Seite. Im Rahmen der Vorbereitung einer kleinen Ausstellung, die an vielen Stellen im Haus zu sehen sein soll, wurde das umfangreiche Fotoarchiv einer intensiven Recherche unterzogen. Aberhunderte Bilder wurden gesichtet, um möglichst viele Aktivitäten „ins Bild“ zu bekommen. (Beispiel s. links)

Schwerpunkt der vier entstandenen Tafeln sind gleichgewichtig die 1990er-Jahre und die Jahre seit dem Jahr 2000: Vereinsfeiern, Veranstaltungen, fröhliche Begegnungen, Hochzeiten, Priesterweihen und Exkursionen. Längst verschollen geglaubte Dokumente munterer Jahre traten auf diese Weise wieder ans Licht – gescannt, arrangiert und als Collagen zusammengefügt. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Dinge, die insgesamt ab dem 31. Mai an den Wänden des UNITAS-Zentrums in Essen-Borbeck zu sehen sein werden. Unter anderem sind auch eine Vorstellung des Hauses, des Verbandes, der Vereinsgeschichte und eine Sammlung von Presseveröffentlichungen in Arbeit.

Derzeit regieren noch Quast und Pinsel im Treppenhaus, Türen werden bearbeitet und letzte Stufen abgeschliffen. Mitte der Woche soll alles fertig sein, damit die letzten Vorbereitungen für Samstag, 31. Mai, klappen. Freie Zimmer bieten ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten für die Verbandsmitglieder.

Die Sammlung mit den Fotomotiven gibt es ab sofort unter der Seite „BILDER“.

 

17. Mai 2008
„An Leben gewinnen lassen“
Magisterkneipe für den „Old Shatterhand“ der Ruhrania

BORBECK. Im Präsidium des Abends: Senior Rüdiger Duckheim - „natürlich völlig unvorbereitet“, aber ebenso stilsicher, humorvoll wie routiniert. Und ein Anlass, der alle Zutaten für eine wunderbare und niveauvolle Kneipe mitbrachte: Gäste und Bundesbrüder feierten am Samstag, 17. Mai, zu Ehren des Neu-Magisters Bbr. Sebastian Sasse im am Morgen mit Feudel und Pinsel auf Vordermann gebrachten Conventsaal.

Auf der Durchreise zum am Tag darauf startenden Ruhrmarathon machte Bbr. Franz Schwengler, AHV-X der UNITAS Franko-Palatia Nürnberg-Erlangen, auf dem Haus an der Flurstraße Station, bewegende Weltliteratur schenkte uns Fbr. Heinrich Loosen v/o Dr. Faustus von e.s.v. St.V. Frisia Breslau zu Essen mit dem halben „Faust“, Bundesschwester Maria Schulze-Öchtering frohlockte für UNITAS Maria Magdalena Heidelberg und UNITAS Clara Schumann in Bonn, der Essener Zirkelvorsitzende Martin Gewiese brachte seine Kölner UNITAS Rheinmark sangesfroh in Erinnerung. Wie dessen Grußwort machte nicht zuletzt die spontane Prinzipienrede des bestens aufgelegten Seniors und Präsiden deutlich, was dem Wesen der UNITAS zutiefst zugrunde liegt. In der pfingstlichen Oktav erörterte Bbr. Duckheim die Frage, was echte Begeisterung für den Glauben und die „Sache UNITAS“ ausmacht, wovon sie lebe und wie sie spürbar werde, um viele „an Leben gewinnen zu lassen“. Mit Blick auf den gefeierten Magister stellte er dessen Formsicherheit, Einfühlungskraft und stete Bereitschaft heraus, Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen. Mit dem Blick ins Universum der philosophischen Denkgebäude sei dem Zirkelgänger der Sinn für das bodenständige Feiern dabei nie abhanden gekommen. Viele inhaltliche Impulse, wie etwa die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Europa“, seien maßgeblich von Sebastian mitgestaltet worden. Als Präsent überreichte er eine von Bbr. Anton Rauscher zusammengestellte kleine Quellensammlung zum Ehrenmitglied der UNITAS, Ludwig Windthorst.

Im "akademischen" Miteinander Meisterschaft erreichen

In seiner förmlichen Laudatio erinnerte Leibbursch CB daran, dass Sebastian im Vorwort seiner im Fachbereich Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen eingereichten Magisterarbeit „Adam Stegerwalds`Essener Programm´ von 1920 und sein Einfluss auf den politischen Katholizismus in der Weimarer Republik“ die UNITAS als fruchtbringenden Ort der Diskussion ehrend erwähnte. Zum inneren Grund des unitarischen Lebensbundes gehörten in der Tat das Öffnen von Horizonten im „akademische“ Miteinander, die Lust am Denken, an Erkenntnisgewinn, am lebenslangen Lernen und an der individuellen wie gemeinsamen Suche nach Zusammenhängen, unterstrich der Xhc. Dieser Chance und Herausforderung stellten sich Mitglieder der UNITAS von Beginn an - unter welchen Bedingungen auch immer. Sie erfordere neben der Fähigkeit, auch „Durststrecken auszuhalten“, ebenso rechte Muße und das Teilen von Dank und Freude: „Am Fundament und für das Wachsen einer Gemeinschaft zu wirken, bedeutet auch am Bau des eigenen Lebenshauses zu arbeiten“, erklärte der Ehrensenior. Impuls und Ziel dabei seien, es darin zu einer gewissen Meisterschaft zu bringen. Die Alma Mater habe bescheinigt, dass dies Sebastian als „magister“ gelungen sei, - auch die UNITAS wolle dies tun. Sie haben dem „Old Shurehand des deutschen Feuilletons“ und ihrem „Old Shatterhand der UNITAS Ruhrania“ viel zu verdanken, so der Leibbursche, und überreichte zur Erinnerung an die Fidulität ein Bild, das die Eule als Vogel der Weisheit mit dem fertiggestellten „Luftschlösschen“ an der Flurstraße zeigt.

In seiner Replik brachte Sebastian selbst seine Haltung zur unitarischen Gemeinschaft auf den Punkt. In sehr persönliche und bewegten Worten holte er aus und stellte seine  Entwicklung ganz in den Zusammenhang der Prinzipien und des bundesbrüderlichen Miteinanders. Auf Dauer sei es schwer, „ohne diese ganzen Figuren zu leben“, schmunzelte er. Vertrautmachen und Verantwortung seien die Essenz des UNITAS-Wahlspruchs „in omnibus caritas“: „Liebe ist das Schlüsselwort.“

An die Worte des Seniors knüpfte Bbr. Hermann-Josef Grossimlinghaus an: Der aus Bonn angereiste Ehrenvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) deutlich, wie wichtig es sei, den Glauben nach außen zu tragen und der christlichen Hoffnung ein Gesicht zu geben. Nicht nostalgische Rückwärtsgewandtheit entspreche dem Wesen des Christentums. Verkündigung brauche feste Grundlagen und Begeisterungsfähigkeit. „Verantwortungselite“ sei von Optimismus getragen, erinnerte er an ein Diktum von Bbr. Erzbischof Reinhard Marx und dankte in seiner Ansprache Sebastian herzlich für seine Arbeit als AGV-Vorstandsmitglied und Pressesprecher.

Was wurde aus dem W.K.St.V. UNITAS zu Marathon?

Was den weiteren Fortgang der mit ernsten und guten Beiträgen reich bestückten Festfolge angeht, darf auch im Inoffizium vom Besten ausgegangen werden. Hausgast Matthieu - seit dem Morgen sogar endlich mit einem Bett in seinem Zimmer ausgestattet - brachte es fertig, dass sich ein ganzer Tisch plötzlich komplett in Englisch unterhielt, klassisches literarisches Flair aus einem weiteren phantastischen Vortrag von Dr. Faustus, fehlerfreie und textsichere Liedvorträge, ein tuttidonnerndes Piano von Bierorganist Bbr. Christoph Weyer, Kaffee und leckere Schmalzstullen nach Mitternacht ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Just allerdings zu dem Zeitpunkt, als sich die von einer großartigen Stimmung beflügelten Gespräche - wie immer in der Zeit der frühen Morgenstunden - in luftige Höhen der philosophisch-theologischen Grundfragen erhoben und kurz davor waren, sich in den „letzten und vorletzten Dingen“ zu verheddern, irrten bereits die Augen des heimwärts trottenden Chronisten durch den noch ziemlich nach Baustelle aussehenden Flur. Wohl ist noch einiges zu tun bis zur Einweihung, doch nach dieser kleinen Generalprobe sollte wohl alles seinen geregelten Gang gehen. Ob übrigens der liebe Vertreter der UNITAS aus Nürnberg, der nach der langen Kneipnacht am Sonntagmorgen in Dortmund zu seinem 155. Marathon auf die Piste ging, auch zuletzt am Ziel angekommen ist, entzieht sich bislang jeglicher Kenntnis ….

 

 

Am Samstag, 17. Mai: 
Magisterkneipe für Bbr. Sebastian Sasse

BORBECK. Zur Magisterkneipe für ihren mehrfachen Senior Sebastian Sasse sind am Samstag, 17. Mai, die Bundesbrüder und Bundesschwestern auf das Haus der UNITAS Ruhrania an der Flurstraße geladen. Die Fidulität beginnt um 19.30 Uhr im Conventsaal.

Bundesbruder Sebastian, Jahrgang 1979 und aus Essen gebürtig, hatte sich zum 1. März 2004 der UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund angeschlossen. Vor einem Jahr legte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Duisburg/Essen mit seiner Magisterarbeit im Fach Geschichte unter dem Titel „Adam Stegerwald und das Essener Programm von 1920“ eine Untersuchung zu Vorläufern einer interkonfessionellen Volkspartei vor, die er auch den Essener Bundesbrüdern im Rahmen einer Wissenschaftlichen Sitzung im Juli vergangenen Jahres vorstellte. Im vergangenen Mai absolvierte er sein Examen mit einer glatten „1“. 

Der freie Journalist und ständige Mitarbeiter bei der NEUEN RUHR-ZEITUNG (NRZ) in Mülheim gehörte dem Vorstand des Aktivenvereins mehrfach als Senior Scriptor und Fuxmajor an. In von ihm gehaltenen Wissenschaftlichen Sitzungen widmete er sich insbesondere philosophischen, historischen und literarischen Themen. In der UNITAS-Zeitschrift berichtete er u.a. 2006 von den Salzburger Hochschulwochen, die er als Vertreter der UNITAS auch 2007 besuchte. 

Auch über den Verein hinaus übernahm Bbr. Sasse Verantwortung: Seit der Generalversammlung in Trier 2007 gehört er dem Beirat für Gesellschaftspolitik des UNITAS-Verbandes an. Bei der Vorstandstagung der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV) in München war Sebastian am 22. April 2007 in den neu konstituierten AGV-Vorstand gewählt worden und fungiert seitdem als Pressesprecher der bundesweiten Initiative. 


14. Mai 2008
„Es hat ganz schön heftig hier gewackelt“ …
Martin Schwarz meldet sich aus China

CHINA / BORBECK. Es gehe ihm gut, berichtet Martin Schwarz nach dem Erdbeben in China in einer Mail vom 13. Mai. Der ehemaliger Messdienerleiter aus St. Dionysius in Borbeck, stark beim Weltjugendtag 2005 engagiert und auch als Student der Ostasienkunde an der Universität Duisburg-Essen oft auf dem UNITAS-Haus zu Gast, hatte dort seine Frau Ni Hao kennengelernt und war nach der Hochzeit Mitte März 2008 in den Fernen Osten gegangen. (Bild rechts: Martin Schwarz zwischen den Bundesbrüdern Rüdiger Duckheim und Daniel Muschellik)

Das über viele Tausende Kilometer spürbare Beben in der Region SiChuan hatte selbst im 1500 Kilometer entfernten Peking und in Schanghai Hochhäuser zum Schwanken gebracht - noch im mehrere tausend Kilometer entfernten Bangkok waren die Erschütterungen zu spüren. Auch in der Region Zheng Zhou, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Henan südlich des Gelben Flusses, überraschten sie Martin Schwarz im Schlaf, so seine schnell hingeworfenen Zeilen: „Also es hat ganz schön heftig hier gewackelt. … ein entsetzter Aufschrei meiner Schwiegermutter und meiner Frau … Hastige Worte wurden auf Chinesisch von meiner Schwiegermutter und meiner Frau gewechselt, die ich nicht verstand, das Telefon klingelte und mein Schwiegerpa, sagt laut durchs Telefon „Raus aus dem Gebäude!!!!" … Kurz was angezogen und meine Tasche gegriffen, …. und dann schnell runter. Im Treppenhaus hörte es kurze Zeit mal auf und fing wieder an, aber je näher wir dem Boden kamen, um so weniger wackelte es. Das Ganze dauerte höchstens eine Minute und vom 5. Stock Runterhasten ist auch kein Problem gewesen. Dann haben wir gewartet und gewartet, …. Dann hieß es, dass es in ganz Zheng Zhou ein Erdbeben gegeben hatte, dann kamen im Internet Berichte aus Shanghai, ja sogar Peking. Von der Katastrophe in SiChuan habe ich erst heute erfahren denn, im TV gab es keine Berichte, die ich eindeutig verstand. Ich wollte nur mal eben sagen, dass es mir gut geht …“ - gut zu hören!

Als "Laowai" in der Sommerhitze

Bereits am 2. Mai hatte sich Martin, Kommilitone von Bbr. Roderich Oberstehöhfeld (mit Martin rechts im Bild), mit einem kurzen Bericht an die Freunde in der Heimat gewandt. Zwei Wochen zuvor war er zu seinen Schwiegereltern gezogen. Gab es im April bereits den einen oder anderen 28 Grad warmen Tag, stets gefolgt von kalten oder regnerischem Wetter, habe Ende des Monats der Sommer „eingeschlagen“, heißt es in seiner Mail: „Und das meine ich so, wie ich es schreibe. … ohne Vorwarnung ist es 34 Grad und heißer. Heute klettern wir sogar auf 36 Grad. Mir macht es Sorgen, dass wir erst Mai haben und der Hochsommer noch vor der Tür steht, aber ich denke, ich werde es mit viel Sonnenmilch und einer dunklen Sonnenbrille überleben.“ Interessant sind auch seine Beschreibung von Land und Leuten: Beim Besuch der Großeltern seiner Frau lernte er chinesisches Landleben kennen. „Mir werden schon in der Stadt ziemlich häufig 'Hallos' hinterhergeworfen oder darüber geredet, dass gerade ein 'Laowai' (Spitzname für Ausländer, jedoch nicht negativ) gerade an ihnen vorübergegangen ist.“ Wirkliche Armut sehe man allenthalben. An das Essen habe er sich mittlerweile gewöhnt: „Da China so groß ist und jede Provinz, fast sogar jede Stadt eine eigene Spezialität hat, mache ich mir auch keine Illusionen, irgendwann einmal eine Woche zu haben, in der nicht etwas Neues aufgetischt wird.“ Mittlerweile habe er ein Gefühl dafür bekommen, was teuer und was günstig sei. „Ich verspreche, dass ich demnächst auch mal Fotos schicken werde, aber Angucken, das machen wir dann in Deutschland bei einem Bierchen und schauen ganz in Ruhe alle durch - auch wenn es dann mehrere 1000 sein können.“


10. Mai 2008
Dicke Arme - wie gehabt

BORBECK. Beim Zug durch die Wüste hatte es Moses einfacher: Links und rechts stützten sie seine Arme, als es mit scharfem Schwert gegen die Amalekiter ging - nachzulesen in 2.Mose 17. Und alles wurde gut. Am Samstagabend fühlten sich alle irgendwie wie der Erzvater Moses: Dicke Arme inklusive. Denn es ging beim Arbeitseinsatz noch mal mit Pinsel und Rollen an Wände und Balken. Das erfreuliche Ergebnis nach geschlagener Schlacht: Unterer Hausflur fertig, innerer Flur ebenfalls samt Decken, das große Zimmer unter dem Dach und die Balkenkonstruktion in nussbrauner und weißer Lasur bearbeitet. Trotz Convent, der ab 10 Uhr vier Stunden lang die letzten Ereignisse und kommenden Termine reflektierte. MEHR ...

 

9. Mai 2008

Priesterweihe im Essener Dom

Glückwünsche für Benedikt Ogrodowczyk und Michael Pahl

 

ESSEN. Mit den besten Segenswünsche gratulierte Senior Rüdiger Duckheim am Freitagabend den von Bischof Dr. Felix Genn zu Priestern geweihten Diakonen. Gleich sechs Neupriester hatten im Jubiläumsjahr des Ruhrbistums ihrem Bischof versprochen, ihr Leben in den Dienst des Evangeliums zu stellen. Unter ihnen auch Diakon Benedikt Ogrodowczyk aus St. Elisabeth und Heilig Kreuz, Bottrop-Mitte, der in St. Dionysius seine letzte Station gemacht hatte und Michael Pahl aus St. Ludger, Bottrop-Fuhlenbrock, der der K.E.St.V. Assindia angehört. 

 

„Nicht Management oder Organisationsentwicklung sind die Aufgaben des Priesters, sondern Jesus präsent zu machen und den Menschen ‚kraftvolle Nahrung‘ im Wort und in den Sakramenten zu geben“, sagte Bischof Genn in seiner Predigt. Jesus könne man vertrauen. Es lohne sich, „den Weg seiner Spur zu gehen und Wahrheit und Leben zu finden.“ Auch zahlreiche Mitglieder der Gemeinde St. Dionysius waren Zeugen des Ereignisses, die UNITAS-Abordnung traf sich anschließend noch im „Feldschlößchen“.

Nach der Weihe feiern die Neupriester zum ersten Mal die Eucharistie in ihren Heimat- und Diakonatsgemeinden. Die „Primizmesse“ von Benedikt Ogrodowczyk wird am 18. Mai in St. Dionysius gefeiert. Der in Oberhausen aufgewachsene Bottroper, nach Studium in Freiburg, Bochum und Wien zum Diakon geweiht im Januar 2007, versah seitdem seinen seelsorgerischen Dienst in St. Dionysius und St. Maria Immaculata. Die pastorale Ausbildung absolvierte er in Münster. Benedikt Ogrodowczyk wird seine erste Stelle in der Gemeinde St. Peter und Paul, Hattingen (Pfarrei St. Peter und Paul) antreten, Michael Pahl geht zum Dienst in die Gemeinde St. Joseph und Medardus, Lüdenscheid (Pfarrei St. Medardus).

 

Papst Benedikt XVI.: „Ut unum sint!“
Generalaudienz im Zeichen von Pfingsten und der Einheit der Christen

ROM. Seine Mittwochskatechese am 7. Mai 2008 widmete Papst Benedikt XVI. dem nahenden Pfingstfest und der durch das Wirken des Heiligen Geistes geschaffenen Einheit der Christen. Der Heilige Vater rief dazu auf, das Gebet zum Mittelpunkt aller ökumenischen Bemühungen werden zu lassen. Zu Beginn seiner Katechese grüßte der Heilige Vater den Katholikos und Patriarchen aller Armenier, Karekin II., und würdigte dessen Bemühungen um die wachsende Freundschaft unter den Christen.


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Liebe Brüder und Schwestern!

(…. ) Diese Tage der unmittelbaren Vorbereitung auf das Hochfest von Pfingsten regen uns dazu an, die Hoffnung auf die Hilfe des Heiligen Geistes zu beleben, um auf dem Weg der Ökumene voranzuschreiten. Wir haben die Gewissheit, dass uns Jesus, der Herr, auf der Suche nach der Einheit nie verlässt, da sein Geist unermüdlich am Werk ist, um unsere Bemühungen zu unterstützen, die darauf ausgerichtet sind, jede Spaltung zu überwinden und jeden Riss im lebendigen Gewebe der Kirche zu heilen.
Gerade dies versprach Jesus den Jüngern in den letzten Tagen seiner Sendung auf Erden, wie wir soeben im Abschnitt aus dem Evangelium gehört haben: Er sicherte ihnen den Beistand des Heiligen Geistes zu, den er schicken würde, damit dieser sie weiterhin seine Gegenwart spüren ließe (vgl. Joh 14,16-17). Diese Verheißung wurde Wirklichkeit, als Jesus nach der Auferstehung in den Abendmahlsaal kam, die Jünger mit den Worten „Friede sei mit euch“ begrüßte, sie anhauchte und zu ihnen sagte: „Empfangt den Heiligen Geist!“ (Joh 20,22). Er verlieh ihnen die Vollmacht, die Sünden zu vergeben. Der Heilige Geist tritt also hier als Kraft der Vergebung der Sünden, der Erneuerung unserer Herzen und unseres Daseins in Erscheinung; und so macht er die Erde neu und schafft Einheit dort, wo Trennung war. Am Pfingstfest zeigt sich der Heilige Geist dann durch weitere Zeichen: durch das Zeichen eines heftigen Windes und der Zungen wie von Feuer, und die Apostel sprechen in allen Sprachen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die babylonische Verwirrung – Ergebnis des Hochmutes, der die Menschen trennt – im Geist überwunden wird, der die Liebe ist und in der Verschiedenheit Einheit spendet. Vom ersten Augenblick ihrer Existenz an, spricht die Kirche in allen Sprachen – dank der Kraft des Heiligen Geistes und der Feuerzungen – und lebt in allen Kulturen; sie zerstört nichts von den verschiedenen Gaben, von den unterschiedlichen Charismen, sondern sie fasst alles in einer großen und neuen Einheit zusammen, die versöhnt: Einheit und Vielfalt.
Der Heilige Geist, der die ewige Liebe ist, das Band der Einheit in der Dreifaltigkeit, eint die verstreuten Menschen mit seiner Kraft in der göttlichen Liebe und schafft so die vielgestaltige und große Gemeinschaft der Kirche in der ganzen Welt. In den Tagen nach der Himmelfahrt des Herrn bis zum Pfingstsonntag waren die Jünger gemeinsam mit Maria im Abendmahlsaal im Gebet vereint. Sie wussten, dass nicht sie es sein konnten, die die Kirche schaffen und organisieren: Die Kirche muss durch göttlichen Entschluss entstehen und von ihm organisiert werden; sie ist nicht unser Geschöpf, sondern Gabe Gottes. Und nur so schafft sie auch Einheit – eine Einheit, die wachsen muss. Die Kirche vereint sich im Geiste zu jeder Zeit – insbesondere in den neun Tagen zwischen Himmelfahrt und dem Pfingstfest – im Abendmahlsaal mit den Aposteln und Maria, um stets um das Ausgießen des Heiligen Geistes zu bitten. Getrieben von seinem heftigen Wind, wird sie so in der Lage sein, das Evangelium bis an die äußersten Grenzen der Erde zu verkünden.
Dies ist der Grund, weshalb die Christen trotz der Schwierigkeiten und Trennungen weder resignieren noch sich der Mutlosigkeit ergeben dürfen. Das fordert der Herr von uns: im Gebet verharren, um die Flamme des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung lebendig zu erhalten, von der das Streben nach der vollen Einheit gespeist wird. Ut unum sint!, sagt der Herr. Immer hallt in unseren Herzen diese Einladung Christi wider; eine Einladung, die ich während meiner jüngsten Apostolischen Reise in die Vereinigten Staaten erneut aussprechen konnte, wo ich die zentrale Stellung des Gebetes in der ökumenischen Bewegung erwähnt habe. In dieser Zeit der Globalisierung und gleichzeitiger Zersplitterung „wären die ökumenischen Strukturen, Institutionen und Programme ohne das Gebet ihres Herzens und ihrer Seele beraubt“ (Ökumenische Begegnung in der Kirche Saint Joseph in New York, 18. April 2008). Danken wir Gott für die Ergebnisse, die dank des Wirkens des Heiligen Geistes im ökumenischen Dialog erreicht worden sind. Hören wir weiterhin fügsam seine Stimme, damit unsere von Gnade erfüllten Herzen ohne Unterlass den Weg beschreiten, der zur vollen Einheit aller Jünger Christi führt.
Im Brief an die Galater erinnert uns der heilige Paulus: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (5,22-23). Das sind die Gaben des Heiligen Geistes, um die auch wir heute für alle Christen bitten, damit sie im gemeinsamen und großherzigen Dienst am Evangelium in der Welt Zeichen der Liebe Gottes für die Menschheit sein können. Richten wir vertrauensvoll den Blick auf Maria, den Tempel des Heiligen Geistes, und beten wir mit ihrer Hilfe: „Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe“. Amen!"


In Deutsch sagte der Heilige Vater:

"Liebe Brüder und Schwestern!
(….) In diesen Tagen vor Pfingsten beten wir in besonderer Weise um die Gabe des Heiligen Geistes. Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heilige Geist unsere Bemühungen, die Trennungen zu überwinden, unterstützt. Christus hat den Jüngern den Beistand des Heiligen Geistes als Unterpfand seiner Gegenwart zugesichert. Am Ostertag hat der Auferstandene den Aposteln den Heiligen Geist geschenkt; diese Gabe ist am Pfingsttag offenbar geworden. Die Kirche befindet sich sozusagen immer in einer pfingstlichen Situation. Im Abendmahlsaal versammelt, betet sie beharrlich um die stets neue Ausgießung des Geistes.
Der Herr will, dass wir im Gebet ausharren und die Hoffnung auf die volle Einheit lebendig halten: Dass alle eins seien! Das Gebet ist ja die Herzmitte der ökumenischen Bewegung. Danken wir dem Herrn für das schon Erreichte; hören wir folgsam auf seine Stimme, um unentwegt auf dem Weg zur Einheit aller Jünger Christi voranzuschreiten. Bitten wir um die Gaben des Geistes, damit wir durch den gemeinsamen Einsatz für das Evangelium in der Welt ein Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen sein können."

Allen Bundesschwestern, Bundesbrüdern
und Freunden der UNITAS Ruhrania:
Frohe Pfingsten!

 


Am 22. Mai noch nix vor? Aktive sind eingeladen

OBERHAUSEN / BORBECK. Aktive, die sich jetzt vom Studieren ermattet genug fühlen, um an Fronleichnam zur Höchstform auflaufen zu können, sollten sich umgehend beim Senior melden. Es geht am Donnerstag, 22. Mai, um ein veritables Spanferkel und alles, was dazugehört. Und gar nicht weit weg ....

Convent am Samstag, 10. Mai

BORBECK. Mehr als 330 Semesterprogramme und Eröffnungseinladungen sind inzwischen von Senior Rüdiger Duckheim samt Anschreiben von Aktivitas und HBV Anfang der Woche verschickt worden, zahlreiche Exemplare gingen per Hand an die Adressaten. Nächster Termin ist programmgemäß ein „Frühstücksconvent": Er ist für Samstag, 10. Mai,  auf dem Haus angesetzt und beginnt um 10 Uhr. 

Themen auf der Tagesordnung sind voraussichtlich die Nachbereitung der 131. GV in Köln, die Vorbereitung für die Hauseröffnung am 31. Mai, die nächsten Veranstaltungstermine und noch anstehende Arbeiten in und am Haus. Tatendurstige, die den Zweitanstrich im großen Zimmer des Dachgeschosses und im Vorraum angehen wollen, treffen sich dort bereits ab 8 Uhr. Hier steht auch das Füllen der Löcher und das Tapezieren der Giebelwand an. Zudem können der Anstrich der Balken im Conventraum und Absprachen über die ausstehenden Restarbeiten erfolgen.

7. Mai 2008
Gratulor:
Verdienstmedaille für Bbr. Friedrich-Wilhelm Müller

BOCHUM. Bundespräsident Horst Köhler hat die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Bbr. Friedrich-Wilhelm Müller verliehen. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz übergab die Medaille am 7. Mai im Rathaus Bochum.

Bbr. Friedrich-Wilhelm Müller, geboren am 5. Juli 1941 und ehemaliger Ltd. Regierungsschuldirektor im Institut für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW, hat sich vor allem durch sein Engagement im kommunalpolitischen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben. Der seit August 2006 im Ruhestand Lebende ist seit 1972 Mitglied der CDU und gehörte von 1977 bis 2004 dem Kreisvorstand Bochum an. Von 1975 bis 1984 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Südwest, seit 1984 gehörte er dem Rat an und war von 1989 bis Ende 2003 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bochum. Seiner Stadt diente er als Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, im Personal- und Gleichstellungsausschuss. Am 26. September 1999 war er bei der Stichwahl um den Oberbürgermeister mit nur wenigen Stimmen Ernst-Otto-Stüber (SPD) unterlegen.

Ein Schwerpunkt von Bbr. Müllers kommunalpolitischem Engagement war die Verkehrspolitik, insbesondere der öffentliche Personennahverkehr. Im Jahr 1992 wurde er Mitglied des Aufsichtsrates der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, dem er bis zum Jahr 2004 angehörte.  Hier widmete er sich insbesondere der Neuentwicklung eines EU-konformen Finanzierungssystems im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bei gleichzeitiger Restrukturierung der kommunalen Unternehmen. Der Verbandsversammlung des Verbundes gehörte er von 1994 bis 2004 an, von 1995 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion und 1995 wurde er in den Aufsichtsrat gewählt. Er setzte sich mit großem Erfolg dafür ein, auf dem politisch sensiblen und schwierigen Spannungsfeld zwischen dem verkehrspolitisch Wünschenswerten und dem finanzpolitisch Machbaren einen tragfähigen Ausgleich herzustellen. Herrn Müller wurde im Jahr 2004 der Ehrenring verliehen, der nach der Ehrenbürgerwürde zweithöchsten Auszeichnung der Stadt. Auch an seinem Altersruhesitz im Gemeindeverband-Wangerland in Friesland gehört Bbr. Müller dem örtlichen CDU-Vorstand an.

Bbr. Friedrich-Wilhelm Müller hatte sich im Juni 1961 der UNITAS R