<%@ Language=JavaScript %> Wissenschaftlicher katholischer Studentenverein UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund


+ + + Hier Hinweise auf laufende Veranstaltungen und Berichte von letzten aktuellen Ereignissen im WS 2007/08 + + +

 

29. Januar 2008
Das Team für den Sommer steht

BORBECK. Eine insgesamt positive Bilanz zum Wintersemester 2007/08 zog am Abend der Dechargierungs- und Wahlconvent. Unter dem Vorsitz von Senior Daniel Muschellik reflektierten die Bundesbrüder die Vorbereitung und den Verlauf der geplanten Veranstaltungen und entlasteten unter Leitung von Bbr. Pater Benedikt Kisters CSsR den Vorstand weitgehend „mit Dank und Anerkennung“. Auch die Vereinskasse schloss erstmals mit einem nennenswerten Plus. Mit Spannung erwartet worden war vor allem die Wahl des neuen Führungsteams im Sommersemester.

Hier gab es ein eindeutiges Votum: Nächster Senior im Sommersemester ist „verdientermaßen“ der Alt-Internationale Bbr. Richie Duckheim aus Oberhausen. Nach seiner Aufgabe als Senior der Düsseldorfer UNITAS Rheinfranken lockte ihn das mit einigen Höhepunkten gespickte anstehende Semester wieder in eine verantwortungsvolle Aufgabe in der Heimat - zur großen Freude der Bundesbrüder an der Ruhr. Ihm zur Seite stehen als Fuxmajor Bbr. Karol Rawski, als Consenioren teilen sich Alt-Senior Daniel Muschellik und Fux Philipp Böcker das Amt, die Quaestorenpflichten übernimmt wieder Roderich Oberstehöhfeld und als Scriptor steht ebenfalls Philipp bereit. Damit ist das Team komplett.

Neue Zimmer zu vermieten

Mit einem Ausblick auf anstehende Termine und die Höhepunkte des Sommersemesters verbanden sich auch Fragen rund um das Haus: Zum 1. April stehen vier Zimmer für neue Mieter bereit, denn die beiden Mediziner Hendrik und Alexander wechseln in eine Wohnung in Uni-Nähe. Steffen setzt seine Studien noch bis Mai fort, Matthias kehrt nach Dresden zurück und Promotionskandidat Bbr. Karol wird mit einem Stipendium des Deutschen Historischen Instituts in Moskau ab dem 18. Februar bis 17. Mai nach Moskau gehen. Einem Zwischenstopp, zu dem er wieder nach Borbeck zurückkehrt, wird wunschgemäß ein weiterer Aufenthalt mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in der russischen Hauptstadt folgen. Gleichwohl hofft er, seine Aufgabe als FM im SS 2008 wahrnehmen zu können. Eine „vorsorgliche“ Spontankneipe zu einer Verabschiedung beim Semester-Extrunk am 9. Februar ist jetzt schon angedacht. Bei diesem Termin wird er auch sein neues Leibverhältnis mit Philipp Böcker offiziell bekannt geben, das die versammelten Bundesbrüder mit großem Applaus bedachten. Sein Vorgänger Sebastian Sasse, der ein glänzendes Magister-Examen ablegte, darf sich inzwischen auf eine Überraschung des Vereins freuen. Seine geplante Magister-Kneipe wird ihm Anerkennung seiner großen Verdienste um die Ruhrania von der Aktivitas zum Beginn des Sommerbetriebs dediziert.

Alt-Senior Daniel wird die Aufgabe des „Majordomus“ (Hausseniors) auch im folgenden Semester fortsetzen. Dabei wird sicher die von er Aktivitas beschlossene Hausordnung hilfreich sein, die eine von Bbr. Richie Duckheim auf Grundlage der Münsteraner UNITAS im Dondersheim e.V. erarbeitet hatte und heute vorstellte. Sie soll in Absprache mit dem Hausbauverein verbindliche Grundlagen für das sich seit diesem Winter entwickelnde Leben auf dem Haus im „UNITAS-Zentrum Ruhr“ geben.

München - wir kommen!

Die nächste offizielle Vereinsveranstaltung findet in München statt: Zur Amtseinführung von Bbr. Dr. Reinhard Marx als neuem Erzbischof in der bayerischen Landeshauptstadt werden sechs Bundesbrüder - trotz anstehender Prüfungen - am Freitagmorgen an die Isar fahren. Am Freitagabend ist für 20 Uhr ein erstes Treffen mit den unitarischen Bundesbrüdern anderer Delegationen im „Augustiner-Bräu“ in der Nähe des Marienplatzes angesetzt. Am Samstagmorgen heißt es zur festlichen Messe in der Liebfrauenkirche früh antreten. Anschließend geht es nach den Ehrenbezeugungen der Schützen aus Paderborn und aus Geseke bei Lippstadt sowie von Abordnungen der Bayerischen Gebirgsschützen in einem Festzug zur Residenz. Während sich dort die Prominenz aus Kirche, Politik und Gesellschaft trifft, müssen Schützen und Studenten aber nicht darben: Sie treffen sich im Anschluss an den Festzug im Hofbräuhaus. Dort werden auch die Bundesbrüder Gelegenheit haben, den neuen Erzbischof im Anschluss an den Festakt herzlich zu begrüßen. Denn diese Begegnung wird auch Bbr. Reinhard Marx nicht missen wollen. Für die UNITAS Ruhrania umso wichtiger: Denn ohne seinen mutmachenden und aktiven Einsatz als damaliger Direktor der Kommende in Dortmund wäre die Wiederbegründung der UNITAS an der Ruhr Anfang der 1990-er Jahre niemals zustande gekommen.

 

Wer macht´s im Sommer?
Vorschau: Am Dienstag, 29. Januar, ist Decharge- und Wahlconvent

BORBECK. Spannende Fragen stehen am Dienstag, 29. Januar, auf der Agenda des Dechargierungs- und Wahlconvents. Er beginnt um 19.30 Uhr im UNITAS-Haus und wird eine kritische Bilanz des noch laufenden Wintersemesters ziehen. Und - es wird für den Sommer gewählt.

Was hat gut geklappt, welche Anregungen gibt es für das kommende Semester? Diese Fragen wird die Aktivitas nach dem Semesterbericht von Senior Daniel Muschellik erörtern. Rückschau und Bilanz geben ohne Zweifel auch wichtige Hinweise für das anstehende Sommersemester, in dem sich die Ruhrania auf einen Höhepunkt in der 97-jährigen Vereinsgeschichte vorbereitet: Neben einem ansprechenden Wissenschaftsprogramm, für das schon erste Vorschläge vorliegen, soll die Einweihung des "UNITAS-Zentrums Ruhr" im "Feldschlößchen" am Wochenende 31.5./1.6. einen würdigen und fröhlichen Rahmen erhalten. Sie wird als Vereinsfest zu Ehren des Hl. Bonifatius gefeiert werden und der Treffpunkt für alle werden, die die jährlichen Ruhranen-Treffen in Münster-Sprakel vermissen. Hier kommt es sicher nicht zuletzt auf das zu wählende Leitungsteam an, das auch die Verbindung zu den neugewählten Gremien intensivieren und deren Arbeit mit seinen Möglichkeiten begleiten wird. Die Entwicklung der Routine im Haus, Baufragen, die zu erstellende Hausordnung und die Vermietung der freiwerdenden Zimmer sind sicher ebenso wichtige Punkte, auf die es in den nächsten Monaten ankommt. Natürlich soll auch das Feiern nicht zu kurz kommen und sicher gibt es auch Hinweise für lohnende Fahrten - nicht nur zur 131. Generalversammlung in der Domstadt Köln, wo das 100-jährige Bestehen der Straßburger UNITAS gefeiert wird. Und zuletzt wird sicher bereits die Eröffnung der Gastronomie im Erdgeschoss des "Feldschlößchens" ein Highlight in Essen-Borbeck und herausragender Auftakt für das 195. Vereinssemester sein. 

Zwei weitere Termin im Wintersemester stehen noch aus: Am Samstag, 9. Februar, wird nach dem Semesterabschlussgottesdienst um 18 Uhr der offizielle Semester-Ex steigen. Dazu sind alle Mitglieder und Freunde herzlich eingeladen. Ebenso herzlich lädt der UNITAS-Zirkel Essen am 13. Februar zum Monatstreffen, das diesmal der Geschichte und Gegenwart des christlichen Georgien gewidmet ist und um 19.30 Uhr im "Istra" in Essen-Rüttenscheid beginnt.

 

20. Januar 2008
Glänzender Festkommers setzt Maßstäbe
Ehrenschieber in Gold für den neuen AHV-Ehrenvorsitzenden

BORBECK. Richtungsweisend, ernsthaft und bewegend, fröhlich, ausgelassen und familiär - gut 50 Mitglieder und Freunde erlebten am 19./20. Januar ein 97. Stiftungsfest der UNITAS Ruhrania, das sicher zu Recht lange in Erinnerung bleiben wird. Es war nicht nur das erste im neuen Conventsaal im Feldschlösschen, es war auch von den Aktiven sehr gut präpariert, stellte Weichen für die Zukunft und gab mit einem hervorragenden Kommers Maßstäbe vor.

Der Nachmittag galt den Beratungen des mit 27 Mitgliedern wie selten gut besuchten und von Bbr. Pater Benedikt Kisters (Kirchhellen) moderierten Cumulativconvents (CC), der dem Aktivenverein und seiner Arbeit ein sehr gutes Zeugnis ausstellte. Mit Spannung erwartet wurde insbesondere die komplett und einmütig erfolgte Neuwahl des Vorstands des Altherrenvereins (AHV) der Ruhrania: Neuer Vorsitzender ist Kaplan Helmut Wiechmann (Altena), Geistlicher Beirat des UNITAS-Verbandes, neuer Stellvertreter ist Bbr. Michael Schneider aus Datteln. Bbr. Ernst-Hubert Steinmann (Hamm) setzt seine Tätigkeit als Quaestor fort, neu als Scriptor ist Bbr. Ludger Steinmann (Dorsten). Damit ist seit vielen Jahren der Vorstand wieder komplett. Und nicht nur das: Denn der Altherrenverein hat auch erstmals einen Ehrenvorsitzenden. Auf Antrag von Ehrensenior Christof Beckmann fällte die Versammlung den einstimmigen Beschluss, Bbr. Jörg Lahme diese Auszeichnung anzutragen, der 27 Jahre lang den Vorsitz des Altherrenvereins geführt hatte. Der mit einem umfänglichen Beirat versehene neue Vorstand im Hausbauverein (HBV) bestätigte die Bundesbrüder Dr. Beckmann im Vorsitz, Michael Schneider als Stellvertreter, Dr. Nikolaus Mantel (Essen) als Quaestor und Dr. Markus Mönig (Iserlohn) als Scriptor. Intensive Beratungen zu Entwicklung, Stand und Finanzfragen rund um das Bauprojekt zeigten die bisherigen Leistungen und zukünftigen Herausforderungen auf und bestimmten das Wochenende 31.Mai/1. Juni als Termin für die offizielle Eröffnungsfeier des UNITAS-Zentrums. Bereits für die Vorbereitung des 100-jährigen Bestehens konstituierte sich eine Kommission, um die Konzipierung einer Festschrift in die Wege zu leiten.

Ehre, wem Ehre gebührt

Bestens vorbereitet, schwungvoll und würdig geschlagen von Präside Bbr. Rüdiger Duckheim (Conpräsiden: Sebastian Sasse und Karol Rawski, Auszug aus der Prinzipienrede s.u.), wurde der Festkommers nach dem Empfang am Abend eine fröhliche Wiedersehensfeier mit vielen - auch überraschend angereisten - prominenten Gästen: Grußworte sprachen die Bundesbrüder Torsten Waibel als Vertreter des Vororts UNITAS Palatia Darmstadt, Verbandsgeschäftsführer Dieter Krüll (Kaarst), Dr. Dr. Thomas Lohmann (Regensburg) als stv. Vorsitzender des UNITAS-Altherrenbundes, der Aktivenvertreter West von UNITAS Trebeta Trier, der Vorsitzende des CV-Kirkels „Kohle“ Norbert Breiderhoff und Martin Gewiese, Vorsitzender des UNITAS-Zirkels Essen. Stellvertretend begrüßt für die Gäste aus den Zirkeln in Castrop-Rauxel, Dortmund, Velbert-Langenberg und Gelsenkirchen, übermittelte er ein geistliches Grußwort von Bbr. Pfarrer Alfons Riesener aus Billerbeck. Sichtlich wohl fühlten sich unter anderem auch Alt-VOP Jörg Volpers (Berlin) von UNITAS Rhenania Bonn, Helga Klinke (Castrop) und die Schwestern und Freund von Neu-Fux Philipp aus Stadtlohn. Winfried Knobloch (KdStV Germania Leipzig im CV) stiftete einen schönen Grundstock für das Stimmen des im November gestifteten neuen Klaviers.

Im Mittelpunkt des festlichen Treibens standen zunächst zwei Neuaufnahmen: Feierlich rezipiert wurden die Neu-Bundesbrüder Christoph Weyer, Student der Kirchenmusik, und Philipp Böcker, Student der Wirtschaftsinformatik. Die besondere Ehrung von Bbr. OstD a.D. Jörg Lahme nahm sein Nachfolger Bbr. Helmut Wiechmann vor. Launig und ernsthaft zugleich stellte er in seiner Laudatio dessen außergewöhnlichen und vorbildgebenden Verdienste heraus. Als besonderes Geschenk überreichte er eine selbstgefertigte und kunstvoll gestaltete Prachtkerze mit Bronzekreuz und in den unitarischen Farben. Die Ruhrania ehrte ihren „Getreuen Eckhart“ mit ihrer höchsten Auszeichnung, einem vom Präsiden überreichten dreibändigen Ehrenschieber in Gold. Sichtlich bewegt nahm Jörg Lahme die Ehrung mit sehr persönlichen und grundsätzlichen Anmerkungen zum Wesen der UNITAS entgegen.

Da der Kommers nach dem donnernden Salamander auf die beiden Neurezipierten angenehm früh unter den Tisch geschlagen wurde, ergaben sich im Anschluss noch viele Gelegenheiten zum Gespräch und zu ausgelassenem Singen, bei dem Bbr. Christoph Weyer kräftig in die Tasten griff. Und die Mahnung des Präsiden hatte offensichtlich Gewicht: Zur Messe war am Sonntagmorgen die komplette Mannschaft wieder angetreten, um anschließend das Fest auf dem Haus bei einem gepflegten Frühschoppen ausklingen zu lassen. (FOTOS oben: Martin Gewiese, Torsten Waibel, Christof Beckmann)


In seiner Prinzipienrede mahnte der Kommerspräside Bbr. Richie Duckheim zur Übersetzung der unitarischen Prinzipien virtus-scientia-amicitia in den Alltag. Nachdrücklich warb er für eine konkrete Anwendung der Grundlagen der katholischen Soziallehre auf den wirtschaftlichen Sektor. Mit Bezug auf aktuelle Ereignisse gab er unter großem Beifall der Festversammlung auch zu den jüngst heiß diskutierten Schließungsplänen des Nokia-Werks in Bochum eine Solidaritätserklärung der UNITAS Ruhrania ab. Sie soll unter anderem der Geschäftsführung der Firma und den Gewerkschaften zugehen. MEHR dazu siehe unter PRESSE.



19. Januar 2008

UNITAS solidarisch mit den Nokia-Arbeitern

"Der Wissenschaftliche Katholische Studentenverein UNITAS Ruhrania Bochum-Duisburg-Essen-Dortmund erklärt seine Solidarität mit den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen des Nokia-Werkes in Bochum und mit allen von den Schließungsplänen betroffenen Menschen und ihren Familien.

Die UNITAS ist empört über das Vorgehen der Geschäftsführung des Unternehmens Nokia. Es ist unverantwortlich, unverschämt und unmenschlich, dass das Unternehmen Nokia trotz Gewinns das Nokia Werk in Bochum schließt. Die Konsequenzen einseitigen Profits können nicht Stellenabbau und Sozialpläne sein.

Es wird hier in nicht hinnehmbarer Weise das Recht des Menschen als Person auf Arbeit verletzt, ja die menschliche Person an sich wird angegriffen. Die Menschen werden in existentielle Ängste und ins soziale Aus versetzt. Der Mensch, der Ausgangspunkt und Ziel allen wirtschaftlichen Handelns ist, wird durch so ein Unternehmerverhalten seiner Würde beraubt und wie Ware verdinglicht.

Das Unternehmen Nokia missachtet mit diesem Verhalten zutiefst die Würde der menschlichen Person. Es ist eine Schande und eine Zersetzung der menschlichen Kultur, wenn Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen als bloße Erwerbsmittel und nicht als freie und verantwortliche Personen behandelt werden (Gaudium et Spes, 27).

Die Verweigerung des Dialogs seitens des Unternehmens Nokia mit den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen und den Vertretern der Politik nicht akzeptabel - zumal auf dem Hintergrund der staatlichen Zuschüsse in Millionenhöhe. Das Gemeinwesen hat ein Anrecht auf diesen Dialog.

Die UNITAS Ruhrania fordert die Unternehmensleitung auf, ihren Entschluss zu überdenken. Den von der Schließung bedrohten Menschen wünscht die UNITAS Kraft, Hoffnung und Ausdauer im Kampf um ihr Recht."

 

16.1.2008
Stellungnahme des UNITAS-Verbands zum abgesagten Besuch 
von Papst Benedikt XVI. in der römischen Universität "La Sapienza"
 


Vorortspräsident Bbr. Johannes Günther (UNITAS Palatia Darmstadt) äußerte sich am Vormittag zu den Nachrichten um den für Donnerstag, 17. Januar 2008, vorgesehenen und abgesagten Besuch des Hl. Vaters Benedikt XVI. in der römischen Universität „La Sapienza“. In Übereinstimmung mit dem Altherrenbund und dem Hohedamenbund des UV wandte er sich mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit.

Danach hält die UNITAS "die erhobenen Forderungen nach einem Redeverbot und die angekündigten Störaktionen an einem Ort des Studiums und des Dialogs für unerhört", wie es in der Stellungnahme heißt. "Sie erinnern an üble Vorbilder und zeugen von einem völlig absurden Begriff von Meinungsfreiheit. Die Reaktionen, die in Italien und Rom von einer „Schande“ sprechen, sind nur zu verständlich", äußerte sich der Vorortspräsident des ältesten katholischen Studenten- und Akademikerbands in Deutschland.

Die komplette Stellungnahme unter PRESSE

9. Januar 2008
Glauben, Leben, Feiern - jeder ist gefragt
Neujahrsempfang thematisiert Bistumsjubiläum in Essen

BORBECK. Der Neujahrsempfang 2008 war die nicht nur am besten besuchte, sondern bislang sicher auch inhaltsschwerste und diskussionsfreudigste Veranstaltung ihrer Art auf dem neuen UNITAS-Haus in Essen. Das große Interesse an Haus, Referent und Thema bewies bereits die unerwartet hohe Besucherzahl: Rund 50 Gäste hießen der Essener UNITAS-Zirkelvorsitzende Bbr. Martin Gewiese und Ruhranen-Senior Daniel Muschellik ab 19.30 Uhr beim Sektempfang willkommen, besten versorgt von der Aktivitas, die bis weit nach Mitternacht angeregt weiter diskutierte. Denn das von Bbr. Dr. Christof Beckmann eingeleitete Thema hatte es in sich: „50 Jahre Bistum Essen - Wie kann es weiter gehen"?“ lautete der Titel des UNITAS-Beitrags zum gestarteten Bistumsjubiläum. Den Vortrag hatte mit Bbr. Dr. Baldur Hermans, dem ehemaligen Leiter des Bischöflichen Jugendamts und langjährigen Dezernent für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben im Ruhrbistum, ein echter „Insider“ übernommen.

Revier: Region mit langer Glaubenstradition

Dass nun dieses Jubiläum begangen werde, sei angesichts der großen Geschichte der Mutterbistümer Köln, Münster und Paderborn fast „ein Fliegendreck“, schmunzelte Hermans. Doch habe man im Ruhrgebiet immer gut zu feiern gewusst: „Es ist ein wichtiger Beitrag, um seine Identität zu finden“, erklärte er und skizzierte kurz die lange Kirchengeschichte der Region. So sei hier wie überall die Säkularisation nach dem Zusammenbruch des Alten Reiches eine Befreiung der Kirche aus alten Herrschaftsverhältnissen und Grundlage für einen ungeheuren religiösen Aufbruch des 19. Jahrhunderts gewesen. Die Umschreibung Bistumsgrenzen 1821 habe zwar gezeigt, dass noch kein Begriff vom Ruhrgebiet als eigener historischer Region bestand, doch habe die Industrialisierung unabänderliche Fakten geschaffen: Bis 1910 habe sich die Bevölkerung durch den gigantischen Zustrom verzehnfacht, erst durch Zuwanderer aus den benachbarten Regionen, dann aus weit entfernt liegenden Gegenden des Reiches. Ab 1950 erst seien für diesen von Menschen mit „starkem Migrationshintergrund“ bewohnten Breitengrad wieder geheime Gespräche zur Einrichtung einer kirchlichen Struktur geführt worden, an denen u.a. der Kölner Kardinal Frings stark beteiligt gewesen sei. Die Verhandlungen durch den mit den deutschen Verhältnissen gut vertrauten US-amerikanischen Nuntius Aloisius Muench hätten für damalige Verhältnisse anfangs zwar halbwegs akzeptablen Grenzen geführt. „Was uns jetzt angeht, muss man wirklich fragen, ob sie heute noch ihre Berechtigung haben. Denn das Ruhrgebiet ist größer“, erklärte Bbr. Hermans.

Essen: Experimentierfreudiges Bistum

„Wirkliche Glücksfälle“ für die Neugründung des damals 1,4 Millionen Katholiken zählenden Ruhrbistums seien der aus Paderborn gekommene, breit für diese Aufgabe qualifizierte Gründungsbischof und spätere Kardinal Franz Hengsbach, aber auch die geschickt austarierte Führungsmannschaft gewesen. Die Verbände seien damals zwar nicht ausreichend ausgestattet worden, doch habe sich mit der Zeit durch die Verbandstagungen Ende der 1950er Jahre gezeigt, dass die neue Wirklichkeit auch in den Mutterverbänden angenommen wurde. „Man musste sich finden - und es hat sehr gut geklappt“, meinte Hermans. Vor allem habe die Diözesansynode ein starkes Gewicht gehabt. „Heute sieht man nichts dergleichen“, so seine Kritik.

„Die Beteiligung des Volkes Gottes ist ganz wichtig“, unterstrich Hermans. Dies habe das Ruhrbistum als „soziales Bistum“ mit seinen wie in kaum einem anderen vielfältigen Initiativen deutlich gemacht, einem Gebiet, auf dem es sich sehr experimentierfreudig erwiesen habe. Von der Jugendarbeit bis zur gemeinsamen Sozialarbeit in den Betrieben sei vieles entwickelt worden, was schließlich auf die harten gesellschaftlichen Veränderungen traf. Auch pastorale Initiativen wie die ersten, in den 70er Jahren entwickelten Conventgemeinden hätten Vorbildcharakter gehabt. Sie seien mit all ihren Vorzügen aber auf halbem Weg stecken geblieben. Auch der Katholikentag in Essen 1968 sei trotz mancher Zuspitzungen ein wichtiger Aufbruch gewesen, er habe ein neues Bewusstsein für die Partizipation und Mitverantwortung der Laien geschaffen. Auch dies sei "allerdings nie ausreichend reflektiert" worden.

Missionarische Konzepte sind gefragt

Nun, da aus ursprünglich 320 Gemeinden ganze 43 Großgemeinden entstünden, sei umso mehr klar, dass der Analyse der Wirklichkeit die Umsetzung in Praxis folgen müsse. „Wir müssen soziale Realität in kirchliche Arbeit umsetzen“, so Hermans. „Woher sollen Berufungen kommen, wenn junge Menschen keine Jugendpriester mehr erleben?“, fragte er mit Blick auf das personale Angebot in geistlicher und sozialer Hinsicht, auf die universitäre Ausbildung und auf die Realität der christlichen Familie heute. Der Priester heute müsse „eine Mystagoge sein, der in ein Geheimnis einführt“, so der langjährige Dozent am Bischöflichen Priesterseminar, doch sei nun auch ein neues Miteinander von Priestern und Laien für die Verbreitung und Verkündigung des Glaubens gefragt. „Wir brauchen mehr denn je neue missionarische Strategien und es kommt dabei auf das Lebenszeugnis jedes einzelnen an“, meinte er, und mahnte unter anderem an, dass sich bislang kaum Spuren einer Pastoral für aus der Kirche Ausgetretene fänden. Hier schlage gerade für die Verbände eine große Stunde, auch wenn sie selbst unter den veränderten Situationen litten. „Aber auch von der Unitas kann zweifellos ein deutlicher Aufbruch ausgehen“, so Bbr. Hermans.

Zukunft mitgestalten: Auf jeden kommt es an

In der sehr engagierten Diskussion kamen vielfältige Beobachtungen aus dem Alltag und der Wirklichkeit in den Gemeinden zum Ausdruck. Nicht nur zum Priesterbild, das mit seinen Anforderungen offen angesprochen wurde. Die soziale Realität der Kirche und der Gesellschaft seien fundamental verändert, wie die Beiträge von Aktiven in Pfarreien, Gruppen, Verbänden und aus dem schulischen Bereich zeigten. Oft fehle es schlicht an elementarstem Glaubenswissen. Doch bei allem Negativem aus der Praxis gab es auch Optimistisches: Selbst die Unitas, so etwa eine Einlassung von Bbr. Richie Duckheim, zeige inzwischen wieder eine neue Nachfrage nach Orientierung: Viele längst totgesagte Vereine im Verband erfreuten sich inzwischen wieder einer starken Aktivitas. „Wenn überhaupt etwas Zukunft hat, ist es die Kirche, erklärte Bbr. Hermans. „Jeder muss seinen Beitrag leisten und darf sich nicht den Mund verbieten lassen,“ so sein abschließendes Plädoyer für den aktiven Einsatz der mündigen Laien in der Kirche, die für ihren Glauben in ihrem Alltag Zeugnis ablegen.

Und die auch zu feiern wissen: Nicht nur, wenn oder weil es auf dem Terminkalender steht, sondern weil es zum Leben dazugehört. Soviel hat unter anderem dieser so erfreulich zahlreich besuchte Neujahrsempfang 2008 der UNITAS Ruhrania und der UNITAS-Zirkel der Region mindestens bewiesen. Denn die Freude war allgemein: Ob die Zirkelvertreter aus Essen, Castrop-Rauxel, die Vertreter des CV-Kohle-Zirkels, der St.V. Frisia Breslau oder der langjährige Bundestagsabgeordnete und ehemalige Adveniat-Geschäftsführer Bbr. Dr. Paul Hoffacker - alle dürfen gerne - und immer wieder - wiederkommen. Für die Aktiven kündigte Bbr. Helmut Wiechmann als Geistlicher Beirat des Verbandes mit dem Vorbereitungsteam ein Glaubenswochenende an, das unter dem Thema "Eucharistie" stehen wird und sicher vertiefen kann, wofür UNITAS auch in schwierigen Zeiten für die Kirche stehen kann.

 

Am 9. Januar: Neujahrsempfang auf dem Feldschlösschen
„50 Jahre Bistum Essen“ Thema bei Ruhr-UNITAS

ESSEN. „50 Jahre Bistum Essen - Wie kann es weiter gehen?“ lautet am Mittwoch, 9. Januar 2008, auf dem UNITAS-Haus „Feldschlösschen“ das Thema beim gemeinsamen Neujahrsempfang der UNITAS Ruhrania mit den UNITAS-Zirkeln der Ruhr-Region. Referent ist Bundesbruder Dr. Baldur H. Hermans, von 1989-2004 Leiter des Sekretariates und Dezernent für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben im Bistum Essen.

Hintergrund für das gewählte Thema ist der bundesweit beispiellose Strukturwandel im Ruhrbistum. Er geht derzeit in die entscheidende Phase: 2008 werden zahlreiche Kirchengemeinden ihre Selbständigkeit aufgeben und die letzten Großpfarren entstehen. Mitten in diesem schwierigen Prozess begeht das Ruhrbistum Essen in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. "Leben im Aufbruch" lautet das Motto des Jubiläums. Den Auftakt machte am Neujahrstag der Besuch der Vertreter der Essener Mutterbistümer Köln, Münster und Paderborn - sie feierten mit Bischof Felix Genn und dem Botschafter des Hl. Vaters einen festlichen Gottesdienst im Hohen Dom. Beim UNITAS-Neujahrsempfang am Mittwoch soll in Vortrag und Diskussion soll den Fragen nachgegangen werden, welchen Voraussetzungen die Errichtung dieser kirchlichen „Großbaustelle“ folgt, unter welchen Bedingungen der Umbauprozess des jungen Ruhrbistums gelingen kann und wie den vielfältigen Herausforderungen zu begegnen ist.

 

4.1.2007
Schwarz wie ein Bergmann ...

... kann man immer noch werden, wenn es um Reinigungsarbeiten auf dem Haus geht. Der Beweis wurde gestern angetreten: Unter Leitung von X Daniel startete die Räumerei im Keller, wo die Vereinsräume in begehbaren Zustand versetzt wurden, der Technikraum ist sortiert, die Gänge sehen manierlicher aus. Was an eingelagerten Gläsern und Küchenzeug brauchbar schien, kam in die Industriespülmaschine, die mehrfach durchlief und einen Haufen sauberer Gläser ausspuckte. Nicht alle konnten noch am selben Tag an den geeigneten Platz geräumt werden - das soll am Freitag geschehen. Auch das komplette Treppenhaus wurde bis zum kleinen Waschsalon durchgewischt - ein weiterer Eimer mit sauberem Wasser sollte das erwünschte Endergebnis bringen.

Convent mit viel Programm

Der um 19 Uhr gestartete Convent sah eine ermattete Rumpfmannschaft, aber einen erfreulichen ersten TO: Nach kurzer Debatte wurde dem Antrag von Philipp Böcker auf Aufnahme einstimmig stattgegeben. Nach intensiven Beratungen zu den anstehenden Veranstaltungen und nach Vorstellung der anstehenden Baumaßnahmen am Haus übernahm er bis zum Semesterende sogar das freigewordene Amt des Scriptors. Mit der Aufnahme von Bbr. Christoph Weyer und Philipp Böcker werden nun zwei festliche Rezipierungen im Mittelpunkt des Kommerses zum 97. Stiftungsfestes am 19. Januar stehen. Das Conseniorat übernehmen nach Beschluss des Conventes für den Rest des Semesters der X und Bbr. Roderich Oberstehöhfeld gemeinsam. Ehrensache ist, dass die UNITAS Ruhrania am Samstagabend bei der traditionellen Dreikönigs- und Philistrierungskneipe der UNITAS Rheinfranken anlässlich der Philistrierung des Alt-Vorortspräsidenten Bbr. Rolf Berweiler teilnimmt. Auf der von Rheinfranken-Senior Bbr. Richie Duckheim geschlagenen Kneipe wird zudem Bbr. Tim Kölling geburscht, Herr Holger W. Jackisch wird feierlich in die Reihen der Unitas Rheinfranken aufgenommen. Gratulor! - freudige Ereignisse also auch in der Landeshauptstadt und herzliche Gegeneinladung nach Essen!


3.1.2007
Gutes Neues Jahr 2008! / 
Terminvorschau Januar

Der Start der Aktivitas ins Jahr soll ja recht hübsch gewesen sein: Wie man so hört, wurde Bbr. Gordian Geilenkirchen, derzeit UNITAS Berlin, seinem unerschütterlichen Ruf als DER Partymacher No.1 wieder gerecht. Oberhausen-Altstaden soll als Ziel der Wahl für die ultimative Silvestersause recht geeignet gewesen sein. Im nächsten Jahr, so die sichere Vermutung, haben wir ja die Alternative selbst im Haus ... Und weil der Alltag alle wieder einholt: Für Januar stehen die nächsten Ereignisse an - hier ein kurzer Überblick:

03.01.2008:
Programmgemäß: Der Hausputz an der Flurstraße 67 am Donnerstag, 4.1. - Klar Schiff machen für alles, was bald so kommt. 15 Uhr Start, Anmeldung beim Senior!

09.01.2008: 
"50 Jahre Bistum Essen - Wie kann es weiter gehen?" lautet am Mittwoch, 9. Januar 2008, das Thema beim Neujahrsempfang mit den UNITAS-Zirkeln der Ruhr-Region. Wir laden herzlich für 19.30 Uhr auf das Haus ein und freuen uns auf den Vortrag von Bbr. Dr. Baldur Hermans, Essen, von 1989-2004 Leiter des Sekretariates und Dezernent für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben im Bistum Essen.

19.01.2008: 

Das 97. Stiftungsfest
des W.K.St.V. UNITAS Ruhrania und Vereinsfest zu Ehren des Hl. Thomas von Aquin beginnt am Samstag, 19. Januar, um 14.30 Uhr mit einem gemeinsamem Kaffeetrinken und folgenden Sitzungen des CC und HBV (Hausinformationen, -besichtigung und Neuwahl des AHV-Vorstands). Um 20 Uhr beginnt im Conventsaal der Festkommers. Am Sonntag, 20. Januar, nehmen wir um 10 Uhr an der Hl. Messe in St. Dionysius Essen-Borbeck teil, anschl. Ausklang mit Frühschoppen.

 


24. Dezember, Heiligabend 2007

Liebe Bundesgeschwister 
und Freunde der UNITAS Ruhrania,

nun feiern wir, was wir im laufenden Semesterprogramm in der Reihe von drei geistlichen Abendgesprächen meditiert haben: Verheißen von den Propheten, erfleht vom Volk Gottes, von Johannes dem Täufer verkündet, aus Maria geboren - der Immanuel entäußert sich, wendet sich seiner Schöpfung ganz zu und wird Mensch. Das Geheimnis dieses Festes, ein „kosmisches“ Ereignis, der Ausgangspunkt für eine neue Zeitrechnung - was dies bis heute bedeutet, wird beantwortet in unserer Existenz, die GOTT mit uns teilt. Es ist die frohmachende Botschaft von der Geburt Jesu Christi, dessen Segen uns begleitet, um den wir uns versammeln, Gemeinschaft werden und sind.

Zum Jahresende blicken wir auf ein turbulentes Jahr zurück. Ein sicher entscheidendes in der langen Geschichte unserer Gemeinschaft, die ihre Zelte nun im Ruhrgebiet aufgeschlagen hat, die hier vor Anker gegangen ist und sich eine Heimat schaffen konnte. Mit dem Bau des UNITAS-Hauses und allen über das Jahr hinaus getroffenen Entscheidungen haben wir viel gewagt. Insbesondere die letzten Monate haben uns viel abverlangt: Vor allem Geduld und Durchhaltekraft, mit der schließlich das erste Ziel erreicht werden konnte. Das Haus ist bewohnt, eine studentische Hausgemeinschaft ist entstanden, wir nutzen nun alle einen neuen Versammlungsort und hoffen, dass das Leben auf dem Haus Strahlkraft entfaltet. Über das Gebäude hinaus, in die unitarische Familie in der Region, in unser universitäres und Wohnumfeld hinein, damit es zu einer Heimat für viele wird. Und damit wir - jeder einzelne - dabei immer mehr das werden, wozu wir bestimmt sind: Menschen, die dem Stern folgen und den entdecken, der mit uns auf dem Weg ist. In seinem Segen können wir alles wagen.

Freuen wir uns auf die kommenden Wegstrecken. Wir sind die letzten gemeinsam gegangen, sind weit gekommen. 
Und sind dankbar um jede Hilfe, die uns dabei immer weiter vorangebracht hat. 

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr - GLÜCKAUF, UNITAS!

Semper in unitate!

 

19.12.2007
Geistlicher Impuls im Advent (3)
Abendgespräch mit Bbr. Norbert Linden

„Immanuel - Gott ist mit uns - das ist wohl der schönste Name Gottes!“ - wie ein roter Faden zog sich diese Aussage von Bbr. Norbert Linden durch seine Advent-Meditation am Mittwochabend. Gut ein Dutzend Gäste im UNITAS-Haus nahm der Vikar an der St. Dionysius-Kirche mit auf einen Streifzug durch die Kunstgeschichte. An Beispielen aus unterschiedlichen Epochen illustrierte er die Verheißung der Propheten des Alten Testaments: Gott wendet sich seinem Volk ganz zu, er selbst wird sich entäußern und unter den Menschen wohnen.

Eine Reihe von Bildern zeigten, dass die Künstler aller Epochen die Erfüllung dieser Hoffnung in Jesus Christus in ganz unterschiedlicher Weise ins Bild gesetzt haben. Vom mittelalterlichen Tafelgemälde bis zur modernen Kunst suchten sie das mit dem Verstand Unbegreifbare in die Sprache ihrer Zeit und Symbole zu übersetzen. Auch wenn - wie die Diskussionen bei der Bildbeschreibung zeigten - für den heutigen Menschen die Entschlüsselung der vielfältigen Zeichen nicht immer einfach ist: Immer geht es um die Menschwerdung Gottes mitten in der Welt, im Alltag, in allen Lebenssituationen. Dies machte Bbr. Linden etwa am Beispiel eines Gemäldes von Paul Gaugin deutlich (Bild rechts: Geburt Christi, des Gottessohnes (Te tamari no atua), 1896): Der Zivilisationsflüchtling und in seiner Zeit umstrittene Aussteiger aus den moralischen Konventionen seiner Heimat schrieb an Freunde von seinem Glück in der Einfachheit des Lebens der Südsee. Hinter seiner Interpretation der Weihnacht, die er mit einer Geburtsszene ins Bild brachte, stehe damit eine sehr persönliche Geschichte. In jede greife Gott selbst ein - als der „Immanuel“. Für uns sei er ganz präsent in den Sakramenten, wie der Referent am Beispiel einer Allegorie der Eucharistie von Fra Filippo Lippi erklärte.

Nach dem Abendsegen dankte Senior Daniel Muschellik für die anschauliche Präsentation des Themas bei diesem dritten und letzten Adventsgespräch im laufenden Semesterprogramm, das auch noch mehr Zuhörern vielfältige Anregungen hätte geben können.

 

16.12.2007
Erstes Vereinsfest Immaculata auf dem Haus
Kaiser Konstantin: Schlüsselfigur der Geschichte

BORBECK. Eine „Schlüsselfigur der Geschichte“ stellte am Sonntagvormittag Bbr. Dr. Nikolaus Mantel mit dem römischen Kaiser Konstantin dem Großen bei seiner Wissenschaftlichen Sitzung zum Vereinsfest Maria Immaculata vor. Gut 20 Gäste hießen Senior Daniel Muschellik und der Zirkelvorsitzende Martin Gewiese bei dem ersten gemeinsamen Vereinsfest mit dem Essener UNITAS-Zirkel auf dem Haus willkommen. Einige mehr noch hatten zuvor das gemeinsame Hochamt in der proppevollen St. Dionysius-Kirche in Borbeck-Mitte besucht. Hier begrüßte Bbr. Vikar Norbert Linden die Bundesbrüder und Bbr. P. Benedikt Kisters aus dem Redemptoristen-Kloster in Bottrop-Kirchhellen als Konzelebranten.

Bbr. Nikolaus Mantel erörterte auf dem Hintergrund der Familien- und Zeitgeschichte die zentrale Frage, ob und wie Konstantin bereits als Christ gehandelt habe. Das unter den Schlägen äußeren Drucks, unter wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen ächzende Reich hatte seit Kaiser Diokletian mit der territorialen Verteilung der Regierungsgewalt eine neue Regierungsform erhalten, in der sich auch Konstantin erst gegen Konkurrenten durchsetzen musste. Eine wichtige Frage spielte für die innere Verfassung des Reiches dabei auch das Verhältnis zur wachsenden Christengemeinde, die für das durch erzwungenen Kaiserkult zusammengehaltene Staatswesen gewonnen werden sollten. Versuche früherer Machthaber und von Zeitgenossen, die sich der göttlichen Verehrung der Kaiser verweigernden Christen durch Gewalt und Verfolgung, Enteignung und Ächtung gefügig zu machen, waren fehlgeschlagen.

Konstantin allerdings, der durch seinen Erzieher Lactanzius und seine Mutter Helena früh mit dem Christentum in Berührung gekommen war, erkannte das Potenzial, beendete die Verfolgung und suchte konsequent die Duldung und Förderung auch auf die Osthälfte des Reiches auszudehnen. Wie die von Bbr. Mantel vorgestellten Quellen berichten, setzte er nach der zentralen „Schlacht bei der Milvischen Brücke“ zumindest in utilitaristischer Haltung ganz auf den Christengott, der für ihn offensichtlich eine große Rolle bei der Durchsetzung gegen seine Gegner spielte. In vielfältiger Weise förderte er die sich überall im Reich strukturierende Kirche, gewährte Privilegien, baute bis heute wesentliche Hauptkirchen und griff selbst in Auseinandersetzungen um theologische Grundfragen ein. Bei Würdigung aller Quellen halte er die Überlieferung für sehr wahrscheinlich, dass sich Konstantin auf dem Totenbett schließlich tatsächlich habe taufen lassen, erklärte Bbr. Mantel. Exkurse auf die 1000-jährige Geschichte des Oströmischen/Byzantinischen Reiches und auf aktuelle Bezüge rundeten die engagiert und lebendig vorgetragenen Ausführungen ab. Auch die anschließende von Bbr. Sebastian Sasse geleitete Diskussion unterstrich die vielfältigen Auswirkungen der Religionspolitik Konstantins bis heute.

Bestens vorbereitet durch die Aktivitas, gab das erste Vereinsfest auf dem neuen Haus einen Eindruck, welche Möglichkeiten der am Sonntag von der Morgensonne verwöhnte Treffpunkt nun für alle bietet. Ein Rundgang im und um das Haus an der Flurstraße machte die Altherrenschaft auch mit den Fortschritten bei den Bauarbeiten vertraut. Besonderes Interesse fanden die großzügigen Zimmer: „So hätten wir gerne alle mal studiert!“

Nächste Veranstaltung ist das Geistliche Abendgespräch mit Bbr. Vikar Nobert Linden am Mittwochabend, zu dem herzlich eingeladen wird. Es beginnt um 19.30 Uhr und ist das letzte Treffen vor der Weihnachtspause.

 

14.12.2007
Interkorporatives Treffen von UV und CV 
Gemeinsamer Offener Brief zu RTL2-Fernsehserie

BORBECK.
Einen vergnüglichen Abend im adventlich hergerichteten Conventsaal des UNITAS-Hauses erlebten gut 20 Bundes- und Cartellbrüder von CV und UV am Freitagabend beim dritten Intercorporativen Treffen in Borbeck. Herzlich begrüßte Bbr. Richie Duckheim die Angehörigen des CV-Zirkels „Kohle“: „Wir freuen uns auf noch viele Gelegenheiten, den Kontakt zu verstärken und uns noch besser kennen zu lernen.“ Auch wenn noch manches auf dem Haus den Baustellencharakter nicht verleugnen kann - allgemein gab es viel Anerkennung für den neuen Treffpunkt an der Flurstraße. Bestens bewirtet von den Aktiven, gab es viele angeregte Gespräche und eine von Bbr. Christoph Weyer am Klavier begleitete veritable Sangesstunde. Bis in die Nacht zauberten die letzten der Mohikaner dieses Abends, der wie im Flug vorüberging. Vivant sequentes!

„Wir in Essen-Borbeck.“

Mit diesem Absender unterzeichneten die Anwesenden am Abend auch einen gemeinsamen Offenen Brief, der dem Fernsehsender RTL2 und örtlichen Medien zugehen wird. Gespräche in der UNITAS Ruhrania hatten dazu die Anregung und die schriftliche Vorlage gegeben. In ihrer ernstgemeinten Polemik "Zweifelhafter Ruhm" drücken die Unterschriften die einhellige Meinung zu einer so genannten "Doku-Soap" aus, die derzeit unter dem Titel „Wir in Essen-Borbeck“ ausgestrahlt wird (Das vielversprechende Logo der Sendung links). „So schön es wäre, wenn sich Kameras mal wirklichen Themen stellen würden, so klar muss für mit Menschen und ihren Gefühlen spielende, kühl und rücksichtslos berechnende Filmleute gelten: Bleibt zuhause, wenn ihr nichts Besseres zu tun habt“, erklären die Unterzeichner. „Wir nehmen uns lieber selbst auf die Schippe. Und allemal besser. Darin haben wir mehr Übung als Ihr. An unsere Zustimmungsquote zu unserer Stadt kommt Ihr niemals dran. RTL2 – jetzt erst recht: Zum Abschalten.“ Das Schreiben zum Download und zu den Erstunterzeichnern: MEHR ...

 

14.12.2007
Zweiter Adventsimpuls auf dem Haus
"Lebensstille" finden / Aufnahmeantrag

BORBECK. Für 15 Bundesbrüder und Gäste gab es am Mittwochabend einen weiteren gemeinsamen Schritt auf Weihnachten hin: Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann stellte in seinem adventlichen Impuls Maria als den Menschen vor, der in besonderer Weise in das Heilswirken Gottes hineingenommen und an ihm beteiligt ist. In seiner Homilie erläuterte er den Entwicklungsweg des Hochfestes der Immaculata über  Bernhard von Clairvaux, Thomas von Aquin und Duns Scotus bis zum Dogma von 1854.

Immer wieder gab er in dem nur durch Kerzen erhellten Conventssaal Gelegenheiten zum persönlichen Nach- und Mitdenken - auch um „Lebensstille“ zu schaffen, so der aus Altena angereiste Geistliche Verbandsbeirat. Maria, die vom ersten Augenblick ihrer Existenz in besonderer Weise begnadete, erklärte er, sei wie ein Kirchenfenster, durch das die Ostersonne ihres Sohnes Jesu Christi scheine. Die gemeinsamen Fürbitten galten auch der unitarischen Gemeinschaft, den Verstorbenen und Lebenden, insbesondere der Hausgemeinschaft an der Flurstraße. Mit dem Segen schloss er die Komplet.

Ein besonderes Zeichen dieses Abends: Erstmals im neuen Haus trug Helmut die kostbare UNITAS-Stola, ein Geschenk von Ehrensenior Norbert Klinke zur Priesterweihe. Für ein weiteres Geschenk, das nun das Haus selbst ziert, dankten die Bundesbrüder im Anschluss: Denn Bbr. Norbert Breiderhoff dedizierte der Ruhrania zum Nikolaus einen präparierten Korporations-Fuchs, der allgemeine Aufmerksamkeit fand, sicher noch lange sein neues Domizil bewohnen und früher oder später auch einen Namen bekommen wird. Von Bbr. Bernd Genser stammt zudem ein fescher neuer kleiner Kühlschrank, der gleich in die noch povisorische Theke integriert wurde. Bis weit nach Mitternacht dauerten die angeregten Gespräche über die Themen des Abends, über Hausbaufragen und die kommenden Veranstaltungen. Überraschender Besuch war mit Bbr. Erwin Matern Genser und seiner Frau etwa aus Angermund gekommen, ebenfalls zu Gast waren "Dr. Faustus" Heinrich Loosen,  Bbr. Dr. André Lipski, "Plato" Winfried Knobloch vom CV-Zirkel "Kohle", Bbr. Michael und Bsr. Birgitta Schneider aus Datteln. Einen besonderen Augenblick erlebten zuletzt Senior Daniel Muschellik, Roderich Oberstehöhfeld und Xhc Christof Beckmann, die in bundesbrüderlicher Runde ein offizielles Schreiben bezeugen durften: Neu-Hausbewohner Philipp Böcker, Student der Wirtschaftsinformatik aus dem westmünsterländischen Stadtlohn, stellte auf einem Bierdeckel den formvollendeten Antrag auf Aufnahme in die UNITAS Ruhrania. Ein weiterer, aber echter und lebendiger Fux.

 

Letzte Messe: Abschied von „Imma“ am 8. Dezember

Bilder vom festlichen Hochamt in St. Maria Immaculata: Die BbrBbr. Karol Rawski, Sebastian Sasse und Roderich Oberstehöhfeld (v.l.) vertraten die Aktivitas. Von der UNITAS bei der anschließenden Begegnung im Atrium: der Essener Zirkelvorsitzende Martin Gewiese, Albert Fuchs, Gerfried und Barbara Küpper, Christof Beckmann. Den CV-„Kohle“-Zirkel vertrat Bbr. Norbert Breiderhoff mit mehreren Mitgliedern, Bbr. Vikar Norbert Linden konzelebrierte. Zuletzt trafen die Aktiven, der AHV-X und der Xhc mit Cbr. Dr. Queens, dem stv. KV-Vorsitzenden, zu einem längeren Gespräch zusammen.BORBECK. Mit Bedacht als Termin ins Semesterprogramm aufgenommen hatte die UNITAS Ruhrania den letzten Gottesdienst am Samstag, 8. Dezember, in St. Maria Immaculata. Am Tag ihrer Verbandspatronin fand um 18 Uhr die letzte Messe in der siebzigjährigen Geschichte der Kirche statt.

„Es ist es nicht leicht, sich von diesem vertrauten Gotteshaus zu verabschieden“, so Pfarrer Dr. Jürgen Cleve in der gemeinsamen Einladung mit den Vertretern der Pfarrgemeinderäte von „Imma“ und St. Dionysius. Die Kirche geht auf das an gleicher Stelle 1917 errichtete Kloster des Oblatenordens (O.M.I.) zurück. 1920 war eine ordenseigene Kapelle entstanden, die die Patres für die Pfarrseelsorge nutzten. 1939 wurde das Pfarrrektorat St. Maria Immaculata innerhalb der St. Dionysius-Pfarre als Rektorat ohne eigene Vermögensverwaltung errichtet und dem Orden zur Seelsorge überlassen. Das Patrozinium geht sowohl auf die Verehrung der Gottesmutter zurück, als auch auf den an der Klosterkirche wirkenden Orden. 1957 wurde St. Maria Immaculata zur selbstständigen Pfarrgemeinde erhoben. Eine ganze Woche lang hatte die Gemeinde Abschied von dem Gotteshaus genommen, das als „weitere Kirche“ nach dem Strukturveränderungsplan des Bistums nicht mehr länger der katholischen Gottesdienstfeier zur Verfügung steht. In Zukunft wird die Russisch-orthodoxe Gemeinde das Gebäude nutzen. „Um den vielfältigen Gefühlen Raum zu geben“, wurde dazu eingeladen, „die Kirche ganz persönlich und in Ruhe zu besuchen, die festlichen Gottesdienste mitzufeiern und das Miteinander zu erleben“. Im Anschluss an die abendliche Messe nahm die UNITAS am Patronatsfest im Pfarrsaal von St. Maria Immaculata teil.

UNITAS-Vereinsfest eine Woche später

Ihr eigenes traditionelles Vereinsfest ist auf den kommenden Sonntag, 16. Dezember, verlegt: Nach dem Besuch der Messe um 10 Uhr in St. Dionysius treffen sich die Mitglieder auf dem UNITAS-Haus zum Frühstück und zur Wissenschaftlichen Morgensitzung. Bbr. Dr. Nikolaus Mantel wird in seinem Vortrag die „Konstantinische Wende“ in den Mittelpunkt stellen. Der Termin ist "ho": Für die nicht entschuldigten Mitglieder besteht Anwesenheitspflicht.

Vorbereitet wird das UNITAS-Vereinsfest zuvor durch den 2. Abend in der Reihe der Adventgespräche: „Maria, die im Ursprung Geheiligte“ lautet am Mittwoch, 12.Dezember, um 19.30 Uhr das Thema des Geistlichen Impuls des Geistlichen Verbandsbeirats Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann (St. Theresia vom Kinde Jesu, Altena-Evingsen) Gegen 21.45 Uhr schließt das Gespräch auf dem UNITAS-Haus mit der gemeinsamen Komplet. Dazu wird herzlich eingeladen. Am Freitag, 14. Dezember, findet im dritten Jahr das Interkorporative Treffen von UNITAS und CV-Zirkel "Kohle" im Veranstaltungssaal auf dem Haus statt.

 

8. Dezember 2007
Fuchs bewacht Maßnehmen für die Theke

BORBECK. Seit Samstagvormittag schmückt ein veritables Raubtier das Klavier. Dem hier noch ungenannten edlen Spender, der sicher in den nächsten Tagen und spätestens am 14. Dezember im Haus vorbeischauen wird, gilt schon jetzt der Dank des Vaterlandes. Da der lebensecht wirkende und bissig aussehende Zeitgenosse nun die Ecke mit den Ahnen bewacht, wird der Organist besondere Tierliebe an den Tag legen. In der gleichen Ecke aber ging es heute auch um die Zukunft der Meublage - an wichtiger Stelle, denn erfahrungsgemäß ist eine taugliche Theke nicht das unwichtigste Möbelstück in einem Verbindungshaus. MEHR

 

1. Dezember 2007
Barbaraball: Schloss-Schwoof im Frack

BORBECK. Ein festlich-vergnüglicher Abend auf Schloss Borbeck: Im vierten Jahr nahmen am 1. Dezember auch wieder Aktive und AHAH am jährlichen Barbara-Ball des CV-Zirkels „Kohle“ teil und schwangen im großen Saal das Tanzbein. Dem Sektempfang, der Begrüßung und dem gemeinsamem Abendessen folgten das „Glückauf“, das traditionelle Barbaralied und die Tanzeröffnung durch die Kohle-Chargen.

Zur Balleinlage galt es bald mit einem Missverständnis aufzuräumen. Anders als in einem verlesenen Eilfax an die Corona angekündigt, wird Borbeck doch kein eigenständiges Bistum werden. Obwohl sich bereits das gesamte Domkapitel mit Schutzengeln und den einzelnen Aufgabenbereichen vorstellte, wurde das Schreiben aus Rom schließlich als plumpe und derbe Fälschung entlarvt. Man wolle lieber das 50-Jährige des Ruhrbistums kräftig mitfeiern und könne einer solchen Entscheidung sowieso erst zustimmen, falls ein erzbischöflicher Sitz rund um Dionysius eingerichtet werde. Mit ihrer temperamentvollen Interpretation einer weiteren Borbecker Farbenstrophe (auf Klick anhören) verdienten sich die „Orginal Borbeckosacken“ schließlich Ihren Applaus und die Ballgesellschaft feierte weiter bis in den frühen Morgen. Die Unitarier waren mit Bbr. Werner Holthoff und Frau aus Gelsenkirchen vertreten, mit FM Sebastian Sasse (mit flotter Fliege) und Saskia, Bbr. Dr. Christof Beckmann mit Maria und Lisa, tanzbegeistert zeigten sich Bbr. Richie Duckheim und Eva, sowie Bbr. Christoph Weyers (im eleganten Frack) mit Cousine Maria.

 

30. November 2007
Gott mit Dir im Land der Bayern!
Bbr. Dr. Reinhard Marx neuer Erzbischof von München und Freising

 ROM / TRIER / MÜNCHEN. Papst Benedikt XVI. hat am 30. November, dem Fest des Hl. Andreas, unseren lieben Bundesbruder Bischof Reinhard Marx von Trier als 73. Nachfolger des Heiligen Korbinian zum neuen Erzbischof von München und Freising ernannt. 

Für den UNITAS-Verband übermittelte Verbandsgeschäftsführer Dieter Krüll dem 73. Nachfolger des Heiligen Korbinian noch am selben Tag herzliche Glück- und Segenswünsche: „Über diese Auszeichnung durch den Heiligen Vater und das damit zum Ausdruck gebrachte Vertrauen sind wir als Deine Bundesbrüder stolz und dankbar. Wir sind sicher, dass Du auch in Deiner neuen Aufgabe ein beeindruckender Zeuge für unseren Glauben und ein tatkräftiger Repräsentant unserer Kirche sein wirst. Durch unseren Einsatz und unser Gebet wollen wir auch in Zukunft Dein Wirken begleiten und unterstützen“, erklärte der Verbandsvorstand in bundesbrüderlicher Verbundenheit et semper in unitate
MEHR per Klick auf der Sonderseite.

 

28. November 2007
Advent: Den Weg bereiten
Pater Benedikts Impuls zu Johannes dem Täufer

BORBECK. Die Vorgespräche dieses Abends waren zunächst noch von einem ganz anderen Thema bestimmt: Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG hatte am Tag gemeldet, dass unser Bundesbruder Reinhard Marx (UNITAS Hathumar Paderborn / UNITAS Winfridia Münster, Bild rechts, unten: bei der GV 2007 in Trier), zuvor Weihbischof in Paderborn und seit 2002 Bischof von Trier, auf den Stuhl des bedeutenden Erzbistums München berufen werden soll. Noch stehen Bestätigungen aus Rom,  München und Trier aus, aber die offiziell voraussichtlich am Donnerstag verkündete Nachricht schlug jetzt schon ein: Ausgerechnet Reinhard, der bekennende Westfale, der uns Anfang der 90er Jahre als Geistlicher Direktor der Dortmunder Kommende Mut gemacht hatte, die Wiederbegründung unserer UNITAS-Korporation im Ruhrgebiet zu wagen! Und als beschlossen darf gelten: Nicht erst zur Kardinalserhebung in Rom werden die Ruhranen ihn natürlich besuchen und in die bayerische Landeshauptstadt aufbrechen.

Rund ein Dutzend Bundesbrüder widmeten sich aber anschließend knapp zwei Stunden dem auf der Tagesordnung stehenden geistlichen Impuls von Bbr. Pater Benedikt Kisters, mit dem er uns an den Advent heranführte. Den ersten in der Reihe der drei Gesprächabende auf Weihnachten hin widmete der im Jugendkloster der Redemptoristen in Bottrop-Kirchhellen tätige mehrfache Ruhranen-Senior der Betrachtung der Person Johannes des Täufers. „Gerade auch als katholische Studentenverbindung ist es unserer Anspruch, dem „Sich besinnen“ einen Ort zu geben“, erklärte Benedikt. Dies müsse bei jedem Einzelnen ganz persönlich ansetzen. „Sich ansprechen lassen“ sei die ureigenste Voraussetzung für Umkehr, die Möglichkeiten zur Entwicklung und zur Kursänderung bei lieb gewonnenen, aber nicht unbedingt lebensfördernden Gewohnheiten gebe. Mit einem Gebet zum Heiligen Geist eröffnete er seine Betrachtungen und stellte - wie angekündigt - keineswegs „heimelig-Besinnliches“ vor, sondern forderte durchaus auch die Nicht-Theologen heraus.

Johannes prägt den Advent

„Johannes, der Wegbereiter“ sei die prägende Gestalt des Advents. Er tritt mehrfach in den Texten der Gottesdienste auf. Eine der bekanntesten Stellen des in den historischen und synoptischen Zusammenhang der Evangelien gestellten „Vorläufers“ berichtet: „ln jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“

Wie Johannes nehmen auch seine Eltern Zacharias und Elisabeth im christlichen Glauben sehr prominente Stellen ein - ob im „Ave Maria“ oder im „Benedictus“. Seine eigentliche Bedeutung aber liege in seinem öffentlichen Wirken und dem Verhältnis, in das ihn die Evangelisten zu Jesus von Nazareth setzen. Mit Bezug zur Umkehrpredigt des Johannes lud Benedikt zu persönlicher Besinnung ein: Worin bereite jeder Einzelne den Weg? Wodurch tue dies die Gemeinschaft?, fragte der Redemptorist. „Wo räumen wir Hindernisse beiseite, damit Menschen zu Gott finden können? Schaffen wir es, unsere Botschaft mit „lauter Stimme“, unbesorgt, ohne Angst, zu verkünden? Wo will der Einzelne sich neu herausfordern lassen - im Umgang mit Verantwortungen, im Umgang mit anderen Menschen, in der Gemeinschaft?“ Man könne Johannes den Täufer und seine Umkehrbotschaft nur als historische Geschichte abhandeln: „Doch wenn wir hier zu Beginn des Advents diesen Vorläufer Jesu Christi in unsere Mitte stellen, dann tun wir das mit einem anderen Anspruch: wir wollen Gott ermöglichen, uns durch diesen Johannes und seine Botschaft anzurühren.“

„Ernstfall Reich Gottes“

Im durch Jesus begonnen Reich Gottes bereite sich jeder auch auf die Wiederkunft Christi vor. „Hier geht es um den Ernstfall“, so Benedikt. Jeder Einzelne und auch die Unitas als Gemeinschaft müsse eine Entscheidung treffen. Wegbereitung konkretisiere sich im alltäglichen Leben: „Gerade im Bezug auf unsere Gemeinschaft der Unitas ist das durchaus eine herausfordernde Frage“, schloss er mit einem Zitat des Jesuiten Alfred Delp, der vom letzten Sinn des Advent als der „Begegnung des Menschen mit dem Allerletzten, mit dem Absoluten“ sprach.

Den dichten Gedanken schloss sich eine sehr persönliche und engagierte Gesprächsrunde an. Die Themen berührten Fragen der Natur des Reiches Gottes, der Ewigkeit, philosophische, soziologische oder politische Aspekte, der täglichen Herausforderungen im Alltag, des aktiven Einsatzes für am Rand stehende oder die Frage der reinen Wissenschaft im Verhältnis zum tätigen Begegnung mit den Mitmenschen. Auch wenn viele der angesprochenen Punkte im Raum stehen bleiben mussten, darf dieser Auftakt für die Gesprächsreihe als Ermutigung gelten. Gemeinsam schloss die Runde mit der Komplet, dem von Pater Benedikt vorbereiteten Abendgebet der Kirche und dem Salve Regina.

Schlussnotizen: 
Das Skript von Pater Benedikt gibt es als PDF-File HIER ZUM DOWNLOAD.  Der Link zum Jugendkloster: www.jugend-kloster.de
Der Conventraum sieht nach dem Abend leicht verändert aus. Im Anschluss an das Treffen kamen endlich die noch bislang in Kisten verstauten Bilder an die Wand (s. Bilder von der Gesprächsrunde und vom derzeitigen Raumeindruck).

 

 

- EINLADUNG - 
Impulse durch den ADVENT

Vor der am Mittwoch beginnenden adventlichen Gesprächsreihe schrieb Bbr. Rüdiger Duckheim einleitende Gedanken, die wir im folgenden wiedergeben - mit ihnen lädt die UNITAS Ruhrania herzlich auf das Haus ein! 

Liebe Bundesbrüder, liebe Bundesschwestern, 
verehrte Damen, liebe Gäste, 
liebe Freunde, werte Farbenbrüder,


die Kirche steht an der Schwelle zu einem neuen Kirchenjahr. Gestern haben wir das Fest Christkönig gefeiert. Die Texte im November waren endzeitliche Texte, die von Vergänglichkeit, Gericht und Gottesherrschaft am Ende der Zeiten gesprochen haben. Endzeitliche Texte erwarten uns auch zum Beginn des Advents. Sie bereiten uns auf das zweifache Kommen des Herrn vor - zum einen auf seine Menschwerdung, zum anderen auf seine Wiederkunft in Herrlichkeit. So mahnt uns der Evangelist Matthäus zum Beginn des Advents zur besonderen Wachsamkeit: „Darum haltet Ihr Euch bereit, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der Ihr es nicht erwartet“ (Mt 24, 44). Und der Apostel Paulus ruft uns auf: „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes.“ (Röm 13, 12) 

Die Einladung rechts als PDF zum DOWNLOAD

Die Adventszeit- eine friedliche Zeit? Eine Zeit für romantische Glühweinabende, Weihnachtsmarktbesuche und Melodien von „Stille Nacht“ und „Still, still, still, weil´s Kindlein schlafen will“? - Die Vorbereitung auf die Ankunft Christi ist eine Zäsur. Sie reißt die Menschen heraus aus der „vorweihnachtlichen Romantik“. Das eigene Leben, die soziale Lage der Gesellschaft, soziale Ungerechtigkeit auf der Welt, Krieg, Folter, Terror, Hoffnungslosigkeit, Armut, Angst, Schrecken und Not kommen in den Blick und konfrontieren uns. Es wächst die Sehnsucht nach Befreiung, nach Erlösung, nach Erfüllung der prophetischen Verheißungen. Die Vorbereitung auf die Ankunft Christi zeigt dann aber sicherlich auch, dass Christus der Handelnde, der Rettende, der Erlöser ist. Er führt das Reich Gottes herauf und ruft uns zur „Mithilfe“, zur Umkehr und Nachfolge auf. Er überlässt uns nicht uns selbst und überfordert uns nicht. Sein Vertrauen ganz in Gott setzen zu können, sich in seiner Hand geborgen zu fühlen und sich von ihm geliebt zu wissen, ist damit gleichsam eine adventliche Erfahrung, die uns deswegen sogar eine gewisse „adventliche und vorweihnachtliche Romantik“ erlaubt.

Die UNITAS Ruhrania lädt alle Bundesschwestern, Bundesbrüder, die lieben Damen und Gäste sehr herzlich ein, ein Stück des Weges der adventlichen Besinnung und Vorbereitung gemeinsam zu gehen. Wir bieten hierzu an drei Abenden Gelegenheit. Wir beginnen am kommenden Mittwoch, den 28.11.2007 um 19:30 Uhr. Bbr. Pater Benedikt Kisters begleitet uns zum Thema „Johannes, der Wegbereiter“. Am 12.12.2007 um 19:30 Uhr wollen wir uns mit dem Thema „Maria, die im Ursprung Geheiligte“ beschäftigen. Der Geistliche Beirat des UNITAS Verbandes, Bbr. HH Helmut Wiechmann führt durch den Abend. Schließlich werden wir uns am 19.12.2007, 19:30 Uhr gemeinsam mit Bbr. HH Vikar Norbert Linden mit dem Thema „Immanuel, der Gott mit uns“ beschäftigen.

Zum Abschluss der Abende wollen wir jeweils gemeinsam die Komplet, das Abendgebet der Kirche, beten. 
Die UNITAS Ruhrania würde sich freuen, an den dei Abenden viele Bundesbrüder, Bundesschwestern, Freunde und Gäste auf ihrem neuen Haus im Ruhrgebiet begrüßen zu dürfen.

semper in unitate, Rüdiger Duckheim v/o Richie

p.s.: Wir sind über jede Rückmeldung dankbar, um die Abende besser vorbereiten zu können.

25.11.2007
Fundgrube Internetseite

BORBECK. Beim näheren Hinsehen entpuppt sich das Internetangebot der UNITAS Ruhrania offensichtlich als Fundgrube für vielfältige Interessen. Zahlreiche Links verweisen inzwischen auf unsere Seiten  - nicht nur von den vielen UNITAS-Seiten von Verband und anderen Ortsvereinen. Besonders historische Themen sind zahlreich verlinkt – bis hin zu den Zeitungsfunden, die wir bei der Renovierung des „Feldschlößchens“ gemacht haben. Sie finden sich seit langem etwa beim Heimatverein in Gelsenkirchen wieder.

Interessante Nachfragen gab es dieser Tage wieder zu einigen Themen, die wir auf unseren Seiten bereithalten: So meldete sich jetzt per Mail ein Urgroßneffe von Bbr. Dr. Peter Kreutzer, des ersten Stadtdechanten von Groß-Essen (Bild links). „Außer seinem Gedicht `Büderich mein Heim am Rhein´ und den Erzählungen meiner Altvorderen ist mir wenig über Peter Kreutzer bekannt. … Ich bin dankbar mehr über Peter Kreutzer erfahren zu haben!“, schreibt Christoph Weiers, niedergelassener Gynäkologe in Neuß. Mit Bbr. Kreutzer ist er in dritter Generation über dessen Bruder Engelbert verwandt. Peter Kreutzer, Senior der Bonner UNITAS und in der unitarischen Geschichtsschreibung neben Hermann Ludger Potthoff aus Werden als der „zweite Gründer“ der UNITAS bezeichnet, war vor genau 100 Jahren - 1907 - zum Pfarrer an St. Johann Baptist in Essen-Altenessen berufen und 1925 zum Stadtdechant von Groß-Essen ernannt worden. 27 Jahre wirkte er als Großstadtseelsorger in der Ruhrmetropole. An seiner Kirche wirkte als Kaplan Bundesbruder Dr. Carl Klinkhammer, der als erster Priester von den Nazis verhaftete „rote Ruhrkaplan“ und spätere „Bunkerpfarrer“ von Düsseldorf. Als Bbr. Peter Kreutzer am 10. Juni 1934 starb, gaben ihm Kardinal Karl Josef Schulte aus Köln und 150 Priester das letzte Geleit.  

Ebenfalls lebhaftes Interesse signalisierte am Wochenbeginn ein Anruf zu unserem Aufsatz zur Europa-Fahne und ihrer Symbolik. Der Beitrag, der über unsere Leitseite zu Europa-Themen abgerufen und gelesen werden kann, schildert die bewegte Geschichte dieses Symbols der europäischen Einigung.  Erst 1985 wurde die vom Europarat verwendete Flagge von allen Staats- und Regierungschefs als offizielles Emblem der Europäischen Gemeinschaften angenommen. DFlagge der EUas Emblem der Europäischen Union zeigt einen Kranz von zwölf goldenen fünfstrahligen Sternen, deren Spitzen sich nicht berühren, auf kobaltblauem Hintergrund, als Zeichen der Union der Völker Europas. Die Sterne stehen nicht für die Anzahl der Mitgliedsstaaten, denn die Zahl Zwölf gilt als Symbol für Vollkommenheit und Einheit. Der Fahne mangelt es nicht an christlichen Bezügen, wie die nebenstehende Abbildung der Maria Immaculata zeigt. 

Das Fest seiner Verbandspatronin (8.12.) begeht die UNITAS Ruhrania in diesem Jahr am 16. Dezember mit dem Vereinsfest, der Messe um 10 Uhr in St. Dionysius Borbeck und anschließender Wissenschaftlicher Morgensitzung auf dem Haus in der Flurstraße. Den Vortrag hat Bbr. OStR Dr. Nikolaus Mantel übernommen. Der Latein- und Geschichtslehrer am Essener Humann-Gymnasium und Quaestor des Hausbauvereins spricht über die "Konstantinische Wende". Am Freitag zuvor (14.12.) steht das Interkorporative Treffen mit dem CV-Zirkel Kohle im "Feldschlößchen" in ihrem Zeichen.

Dass es immer wieder Fragen und Kommentare zur Ruhranen-Seite gibt, freut uns sehr. Eigentlich müssten wir mit dem geplanten neuen Internetauftritt auch langsam eine Kommentarseite einrichten. Aber man kann ja auch so mailen: ruhrania@unitas.org.

 

24. November 2007
Conventsaal unter dem Dach nimmt Gestalt an

BORBECK. Erwartungsvolle und tatendurstige Mienen kurz nach 10 in der Küche auf dem Haus: Der Kaffee ist schon durch. Lagebesprechung, ausschwärmen, anpacken. Der Gang geht rund ums Haus, in den Keller, ins Dach. Und zuerst mal ist Räumen im Keller angesagt. Ein Samstagseinsatz auf dem Haus, wie vom Dienstag-Convent beschlossen. Und das Ergebnis am Abend sah schon nach Meinung der unitarischen Robotniks ziemlich ordentlich aus … Mehr im Bautagebuch.

 

24. November
Samstag: Finish im Conventraum

10 Uhr, Samstag, 24.11.,  Kaffee und Staub auf dem Haus.

Am Samstag - so ein Conventsbeschluss vom Dienstag - rücken wir dem offenen Gebälk im Dachgeschoss zu Leibe: Es kommen ab 10 Uhr die dafür vorhandenen Schwingschleifer zum Einsatz, um den neuen Leimbinder und auch die Tragbalken von ihrem 100-jährigen Dreck zu befreien. Mal gucken, wie wir das mit der farblichen Fassung anschließend lösen. Mehr im Bautagebuch.

 

18. Nov. 2007
Aktuelle Änderungen im Semesterprogramm

Für das laufende Programm im WS 2007/2008 gibt es zwei Änderungen. Darauf macht der UV-Zirkelvorsitzende Bbr. Martin Gewiese aufmerksam. Danach wird die für den 5. Dezember angesetzte Wissenschaftliche Sitzung zum Thema „Armenien – das erste christliche Land“ von Bbr. Gregor Heinrichs am Mittwoch, 13. Februar 2008 um 19.30 Uhr im Istra (Essen-Rüttenscheid, Rüttenscheider Str. 159) stattfinden.

Für den ursprünglichen Termin ist am selben Ort ein anderes Thema vorgesehen. Fbr. Heinrich Loosen (Frisia Breslau zu Essen im Schwarzburgbund) behandelt am 5. Dezember das Thema „Die Dichtkunst im Dienst der Politik“. Zu beiden Veranstaltungen wird herzlich eingeladen.

 

13. November 2007
Convent beschließt Sonderconvent
Tagesordnung wird am kommenden Dienstag fortgesetzt

BORBECK. Volle Tagesordnung beim 2. Semester-Convent: Erst nach Mitternacht endete die Runde, nicht behandelte Tagesordnungspunkte wurden auf den nächsten Dienstag auf einen Sonderconvent vertagt.

Nach der offiziellen Meldung von Bbr. Karol, der zur Fortsetzung seines Promotionsstudiums von UNITAS Franko-Saxonia Marburg nach Essen gewechselt ist, zogen Senior Daniel Muschellik und die Aktiven Bilanz zum bisherigen Programmverlauf. Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt das Semester zunehmend besser in Fahrt, gut besuchte Veranstaltungen und besser klappende Versorgung tragen ihren Teil dazu bei. Bereits bis in den Sommer richteten sich sprühende Ideen, wie sich die ganz neuen und noch ungewohnten Möglichkeiten des eigenen Hauses besser nutzen lassen, um die UNITAS an Ort und im Uni-Umfeld präsenter zu machen. Allgemein ist die Vorfreude auf die Veranstaltungsreihe, mit der die Ruhrania  in und durch den Advent gehen will. Einer Anregung aus der Gemeinde St. Dionysius folgend, sollen dazu auch Aushänge gemacht werden. Ein bereits fertiger doppelseitiger Bericht mit Veranstaltungshinweisen wird u.a. im nächsten "Rund um den Kirchturm" erscheinen.

Zum Bericht aus dem Hausbauverein gehörte der Ausblick auf die anstehenden Restarbeiten zum Ausbau des Hauses: Letzte Türen sollen eingebaut werden, die Internetfrage ist auf dem Weg, gesucht werden noch kräftige Hände, die sich mit den Schleifmaschinen am Tragbalken im Conventsaal versuchen. Im Übrigen lichtet sich die Dunkelheit hinter dem Haus: Dies ist nicht nur den fallenden Blättern geschuldet, sondern einer großen Holzaktion, die am Dienstag das ganze Haus freigeschnitten hat. Dazu hier per Klick mehr mit Bildern im Bautagebuch.

 

Am 13. November ist Convent

ESSEN-BORBECK. Am Dienstag, 13.11., versammelt sich die Aktivitas zum zweiten Convent des laufenden Semesters. Das Treffen beginnt um 19.30 Uhr auf dem UNITAS-Haus. Wünsche zu Tagesordnungspunkten nimmt der Senior entgegen. Auf dem Programm stehen u.a. Absprachen zu den nächsten Veranstaltungen und Fragen rund um das Haus.  

Dazu gehört auch der Stand der Baumarbeiten, die am Montagmorgen, 12.11., angegangen werden. Eine fachkundige Besichtigung des Bestandes im Biergarten ist bereits vorgenommen worden. Zu den Arbeiten zählen die Auslichtung der großen Platane, die inzwischen ihre Zweige weit über den Möllhoven streckt, aber auch das Entfernen des Ahorns und der Linde, die mit ihren Ästen beide großen Platanen am Ausbilden ordentlicher und standfester Kronen hindern. Die Arbeiten sollen in der nächsten Woche durch eine Firma ausgeführt werden. Zu den baulichen Themen im Haus zählen weiterhin die Möblierung des Veranstaltungssaals, das Fertigstellen der Abschleifarbeiten am großen Leimbinder und der Stand zum Einbau der Türen. Die Vereinsdevotionalien haben inzwischen einen ersten Platz gefunden: Im 1. Geschoss steht ein von Daniel und Pater Benedikt zusammengebauter Schrank, in dem nun die Pekeschen, Schläger und alles andere verstaut sind.

 

11.November
Jahrestag der Ermordung der Lübecker Märtyrer

Selbst auf der katholischen Inselkirche in Westerland/Sylt war es in diesen Tagen nicht zu übersehen: Das Plakat (s. Foto rechts) zur Ankündigung des 64. Jahrestages der Ermordung der vier „Lübecker Martyrer“, deren Gedenken am Sonntag, 11. November, um 18 Uhr im „Kleinen Michel“ in Hamburg begangen wird.

Am 10. November 1943 wurden unsere Bundesbrüder Johannes Prassek (* 13.8. 1911 in Hamburg, UNITAS Ruhrania) und Eduard Müller (* 20.8. 1911 in Neumünster) mit Hermann Lange (* 16.4. 1912 zu Leer in Ostfriesland) und Pastor Karl Friedrich Stellbrink im Gefängnis Holstenglacis durch das Fallbeil hingerichtet. Der Prozess gegen die von der NS-Justiz des Landesverrats beschuldigten Kapläne aus Lübeck und den evangelischen Pfarrer dauerte kaum zwei Tage (22./23. April). In der Anklage gegen die drei katholischen Geistlichen, die gemeinsam an der Lübecker Herz-Jesu-Kirche in der Seelsorge tätig waren, hieß es: „Ihnen ist zur Last gelegt, seit 1940 oder Anfang 1941 ständig deutschsprachige Sendungen des feindlichen Rundfunks abgehört und verbreitet und dadurch