HOME 

 

 

Wissenschaftlicher Katholischer Studentenverein
UNITAS RUHRANIA BOCHUM-ESSEN-DORTMUND

+ + + EUROPA - UNSERE HEIMAT. + + + SPECIAL ZUR ZUKUNFT UNSERES KONTINENTS + + +

 

10.03.2003

Europäische Laien fordern Überwindung der außenpolitischen Krise
Krakauer Symposium verabschiedet Abschlusserklärung


Mit dem Appell an die europäische Politik, sich nicht mit der gegenwärtigen außenpolitischen Zwietracht abzufinden, ist am Sonntag, 9. März 2003, das Krakauer Symposium europäischer Katholiken zu Ende gegangen.

In der Abschlusserklärung mit dem Titel „Die Krise überwinden, die Erweiterung der Europäischen Union zum Erfolg machen“ führen die in Krakau versammelten Katholiken aus: „Das Schauspiel der Zwietracht, welches die europäische Diplomatie in der gegenwärtigen internationalen Krise liefert, drängt uns zu einem gemeinsamen Nachdenken ohne Vorbehalte und ohne falsche Erwartungen. Es handelt sich in der Tat um eine Krise. Wir dürfen uns nicht mit der Zwietracht abfinden.“

Vielmehr, so die Katholiken, müsse man die jetzige Situation nutzen, um im gegenseitigen Gespräch das Gewicht der Geschichte und den Sinn der Unterschiede zwischen Völkern und Staaten besser verstehen zu können. Gemeinsame Beratung und Abstimmung bezeichnen die Katholiken in diesem Zusammenhang als unverzichtbar für die wesentlichen Grundlinien der europäischen Außenpolitik. Nur so könne eine europäische Aktionseinheit in einer pluripolaren Welt gebildet werden. Diese müsse auf konstruktiven Partnerschaften auf der ganzen Welt gegründet sein.

Darüber hinaus würdigten die Symposiumsteilnehmer in ihrer Abschlusserklärung den großen Eifer und Ernst mit dem sich der Europäische Konvent zur Zeit um die Formulierung eines Konsenses bemüht, der weit über den Status Quo und die materiellen Interessen der Regierungen hinausweise. Sie würdigten, dass wesentliche Forderungen, die von den Kirchen, insbesondere den Organisationen der christlichen Laien, ausgingen, aufgenommen würden.

Nachdrücklich unterstützten sie die Forderung, die Europäische Charta der Grundrechte in die Verfassung aufzunehmen und ihr damit Rechtsverbindlichkeit zu verleihen. „Die Verfassung sollte ausdrücklich erklären,“ so die Abschlusserklärung, „dass sie auf dem Respekt vor der unteilbaren und unantastbaren Menschenwürde basiert. Unter den Zielen der Verfassung sollte ausdrücklich die Achtung vor dem Leben, die Förderung der Ehe ebenso wie die Förderung der Familie, verstanden als Basis der Gesellschaft, benannt werden.“

Zu dem Symposium in Krakau trafen sich rund 40 Vertreter katholischer Laienorganisationen und Initiativen aus 12 europäischen Ländern. Auf Initiative des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), der Semaines sociales de France (SsF) und der polnisch-katholischen Bewegung „znak“ traf man sich vom 7. - 9. März 2003. Unter der Leitung der Präsidenten Prof. Dr. Hans Joachim Meyer (ZdK), Michel Camdessus (SsF) und Henryk Wozniakowski (znak) wurde über die gegenwärtige internationalen Krise, die Erweiterung der Europäischen Union und die Arbeiten des Europäischen Konventes beraten.

(Den Wortlaut der Abschlusserklärung finden Sie unter www.zdk.de /Reden und Beiträge)