<%@ Language=JavaScript %> Wissenschaftlicher katholischer Studentenverein UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund


+ + + Hier Hinweise auf laufende Veranstaltungen und Berichte von letzten aktuellen Ereignissen im WS 2006/07 + + +

16. Februar 2007

WANTED!

Anpacker gesucht - Wer ist dabei?

Finales Räumkommando im UNITAS-Haus 
Essen-Borbeck, am Samstag, 3. März 2007

 Wie bekannt, müssen wir im „Feldschlösschen“ noch mal ran! Während die Bauarbeiten fortschreiten, gehen wir mit in einer gemeinsamen Aktion von Jung & Alt noch mal dazwischen: Mit einem Einsatz, bei dem die Wände für den Putz präpariert werden sollen: D.h. alle Tapetenreste müssen noch runter, Bröselputz ebenfalls, stehenbleibende Fachwerkbalken werden gesäubert und vielleicht kriegen wir noch eine Fuhre Sperrmüll und Blätterzeugs aus dem Garten los ... Werkzeug können wir zusammenstellen, Arbeitsklamotten wären sinnvoll –  und sicher gibt´s auch Spachtelmasse für zwischen die Kiemen  und eine improvisierte Theke, damit uns die Arbeitskraft erhalten bleibt.

Treffen und Start am Haus ab 9 Uhr.

Bitte meldet Euch zurück, - wer, wann, was er mitbringt –

damit wir besser planen können! An die E-Mail-Adresse richie.duckheim@gmx.de!
Wir sehen uns in der Flurstraße 67

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supermann.jpg (114115 Byte) Ikon links anklicken, ausdrucken und gut sichtbar aufhängen. Oder gleich weiterschicken. 

 

 

 

 

7. Februar 2007

UNSER EUROPA-SPECIAL:

Kontinentale UNITAS. Oder: Was geht uns die Zukunft Europas an?
Unser Bundesbruder Robert Schuman. Kirche. Menschenrechte. Beiträge zum Thema.  

Unter diesem Titel verbirgt sich eine neue Spezialseite unseres Internetauftrittes. Im Vorfeld der 130. Generalversammlung des Verbandes in Trier will die UNITAS Ruhrania die Diskussion darüber befördern, welche Bedeutung Europa für uns hat. Welche Bedeutung wir für Europa haben und welches Europa wir uns wünschen.

So finden sich Ausschnitte aus der "unitas"-Ausgabe 4/2006 ebenso wie früheres Material. So liest sich noch heute das „Manifest für ein europäisches Bewusstsein“ sehr aktuell, das als gemeinsame Erklärung der Präsidenten der Semaines Sociales de France und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken veröffentlicht wurde. Zudem dokumentieren wir ein Interview , das wir anlässlich der 125. Generalversammlung in Münster mit dem jetzt neu gewählten Präsidenten des Europäischen Parlaments, Prof. Hans-Gert Pöttering, führen konnten. Wir beleuchten Fragen der Europäischen Grundrechte und verfolgen die Idee der Menschenrechte in der Tradition der Katholischen Kirche.

Robert Schuman: Vater Europas

Wir erinnern aber auch daran, dass für alle Unitarier seit jeher eine Person eine ganz besondere Rolle spielt: Als "Vater und Pilger Europas" und erster Parlamentspräsident ist dies unser Bundesbruder Robert Schuman. Was den früheren Französischen Ministerpräsidenten und Initiator der Montan-Union (Schuman-Plan) mit seinem UNITAS-Verband verbindet, soll ebenfalls deutlich werden. Denn Zeit seines Lebens blieb er dem Verband, dem er in Bonn, München und Berlin während seiner Studentenzeit in Deutschland aktiv angehört hatte, treu.

Dass für ihn die Seligsprechung eingeleitet ist, freut uns sehr. Und erst recht, wenn es soweit ist. Denn neben Maria, Bonifatius und Thomas von Aquin, den Schutzheiligen der UNITAS, ist der aus benediktinischem Geist geprägte Robert Schuman schon lange ein ganz besonderer unitarischer Verbands-Patron. Ein Mensch unserer Zeit, dessen Vision eines gewaltigen Friedenswerkes in unseren Tagen Wirklichkeit wird.

HIER DER DIREKTE LINK

 


2. Februar 2007
Netz-Bilanz und neue Seiten

Eine erfreuliche Zwischenbilanz zeigt die Homepage: Mit 780 eingebuchten Objekten und 91,8 MB Material fragt sich natürlich, wie lange es noch dauern wird, bis uns der Manager des Verbandsservers auf die Füße steigt. Immerhin nähert sich die Zahl der Besucher jetzt der 7.000-er Grenze, das sind rund 2.000 Klicks in den letzten beiden Monaten.


Neu dazu gekommen sind u.a. Beiträge aus der aktuellen unitas-Ausgabe, die mit der UNITAS an der Ruhr zu tun haben. Und die uns wichtige Themen ansprechen, etwa die Vorbereitungen zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge im März, zu denen wir ein kleines Dossier eingefügt haben. Natürlich gibt es auch immer etwas von den Renovierungsarbeiten an unserem „Feldschlösschen“ zu berichten, die weiter voran gehen.


Neue Seite: Köpfe, Skizzen, Charaktere

 

Aktuell zusammengefasst findet sich jetzt auch eine zentrale Leitseite (www.unitas-ruhrania.org/seite50.htm) zu weiteren Pages, die erste historische Personen aus der UNITAS Ruhrania bzw. ihrem Umfeld vorstellen: Sie beginnt, wie es sich gehört – mit Bbr. Hermann Ludger Potthoff – Vater und Gründer der UNITAS. Weitere Artikel gelten Bbr. Dr. Heinrich Portmann - Ehrensenior der UNITAS Ruhrania und erster Biograph Kardinal von Galens, Bbr. Peter Kreutzer, erster Stadtdechant von Essen (Bild rechts), Bbr. Dr. Carl Klinkhammer, dem „Roten Ruhrkaplan“ an St. Johann Baptist Essen-Altenessen, Bbr. Professor Gerhard Fittkau - Ermländer, Zeuge der Vertreibung und Autor seines vielgelesenen Erlebnisberichts „Mein 33. Jahr“. Nicht fehlen dürfen die beiden „Lübecker Martyrer“ Bbr. Johannes Prassek und Bbr. Vikar Eduard Müller, für die die Seligsprechung eingeleitet und das diözesane Verfahren im Erzbistum Hamburg abgeschlossen ist, Bbr. Pfarrvikar Anton Spies, der im KZ Dachau starb, von Bbr. Matthias Mertens, der mit Karl Leisner ebenfalls dort leiden musste und als Kaplan an St. Josef in Sterkarde-Schmachtendorf sowie an der „Gaesdonk“ wirkte. Mit Bbr. Dr. Franz Lenze MdB erinnern wir an einen Sauerländer Christdemokraten der ersten Stunde, mit Bbr. Bischof Dr. Franjo Komarica an einen mutigen Christen und seine Arbeit während des Krieges in Bosnien-Herzegowina. Bbr. Prälat Martin Zeil, während des II. Weltkrieges Divisionspfarrer der 23. Panzerdivision, war einer der ersten Militär-Seelsorger der Bundeswehr und machte sich um die Deutsch-Französische Freundschaft verdient. Alt-Bürgermeister Bbr. Dr. Meinolf Stoltenberg, im vergangenen Jahr verstorben, war einer der ersten Unterstützer unseres Hausbauprojekts. Und dass es die Ruhrania überhaupt wieder gibt, ist sicher nicht zuletzt dem unvergessenen Ehrensenior Bbr. OStR Norbert Klinke zu verdanken, dem eigentlich ganz viele Seiten gelten müssten .... 

HIER DER DIREKTE LINK

 

 

 

26.1.2007
Europa: Klares christliches Zeugnis ist gefragt
Weihbischof Grave beim 121. Stiftungsfest der K.E.St.V. Assindia

BORBECK. Zu einem "demütigen, aber klaren christlichen Zeugnis" im zusammenwachsenden Europa rief am Freitag, 26. Januar, der Essener Weihbischof Dr. h.c. Franz Grave auf. In seinem Festvortrag zum 121. Stiftungsfest der K.E.St.V. Assindia Essen Bonn zu Bochum sprach er vor rund 40 Besuchern auf Schloss Borbeck zur Frage "Was hält die Gesellschaft zusammen?" Dabei stellte er die christlichen Fundamente der abendländischen Zivilisation und die "essentials" unserer Kultur heraus, er betonte die Rolle eines offenen Dialogs der Religionen und appellierte zu Übernahme von Weltverantwortung aus christlicher Gesinnung.

Die von AH-X Pfarrer Roland Sabel und AH-XX Pfarrer Dr. Jürgen Cleve in den Gewölben der "Münze" begrüßten Gäste nutzten die zahlreichen Colloquien zu munteren Gesprächen: Unter ihnen Cartell- und Bundesbrüder des CV-Zirkels "Kohle", Vertreter der CV-Verbindungen Nordmark (Essen), Elbmark (Duisburg) und Capitolina (Rom), aber auch der Borbecker Dechant, Pfarrer Peter Richter von St. Michael in Dellwig, sowie Diakon Benedikt Ogrodowczyk und Stefan Westphalen, Anwärter zum Ständigen Diakon, die beide seit kurzem in St. Dionysius tätig sind.

Wie zum Jubiläumsfest im vergangenen Jahr war auch die UNITAS Ruhrania mit einer Chargenabordnung vertreten. Senior Rüdiger Duckheim, begleitet von den Bundesbrüdern Daniel Muschellik und Roderich Oberstehöhfeld, richtete der Essener Theologenverbindung Assindia die Grüße der UNITAS aus und gratulierte zum Stiftungsfest. Der Stadtteil Borbeck und die Gemeinde St. Dionysius sei den Unitariern an der Ruhr inzwischen zur Heimat geworden, erklärte Bbr. Duckheim und erinnerte unter anderem an  unvergessliche Erfahrungen des gemeinsam mit der Pfarrei gefeierten XX. Weltjugendtags. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit der katholischen Korporationen im "Heidelberg des Ruhrgebiets", meinte er mit einem von der UNITAS geprägten Ausdruck. Herzlich lud er bereits die Assinden und die Gäste zum Eröffnungsfest des UNITAS-Zentrums 2007 an der Flurstraße ein.

 

 

20.1.2007
96. Stiftungsfest ex:
Jetzt lasst uns Taten sehen …

BORBECK. Viele fröhliche Gesichter gab es am Abend des Samstags, 20. Januar 2007, im Pfarrsaal von St. Maria Immaculata: Rund 40 Kommersbesucher begrüßte Senior Rüdiger Duckheim zur Feier des 96. Stiftungsfestes. Die Feier der gemeinsamen Messe mit der Gemeinde hatte zuvor der Geistliche Verbandsbeirat Kaplan Helmut Wiechmann (Altena) in Konzelebration mit Bbr. Pater Benedikt Kisters (Bottrop-Kirchhellen) übernommen.

 

In seiner Predigt erinnerte Bbr. Wiechmann an Bundesbruder Johannes Prassek, der vor genau 70 Jahren zum Priester geweiht wurde. Als einer der "Lübecker Kapläne" ermordet durch das Nazi-Fallbeil, habe er sein Leben für den Glauben gegeben. Doch auch in die schwärzesten Finsternis sende Christus sein Licht, erklärte der Zelebrant. Jedem Christen gelte diese Zusage Gottes, der in Jesus menschliche Natur angenommen hat. Seine Nähe zum Menschen in jeder Lebenssituation lasse alle Christen verwandelt auf die Wirklichkeit des Lebens schauen und mache zuversichtlich. Den Gemeinden St. Maria Immaculata und St. Dionysius, insbesondere aber auch den Bundesschwestern und Bundesbrüdern im "gut katholischen Fürstentum Borbeck" wünschte er diese Freude, die für andere spürbar werden müsse. Nicht zuletzt vom UNITAS-Haus an der Flurstraße, so Kaplan Wiechmann, möge nach dessen Wiederherstellung diese Haltung ausstrahlen.

 

Bbr. Schirra: Amüsanter Festvortrag

 

Nach der festlichen Messe hatten die Aktiven im fahnengeschmückten Kneipsaal einen Imbiss vorbereitet. Vor dem von Senior Duckheim mit Peter Helmus und Sebastian Sasse geschlagenen Kommers gab es ausreichend Zeit für Gespräche. Und um das Sprechen und die Sprache ging es auch im Festvortrag: Bbr. StR Christian Schirra (UNITAS Rheinfranken Düsseldorf) warf unter dem Thema „Deutsche Sprache, schwere Sprache" einen kritischen Blick auf unseren Sprachgebrauch. Sein kurzweiliger Vortrag zeigte an vielen Beispielen, welchen Veränderungen, Moden und Missverständnissen unsere Sprache ausgesetzt ist.

 

Nach so eindringlichem Plädoyer für einen sorgsamen Gebrauch der Worte eine schwierige Vorlage für manchen folgenden Redebeitrag: Bbr. André Lipski, der sich am Abend als 58. Mitglied im Hausbauverein der Ruhranen aktiv meldete, entrichtete ein Grußwort für UNITAS Berlin. Bbr. Martin Knobloch sprach für UNITAS Hetania Würzburg, Bbr. Gert Stolte vertrat den UNITAS-Zirkel Dortmund und der Festredner selbst grüßte für seine Düsseldorfer Rheinfranken. Bbr. Pater Benedikt Kisters, zu seinen Bochumer Zeiten mehrfacher Senior der Ruhrania, freute sich nach Wanderjahren in Würzburg, Augsburg, nach Kontakten zur UNITAS Hohenstaufen in Stuttgart und der Trebeta in Trier wieder in der Heimat zu sein. Für den CV, den Zirkel "Kohle" und die örtliche CV- Korporation sprachen Winfried Knobloch (KdStV Germania zu Leipzig) und Alfred Schwanke (KdStV Nordmark zu Essen) der Ruhrania Glückwünsche zum Fest aus und äußerten ihre Hoffnung auf ein gutes gemeinsames Korporationsleben in Borbeck. Heinrich "Dr. Faustus" Loosen vom Schwarzburgbund gratulierte mit Goethe für die Frisia Breslau zu Essen, die am Fliegenbusch in Borbeck zu Hause ist.

 

Bbr. Jörg Lahme: Dank für 50 Semester AHV-Vorsitz

 

Obwohl gesundheitlich angeschlagen, hatte der Vorsitzende des UNITAS-Zirkels Essen, Bbr. Martin Gewiese, in bewährter Weise die musikalische Begleitung des Kommerses am Klavier übernommen. Er  brachte in seinem Grußwort viele zuvor vorgebrachte Gedanken auf den Punkt. Er freue sich über die enge Verbundenheit von Zirkel und Aktivitas, die mit dem in diesem Jahr zur Einweihung stehenden Haus in Borbeck einen festen Ort finde. Diesem Wunsch schloss sich auch Christof Beckmann für den Vorstand des Hausbauvereins an. Unter dem großen Applaus der Corona dankte er insbesondere den aktiven Studenten für ihren tatkräftigen praktischen Einsatz bei der Entkernung des Hauses - "eine Riesenleistung für eine so übersichtliche Truppe". Diesen Dank sprach auch der Altherrenvorsitzende Bbr. Jörg Lahme aus. Zwar sei er vor der Besichtigung des Hauses vom derzeitigen Anblick des Gebäudes "zunächst geschockt gewesen", erklärte er in aller Offenheit. Doch sei unübersehbar, dass sich im Inneren inzwischen sehr viel getan habe. Die Ruhranen seien im Ruhrgebiet angekommen und düften sich auf ihr neues Domizil freuen. Nach dem letzten Jubiläums-Ruhranentreffen in Münster-Sprakel sei zu erwarten, dass nun in Essen eine neue Tradition aufgebaut werde, erklärte der aus Rheine angereiste AHV-X und wünschte der Aktivitas eine wachsende Mitgliederzahl. Kommerspräside Rüdiger Duckheim dankte Bbr. Lahme selbst ganz besonders für eine herausragende Leistung: Seit 25 Jahren, 50 Semester lang, habe dieser als Altherrenvereinsvorsitzender die regelmäßigen jährlichen Treffen organisiert und so die Ruhranenfamilie zusammengehalten.

 

Jetzt lasst uns Taten sehen ...

 

Dass für die UNITAS in der ganzen Region mit dem im Wiederaufbau befindlichen "Feldschlösschen" an der Borbecker Flurstraße derzeit eine neue Heimat entsteht, hatte die Ruhranen bereits am Nachmittag ausführlich beschäftigt. Mehr als ein Dutzend Besucher informierten sich bei einem vor dem Cumulativconvent angesetzten Vor-Ort-Termin am Haus über den Stand der Arbeiten. Bauleiter Reiner Schlenkermann erläuterte die ausgeführten und noch anstehenden Maßnahmen. Besonderes Augenmerk galt u.a. der Treppe zum Obergeschoss. Allgemeinem Wunsch entsprechend soll nun doch eine Lösung gefunden werden, die die leichte Erreichbarkeit des Veranstaltungsraumes unter dem Dach sicherstellen soll. Dazu wurde vereinbart, dass eine gänzlich neue Treppenführung im oberen Teil eingebaut wird. Derzeit bestehende Anfragen zur Übernahme der Gaststätte sollen vom im Amt bestätigten HBV-Vorstand in den nächsten Wochen weitergeführt werden, damit im Frühsommer Klarheit über den Termin für ein großes Eröffnungsfest besteht. Für diese und weitere Fragen nach der zukünftigen Zusammenarbeit von Altherrenverein und Hausbauverein wird im selben Zeitraum ein Treffen der Vorstände stattfinden.

CB  

In den  BORBECKER NACHRICHTEN ist zum Stiftungsfest ein Artikel mit Bildern erschienen.

 

Latest NEWS

Zur Hausbesichtigung am Samstag, 20. Januar, um 14.30 Uhr am "Feldschlösschen" an der Flurstraße 67 wird auch unser Bauleiter am UNITAS-ZENTRUM RUHR, Dipl.-Ing. Reiner Schlenkermann aus Oberhausen dabei sein. Sachkundige Führung ist damit garantiert: Fragen können sofort beantwortet werden. Es ist möglich, dass sich durch den nachträglich eingeschobenen Termin der Beginn des CC im Pfarrsaal St. Maria Immaculata etwas verzögert.

 

 

 

15.1.2007
Treppe im Dach: Kompromiss gefunden

BORBECK. Über den letzten Stand der Dinge machten sich am Montag, 15.1., der Senior Bbr. Rüdiger Duckheim, Bbr. Roderich Oberstehöhfeld und HBV-X Christof Beckmann bei einer ausführlichen Hausbegehung mit Bauleiter Reiner Schlenkermann schlau. Bei der Besichtigung wurde Etage für Etage insbesondere die Frage der späteren Praktikabilität von derzeit getroffenen Baumaßnahmen erörtert. Hier zum ganzen Artikel im Bau-Tagebuch.

 

 

10.1.2006
Convent hat getagt:

BORBECK. Ganz im Zeichen der Vorbereitungen für das kommende Stiftungsfest stand am Mittwochabend, 10. Januar, der von Senior Rüdiger Duckheim geleitete Ruhranen-Convent im Kolpingraum am „Wirtshaus“ in Borbeck-Mitte. Neun Bundesbrüder, darunter der Essener AHZ-X Martin Gewiese, planten das Vereinstreffen, zu dem die Bundesgeschwister aus Nah und Fern herzlich eingeladen sind. Besonders freuten sich die Ruhranen über die Teilnahme von Pater Benedikt Kisters beim Convent. Neumitglied Bbr. Michael Heliosch v. Yoshi wurde von der Versammlung zum Scriptor der Aktivitas für das laufende Semester gewählt.

Das 96. Stiftungsfest und Vereinsfestes zu Ehren des Verbandspatrons Hl. Thomas von Aquin beginnt am Samstag, 20. Januar 2007, 15 Uhr, im Pfarrsaal der Gemeinde St. Maria  Immaculata, Essen-Borbeck, mit dem Cumulativconvent der Aktiven, A- und B-Philister des W.K.St.V. UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund. In dessen Rahmen wird die ordentlichen Mitgliederversammlung des UNITAS Ruhrania-Studentenheim e.V stattfinden und vor allem über den Stand der Dinge bei unserem Bauprojekt informieren. Auf der Tagesordnung stehen u.a. ein Bericht des Vorstands zu den Tätigkeiten im Jahr 2006, zur Mitgliederentwicklung und die Wahl des Vorstands. Für Interessenten wird vor Beginn ab 14.30 Uhr eine geführte HAUSBESICHTIGUNG im Haus an der Flurstrasse 67 angeboten!

Am Abend wird die Korporation um 18 Uhr mit Chargenvertretung an der Hl. Messe in St. Maria Immaculata teilnehmen. Um 20 Uhr beginnt der Festkommers, für den als Festredner Bbr. StR Christian Schirra (UNITAS Rheinfranken Düsseldorf) gewonnen werden konnte. Er spricht zum Thema „Deutsche Sprache, schwere Sprache. Kritischer Blick auf unseren Sprachgebrauch". Alle Veranstaltungen finden am selben Ort statt – Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

Doch vor allen eigenen Feierlichkeiten zieht es eine Abordnung zum Stiftungsfest der UNITAS Rheinfranken am Samstag in Düsseldorf. Im Januar werden zudem UNITAS-Vertreter das Stiftungsfest der K.E.St.V. Assindia besuchen. Für die kommende Woche ist ein Treffen am Haus geplant, um mit Bauleiter Reiner Schlenkermann praktische Fragen zu besprechen.

 

+ Bbr. Pfr. i. R. Alois Ortmann

OSNABRÜCK. Bbr. Pfarrer i.R. Alois Ortmann ist 74-jährig am 15. September 2006 in Osnabrück gestorben. Er wohnte zuletzt im Paulusheim. Bbr. Ortmann, geboren am 6.12.1931, stammte aus Hagen. Im Juni 1955 wurde er bei der UNITAS Ruhrania Münster (heute: Bochum-Essen-Dortmund) rezipiert und philistriert zum 1.1.1958. Im Dezember 1958 empfing er die Priesterweihe in Osnabrück.

Bbr. Ortmann war als Kaplan in Eckernförde (Pfarrei St. Peter und Paul, April 1963 – April 1965) und in Bremen. Anschließend ging er in die Hamburger Gemeinde St. Ansgar (Kleiner Michel), die heutige Jesuitenpfarrei. In der katholischen Kirchengemeinde, in der die Erinnerung an das Wirken der in Hamburg unter dem Fallbeil ermordeten „Lübecker Märtyrer“ (unter ihnen Bbr. Johannes Prassek, ebenfalls UNITAS Ruhrania, und Bbr. Eduard Müller) besonders wachgehalten wird, war bereits Bbr. Dr. Dr. Pfr. Bernhard Schwendtner bis zu seiner Hinrichtung durch die Nazis 1944 tätig gewesen.

Nach einer weiteren Kaplanstelle in Osnabrück war Alois Ortmann Pfarrer in Rendsburg, Badbergen und Fürstenau, ab 1983 dann  Krankenhauspfarrer im St.-Joseph-Stift in Bremen. 1988 wurde er Pfarrer in Thuine, ab 1989 war er auch zuständig für Freren-Suttrup. Seit September 1991 war Bbr. Ortmann Kirchenrektor im Altenheim St.-Josef in Georgsmarienhütte-Oesede. Mit Wirkung vom 1. März 2003 hatte Bischof Franz-Josef Bode den inzwischen 71-Jährigen von seinen Aufgaben und seiner seelsorgerischen Mitarbeit im Bistum entpflichtet. Zeitgleich wurde Pfarrer Ortmann in den Ruhestand versetzt.

Bbr. Ortmanns 1995 verfasstes Buch „In jedem Abschied steckt ein neuer Anfang. Heilsame Gedanken zu Abschied, Loslassen und Tod“ erfuhr mehrere Auflagen (Bernward Mediengesellschaft mbH; zuletzt: 2000, 144 Seiten, ISBN: 3-89366-507-2).

 

Gelungener Auftakt für 2007
Professor Scherer beim UNITAS-Neujahrsempfang

BORBECK. Essen, Datteln/Castrop-Rauxel, Oberhausen, Bottrop, Mönchengladbach, Velbert, Gelsenkirchen – von überall her kamen am Mittwoch, 3. Januar, die Gäste beim Neujahrsempfang des W.K.St.V. UNITAS Ruhrania und des UNITAS-Zirkels Essen. Knapp 50 Besucher, Unitarier und Gäste, konnten der Senior Rüdiger Duckheim und der Zirkelvorsitzende Martin Gewiese beim Sektempfang im Pfarrsaal der Gemeinde St.Maria Immaculata begrüßen. Kein Wunder: Galt doch der inhaltliche Schwerpunkt des ersten Treffens im neuen Jahr einer akademischen Auseinandersetzung besonderer Qualität. Professor Dr. Georg Scherer, der bereits beim Vereinsfest im Sommer 2006 hochspannende Überlegungen zum wissenschaftlichen Werk des Kirchenlehrers und unitarischen Verbandspatrons vorgestellt hatte, sprach bei der anschließenden Wissenschaftlichen Sitzung zum Thema „Vita activa und vita contemplativa beim Hl. Thomas von Aquin“.

Zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen wählte der durch seine Veröffentlichungen und "Texel-Gespräche" bekannte, emeritierte Philosophieprofessor der Universität Duisburg-Essen das aktuelle Problem der nach wie vor hohen „Arbeitslosigkeit“ in Deutschland. Millionen Erwerbslose litten nicht nur unter materieller Not, sondern auch unter einem Verlust des Selbstwertgefühls in einer Gesellschaft, die sich seit dem 19. Jahrhundert vor allem als Arbeitsgesellschaft definiert und den Wert des Menschen nach seiner Arbeitsleistung beurteilt („Ich bin sicher, dass wir in Zukunft lernen müssen, mit einer hohen Sockelarbeitslosigkeit umzugehen.“) Dass dieser Entwicklung zum „homo faber“ in einer über 2000-jährigen Menschheitsgeschichte ganz andere Sichtweisen vorangingen, machte Scherer in einem historischen Rückblick deutlich. So galt in der Antike die Arbeit als sklavische Betätigung, wie Aristoteles drastisch formulierte. "Selbst die Vorfahren der Völkerwanderungszeit zogen raubend und plündernd durch den Kontinent, ohne einen Begriff von Erwerbsarbeit nach unseren Maßstäben zu entwickeln", erklärte Scherer. Dieser Begriff  verdanke sich erst der calvinistisch-protestantischen Ethik, wie Max Weber herausarbeitete: Gewinn und Wohlstand galt als Gnadenerweis Gottes. Durch sie geprägte Gesellschaften kennzeichne heute eine starke Säkularität, wie Scherer am Beispiel der Niederlande unterstrich.

Dagegen stellte er die begriffliche Untersuchung der „Kontemplation“, die Platon als Frage nach dem Seienden und seinem göttlichen Ursprung galt. Aus ihr schöpfte er die Unterscheidung in die Metaphysik auf der einen Seite, die Ethik, Politik, Ökonomie, Naturwissenschaften etc. auf der anderen Seite. Diese Ordnung adaptierten und ergänzten die Theologen und Kirchenlehrer des Mittelalters, fassten sie in lateinische Begriffe und betrachteten sie unter einem starken biblisch begründeten Blickwinkel. So etwa mit Hinweis auf die neutestamentliche Perikope von Maria und Martha im Lukasevangelium oder die Gegenüberstellung von Lea und Rachel im Alten Testament. Danach galt der betrachtende, sich nicht den Mühen des Alltags hingebende Teil dieser Frauenpaare als der vorbildliche, erstrebenswertere, bessere und schönere – eine Tradition, in die sich auch Thomas von Aquin stellte. 

vita contemplativa: Von der Anschauung Gottes

Zugleich an Platon orientiert, deutete Thomas in seinen „digniora“ (Grund-Sätzen) den Sinn und das höchste Ziel des Lebens als Erkenntnis Gottes, im Erkennen der Wahrheit um ihrer selbst willen – hier liege, so Scherer, auch eine grundsätzliche Bedingung für die „akademische Freiheit“. Gebet, Meditation und Spekulation (von lat. speculus = Spiegel) seien bei Thomas im Wesentlichen die Betrachtung Gottes und seiner Schöpfung. Die Berührung des Seins stoße auch auf dessen unendliche, unbegrenzte Dimensionen. Die cogitatio („Bedenken“) bringe die Beobachtungen in einen Zusammenhang. Dazu gehöre auch die „Ausschweifung des Geistes“, der Fähigkeit, in sich Interessen zu entwickeln, unterstrich Scherer mit einem Exkurs auf die Entwicklung der Forschung und Lehre an der Hochschule („Früher, als es noch die Universitäten gab ....“).  Der raptus schließlich dessen Wortstamm sich im verballhornten Wort „Rappel“ erhalten habe, bezeichne das Hingerissenwerden von der Ansicht Gottes. Zwar sei damit Thomas insgesamt das kontemplative Leben der „vita activa“ vorzuziehen, weil es angesichts „auf den Menschen abfärbender“ göttlicher Wahrheit und Schönheit grundsätzlich von Freude gekennzeichnet sei.

"vita mixta": Die vollkommenste Lebensform

Doch auch hier differenziere er, so Professor Georg Scherer, am Beispiel des forschenden Lehrers, der sein Wissen an Schüler weiterzugeben habe, um ein wahrhafter Lehrer zu sein. Damit habe auch das in Werken der geistigen und praktischen Barmherzigkeit deutlich werdende „aktive Leben“ seinen Wert in sich: Sie ziele zuletzt auf die Schaffung von Gerechtigkeit in Politik und Staat. Hier sei sie die Tugend, die Ordnung, Gemeinwohl und Frieden schaffe. Zugleich bewirke sie das Glück des Menschen, der in der Sorge für sich und andere an der göttlichen Vorsehung beteiligt ist (s. Sentenzen, Summa theologica, II.Teil). Thomas von Aquins entscheidender Schritt über die Tradition hinaus sei damit seine mit Blick auf das Neue Testament formulierte Deutung einer „vita mixta“ als vollkommenster Lebensform, so erstrebenswert die vita comtemplativa auch sei. Unter diesem Aspekt, so Professor Scherer, müsse auch die erste Enzyklika von Papst Benedikt gelesen werden, der die tätige Nächstenliebe in einem größeren Zusammenhang gestellt habe.

Die hier nur stichwortartig wiedergegebenen Gedanken Scherers provozierten eine interessante Diskussion. Consenior cand. phil. Sebastian Sasse moderierte das Frage- und Antwortspiel, in dem vor allem die Frage nach der Rolle der Muße und Stille, nach dem modernen Arbeits- und Freizeitbegriff, nach dessen Perversionen in totalitären Systemen und nach der Unterscheidung von Beruf und Jobs im Vordergrund standen. Auch der Blick auf andere Kulturräume spielte eine Rolle, zur Sprache kamen die Chancen der Philosophie im universitären Betrieb von heute und ihr Missbrauch in einer durch und durch kommerzialisierten Gesellschaft. Eine spannende Thematik, in der auch ein Buch weiterhelfen kann, das der Referent gerade druckfrisch vorgelegt hat. Der schmale Band „Thomas Aquin mit Georg Scherer“ fasst ausgewählte Themen zusammen, stellt Sentenzen des Thomas voran und in Zusammenhang. (Eine Besprechung wird später folgen).

Ein Neujahrsempfang und ein guter Start ins Neue Jahr. „2007 wird ein besonders spannendes Jahr für uns“, erklärte der Senior Rüdiger Duckheim - zu Recht. Denn mit dem kurz vorgestellten Fortschritt der Bauarbeiten am UNITAS-Haus finden die UNITAS-Zirkel und Verbandsmitglieder in der Region eine neue Begegnungsstätte. Vor allem aber, so der Essener AHZ-X Martin Gewiese, verbinde man mit dem Projekt die auch die Hoffnung, dass nicht zuletzt die studentische Aktivitas viele neue Mitglieder gewinnen könne. Tatsache jedenfalls ist, dass die UNITAS-Veranstaltungen in den letzten Monaten einen immer größeren Zulauf gewinnen. Das ist sicher der besonders freundlichen und bundesbrüderlichen Atmosphäre unter den Unitariern der Region geschuldet, aber eben auch Veranstaltungen, Themen und Referenten mit dem Niveau dieses Neujahrsempfangs. 
CB

3. Januar 2007
UNITAS-Neujahrsempfang in Borbeck

BORBECK. Am Mittwoch, 3. Januar, laden der W.K.St.V. UNITAS Ruhrania und der UNITAS-Zirkel Essen um 19 Uhr zum Neujahrsempfang für alle Zirkel der Region. Das erste Treffen im Jahr 2007 beginnt mit einem Sektempfang im Pfarrsaal der Gemeinde St.Maria Immaculata, An St. Immakulata 3, 45355 Essen-Borbeck.

Ab 19.45 Uhr steht die Wissenschaftliche Sitzung unter dem Thema „Vita activa und vita contemplativa beim Hl. Thomas von Aquin“. 
Als Referenten haben die Ruhr-Unitarier einem vielfach geäußerten Wunsch entsprechend  wieder den emeritierten Philosophieprofessor Dr. Georg Scherer gewinnen können, der bereits beim Vereinsfest im Sommer 2006 hochspannende Überlegungen zum wissenschaftlichen Werk des Kirchenlehrers und unitarischen Verbandspatrons vorgestellt hatte.

 

 

29./30.12.2006
Pater Benedikt zu Besuch am Haus

Dass in den letzten Jahren das UNITAS-Haus an der Flurstraße zum Jahresausklang absoluter Party-Brennpunkt war, wurde jetzt an verschiedenen Stellen in Erinnerung gerufen. „Ne, dat war immer super!“, war des öfteren zu hören. Doch 2006 fielen sie aus, die vorweihnachtlichen Feuerzangenbowlenorgien, Glühweingelage und erst recht die große Silvestersause, zu der in den Vorjahren viel Volk angerückt war. Und mancher musste nun umdisponieren. Kein Wunder – bieten doch die Räume derzeit ein völlig anderes Bild. Und trotzdem bekam das Haus in der Nacht des 24. Dezembers sogar zum Fest ein Geschenk: Einen kleinen Modell-Lastzug mit großem „Feldschlößchen“-Schriftzug (s.o.). Dankeschön an die Junge Union Borbeck!

Mit Pater Benedikt auf Visitation

Zum Jahresende ist noch einmal einiges auf der Baustelle passiert. Das ergab eine gemeinsame Besichtigung mit Bbr. Pater Benedikt Kisters CSsR am 29. Dezember (s. Bild). Benedikt ist ab 2007 in der Ordenskommunität der Redemptoristen in Bottrop-Kirchhellen eingesetzt (www.jugend-kloster.de) und freute sich über die Baufortschritte in Borbeck. Hier per Klick zum ganzen Artikel. 

 

 

Mehr als Folklore: 
GOD´S GOOD NEWS

„Pünktlich zum Fest“ kratzt unsere Homepage an der 6000-er-Grenze. Dass sie offensichtlich frequentiert wird, freut uns sehr und wir hoffen, dass sich jeder und jede halbwegs informiert fühlt. Aber das wäre nicht Grund genug, noch mal in diesem Jahr eine Meldung einzubuchen. Denn die Nachricht aller Nachrichten ist an Weihnachten eine ganz besondere. Eine „Gute Nachricht“. Eine Nachricht zum Weitersagen.

Wer in diesen Tagen den Agenturen glaubt, hört, dass gut die Hälfte aller Deutschen zum Fest in die Kirche gehen – mehr Frauen übrigens als Männer. Immerhin – und die Weihnachtsstimmung, brausende Orgeltöne, großer Chorgesang und festliches Geläut tun sicher das ihre dazu. Doch was hat es wirklich mit dieser Nachricht auf sich, die das immer noch provoziert? Ist es nicht eigentlich geradezu un-glaub-lich, was uns die Engel auf dem Felde verkünden – dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist? Was kann man schon von einem Gott und Schöpfer erwarten, der sich „auf unser Niveau“ herablässt, sich mitten in einen bis heute virulenten Brennpunkt der Weltgeschichte begibt? Mit einem umso gewichtigeren Versprechen von Erlösung, Frieden, Auferstehung und ewigem Leben?

... Alles.

Das Wesen einer Botschaft ist, dass es nicht nur eine Nachricht gibt. Sondern auch Boten, die diese Botschaft weitertragen. Eine „Gute Nachricht“, eine „Frohe Botschaft“ unter all den Meldungen dieser Welt, die tagtäglich auf uns einprasseln, DIE Nachricht. Dass seine Schöpfung und wir IHM nicht gleichgültig sind, dass IHM an uns liegt, an jedem Einzelnen.

Wer sich in diesen Tagen über viele Zeichen der Zuneigung und Liebe freut, kann dies spüren. ER vollbringt das – immer noch. Auch im Lärm und Streit der Welt geht sie nicht unter: Die Botschaft, dass seine Schöpfung von mehr Gerechtigkeit, Frieden und Liebe erfüllt sein müsste. Wenn es nur alle Tage so wäre ... – dann hätte es genug Boten gegeben, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Glaubwürdige Boten einer guten Nachricht. DER Nachricht – nicht nur für die Hälfte, sondern für alle.

Allen Mitgliedern, Förderern, Freunden und Nachbarn 
wünscht der Wissenschaftliche katholische Studentenverein UNITAS Ruhrania 
von Herzen ein frohes Weihnachtsfest! 
Weihnachten: Good News – zum Weitersagen! 
Auf ein frohes Wiedersehen in einem glücklichen Neuen Jahr 2007!

 

12.12.2006
Advent – keine einfache Übung
Geistlicher Gesprächsabend mit Vikar Norbert Linden

BORBECK. „Am Anfang steht die Erschütterung!“ – Vikar Nobert Linden machte am Dienstagabend klar, was Advent bedeutet. Bei dem geistlichen Abendgespräch nach der gemeinsamen Messe in der Pfarrkirche gab er im Jugendheim von St. Dionysius einen starken und nachdenklich machenden Impuls in eine hektische Zeit.

Mit den Lesungstexten aus der Adventzeit wies er auf die Predigten des Jesuitenpaters Alfred Delp, der zwischen 1941 und 1943 in München-Bogenhausen die apokalyptische Kriegszeit in den Zusammenhang mit der Botschaft von der Menschwerdung setzte. Umkehren, Erwachen, Wecken und Standhalten sind Motive, aus denen Delp das Bild eines Menschen entwarf, der „aus der letzten Erschütterung“ lebt. Jedes Leben stehe immer in der Spannung zwischen Mittelmaß und Vollkommenheit – eine für viele schwer auszuhaltende Spannung. Doch werde in einem im unfassenden Sinne „adventlichen“ Leben die übergroße Sehnsucht des Menschen nach Erlösung, Heil und Angenommensein nicht zur Sucht oder von anderen Süchten überwältigt, so Kaplan Linden.

Das bedingungslose „Ja“ zum Anruf Gottes, die Offenheit und Bereitschaft für sein Wirken illustrierte er am Beispiel Mariens. „Sie ist die Urgestalt des adventlichen Menschen“, unterstrich er mit zwei Bildern, für deren vielschichtigen Inhalt er in einer gemeinsamen Betrachtung die Augen öffnete. Sehr unterschiedlich angelegte Gemälde zweier Maler aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zeigten Maria als vom Geist Überschattete (s. links, Konrad Witz, 1440) und als Mittlerin des Heils, als die „Immaculata“, deren Fest die UNITAS in diesen Tagen feierte, mit Attributen ihrer besonderen Erwählung. „Es ist aus gutem Grund das einzige Hochfest in dieser adventlichen Zeit“, erklärte Linden die besondere Stellung dieses Festes im Jahreskreis. Nach ihrem Vorbild komme es wesentlich für Christen darauf an, offen für das Wirken Gottes im individuellen Leben, für sein Wirken in der Geschichte und Welt zu sein. In diesem Sinne sei auch jede Hl. Messe „Advent“: Offen für die Berührung Gottes in der Eucharistie, sei der Mensch in besonderer Weise gesandt – und könne eine durch sie verwandelte Lebenshaltung zur praktischen Größe im Alltag werden lassen. 

Lange Diskussion im Jugendheim

Der theologisch dichte, aber sehr nachvollziehbare Impuls provozierte eine lange Diskussion unter den zehn Teilnehmern an dieser „Wissenschaftlichen Sitzung“ der besonderen Art. Viele Aspekte kamen zur Sprache. Sie reflektierten die alltägliche Vereinnahmung durch Beruf und Lebensumwelt, das mangelnde Glaubenswissen, Fragen um Himmel, Hölle, Tod und Auferstehung, das regelmäßige Gebet, die Rolle der Medien und des Konsums, aktuelle Auslandserfahrungen, persönliche Neuanfänge verschiedener Art, aber auch philosophische und historische Zusammenhänge.

Adventus - aventiure - adventure - event - Abenteuer: Nach diesem Abend bleibt sicher einmal mehr die Erkenntnis, dass die Auseinandersetzung mit dem herausragenden Ereignis der Menschwerdung Gottes für den von Christmas-Folklore umzingelten Menschen unserer Tage alles andere als eine einfache Übung bedeutet. Dass die Umkehr und das Bereitwerden für die Botschaft von Weihnachten vor allem zuletzt eine persönliche Angelegenheit ist. Und dass die Gemeinschaft von Gleichgesinnten, gleichermaßen Suchenden, die Sinne für das Vorankommen auf einem nicht immer einfachen Weg schärfen kann.

Mit dem herzlichen Dank an den Referenten überreichte Senior Richie Duckheim als „Ruhranen“-Souvenirs einen „Ruhr-Pott“ und einige Kleinigkeiten, die zur adventlichen Zeit passen. Dass die UNITAS Ruhrania im Frühjahr „ihren“ Vikar Norbert Linden ganz offiziell als Ehrenmitglied gewinnen wird – jetzt gab er gerne die Zusage -, freute am Dienstag übrigens nicht nur die studentischen Aktiven, auch die aus Datteln angereisten Michael und Birgitta Schneider, den Xhc und Werner Holthoff aus Gelsenkirchen.

Im Bild rechts: Was macht man nur nach so einem Abend? Eigentlich waren wir noch gar nicht fertig ... : Aktive nach dem Treffen im Jugendheim am Germaniaplatz – die Straßenbahn mit Sebastian Sasse ist schon um die Ecke gebogen. Und übrigens: Der China-Smog geschädigte Roderich hustet kaum noch ... ;))

 

Neu beginnen im Advent:
UNITAS-Treffen mit Vikar Norbert Linden

BORBECK. Am Dienstag, 12.12., lädt die Aktivitas der UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund zu einem geistlichen Gesprächsabend mit Kaplan Norbert Linden, dem Vikar an St. Dionysius in Essen-Borbeck. Das Treffen beginnt um 19:30 Uhr mit der von ihm gehaltenen Hl. Messe in St. Dionysius. Anschließend beginnt die „Wissenschaftliche Sitzung“ im Jugendheim am Dionysiuskirchplatz neben dem Pfarrhaus. Anders als im Programm ausgedruckt findet sie nicht im Dio-Haus statt. Zur Orientierung wird ein Hinweis ausgehängt. Das Gespräch steht unter dem Thema „Advent – Aufbruch und Neubeginn“. Hier per Mail: Anmeldung beim Senior Rüdiger Duckheim.

 

Nach dem Beginn des neuen Kirchenjahres am 3. Dezember gehen wir nicht nur in eine festliche Zeit, in der wir die Geburt Jesu Christi feiern. "Advent" ist sicher auch als ein umfassender Begriff zu deuten: Der Mensch, gläubig oder nicht, wird in seinem Alltag und seiner Entfaltung mit vielen Fragen und Problemen oft genug blockiert. Viele Zwänge und Sorgen wirken sich prägend auf die Gestaltung des Tages und der Lebenszeit aus. Das kann doch nicht das Leben in Freiheit sein, das dem Christenmenschen zugesagt ist? Der „adventliche“ Mensch, der auf die Wiederkunft Christi hinlebt, begreift seine Existenz in besonderer Weise – wir wollen uns dieser Frage nähern.

 

Impulse und Hilfestellung gibt uns dabei für die Diskussion - wie bereits im vergangenen Advent - Kaplan Norbert Linden, der inzwischen mehr als ein Ansprechpartner für die Ruhranen geworden ist. Der gebürtige Essener, Jahrgang 1969, studierte in Bochum und München Katholische Theologie. Zum Priester geweiht am 9. Juni 2000 in der Münsterkirche zu Essen, war er anschließend bis Ende August 2000 Kaplan zur Aushilfe an der Pfarrgemeinde Hl. Familie in Bochum-Weitmar. Ab September 2000 bis Ende Mai 2004 Kaplan an der Propstei St. Ludgerus in Essen-Werden, kam er zum 1. Juni 2004 als Vikar nach St. Dionysius Essen-Borbeck. In der Vakanzzeit nach der Ernennung von O. Vieth zum Dompropst leitete er bis Ende Mai 2005 die Pfarrei als Vicarius oeconomus. Derzeit ist er auch für die Borbecker Nachbar- und Kooperationsgemeinde St. Maria Immaculata zuständig. 

Zu dem Gesprächsabend wird herzlich eingeladen!


10.12.:

Ruhranen beim Vereinsfest in Dortmund 


DORTMUND/ESSEN. Knapp 40 Teilnehmer beim Vereinsfest des UNITAS-Zirkels Dortmund versammelten sich am Sonntag, 10. Dezember, in der Kommende am Brackeler Hellweg. Nach der Messe in der Kapelle lud der Zirkel zum gemeinsamen Frühstück.
Besonders interessiert zeigten sich die Mitglieder beim Vortrag über den Stand der Dinge im Unitarischen Zentrum Ruhr. Der Consenior Daniel Muschellik informierte zum Programm und Leben der Aktivitas im laufenden Wintersemester. 

Rund 300, mit Beamer präsentierte Bilder illustrierten die Ausführungen des Vorsitzenden des Hausbauvereins Christof Beckmann. Er warf einen Blick zurück auf ein turbulentes Ruhranen-Jahr und zeigte Impressionen von den Renovierungsarbeiten im UNITAS-Haus in Borbeck. Interessierte Nachfragen machten deutlich, dass der von Bbr. Dipl.-Ing. Gerd Stolte geleitete Dortmunder AHZ die Bemühungen um einen festen Standort der UNITAS im Revier tätig unterstützt. Das unterstrich der AHZ-Vorstand nicht nur durch die Zusage einer großzügigen Spende. "Wir sehen uns 2007 in Borbeck!" - so die einhellige Meinung der versammelten Dortmunder UNITAS-Familie, die sich sehr gespannt auf das Ergebnis der der Baumaßnahmen in Essen-Borbeck zeigte.

 

Roderich hustet: Back from China

"Samstag, 9. Dezember 2006 02:56: - „Hallo, .... sitze zur Zeit auf dem Dubai-Airport, bin Samstag 12.50 wieder in Düsseldorf. Freue mich schon sehr auf Deutschland.“ So eine Mail kriegt man ja auch eher selten. Geschrieben hat sie unser Bbr. Roderich Oberstehöhfeld – in Dubai gibt es eben einen Hotspot. Am Abend saß er nach 16-stündigem Flug mit schwerer Bronchitis und laufender Nase wieder in heimatlichen Gefilden. Nach gut 12 Wochen zum Sprachenstudium in der Hauptstadt Chinas.

Nach seinen letzten Prüfungen am 1. Dezember nutzte der Betriebswirt aus Oberhausen die Zeit, um sich ganz in Ruhe in Peking umzusehen. Volle Bewegungsfreiheit, erzählt er, habe er gehabt, alles mit der U-Bahn angefahren. „Diese Stadt hat mich gefangen - da spielt vieles rein“, berichtet er ziemlich begeistert. Was seinen Gesundheitszustand nur kurzfristig bessert. Denn da muss er schon wieder husten. „Du konntest den Dreck in der Luft wirklich sehen“, erzählt er von absolut grausamen klimatischen Bedingungen in der ostasiatischen Mega-Metropole, die sich derzeit für die Olympischen Spiele rüstet. „Lieber einen ordentlichen Wüstensturm als die Abgasglocke, die über Beijing liegt.“ Die sei wirklich nur was für knallharte Raucher ....

Doch seien die vielfältigen Eindrücke unglaublich, an die 1000 Bilder seien nun zu sortieren, viele neue Freunde habe er gewonnen. Die Mentalität der Chinesen müsse man nur richtig verstehen, der Aufenthalt sei eine großartige Erfahrung, berufliche Perspektiven seien durchaus in diesem Bereich da. „Und es war auch nicht das letzte Mal, dass ich in Beijing war!“ Gut, dass er halbwegs wohlbehalten  wieder zu Hause ist. Und dass sein Wohnungsgenosse Daniel Muschellik in Borbeck-Mitte inzwischen eine Katze hat, hatte er schon registriert. Die ersten Pläne: „Schnell beim Aldi einkaufen, heiße Zitrone, Vollbad, Türe zu und auspennen“, sagt er. Und hustet. Mal gucken, wann die wesentlichen Vitalfunktionen wieder voll da sind. Welcome back!

 

Am Freitag, 8. Dezember:
Treffen von UNITAS 
& CV-Zirkel "Kohle"

BORBECK. Der WKStV UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund, der Borbecker CV-Zirkel „Kohle“ und die Aktivitas der KDStV Nordmark im CV treffen sich am Freitag, 8. Dezember, auf dem „Nordmark-Haus“ in Essen-Borbeck. Das Beisammensein zum Termin des monatlichen „Kohle-Stammtischs“ findet diesmal im Rahmen des Patronatsfestes der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria Immaculata statt.

Beginnen wird der Abend um 19.30 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst zum Hochfest der UNITAS-Patronin mit der Gemeinde in der Pfarrkirche. Daran anschließend treffen wir uns zum gemütlichen Beisammensein im ehemaligen Pfarrhaus. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Innerhalb des Kneipsaales gilt bis 22.30 Uhr ein absolutes Rauchverbot. 
Um 21.45 beten wir gemeinsam mit der Gemeinde zum Abschluss des Treffens die gemeinsame Komplet. Alte Herren sind herzlich eingeladen.

Hier die Adresse: Haus der KDStV Nordmark (Rostock, Karlsruhe) zu Essen im CV, An Sankt Immakulata 5, (ehem. Pfarrhaus), 45355 Essen.Hier per Mail: Anmeldung beim Senior Rüdiger Duckheim.

 

 

3.12.2006:
Kein "Gang nach Canossa"
Großer Aufmarsch beim Vereinsfest in Essen-Werden

ESSEN/WERDEN. Das hat es erst selten gegeben: Beim Vereinsfest am Sonntag, 3. Dezember, in Essen-Werden mussten noch mehrere Tische und viele Stühle nachgeschoben werden, damit alle Platz fanden. Über 40 Teilnehmer aus Essen, Bochum, Velbert und Datteln versammelten sich nach dem lateinischen Choralhochamt in der Ludgerus-Basilika zur gemeinsamen Morgensitzung in den benachbarten Domstuben. Besonders begrüßt: Der gebürtige Heisinger Bbr. Dr. Dr. Thomas Lohmann (UNITAS-Salia Bonn), der aus Regensburg angereiste Stellvertretende Altherrenbundsvorsitzende des Verbandes. Trotz anfänglicher logistischer Probleme war der Essener Zirkelvorsitzende Martin Gewiese mehr als erfreut: „Wenn man sie hat, weil mehr gekommen sind als erwartet, hat man sie gerne.“

Gespannt auf den Vortrag von Bbr. Dr. Nikolaus Mantel wurde keiner enttäuscht. Er entführte mit seinem engagiert präsentierten Thema in die Tiefen des Mittelalters und zeigte am Beispiel des durch einen Ausspruch von Bismarck besonders populär gewordenen „Canossa-Gangs“ des Deutschen Kaisers Heinrich IV. im Winter 1077 zahlreiche politische Zusammenhänge des 11. und 12. Jahrhunderts auf, die im üblichen Geschichtsunterricht kaum eine Rolle spielen. Um die Kontrahenten der damaligen Auseinandersetzungen zu charakterisieren, zog er die neuesten Forschungen zu den handelnden Personen heran und machte deutlich, in welchem Umfeld sich die für das Werden des Abendlandes entscheidende Trennung von Kirche und Staat entwickelte. 

Bbr. Mantel schlug einen großen Bogen vom Streit um die Simonie, der Käuflichkeit kirchlicher Ämter, um die Investitur von Bischöfen durch weltliche Machthaber bis hin zu den Kreuzzügen, um das Ringen der beiden Seiten um die Vorherrschaft zu illustrieren. Mit Blick auf die Verhältnisse in Frankreich und England richtete er dabei auch den Blick über die Grenzen des damaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hinaus, um auch Unterschiede herauszuarbeiten. Für den aufmerksamen Zuhörer wurde deutlich, welches großes Echo die Ereignisse bis in unsere heutige Zeit haben: Vieles, so stellte der Referent heraus, lässt sich nur auf dem Hintergrund dieser Ereignisse verstehen und einordnen. Bis in die jüngste Zeit sind die Auswirkungen spürbar, so Bbr. Mantel, der dabei auch auf die aktuelle Türkei-Reise des Papstes und die staatliche und gesellschaftliche Situation in der islamischen Welt Bezug nahm – ein Aspekt, der nach mehrfach geäußertem Wunsch bei einer weiteren Sitzung weiter vertieft werden soll.

Bekannte und neue Gesichter in der Stadt

Dass es am Sonntag eine ganze Reihe neuer oder lange nicht mehr „gesichteter Gesichter“ gab, war eine besondere Freude für die angetretene Aktivitas mit Senior Rüdiger Duckheim, aber auch für die versammelte Altherrenschaft. So fanden sich in der gut gelaunten Corona u.a. auch die Bundesbrüder Ingbert Ridder und – neu in der Stadt – auch Andreas Lipski von UNITAS Berlin in Werden ein, der jetzt als Mediziner an der Essener Universitäts-Augenklinik tätig ist. Gestärkt mit einem gemeinsamen Essen, zogen sich die Aktiven im Anschluss an das Vereinsfest zur Verkostung diverser Feuerzangenbowlen auf den "Alternativen Weihnachtsmarkt" der Vereine und Verbände nach Borbeck zurück. Hier trafen sie nicht nur auf Bundesbruder Gordian Geilenkirchen (UNITAS Ruhrania, UNITAS Rheinfranken Düsseldorf), der aus dem Studium in Berlin zum Heimatbesuch eingetroffen war, sondern auch auf den Initiator der inzwischen zur örtlichen Tradition gewordenen Veranstaltung auf dem Alten Markt vor der Dionysiuskirche: Gerne erinnerte sich Franz-Josef Gründges beim Plausch mit den Ruhranen an die Studentenzeiten in Würzburg, wo er u.a. gemeinsam mit dem heutigen UNITAS-Verbandsgeschäftsführer Dieter Krüll bei UNITAS Bavaria aktiv war.

 

 

Gegen die Invasion der Stanniol-Willis:
ACHTUNG: Nachgemachte Nikoläuse on tour!

BORBECK, 31.11.2006. Nachdrücklich schließt sich die UNITAS allen Menschen guten Willens an, die es satt haben, ständig irgendwelche nachgemachten Schoko-Kläuse auszuwickeln, die mit dem Patron der Studenten aber auch garnix zu tun haben. 
Vor dem Gedenktag des heiligen Bischofs aus Myra am 6. Dezember fordert
die UNITAS: Keine Macht den Nachgemachten! Den ganzen Artikel hier ....

 

Vereinsfest in Essen-Werden:
Nächster Termin am 3.12.2006

ESSEN. Zum gemeinsamen Vereinsfest „Maria Immaculata“ laden der Essener UNITAS-Zirkel und die Aktivitas der UNITAS Ruhrania am Sonntag, 3. Dezember nach Essen-Werden. In der Heimat von Verbandsgründer Herrmann Ludger Potthoff will die UNITAS an der Ruhr um 9.30 Uhr gemeinsam die Hl. Messe in der Basilika St. Ludgerus, Essen-Werden besuchen. Anschließend wird in der Gaststätte Domstuben (Brückstr. 81) die Wissenschaftliche Morgensitzung beginnen. 

Referent ist Bbr. Dr. Nikolaus Mantel, Latein- und Geschichtspädagoge am Essener Humann-Gymnasium. Sein sicher sehr empfehlenswerter Vortrag steht unter dem Thema „Der Gang nach Canossa – eine Episode oder ein Wendepunkt des Mittelalters?“, einem aktuellen Thema, wie die gerade zu Ende gegangene Ausstellung in Paderborn und die aktuellen Debatten um das Verhältnis von Kirche, Staat und Gesellschaft zeigen. Das Vereinsfest endet mit dem gemeinsamen Mittagessen in den Domstuben. Die Aktiven und Interessierte besuchen anschließend den "Alternativen Weihnachtsmarkt der Verbände und Vereine" auf dem Neuen Markt in Borbeck. Initiator der erfolgreichen Aktion ist übrigens Franz-Josef Gründges, der während seines Studiums in Würzburg bei UNITAS Bavaria aktiv gewesen ist. Gäste sind herzlich willkommen!

Treffen mit Borbecker CV und der Gemeinde

Ein Borbecker Echo auf das Vereinsfest steht ebenfalls auf dem Programm: Am Freitag, 8. Dezember, dem eigentlichen Festtag, finden sich die Ruhranen für 19.30 Uhr zum Messbesuch in der Borbecker Kirche „St. Immaculata“ (Straße: An St. Immakulata) ein. Der Termin gilt einem lange abgesprochenen Treffen mit dem Borbecker CV: Treffpunkt mit dem Zirkel „Kohle“ und der K.d.St.V. Nordmark ist der obere Saal an der Kirche. Hier hat die Nordmark ihr Essener Studentenhaus. Für 21.45 lädt die im Pfarrsaal feiernde Gemeinde alle Teilnehmer des verbändeübergreifenden Beisammenseins zur nächtlichen Komplet, dem gemeinsamen Abendgebet, in die Kirche ein. 
Wir freuen uns über den Besuch von Alten Herren aus den benachbarten Zirkeln! 
Hier per Mail: Anmeldung beim Senior Rüdiger Duckheim.

 

 

10.12.: Haus-Infos beim Vereinsfest in Dortmund 

DORTMUND/ESSEN. Zum Stand der Renovierungsarbeiten im UNITAS-Haus in Borbeck wird am Sonntag, 10. Dezember 2006, der Hausbauvereinsvorsitzende Bbr. Dr. Christof Beckmann beim AHZ Dortmund berichten. Wie Bbr. Prof. Dr. Klaus Heinz in seiner Einladung schreibt, ist auch Neues aus der Aktivitas angefragt. Dazu informiert das Chargenteam. 

Die um 9 Uhr in der Dortmunder Kommende beginnende Messe feiert Pfr. Lange, Bbr. Konrad Weber spielt die Orgel. Anschließend lädt der von Bbr. Dipl.-Ing. Gerd Stolte geleitete UNITAS-Altherren-Zirkel, der auch kumulativ dem Hausbauverein der UNITAS Ruhrania beigetreten ist, zum gemeinsamen Frühstück und gemütlichem Beisammensein. Bbr. Stolte bittet bis zum 4. Dezember um Anmeldung unter Tel. 0231 / 73 26 95. 

 

 

 

Drei Veduten für das UNITAS-Haus:

Wertvolle Ansichten aus Rom

 

Drei großformatige Stiche im Bestzustand warten auf die Fertigstellung des "Unitarischen Zentrums Ruhr" an der Borbecker Flurstraße: Bbr. Dr. Baldur Hermans (UNITAS Stolzenfels Bonn), Borbecker und ehemaliger Dezernent für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben im Bistum Essen, hat die aus dem Nachlass eines verstorbenen Dechanten stammenden Rom-Veduten für die Einrichtung des UNITAS-Hauses zur Verfügung gestellt. Die drei goldschwarzen Holzrahmen (Fa. Klein, Essen, Lindenallee 73) haben eine Abmessung von 90x60 cm, die auf geschöpftem Büttenpapier in Tiefdruck hergestellten Schwarz-Weiß-Blätter sind in helle Passepartouts gefasst.

 

Das erste Bild ist betitelt "Veduta intiera della gran Piazza, e Chiesa di S. Pietro in Vaticano. Ornata dal collonato, obelisco, fontane, e parte del Palazzo Potificio. Data in luce nella calcografia della Rev. Camera Apos (ca). presso la Curia Innocenziana l´ anno 1765", Ausführende sind "Francesco Panini delin. / F. Polanzani inc.". Panini (1745-1812) und Felice Polanzani (1700-1783) gehören zu den bekanntesten Grafikern ihrer Zeit. Die qualitätsvolle (Kreide-)Lithographie aus der Regierungszeit von Papst Clemens XIII., wohl jünger als die beiden anderen Motive, zeigt den Petersplatz mit den berühmten Bernini-Kolonnaden mit dem unter Papst Sixtus V. errichteten Obelisken in seiner bis heute erhaltenen Form. Rechts unterhalb des Päpstlichen Palastes erscheint ein Kutschencorso, auf dem Platz bewegen sich Pilger, Mönche und Schweizergardisten. Auffallend ist, dass die Uhren- bzw. Glockentürme über den äußeren Risaliten der Fassade des Petersdoms und die beiden großen Brunnen auf dem Petersplatz hier noch fehlen.

 

Petersplatz, Kapitol & Pantheon

Aus einer anderen Serie von Rom-Ansichten stammt der zweite Druck "Le fameux Capitole à Rome par Rossi", verlegt im 1738 gegründeten römischen Verlagshaus Rossi. Die von Michelangelo errichtete Treppe zum Kapitolsplatz mit den Dioskuren Castor und Pollux sowie dem bronzenen Reiterstandbild von Kaiser Marc Aurel, ist Ort für einen gesellschaftlichen Aufzug. Eine prächtige Kutsche ist vorgefahren, ein flotter Zweispänner nähert sich von rechts. Die Bedeutung der in großem Kostüm auf der Treppe wandelnden Herren und Damen unterstreichen Bewaffnete und Posaunenbläser.

 

Das dritte Bild, bei Alberts im niederländischen Den Haag verlegt, ist dem Pantheon gewidmet. Ein aufwendig drapierter, mit Quasten versehener Teppich im Bildvordergrund zeigt die Aufschrift "Vueue de la Piazza e Tempio di Santa Maria della Rotonda gia l´antico Pantheon" - A la Haye chez R. Alberts." Die Frontalansicht des antiken Bauwerks bietet zusätzlich einen Blick auf den davor liegenden Platz in seiner damaligen Form, mit Brunnen, Geschäften und Personengruppen. Interessant sind zwei unterhalb der  Ansicht gezeigte weitere Abbildungen: der Aufriss und der Grundriss des Gebäudes mit Maßangaben (Scala Palmi Romani).

 

Alle drei Bilder verweisen, in der Legende mit Ziffern gekennzeichnet, auf auch schon zur Entstehungszeit der Drucke interessante touristische "Points of interest". Die sehr qualitäts- und wertvollen Arbeiten zählen sicher zu den schönen der ungezählten Rom-Ansichten, die die Kupferstecher, Holzschneider und Steindrucker des 18. Jahrhunderts in Massenproduktion hervorgebracht haben. Die Blätter stammen zwar aus unterschiedlichen Verlagshäusern, Serien und Zeiten, passen aber im Stil sehr gut zusammen und dürften wohl zu den außergewöhnlichen Blickfängen in einem neuen UNITAS-Haus zählen.

 

Doch auch der Dreiklang der Motive ist ein wunderbarer Zufall: Sie unterstreichen zum einen die unitarische Verbindung mit Rom und dem Vatikan als Brennpunkt der katholischen Weltkirche. Zum anderen stellen sie mit dem Kapitol als bürgerschaftlichem Brennpunkt der antiken Welthauptstadt zugleich den Ort der Römischen Verträge vor, die die Europäische Einigung fundamentierten. Schließlich zeigen sie die Faszination von Ordnung und Maß, die im Pantheon, der Kirche "Sta. Maria ad Martyres", Gestalt gewonnen hat. Und: Sie machen nicht zuletzt auch einfach Lust auf eine gemeinsame Fahrt in die Ewige Stadt. Vielen Dank - Bbr. Hermans!  

 

HINWEIS: Sollte es weitere potenzielle Ausstattungsstücke (Bilder, Möbel, Figuren, Leuchter etc.) für das neue UNITAS-Haus an der Ruhr geben: Wir nehmen sie gerne entgegen.

 

 

 

 

Barbara-Baller: Sportliche Schlossbesucher
 
BORBECK. "Rundum eine runde Sache" war der traditionelle Barbaraball des Borbecker CV-Zirkels "Kohle" am Samstag, 25. November, im Großen Saal von Schloss Borbeck. Munter feierten über 100 Besucher das Highlight im diesjährigen "Kohle"-Programm. Ein gemeinsames Essen war Auftakt für einen launigen Abend, der Jung und Alt in froher Eintracht zusammenführte. Wie immer erfreuten gestandene Altburschen die Festcorona mit bunten Einlagen und zeichneten unter anderem in weltmeisterlicher Verkleidung und mit großem körperlichen Einsatz sängerisch die Höhepunkte im Sportjahr 2006 auf der Bühne nach.

 

Cbr. Norbert Breiderhoff und und Cbr. Johannes Held begrüßten im Festsaal auch eine stattliche Mannschaft aus den Reihen der Unitarier. Unter dem Tanzkommando von Ruhranen-Senior cand. theol. Rüdiger Duckheim ("Ich bin ein begnadeter Tänzer - und Gnade ist ein zentraler Begriff ..."), der mit Eva Maria gekommen war, drehten auch Fuxmajor Sebastian Sasse mit Saskia, Bbr. Martin Knobloch (jetzt UNITAS Hetania Würzburg) und Christof Beckmann mit Maria ihre Runden auf dem Parkett. Aus der Altherrenschaft kamen weitere Bundesbrüder, so der Essener Zirkelvorsitzende Martin Gewiese und Werner Holthoff aus Gelsenkirchen mit ihren Damen. Neben Farbenbruder Heinrich Loosen (Dr. Faustus, Frisia Breslau im SB) mit Gattin und Anna Elisabeth Beckmann komplettierten Bbr. Fritz Brüggemann von UNITAS Rolandia-Burgundia Münster und seine Frau den UNITAS-Tisch: Grund für besondere Freude, da im angeregten persönlichen Gespräch so manches Münsteraner Thema zur Sprache kam. Eingehend informierte sich Bbr. Brüggemann, ein eingesessener Borbecker, unter anderem auch über die Planungen und Fortschritte am UNITAS-Haus in der Flurstraße. 

Dass sich der gesammelte Abmarsch nach dem letzten Musikbeitrag der Gruppe "Timeless" um 2 Uhr morgens noch deutlich verzögerte, lässt darauf schließen, dass die letzten Ruhranen erst gegen 4 Uhr die Heimat erreicht haben können. Ein Ball - ein gesellschaftliches Highlight der winterlichen Ballsaison - eine "runde Sache eben". Der "Kohle" sei Dank.

 

 

 

25.November:

Barbara-Ball im Schloss Borbeck:
Schwungvolles Wochenende voraus


BORBECK. Eine kleine UNITAS-Delegation von 12 Aktiven und Alten Herren mit ihren Damen ist zum traditionellen Barbaraball des Borbecker CV-Zirkels "Kohle" am Samstag, 25. November, im Großen Saal von Schloss Borbeck angemeldet. Darunter der Senior, der Alt-Senior und Fuxmajor, der Essener Zirkelvorsitzende, der Ehrensenior und Hausbauvorsitzende.

Die Veranstaltung, die jedes Jahr durch liebevolle und engagierte Vorbereitungen gekennzeichnet ist, lässt wieder hoffen: Unter der Leitung von Cbr. Norbert Breiderhoff und und Cbr. Johannes Held wird auch dieses "Top-Event der laufenden Ballsaison" kein Auge trocken lassen. Gekrönt wird das um 19 Uhr mit Sektempfang und gemeinsamem Essen beginnende Programm wie in jedem Jahr mit dem launigen Barbara-Lied, das sicher wie immer begeistert mitgeschmettert wird. Zum Tanz spielt die Gruppe "Timeless". Es wird im Übrigen darauf aufmerksam gemacht, dass vor dem Schloss und auf der Zugangsstraße zum Schloss absolutes Parkverbot gilt.

Wie immer dann 2006 die Anreise klappt: In den letzten Tagen dachte mancher Teilnehmer an die hochverschneite Wetterlage 2005 zurück, als sich beim Eintreffen der Gäste die dicken Bergschuhe an der Heizung sammelten und sich manche tiefvermummte Gestalt im Saal als liebreizende Ballschönheit entpuppte. Wie sich insbesondere diejenigen auf der Tanzfläche schlagen, die nach dem verpassten ersten Tanzkurs auch noch den Auffrischungskurs ausgelassen haben, wird sich wohl zeigen ....

 


20.11.2006:

Unitarier geben letztes Geleit 
für Bbr. Prof. Dr. Raymund Krisam

 

ESSEN. Eine übergroße Trauergemeinde gab am Montag, 20.11. unserem Bundesbruder Professor Dr. Raymund Krisam das letzte Geleit. Er starb im Alter von 78 Jahren am 13. November nach langer schwerer Krankheit, die er ruhig und mit Geduld bis zum Ende ertragen hatte.


Bbr. Raymund Krisam, geboren am 12. September 1928, stammte von der Mosel und studierte u.a. an der Universität in Innsbruck, wo er sich am 1954 der UNITAS Greifenstein anschloss und zum 1. Januar 1957 philistriert wurde. Zum Dr. rer. pol. promoviert, gehörte Krisam zu den ersten Hochschullehrern, die 1972 einen Ruf an die neu gegründete Universität-Gesamthochschule Essen annahmen. Bis zu seiner Emeritierung im Oktober 1993 vertrat er dort das Fach Soziologie und Sozialpädagogik. In Forschung und Lehre bewegte er sich auf breitem Spektrum: Mitbestimmung, Handwerk, Jugendarbeit, behinderte Menschen und Krankenpflege waren Themen, mit denen er sich auseinander setzte. Die vielseitige Forschung war zugleich ein wertvoller Fundus für die soziologischen Lehrveranstaltungen in verschiedenen Studiengängen. Noch nach seiner beruflichen Laufbahn blieb er der universitären Forschung und Lehre eng verbunden: So leitete er gemeinsam mit seiner lieben Frau Dr. Ilse Krisam den von ihr an der Universität gegründeten Verein "Lebenslanges Lernen" („LLL“), der insbesondere ältere Studenten in den Universitätsbetrieb integrierte und mit anderen Vereinigungen im Bereich des Seniorenstudiums ein weites Netzwerk aufbaute.

 

Lehren und lernen: Ein echter Professor

„Professorales“ Auftreten lag Raymund Krisam (im Bild: Ein immer interessierter Zuhörer) völlig fern: Sein Fach sah er in engem Bezug zum Alltag der Menschen im Ruhrgebiet. Nachhaltig und streitbar plädierte er in seiner aktiven Zeit an der Universität für eine weite Öffnung der Wissenschaft für die Belange der Gesellschaft und die Schaffung einer für alle lebenswerten Ordnung. Der universitäre "Elfenbeinturm" war nicht seine Welt: Im Sinne eines gemeinsamen Lehren und Lernens ermutigte er Studenten zu praktischer Arbeit in Stadtvierteln und richtete seine Studiengänge auf konkrete Projekte inmitten der sozialen Wirklichkeit aus. Er galt als aufmerksamer Beobachter und Zuhörer mit großem Horizont, der Zusammenhänge zu verstehen suchte, bevor er urteilte, als leiser und nachdenklicher Mensch, der zugleich bestimmt nachfragte, als ein großartiger Gesprächspartner, dem an seinem Gegenüber viel lag. 


Mit einem sicheren Gefühl für Distanz und vornehmer Zurückhaltung war er gleichzeitig ein Mann der Tat, der die Gemeinschaften, denen er angehörte, in ganzer Person förderte und befruchtete. Viele Jahrzehnte war er in seiner Pfarrgemeinde Christus König in Essen-Haarzopf aktiv, über 50 Jahre lang gehörte Raymund Kr