
|
||||||||||||||||||||||
|
Hauseinweihung bei UNITAS
Ruhrania BORBECK. Mit einem zweitägigen Fest weihte der Wissenschaftliche katholische Studentenverein UNITAS Ruhrania am Wochenende 31.5./1.6. sein neues Studentenheim im „Feldschlößchen“ an der Flurstraße in Essen-Borbeck ein. Über 200 Besucher kamen aus Nah und Fern zur feierlichen Segnung des Hauses, das der an den Ruhrgebietsuniversitäten tätige Verein damit offiziell in Betrieb nahm. (.... )
Hier zum ganzen Artikel in den
BORBECKER NACHRICHTEN vom 5. Juni
Erstklassige
Teamleistung: GRAND OPENING am 31. Mai
Nach Eröffnung mit
dem Vereinsgebet und Begrüßung der zahlreichen Vertreter aus Kirche,
Politik und Verband durch den Senior warf der Hausbauvereinsvorsitzende
einen Blick auf die lange Phase der Suche nach einem geeigneten Haus: Von
der Rekonstituierung und der Vereinigung mit der alten Münsteraner
Ruhrania über die Gründung des Hausbauvereins und die konkreter
angegangenen Baupläne bis zum Kauf des "Feldschlößchens" an
der Borbecker Flurstraße ging die Zeitreise, auf der vielfacher Dank an
die Mitstreiter, Begleiter und Unterstützer bei dem Projekt ausgesprochen
wurde. Insbesondere hob er das Engagement von Architekt Bbr. Otfried Jäger,
Bauleiter UNITAS
und die Wurzeln an der Ruhr Als ehemaliger Pfarrer
an St. Dionysius erinnerte der Essener Stadtdechant und Dompropst Otmar
Vieth in seinem Grußwort an die vielfachen Begegnungen in diesen Jahren
und an die besonderen Herausforderungen für eine dem christlich-sozialen
Gedanken verpflichtete Studentenvereinigung im Ruhrgebiet. Er verwies auf
den Borbecker Vikar Heinrich Brauns und sein Erbe, an die Umbruchszeiten für
die Kirche im Revier und lud herzlich zum Mitfeiern des Bistumsjubiläums
ein. Verbandsgeschäftsführer Bbr. Dieter Krüll skizzierte in seiner
Rede die historischen Beziehungen der UNITAS zur Region, die Gründung des
Gesamtverbandes durch Hermann Ludger Potthoff aus Werden und die
Entwicklungen von der „ersten“ bis zur „vierten“ Ruhrania. Mit
einem Schmunzeln würdigte er die Bemühungen zur Schaffung eines Hauses
als Heimat und Treffpunkt der Ruhr-UNITAS als „Wahnsinnstat“ und
dankte allen daran Beteiligten. Im Namen des Verbandsvorstandes überreichte
er mit Vorortspräsident Johannes Günther dem Hausbauvereinsvorsitzenden
und Schriftleiter Gute
Wünsche für die Zukunft In seinem humorvollen
Grußwort freute sich Pfarrer Dr. Jürgen Cleve über die unitarischen
Aktivitäten im Stadtteil. Er gratulierte herzlich zum abgeschlossenen
Projekt und wünschte als Philistersenior der K.E.St.V. Assindia Essen
Bonn zu Bochum der UNITAS-Korporation ein studentisches vivat, crescat,
floreat. Der Vorortspräsident, eigens aus Stuttgart angereist, dankte für
die Erfüllung eines 80-jährigen Traums. Das Haus, so der VOP, sei ein
deutlicher Beweis für mitreißendes Leben von Unitariern und dafür, dass
die Prinzipien keineswegs veraltet, sondern wichtiger denn je seien.
Helmut Kehlbreier, Bezirksbürgermeister des rund 87.000 Einwohner zählenden
Essener Stadtteils Borbeck, sprach in seiner Ansprache seinen Dank für
die Bürgerschaft aus. Er wünschte dem wiederhergestellten Treffpunkt in
Borbeck viele Gäste und dem Verein erfolgreiche Arbeit im Sinne der
unitarischen Prinzipien. Als Vertreter der örtlichen Akademiker- und
Studentenvereine unterstrich Winfrid Knobloch als Sprecher des Vorstands
des Zirkels „Kohle“ im Feierliche
Segnung des Hauses Mit dem unitarischen Bundeslied und der Farbenstrophe der UNITAS Ruhrania ereichte der Festakt einen besonderen Höhepunkt: Der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Altherrenvereins Bbr. OStD. i.R. Jörg Lahme überreichte mit bewegten Worten die lange bei dem mehrfach gewürdigten Ehrensenior Bbr. Nobert Klinke aufbewahrte Gründungsfahne des Vereins aus dem Jahr 1911. Zugleich übergab er mit dem langjährigen Quaestor Bbr. Ernst-Hubert Steinmann ein großes geschnitztes Denkmal für die im I. Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Vereins, das durch einen Zufall auf dem Dachboden des münsterländischen Stifts Tilbeck gefunden worden war und nun einen besonderen Platz im neuen Ruhranen-Haus erhalten wird. Besondere und persönliche Grüße der Nachbarvereine von UNITAS Rheinfranken in Düsseldorf und Köln überbrachten die Bundesbrüder Prof. Hans-Bruno Makoski und der ehemalige ZHBV-Vorsitzende Franz-Josef Schelnberger. Am mit der Gründungsfahne geschmückten Pult und unter dem aus dem Besitz von Bbr. Dr. Ludwig Freibüter stammenden Kreuz feierte der geistliche Verbandsbeirat und Vorsitzende des Altherrenvereins Kaplan Helmut Wiechmann zum Abschluss einen Wortgottesdienst zur feierlichen Benediktion des Hauses. In seiner Homilie legte der erste Senior des UNITAS-Vereins an der Ruhr die Prinzipien aus und bat in den Fürbitten um den Segen für die Bewohner des Hauses, um ein offenes Herz und um „Pax und Unitas“. Zum Te Deum ging er segnend durch die Reihen, Flure und Zimmer.
Zum fröhlichen Nachmittag konnten sich die Gäste an einem reichhaltigen Kaffee- und Kuchenbüffet erholen, das von den Damen bestens vorbereitet und charmant bewirtschaftet wurde. Bereits am Vortrag waren von den Bundesbrüdern ein stabiles Podium, Beschallungsanlage, wehender Fahnenschmuck und ein von der Kolpingsfamilie Borbeck geliehenes großes Zelt installiert worden. Trotz angesagter großer Regenwahrscheinlichkeit ging erst am Abend ein Platzregen nieder - doch bis dorthin gab es viel Gelegenheit zum Gespräch und freudiger Begegnung. Vom Podium besonders begrüßt und vorgestellt wurden die am Nachmittag eintreffenden Nachbarn aus Viertel und Pfarrgemeinde, von Kolpingsfamilie und Eine Welt-Initiative, von CV und St.V. Frisia Breslau zu Essen, von den UV-Zirkeln Essen und Dortmund. Offizielle Zipfeltausche wurden „open air“ zelebriert und erläutert, im Haus informierte eine kleine Ausstellung, viele Bilder zeigten, in welchem Zustand sich während der zweijährigen Bauphase das nun in frischen Farben leuchtende Haus befand. Hausführungen für interessierte die am Nachmittag rund 150 versammelten Bundesbrüder und Gäste erläuterten das Projekt und das Wesen der UNITAS. Eine mit vielen Informationen zusammengestellte CD zum Wochenende fand manche Abnehmer, die vielfältige Eindrücke selbst vertiefen können.
In prachtvollem Sonnenschein präsentierte sich das Haus nach der gemeinsam besuchten Messe in St. Dionysius am Sonntag. Zu einem entspannten Frühschoppen hatte Zelebrant Pastor Heinrich Grafflage während der Verkündigungen eingeladen und kam selbst, um mit vielen anderen das große Fest ausklingen zu lassen. Beim gemeinsamen Mittagessen und frischem „Feldschlößchen“-Bier beschlossen rund 50 Bundesbrüder, Zirkelangehörige aus Oberhausen und Bottrop, Mitglieder des CV-Zirkels „Kohle“ und Nachbarn das große Einweihungs-Fest. Weitere Hausführungen zeigten, was gemeinsam geschaffen wurde, bevor das große Räumen begann: Mit zupackender Hilfe aller Bundesbrüder wurde der Ort des Geschehens in den Ausgangszustand zurückversetzt. Bestens koordiniert vom unermüdlichen Bbr. Norbert Breiderhoff, schaffte die ermattete Mannschaft den kompletten Rückbau. Am Abend gab es sogar noch eine Betriebsführung in der Großschreinerei von Kolpingbruder Heinrich Müller und zuletzt für eine kleine Gruppe zum Abschluss im Conventsaal einen Komplettdurchlauf aller zusammengestellten über 1800 Bilder vom Bauprojekt. Erst dabei, so schien es, wurde wirklich deutlich, welche „Wahnsinnstat“ tatsächlich hier ein vorläufiges glückliches Ende gefunden hat. Ein großes Fest! HINWEIS & Einladung: Während noch viele Eindrücke sacken müssen, steht nun bereits für Mittwoch die nächste Veranstaltung auf dem Programm: Eine Wissenschaftliche Sitzung zum monatlichen Treffen des Essener UNITAS-Zirkels, die um 19.30 Uhr auf dem Haus beginnen wird. Regierungsdirektor Bbr. Klaus-Hermann Rössler vom Thüringischen Staatsministerium für Familie, Gesundheit und Senioren in Erfurt spricht über aktuelle Fragen der Familienpolitik.
GUCKEN KOMMEN! Wir
eröffnen das
UNITAS-ZENTRUM RUHR Vier
Jahre an der Flurstraße, zwei Jahre Baustelle, ein Jahr Gerüst - langsam wird
es Zeit für die Einweihung des „NEUEN FELDSCHLÖSSCHENS“ ! Der
Wissenschaftliche katholische Studentenverein UNITAS Ruhrania will am Wochenende
31. Mai / 1. Juni 2008 feiern. Mit Mitgliedern, Freunden und Nachbarn. Weil wir
uns freuen, dass wir mit unserem Studentenhaus nun in Borbeck eine Heimat
gefunden haben. Hier
kamen die Gründer unseres Verbandes her: 1847 hatten Studenten aus Werden,
Borbeck, Schönebeck und Heisingen den ersten Verein an der Universität Bonn
ins Leben gerufen. Sie nannten ihn bereits „Ruhrania“ - nach dem Fluss, der
später der ganzen Region, dem „Ruhrgebiet“ seinen Namen gab. Ab
1855 hieß er „Unitas“ nach dem lateinischen Wort für „Einheit“. Die
Idee breitete sich aus und bald entstanden an vielen Universitäten weitere
UNITAS-Vereine - von Paris bis Breslau und Königsberg, von Kiel bis Innsbruck.
Bekannte Wissenschaftler und Politiker kamen aus der UNITAS, Bischöfe und
Gewerkschafter. Weil
sie nach dem Kaiserreich die junge deutsche Demokratie aktiv mit aufbauten, galt
der UNITAS-Verband den Nazis als „staatsfeindliche Organisation“ - sie
verboten und enteigneten ihn. Viele Mitglieder wurden verfolgt, verhaftet und
ermordet. Die UNITAS Ruhrania ehrt in ihrem Bundesbruder Johannes Prassek
besonders das Andenken der „Lübecker Kapläne“, die in Hamburg hingerichtet
wurden. Neues
Leben an der Ruhr Doch
nach dem Zweiten Weltkrieg fanden sich die Vereine sehr schnell wieder zusammen
- überall entstanden auch neue Gruppen. Noch bevor die neuen
Ruhrgebiets-Universitäten gegründet wurden, gab es schon UNITAS St. Luidger in
Essen und UNITAS Robert Schuman in Bochum. Ihre
Tradition nahmen aus Bonn, Osnabrück und Münster Ende der 1980er-Jahre hierher
gewechselte Studenten auf. Mit der 1911 in Münster entstandenen UNITAS Ruhrania
gingen sie an die Arbeit, gründeten mit Unterstützung des 1889 in der
Ruhrmetropole Essen ins Leben gerufenen ältesten UNITAS-Altherrenzirkels des
Verbandes einen Studenten- und einen Hausbauverein. In
Borbeck angekommen Viele
Jahre suchten sie in den Städten entlang der A 40 nach einem geeigneten Haus.
Und kamen endlich in Essen-Borbeck an: Im Sommer 2004 konnte die UNITAS Ruhrania
hier das „Feldschlößchen“ erwerben. Mit
Hilfe des gesamten UNITAS-Verbandes und in großer Eigenarbeit wurde im Mai 2006
die Kernsanierung des gesamten Hauses begonnen, zum Wintersemester 2007/08 zogen
im „UNITAS-Zentrum Ruhr“ die ersten Studenten ein und im April eröffnete
die wunderbar wiedererstandene Gastronomie. Ein Grund zum Feiern! Wir laden herzlich zur Besichtigung ein!
PROGRAMM
Neue
Devotionalien: Zum großen Einweihungsfest ist eine exklusive, auf 60 Exemplare limitierte CD herausgegeben worden, die zahlreiche Informationen zu Verein und Verband, das umfangreiche Bautagebuch und viele Bilder beinhaltet. Zudem entstanden drei Serien mit drei oben abgebildeten Postkartenmotiven, die das renovierte Haus, das Chronogramm auf das Jahr 2008 und die Verbindung zwischen dem Gründungsort Münster und dem Ruhrgebiet zeigen.
Hauptpart der vom Hausbauverein zum Fest herausgegebenen CD ist das Kapitel zur Totalsanierung im UNITAS-HAUS in der Borbecker Flurstraße. Als "Protokoll von Staub, Schweiß und Emotionen" zeigt es den "Studiennachweis der besonderen Art": Auf satten 146 Seiten wird in Tagebuchform geschildert, wie es auf der Dauerbaustelle langsam und stetig vorwärts ging. Zeitungsartikel aus den Borbecker Nachrichten und der Verbandszeitschrift unitas, aber auch viele Bilder illustrieren die sicher einzigartige Darstellung eines unitarischen Hausbauprojekts. Die CD zum Preis von 15 Euro kann bei der Aktivitas oder beim UNITAS Ruhrania Studentenheim e.V. per E-Mail unter ruhrania@unitas.org bestellt werden. Der Erlös fließt in die Baukasse.
| |||||||||||||||||||||
|
|