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+ + + Hier die aktuellen Berichte vom Fortschritt der Renovierungsarbeiten im "Feldschlößchen" an der Borbecker Flurstraße + + +

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12. Mai 2008
Dicke Arme - wie gehabt

BORBECK. Beim Zug durch die Wüste hatte es Moses einfacher: Links und rechts stützten sie seine Arme, als es mit scharfem Schwert gegen die Amalekiter ging - nachzulesen in 2.Mose 17. Und alles wurde gut. Am Samstagabend fühlten sich alle irgendwie wie der Erzvater Moses: Dicke Arme inklusive. Denn es ging beim Arbeitseinsatz noch mal mit Pinsel und Rollen an Wände und Balken. Das erfreuliche Ergebnis nach geschlagener Schlacht: Unterer Hausflur fertig, innerer Flur ebenfalls samt Decken, das große Zimmer unter dem Dach und die Balkenkonstruktion in nussbrauner und weißer Lasur bearbeitet. Trotz Convent, der ab 10 Uhr vier Stunden lang die letzten Ereignisse und kommenden Termine reflektierte.

Ab halb 9 Uhr ging es an die vorbereitenden Arbeiten, ans Abkleben, Sortieren und Löcher verputzen. Bernd und CB gingen schon mal ans Werk, bis Senior Richie, Daniel, Roderich, Christoph, Sebastian und Matthieu dazustießen und im Conventsaal fleißig fürs gemeinsame Frühstück eingedeckt wurde. Konzentriert der Start mit dem Vereinsgebet, eine lange Tagesordnung lag vor: Thematisiert wurde der Abschluss der Programmverschickung, die am Nachmittag erfolgte, die Liste mit Ehrengästen zur Hausöffnung am 31. Mai, die Reihenfolge der angefragten Grußworte und alle Detailfragen von der Versorgung über die Bestuhlung, Informationen zur Sanierung und Nachmittagsprogramm bis zu Führungen durch das neue Haus. Geklärt ist ebenfalls, dass die Monturen und Schläger der Ruhrania aus Köln abgeholt werden, wo sie nach der Generalversammlung durch ein Missverständnis liegengeblieben waren.

Mit vereinten Kräften - Martin Gewiese, der Essener AHZ-Vorsitzende, stieß am Mittag zum Streichkonzert hinzu -, ging es auf drei Baustellen durch den ganzen Nachmittag bis um 20 Uhr weiter: Im unteren Hausflur machten sich Bernd und Matthieu v/o Picasso zu schaffen, Martin Gewiese nahm sich das gesamte große Zimmer unter dem Dach vor und die von Heinrich Müller am Morgen mitgebrachte Lasur schaffte eine perfekte farbliche Angleichung der grünen Rohbalken an das alte Trägerwerk im Dach. Die Querbalken wurden von CB und Daniel in gleicher Farbe abgesetzt, beim zweimaligen Weißlasieren des großen Leimbinders packte Matthieu mit an. Der grüne Querbalken in der Ecke ist nicht mehr zu sehen und verschwand hinter weißer Farbe, Farbspritzer und Fehlstellen wurden nachgepinselt. Zurück blieb ein völlig veränderter Raumeindruck: Optisch geweitet und verbreitert, kommt im Raum nun das Dachgestühl komplett zur Geltung. Dass bereits in den Vortagen ordentlich geräumt worden war, sieht man dem Haus bereits an.

Bbr. Martin Gewiese will in der kommenden Woche noch einmal nachlegen, bevor der Rest durch die angefragten Firmen erfolgen kann: Maler Tholenberns wird in den kommenden Tagen die Türen und Zargen aufarbeiten sowie an die restlichen Wandflächen gehen. An die oberste Treppe geht Fa. Bilardo und schleift die restlichen Stufen, anschließend werden Profilleisten, Fußleisten und ein Handlauf ergänzt. Und in einer stillen Stunde kommt auch der antike Leuchter an die Decke im Treppenhaus.

 

26. April 2008
Mehr Grün, mehr Licht, mehr sauber

BORBECK. Inzwischen stehen wieder Kleinigkeiten an: So ein Samstag vergeht eben doch nicht ohne irgendwelche Aktivitäten rund um die jetzt von außen so repräsentative Hütte. Der Versuch allerdings, den alten Kronleuchter in zentralen Auftrittsbereich im ersten Obergeschoss zu montieren, wurde wieder abgebrochen. Der von Bbr. Norbert Breiderhoff komplett neu elektrifizierte und reparierte bronzen-kupferne Hingucker aus der Entstehungszeit des Hauses um 1900 war mit runden Opallichtern ausgestattet, einer konzentrierten Sichtprobe unterzogen, doch für zu hell und zu beherrschend für den kleinen Bereich empfunden worden. Eine Alternative zum Hängen und Installieren ist das untere Treppenhaus, in dem das ganze wirklich vorzeigbare Teil erheblich besser zur Geltung kommen wird. Hier soll nun zunächst aber erst der letzte Anstrich erfolgen.

Doch Ideen gehen an solchen Tagen nun mal nicht aus. Nach der Formel "Samstag + CB + Hornbach + Karte = Machen" schmückt seit dem Nachmittag nicht nur eine neue sensorgesteuerte Lampe den Eingangsbereich, sondern auch ein Ersatz für den flotten blauen großen Briefkasten und ein Pflanzkübel mit einem pieksigen Irischen Säulenwacholder, unter dem auch das Rest-Efeu aus den alten Kübeln versucht, einen Platz an der Sonne zu ergattern. Für die komplizierte Schaltung hatte Mathieu den Dreh raus, Daniel sorgte dafür, dass niemand von der Leiter fiel, CB und Tobias staunten über die schnelle Bohrerei. Die Klebestreifen waren auch schnell entfernt und rund um den ganzen Eingangsbereich sieht es - wie schon einmal früher an dieser Stelle heftig moniert - ekelhaft sauber aus. Edel geht die Welt zugrunde …

 

25. April 2008
Wanderer, kommst Du nach Borbeck …

BORBECK. Auf den Tag genau zwei Jahre vergingen seit der letzten und entscheidenden Sitzung des unitarischen Zentralen Hausbauvereins am 22. April 2006 im fahnengeschmückten  damaligen Gesellschaftsraum, auf den Tag zwei Jahre später platzte das neue „Feldschlößchen“ aus der Schale, fast auf den Tag genau nach einem Jahr fiel das Gerüst. Langsam fällt auch die Anspannung der letzten Tage - bis zur eigentlichen Eröffnung des ganzen Haus in wiederum genau einem Monat ….

Pünktlich zum ersten offiziellen normalen Betrieb der Gastronomie war am Freitagabend die nachgeputzten Sockelzone grau gestrichen und verleiht nun dem Gebäude optisch einen sicheren Stand. Der bislang noch nicht fertiggestellte Rundbogen über dem Eckfenster zur Straßenecke Flurstraße/Möllhoven ist nachgezogen und weiß abgesetzt, auch die Restflächen sind farblich endbehandelt. Selbst die lange mit Graffitti verunzierte Garage hat einen neuen Anstrich in der Farbe des Hauses bekommen. 

Den ganzen Tag über begleiteten anerkennende Kommentare von Passanten die letzten Arbeiten, Autos verlangsamen immer noch die Fahrt. Vor allem Laufkundschaft machte sich am Abend zur Einkehr im neuen „Feldschlösschen“ auf - die Parkplatzsituation war deutlich entspannter als bei den internen Eröffnungsfeiern. Zartes Grün reckt sich mittlerweile aus den auf den Stiel gesetzten Sträuchern im Garten und es scheint, als nähmen die mit neuer Bewegungsfreiheit verwöhnten Platanen geradezu Anlauf, um sich richtig auszubreiten. Unterm Strich wird nun deutlich, dass es richtig war, der wunderlich-einzigartigen Fassade keine buntere Farbgebung zu verpassen: Zurückhaltend, aber profiliert, erobert sich das Haus seine beherrschende Lage an der Straße zurück. Und die UNITAS-Fahne am Turm ist von allen Seiten schon von weitem zu sehen. Da möchte der Wanderer doch gleich einkehren …

 

22. April 2008
Premieren-Party: Es ist geschafft!

BORBECK. Gut 150 geladene Gäste erlebten am Dienstagabend die lang erwartete Premiere an der Flurstraße: Zur Eröffnung des „Feldschlösschens“ erstrahlten erstmals die Außenlampen an der Fassade, in warmes Licht getaucht präsentierten sich die Innenräume, und bald türmten sich Blumengestecke auf jedem freien Platz. Im Namen der UNITAS gratulierte mit allen angetretenen Bundesbrüdern der Ruhranenfamilie der Vorsitzende des Hausbauvereins CB der alten, grundüberholten „Dame Feldschlößchen“ und den neuen Betreibern der Gaststätte mit einem großen immergrünen Buxus und dem traditionellen Wunsch „Vivat, floreat, crescat!“ Arnd Fidorra dankte mit Harold van Kranen für die Möglichkeit, in diesem „außergewöhnlichen Haus“ den Startschuss geben zu können und eröffnete gut gelaunt das Büffet.

Bis weit nach Mitternacht erlebten die angereisten Gäste und Bundesbrüder das Feldschlößchen aus einer völlig neuen Perspektive: Die seit Dezember 2003 in Agonie und Ruinenstaub liegende kapriziöse Madame mauserte sich in den vergangenen  Tagen zu einer lebhaften kleinen Persönlichkeit, die zweifellos schnell Freunde finden wird. Dies bestätigten auch einstimmig die anwesenden Freunde aus dem Vorstand des CV-Zirkels Kohle, die Alten Herren UV-Zirkel Essen mit dem Vorsitzenden Martin Gewiese. Auch der Vorsitzende des Altherrenvereins und Geistliche Verbandsbeirat Helmut Wiechmann zeigte sich ganz angetan vom spanisch anmutenden Essen und zudem als gelernter Maler und Lackierer begeistert von der stimmigen Farbgebung, wie er betonte. Senior Rüdiger Duckheim überreichte für den Studentenverein ein repräsentatives Gästebuch und ließ sich nicht nehmen, wie die anwesenden Bundesbrüder aus dem umgehenden 3- Liter-Maisel-Stiefel einen ordentlichen Streifen zu reißen. Auch die Hausbewohner kamen auf ihre Kosten - spätestens, als eine als Putzfrau verkleidete Freundin der Gastronomen eine beherzte und engagierte Showeinlage auf einem der Tische präsentierte.

Eine Veranstaltung, wie sie nicht zuletzt von den verantwortlichen Bundesbrüdern seit Jahren vor dem geistigen Auge immer wieder in allen Varianten durchgespielt worden war: Insbesondere Bernd Genser und CB teilten beim nächtlichen Blick auf das muntere Treiben den Eindruck, das nunmehr alles wirklich auf den Weg geschickt ist. Mit Spannung bis zur letzten Sekunde lebte ein „Evergreen“ wieder auf, ein Haus erwacht nun zu ganz neuem Leben - mit dem Segen der am Nachmittag zur Konzessionierung angetretenen Mannschaft verschiedener Stellen der Stadt Essen. Mit den dabei anwesenden Architekt Otfried Jäger und Bauleiter Reiner Schlenkermann waren die Dinge auf den Weg gebracht worden und es sollte sich bald die Möglichkeit ergeben, mit allen am Bau Aktiven einfach einmal zu sitzen und den Augenblick zu genießen. Dass diverse ausstehende Arbeiten an der Fassade am Mittwoch und in den Folgetagen noch zu erledigen sind, liegt nun in offensichtlich in der Natur der Sache. Und nicht verschwiegen werden kann, dass nach den letzten Bauarbeiten (Bilder s. oben) schließlich doch noch erst kurz vor der Eröffnung das Gerüst fiel, das ausgerechnet über dem Eingang zur Gastronomie noch bis zum nächsten Tag stehen zu bleiben drohte. Genau 11 Minuten nach Start der Festlichkeiten verließ der Gerüstwagen mit den sportiven Mitarbeitern von Gerüstbau Werner aus Oberhausen vollbepackt das Gelände. Und hinterließ eine korsettfreie, komplett verjüngte Dame, die sich jetzt auf viele Gäste freut.

 

21. April 2008
Zögerliche Entblätterungen

Als ob es noch besonders spannend werden sollte: Die komplett geliftete alte Dame an der Flurstraße schien am Montag in Champagnerlaune. Sie zierte sich. Was auf dem seit fast exakt einem Jahr stehenden Gerüst alles noch zu machen war, sollte bis zum frühen Nachmittag erledigt sein - für 16 Uhr war ein Pressetermin angesetzt. Und immerhin war zu diesem Zeitpunkt dann wenigstens schon die Hälfte des Gestänges gefallen. Als ob sich die über Hundertjährige nach der Komplett-OP so ganz ohne Korsett noch nicht auf die Straße traute. …

Pünktlich zum vereinbarten Fotoshooting war aus dem Dachgeschoss von den Bundesbrüdern die wehende Fahne am frisch montierten Zweimetermast aufgezogen. Doch der Wagen zum Abbau der restlichen Stangen und Bohlen kam einfach nicht wieder. Dafür blieb die gesamte Haustüre zum Studentenheim vollständig zugestellt und vergittert - zur großen Freude der Hausbewohner, die es einfach nicht fassen konnten und zuletzt selbst Hand anlegten. Ob die Sockelzone am Dienstag noch komplett durchgezogen werden kann, ist wohl fraglich, ebenso erinnert der fehlende Rundbogen und das Fensterbrett an der Hausecke daran, dass es mal Termine gab, die nicht eingehalten wurden. Blieb zuletzt keine andere Wahl, als schließlich auch den ganzen Dreck vor dem Haus in Eigenleistung vom Gehsteig zu fegen, damit er von den staunenden Passanten nicht breitgetreten wurde. Gäste, die sich am Dienstagabend im Haus einfinden, werden gleichwohl noch mehr überrascht sein, denn „Madame Feldschlösschen“ hat nun mal nicht nur die Fassade verändert. Vor allem mit ihren inneren Werten wird sie in Zukunft ihre unwiderstehlichen Reize entfalten. Davon sind nicht nur die Bundesbrüder der UNITAS überzeugt, die für den Fotografen schon mal an der Theke Probe sitzen durften. Und damit in der Ausgabe der BORBECKER NACHRICHTEN am Donnerstag unweigerlich wieder mal die Zeitungsseiten zieren.

 

19. April 2008
Stimmung am Bau durchwachsen

BORBECK. Während am Samstag schon vor 6 Uhr die ersten Handwerker im Erdgeschoss unterwegs waren, bevor das große Getümmel der verschiedenen Gewerke bis zum Abend erst richtig anfing und sämtliche Fenster und Räume einer intensiven Generalreinigung unterzogen wurden, war die Stimmung bei Aktiven und Hausbauverein am Samstag durchwachsen.

Anders als ausgemacht, waren bereits am Freitag die letzten Malerarbeiten an der Außenfassade nicht fortgesetzt worden, auch am Samstag, ebenfalls einem Tag mit strahlendem Sonnenschein, änderte sich das nicht - kein Mensch da. Ursprünglich für Freitag vorgesehen, dann auf Samstag und jetzt auf Montag verschoben ist damit auch er Abbau des Gerüstes am Haus. Denn es wird noch für die letzten Arbeiten gebraucht, etwa für das Anstreichen der Fensterbänke oder die Installation des Abluftrohrs. Mit allem muss die beauftragte Firma bis Montag, 16 Uhr, durch sein: Dann nämlich gibt’s einen Fototermin mit der Presse. Auch wenn der immer noch fehlende Bogen um das Eckfenster, die Sockelzone wie auch die Reinigung rund ums Haus bislang immer noch lange nicht fertig sind. Was auch bis zur ersten kleinen internen Eröffnungsfeier am Dienstagabend schon technisch eigentlich kaum klappen kann. Es sei, denn wir werden durch verstärkten Einsatz vom Gegenteil überzeugt - samt Komplettreinigung des Möbel- und Fahnenlagers, das zwischenzeitlich von den Handwerkern als Lager für alle möglichen Utensilien genutzt worden war. Eine ausführliche Fotodokumentation zeigt, in welchem Zustand der Kellerraum sich derzeit noch befindet.

Ebenfalls am Samstag ebenfalls nicht angegangen wurden von den dafür verantwortlichen Firmen die Säuberungsarbeiten im Keller, wo die Sanitärarbeiten eine Menge Durchbrüche und Dreck von den Bohrungen gebracht hatten. Der Technikraum mit Heizungs-, Telefon- und Internetinstallationen wurde als Vorzeigeobjekt immerhin am Mittag selbst komplett gereinigt und es ist zu hoffen, dass die anderen Räume in ähnlicher Weise wiederhergestellt werden. In spontaner Aktion griffen sich die Aktiven um Roderich, Philipp und Hausgast Matthieu  Schaufeln und Besen und schippten wenigsten den von den Estrichleuten auf dem Parkplatz hinterlassenen Sand auf einen Haufen, der Schrottmann holte die restlichen Metallmöbel und Stahlplatten ab und am Schwarzen Brett kann schon die Speisekarte der Gastronomie studiert werden. Auch die lange vermissten Traufbretter wurden vom Zimmerer am Samstagvormittag endlich angebracht. Ein frisches Bier vom Zapfhahn in der Gastronomie am Nachmittag konnte die Gemüter über diesen letzten recht ineffektiven Samstag wenigstens etwas beruhigen. Am Montag sollen die Fassadenleute ab 7 Uhr auf dem Gerüst sein. Wir werden sehen.

 

17. April 2008
Kleinigkeiten erfreuen das Gemüt

BORBECK. Mittwoch und Donnerstag kam der zweite Anstrich an die ganze Bude - rundherum ist alles komplett, Folien kamen von den Fenstern, saubergemacht sind sie auch. Und Kunst am Bau ist ebenfalls gefragt: Die Rauten in den Putzapplikationen unter den Fenstern sind grau abgesetzt, versuchsweise sind desgleichen auch die Kämpfersteine in den Rundbögen ausgeführt. Während wir doch wohl lieber auf eine farbige Hervorhebung dieser Steine verzichten, werden die Fensterbänke auf jeden Fall in dem selben Grau nachgepinselt. Wie die Bilder deutlich machen, braucht nun eigentlich nur noch das Gerüst zu fallen. Dies ist für Montag fest geplant ….

Ansonsten geht’s in der Gastronomie mit Schreinerarbeiten weiter, die Theke sitzt bereits. Im Studentenhaus ist von HolzMüller die edle Schrankwand in nullkommanix am Montag und Dienstag aufgebaut gewesen - hier fehlen noch die Griffe, die bereits bestellt sind. Dass sich das Gerüst (es feiert in diesen Tagen Einjähriges..) noch kurzfristig für andere wesentliche Kleinigkeiten an einem Verbindungshaus nutzen ließ, bewies die spontane Aktion am Donnerstagabend, zu der Bernd sich aus dem Fenster schwang und aufs windige Gerüst stieg (für Kinder an dieser Stelle: "Bitte nicht nachmachen.") Mit Assistenz von Philipp, Daniel und CB ging die Bohraktion unterhalb des Dachfensters am Conventsaal schnell vonstatten: Die am Samstag beim Baumarkt von Norbert, Richie und Daniel erstandene Halterung für eine zwei Meter lange metallene Fahnenstange sitzt mit ihren vier verzinkten 125 mm langen Schrauben wie eine Eins. Kaum ist das Gerüst weg, wird die Fahne rauskommen - auch die ist inzwischen aufgefunden und sollte nur noch mal schnell vorher in die Waschmaschine.

Und weil’s so schön war, ging es gleich auch unter der Decke zur Sache. Mit ungebremstem  Mut zum Höhenkoller hingen mit Bernd und CB gleich zwei Oldies auf dem zentralen Balken, um einen der am Sonntag erhaltenen Kronleuchter an einen Haken zu bringen. Nach einigem Probieren und Herumfuhrwerken im Sicherungskasten klappte die Sache schließlich: Acht gedrehte Kerzenflammen zaubern nun ein prickelndes Muster an die Conventsaal-Decke. „Einfach spitze“, meinte Bernd, der wieder sein ganzes Werkzeug angeschleppt hatte. „Passt genau hier rein und sieht klasse aus!“

 

14. April 2008
Holz & Co.: Start in die Woche am Haus

BORBECK. Schon ein komisches Gefühl, wenn Sachen fertig werden: Montagmorgen, 9 Uhr Kaffee läuft im Conventsaal, die Schreiner packen in der Halle am Weidkamp ein, Bbr. Philipp ist auch schon putzmunter, die Teile kommen, werden hochgetragen und es geht los. Holger von HolzMüller am Weidkamp machte mit seiner Mannschaft bis am Nachmittag alles klar: Bis auf die fehlenden Scheiben, Griffe und letzte Beiarbeiten sieht die Schrankwand ziemlich proper aus. Maßarbeit eben. „Total edel“, so Haussenior Daniel Muschellik am Abend, der sich mit Philipp und Matthieu auf entspanntes Chillen traf.

Währenddessen laufen die letzten Arbeiten im Erdgeschoss. Hier geht es Schlag auf Schlag: Die Möbel sind am Mittag mit einem großen Truck vom Überseehafen angekommen, die Schreiner sind auch hier zugange, der Eingang wird gemacht und die Leuchten verströmen schon einladendes Licht. Und im Keller ist schon für größere Taten aufgerüstet: Ganze Paletten mit „Feldschlösschen“-Spezialgläsern in drei Größen und das, was später hineinkommt, sind da, sogar die Gartenmöbel warten schon auf ihren Einsatz. Zwar konnten die Anstreicher draußen heute offensichtlich beim ganztägigen Regenwetter nichts bewegen, aber die Termine stehen. Mal gucken. 
Morgen ist erst mal Semesterstart mit Messe um 19 Uhr in St. Dionysius
, anschließend wird´s gesellig unterm Dach. Mit neuer Schrankwand ….

 

13. April 2008
Heimleuchten mit Stil

BORBECK. Seit Sonntag, 13. April, kann im UNITAS-Zentrum bald stilvoll heimgeleuchtet werden: Dem Aufruf im Kirchenblatt folgend, hatte Karl-Heinz Knümann von der Dachstraße, ehemaliger Inhaber von „Gardinen Knümann“ in Borbeck-Mitte, zwei alte messingfarbene Kronleuchter für das Studentenheim zur Seite gelegt. Am Sonntag nach der Messe abgeholt, wanderten sie in die Einzelteile zerlegt, sofort in eine Generalsäuberung, damit sie an Ketten baumelnd bald mit neuen Kabeln und Anschlüssen versehen für die richtige Illumination unter den hohen Decken im Haus an der Flurstraße sorgen können. Der achtflammige Leuchter stammt wohl aus den 1960er Jahren, misst über einen Meter im Radius und ist top in Schuss, der andere ist mit floralen Motiven geziert und älteren Baujahrs. Er dürfte um die Erbauungszeit des Feldschlösschens oder nicht lange nach 1900 entstanden sein und zierte einst die Studierstube von Rektor Voß, so Karl-Heinz Knümann. Vier der marmorierten Lampenschalen sind heil geblieben, für die fünfte oder alle zusammen sollte sich Ersatz finden lassen. Dem edlen Spender herzlichen Dank!

 

8./9.April 2008
Frühlingsgefühle: Farbe kommt dran

BORBECK. Der Frühling kommt, die Blüten knallen, die Welt wird bunter. Auch an der Flurstraße. Denn inzwischen ist die Hälfte des Hauses jahreszeitlich korrekt ins Lager der Frühjahrsblüher gewechselt.

An den Seiten zur Flurstraße und zum Möllhoven hat das Haus am Dienstag und Mittwoch ein zartes Gelb angelegt. Auch die Parkplatzseite ist fertig und die Rückfront ist am Donnerstagvormittag bereits bis zur Hälfte gediehen. Dem Grundanstrich folgt die Entscheidung zu den Farbtönen, mit denen noch die bislang durchgängig weißen Putzapplikationen und Fensterbänke abgesetzt werden. Auch die Sockelzone, die noch endbearbeitet werden muss, erhält ihren dunkleren Anstrich zuletzt. Die geradezu olympische Geschwindigkeit lässt weiter hoffen: Auf den letzten Metern wird noch einmal alles gegeben werden müssen, damit Ende der nächsten Woche das Gerüst entfernt ist, aber auch die Reklame, Lampen und Abluftrohr an der Wand sind.

Nun kommen auch die Folien von den Fenstern, denn zum Wochenende hin erwartet das Haus Besuch: Am Freitagabend tagt der Gesellschaftspolitische Beirat des UNITAS-Verbands auf dem Haus, um Stellungnahmen zur 131. Generalversammlung in Köln zu diskutieren und die Ausrichtung der zukünftigen Arbeit zu skizzieren. Zu einem Gesprächstag trifft sich am Samstag der Kreis junger Erwachsener der Borbecker Kolpingsfamilie im Conventraum unter dem Dach. Auch wird mit einem Studenten aus Frankreich ein weiterer Hausbewohner seine Zelte am Wochenende in Borbeck aufschlagen.

 

29. März 2008
Endspurt hat begonnen

Was die Gastronomie angeht: Man möchte sich eigentlich gleich hinsetzen und genießen. Aber der Fußboden ist noch nicht drin. Sonst steht die Hardware, Deko muss noch ein bisschen rein, Türen, Zargen, Windfang und der Schreiner kommt noch. Dafür wurde nun auch schon mal im Studententrakt weiter mit Besen, Feudel, Spachtel und roher Kraft gewütet.

Denn wo Dreck ist, kommt noch mehr Dreck hin. Die Erfahrung machen wir seit Monaten. Doch das muss sich ändern, sagten sich Haussenior Daniel, Philipp und CB am Samstagmittag, nach dem Abend bei Bbr. Vikar Norbert Linden noch reichlich ermattet. Aber nach einiger Rennerei zwischen Hausflur und Keller war die Eingangssituation schon schnell wieder begehbarer, sortiert nach Ausschuss und Wiederverwertung wanderten Fliesen, Bretter, Türen, Platten und Fliesenpakete an einen sicheren Aufbewahrungsort, Töpfe, Pfannen, Besteck und ein herrenloses Zelt harren ihrer Neuverwendung. Mit dem Spachtel und Schuhsohlen ging es auf den unverwüstlichen, über 100-jährigen Villeroy & Boch-Fliesen den Farben-, Speis- und Putzresten an den Kragen. Schlaffe Spinnweben und der nach dem Totalumbau immer noch allgegenwärtige Staub wurden Raub diverser Dehnübungen. 

Schließlich schwappten 10 mit Klarspüler aus der Spülmaschine versetzte Eimer Putzwasser durch den Hausflur, der nun einen glänzenden Eindruck macht. Das wird sich zwar irgendwann auch wieder geben, aber den Einsatz war es wert. Denn nach soviel Bewegung und Sauerstoffbetankung haben sich drei normalisierte Kreisläufe dem Restsamstag doch gleich deutlich entspannter zuwenden können. … 

Der vom Putz versaute, damals neu gekaufte Briefkasten, der ein halterloses Schattendasein zwischen den Kübeln neben der Haustüre fristete, ist übrigens jetzt geklaut. Briefe und Post bitte unter der Türe herschieben.


Titelseite Ausgabe 27.3.2008
Wintergarten lockt auch bei Regen

Feldschlösschen steht vor Eröffnung

Die Gastronomie im Feldschlösschen an der Flurstraße/Ecke Möllhoven steht vor der Neueröffnung. Seit 2003 stand die Wirtschaft im Erdgeschoss leer. Die neuen Pächter, die eine moderne System-Gastronomie in geschmackvollem Ambiente anbieten wollen, haben neben einer Nutzfläche von rund 230 Quadratmetern auch einen von alten Platanen bestandenen Biergarten zur Verfügung. Ein 54 Quadratmeter großer Wintergarten steht kurz vor der Fertigstellung. Die Eröffnung ist für den 25. April geplant.
Unterzeichnet wurde der Mietvertrag zwischen dem Verein Unitas Ruhrania-Studentenheim und der Firma VKF Gastro-Management bereits Anfang Dezember. Seither wurde renoviert und umgebaut. Wie das gesamte Haus wurde auch die Gaststätte unter Berücksichtigung von Schall- und Brandschutzmaßnahmen vollständig renoviert: Böden, Wände, Decken, Heizung und Leitungen wurden kompletterneuert. Die Rekonstruktion der hohen Raumdecken mit Stuck-Ornamenten und die rundum neu eingebauten Fenster stellen den historischen Eindruck wieder her.
Die von Unitas-Bundesverband und Unitas-Ortsverein mit viel Eigenarbeit durchgeführten Aufräumungs- und Renovierungsarbeiten begannen im Frühjahr 2006. Mittlerweile sind in dem 1901 als Hotel errichteten Gebäude in den oberen Geschossen Wohnungen für neun Studenten und ein großer Gemeinschaftsraum entstanden. 
Vor der Wiedereröffnung: Das Feldschlösschen. Aufn.: JW

 

26. März 2008
Freundschaftsspiel auf dem Haus

BORBECK. „Nie gefährdet“ war der 4:0-Sieg im Freundschaftsspiel Deutschland-Schweiz, so war nach Spielende am Mittwochabend zu lesen. So haben wir das auch erlebt, während die schwer semesterferiengeschädigten Studis fachkundig den Spielverlauf kommentierten. Doch auf dem Hauptfeld ging es nicht gegen freundliche Alpenbewohner, sondern gegen harte Fliesen. Ein Kurzbesuch beim Baumarkt des Vertrauens mit anschließender Umsetzung der Erfahrungen jahrelangen harten Trainings dauerten knapp zwei Halbzeiten: In der Nachspielzeit stand es schließlich 5:0. Denn 5 edle neue Klopapierhalter glänzen in den für übliche Geschäftszeiten vorgesehenen Fliesenparadiesen auf den beiden oberen Stockwerken.

So ist das eben, wenn Alte Herren einfach wieder mal was „machen“ wollen - und man freut sich ja schon über Kleinigkeiten: Bernd und CB waren  zuvor um jedes Hornbach-Regal gekurvt, sie schwärmten in Pflanzenwelt und Kübellager, nervten Sanitärleute und Damen in der Deko-Abteilung. Die Bilanz: Weitere Kunst am Bau, ein 7er-Bohrer verlustig und 10 Dübel bruchfrei in die Fugen gedonnert (s. Bilder). Damit es formvollendet klappt, wenn im frisch polierten Emaillereservat abgeklappt wird. Während die deutsche Mannschaft langsam den Schongang einlegte, drehte das greise AH-Team erst richtig auf: Pläne schmieden, Desiderate listen, Einsätze planen - um by the way bei der abschließenden Spielbesprechung in der Küche noch mit dem Thema einer Diplomarbeit konfrontiert zu werden. Das konnte zwar nicht mehr ganz abschließend bearbeitet werden - aber es war gut, dass wir drüber gesprochen haben.

Derweil lässt auch die neue Bewegung auf dem Gerüst hoffen. Nach einem Ortstermin mit fachkundiger Begutachtung durch Bbr. Andreas Beckmann von Firma Sieg-Stuck in Troisdorf-Bergheim am Ostermontag wurden am Mittwochmorgen von dem beauftragten Unternehmen weitere Farbproben angebracht, die deutlich in die favorisierte Richtung gehen, Reparaturen wurden nachgefilzt, Abschlüsse zu den Dachleisten in Ordnung gebracht. Und dazu wird weiter jeder Tag der Woche genutzt. Denn die Zeit drängt: Zur Eröffnung der Gastronomie in gut drei Wochen soll die Kreuzung am Möllhoven/Ecke Flurstraße was hermachen. Und das geht nun mal kaum mit einem Gerüst, das inzwischen zehn Monate länger steht als geplant. Eine schöne Beobachtung ließ sich übrigens zuletzt am Möllhovenkreuz machen: Unter dem vom Verein am Ostersamstag mit Forsythienzweigen geschmückten Bild flackerten ein paar Kerzen, die Nachbarn hingestellt haben - eine schöne Sache jetzt in der Osteroktav.

 

18. März 2008
Tür ist drin, Farbe dran

BORBECK. Wie ein Rolls Royce fällt seit Dienstag die weißrahmige Brandabschlusstüre selbsttätig ins Schloss, die Gläser sind drin, profilierte Leisten schließen zur Wand hin ab. Endlich ist die Ecke zum Treppenhaus zu. Heimliche Aktivitäten in der Küche sorgten für Ansätze neuer Ordnung, an ersten Nägeln in der Wand hängen diverse Dinge, die sie wohnlicher machen sollen. 

Am Putz draußen gab´s Hämmern und Klopfen - letzte Maßnahmen zur Vorbereitung des Anstrichs, für den jetzt weitere Farbproben angebracht sind. In der Gastronomie verblüfft ein tief purpurnes Rot, mit dem die ersten Anstriche überstrichen wurden. Untertischgeräte in den Sanitärbereichen werden derzeit wieder abmontiert und die Heißwasseraufbereitung damit unzugänglich in den Keller verlegt. Schade, dass der sehr gründliche Stockschnitt unserer Forsythien vor einigen Wochen naturgemäß in diesem Jahr noch keine blühenden Zweige bringen konnte. In diesen Tagen stand sonst das Schmücken des Möllhovenkreuzes auf der Tagesordnung. Vielleicht kann man sich irgendwie noch behelfen - mal sehen ….

 

15./16. März 2008
Sitzung und Großreinemachen

Getümmel am Freitagabend am Haus: Das engere Hausbauteam versammelte sich zur Sitzung, bereits erwartet von den Bundesbrüdern, die aus Erkrath von der Beerdigung unseres lieben Alba Lohmann kamen. Helmut hatte bei der Messe konzelebriert, ein komplettes Team war mit Fahne angetreten. Alle gemeinsam rätselten in der goldenen Abendsonne an der neuen Farbprobe außen über die endgültige Farbgebung des Feldschlösschens, bevor sich ein Wagen zum Kuchenbüffet aufmachte, damit die anschließende Finanztagung in angemessenem Rahmen stattfinden konnte.

Die Stimmung bei der Besichtigung des Erdgeschosses zeigte sich zerrissen zwischen blanker Begeisterung und Schlaganfall. Beeindruckend die Küche, ein wahres Edelstahlparadies, auch der Aufwand mit den Stuckleisten und -spiegeln, die Größe der Theke und die geschickte Umbaumaßnahme im Sanitärbereich, gleichwohl gab es bei der Farbgebung im Schankraum noch erhitzte Gemüter. Die Botschaft allerdings auch mit dem Blick auf die nun zum dritten Mal lackierte Treppe: Es geht weiter und der Rest wird auch noch kommen. Bis fast gegen Mitternacht galten die anschließenden Beratungen dem Bau-Etat, die abschließende Schlussrechnung wurde effektvoll eingeleitet durch ein der Schwere der Stunde angemessenes und an Dramatik kaum zu überbietendendes Schumann-Stück, dargeboten von Bbr. Nikolaus Mantel. Eine Sitzung, nach der die zusammengeklebten Vergleichsrechnungen in Größe von fast vier Zimmertüren getrost eingerollt werden konnten, nicht ohne zuvor noch die nächsten anstehenden Schritte zu verabreden. 

Klar Schiff am Samstag

Der Samstag - wie am Vortag war auch diesmal die Putzkolonne nicht angetreten - galt dem ultimativen Großreinemachen hinter dem Haus: Familie Fidorra, Bauleiter Schlenkermann und der HBV-Vorsitzende hauten rein, ein Mischcontainer und ein Holzcontainer waren ratzfatz voll, dem ältesten Gebirge am Gesellschaftsraum galt die besondere Aufmerksamkeit. Hier ging es mit Schaufeln und in Ermangelung von Schubkarren mit Trögen zur Sache. Die Bilanz: Zwei große volle Container gegen 13 Uhr, ein wie früher schon mal schrecklich geleckt und sauber aussehender Garten, am Parkplatz alles im Lot. Und wer jetzt noch eine Kippe loswerden will - nicht bei uns, nicht dort, wo der Schweiß der Edlen floss. Klare Aktionsfläche also für die Bagger, die sich hier bald um die Fundamente kümmern sollen. Bleiben wir also gespannt, wie die weiteren Tage ins Land gehen - das Gerüst muss endlich weg, vor allem die Farbe muss an die Wand. Vielleicht sieht es mal so aus wie auf den Aufnahmen der Fassaden rechts im Bild.

Was zum Schluss an der Flurstraße entsteht, sollte auch Alba gefallen: Er gehörte zu den Gründern des Ruhranen-Hausbauvereins, war der erste stellvertretende Vorsitzende und hatte auch von Düsseldorf aus den Fortschritt immer aufmerksam verfolgt. In unserem Haus steckt auch ein Stück von ihm. Resquiescat in pace.

 

8. März 2008
Wir basteln ein Bonbon ….

Wie am Freitag ausgemacht, kam am Samstagmittag nach weiteren Innenarbeiten auch eine erste Farbprobe ans Haus: Es war nur eine Farbvariante eines sonnigen Gelbs - also keine große Alternativen, abgesetzt mit einem reinen Weiß und mit einem kräftigen Blau in der Sockelzone. Einmal im Schattenbereich an der Flurstraße zum Parkplatz hin, zum anderen am Möllhoven in der hell scheinenden Sonne. Zu hart, zu schrill, so ein erster Eindruck - und nette Nachbarn meinten das auch.

Eine schwierige Entscheidung allemal, steht doch das Haus recht prominent an der Kreuzung. Und hier hängt von der Farbgebung nun mal eine ganze Menge ab. In den derzeitigen Weiß-Grau-Tönen sitzt das Gebäude wie ein Stücke Sahnebaiser an der Straße, leicht und kaum auffällig. Schwer vorzustellen, wie es in anderen, kräftigeren Farben wirkt, wenn sie auf der ganzen Fläche aufgetragen werden. Hier müssen also noch einmal Alternativen her, auch kann es durch die abgesetzten Putzapplikationen leicht auch sehr bunt werden, was nun nicht der Weisheit letzter Schluss wäre.

Holz wie Samt

Immerhin sind tatsächlich die Holzarbeiten an der Treppe ein gutes Stück weiter. Zwar fehlen die Auflagen am oberen Stück, durch die der Neigungswinkel abgeflacht werden soll, aber nun sind alle anderen Buchenstufen nachgeschliffen und lackiert, die Übergänge zu den neu in Landhaus-Buchendielen ausgeführten Absätzen auch. Sieht schon ganz gut aus. Sicher erst recht, wenn auch die Abschlussbretter an die Wand gekommen und Fußleisten montiert, das Geländer und die Stöße gestrichen sind. Das steht jetzt an - mit dem Zweitanstrich des Treppenhauses insgesamt. Die alten, rausgerissenen Bohlen liegen immer noch neben dem Eingang am Haus aufgeschichtet und gehören ganz weg. 

Eine Feg- und Aufräumaktion rund ums Haus sorgte zuletzt für einen ordentlicheren Eindruck, auch die Müllecke ist ein Dauerthema. Spannend bleibt der weitere Fortschritt im Erdgeschoss, aber hier muss langsam auf Bildmaterial verzichtet werden - schließlich ist alles noch im Werden und soll ja spätestens zur Eröffnung auch ´ne Überraschung sein.

 

6. März 2008
Jeden Tag was Neues …

So geht auch diese Woche dahin - doch immerhin steht seit Dienstag der äußere Rahmen für die Rauchabschlusstüre im 1. Obergeschoss. Glas kommt später, die Türe auch, aber es zeigt sich bereits, dass es eine gute Entscheidung war, die ganze Sache mittig anzugehen und damit einen großzügigeren Zugang zu schaffen. Die Treppe soll bis Samstag jetzt die Endbehandlung bekommen. 

Für die Seitenwände im Dachgeschoss hat am Mittwochmorgen HolzMüller die Maße genommen und Vorschläge zum Verkleiden der Nischen konkretisiert. Hier sind bereits Leitungen für indirekte Beleuchtung gelegt, sodass auch Vitrinen hergestellt werden können. Die Vorschläge, die abschließbare Türelemente vorsehen, werden jetzt in Planrisse umgesetzt und können recht schnell realisiert werden.

Bella cucina...

In der Küche wird in den letzten Tagen großes Tempo vorgelegt. Alle Stahlmöbel stehen, eine große Abzugshaube wurde installiert, die Theke ist mit Stahlblechen und Unterbauschränken versehen und als Prunkstück glänzt eine edle Zapfanlage. Parallel laufen die Malerarbeiten - zur Farbgebung gibt’s noch nicht viel mehr, sonst ist es ja auch keine Überraschung mehr. Am Dienstag kommender Woche geht es an den schnieken Fußboden. Was den geplanten Wintergarten betrifft: Hier geht es auf eine halboffene Lösung hinaus, d.h. die Hälfte des Daches wird geschlossen.

Was die Farbe draußen angeht: Hier werden bis Montag mehrere Farbproben angebracht, um eine Entscheidung treffen zu können. Das ergab ein Treffen mit dem Bauleiter und dem Maler am Donnerstagmorgen. Wie es aussieht, werden sich Varianten der Farben der UNITAS an der Fassade wiederfinden. Verschiedene Beispiele wurden bereits zum Vergleich herangezogen (s. Bilder). Zunächst aber werden die Fensterbänke nachgeputzt, die Rahmen eingeputzt und die letzten fehlenden Putzauflagen ergänzt.

 

1. März 2008
Wieder so ein Samstag ….

BORBECK. Nee - war nix mit Türe im 1. OG und mit Treppe heute. Dienstag soll es noch werden, dann aber richtig. So jedenfalls die ausführenden Handwerker. Misslich und ärgerlich. Aber wir werden ja sehen, ob es jetzt dabei bleibt. Beim Setzen der Rauchabschlusstüre werden gleich Fußleisten und Fehlstellen am Bodenbelag mit gemacht.

Dafür gab es kein Problem auch bei der zweiten Zimmerabnahme, draußen macht sich Kunst am Bau breit (s. Bilder im Vergleich), fehlende Stuckornamente werden nachgebaut, der Auswahl von Farbproben steht nichts mehr im Weg, im Erdgeschoss sind seit heute alle Fliesen an Wand und Boden verfugt. Beim Anstreichen geht es weiter, denn Dienstag kommt die Küche mit allen Geräten. Im Eingangbereich oben hat sich zu den jetzt etwas mehr in der Waage hängenden römischen Stichen ein passender Spiegel eingefunden. Und per Gastro-Katalog sind bei einer Kanne schwarzem Kaffee auch weitere Desiderate für Küche und Kneipsaal diskutiert worden. Auch für die endgültige Beleuchtung soll noch nach schönen Lampen gefahndet werden.

Bislang hat Sturm „Emma“ keine sichtbaren Konsequenzen rund ums Haus gebracht, aber so langsam müssten die im Garten rumfliegenden Sachen doch mal einer vernünftigen Entsorgung zugeführt werden. Das Holz kommt in der nächsten Woche weg, der vom Estrich und Putz übrige Sand wird beim Wintergarten verbaut. Hier sind neue Konstruktionszeichnungen auf dem Weg, die die neuen Auflagen der Feuerwehr berücksichtigen.

 

28. Februar 2008
Stuck für Stuck geht’s weiter

BORBECK. Na - eigentlich wird die Sache jetzt langsam zum Geheimkommando. Wie wird es wohl im Feldschlößchen aussehen, wenn einmal alles fertig ist? Einen kleinen Eindruck wollen wir noch mal nachschieben, bevor an der Flurstraße die Fenster abgeklebt werden und von draußen rein gar nichts mehr zu sehen ist. Weil es ja eigentlich eine Überraschung werden soll. Edel wird´s, soviel steht fest. Weil das Haus das verdient hat. 100 Jahre lang Treffpunkt für Borbeck, da darf man beim „Relaunch“ der Traditionsgastronomie an der Ecke Möllhoven nicht knauserig sein. Und wie es aussieht, dürfte es ganz hübsch werden …

Eine rundherum oben an den Wänden angebrachte dicke Stuckleiste prägt jetzt den Raumeindruck. Unter den Decken sind Stuckrosetten installiert. Und weiß gestrichen wurde heute auch. Während die Fliesen sich langsam überall in Küche und Sanitärbereich ausbreiten, auf einigen Bodenflächen neue Ausgleichsmassen gegossen sind und langsam durchhärten, geht es auch im Thekenbereich vorwärts. Am Außenputz geht es jetzt um das Beiarbeiten der letzten Stuckpartien, wie die Hausbegehung mit Bauleiter Reiner Schlenkermann heute morgen ergab. Noch steht man ja mit dem Farbfächer etwas ratlos an der Kreuzung, denn endlich sollen auch Proben angebracht werden, um die endgültige Farbgebung des „Weißen Elefanten“ zu entscheiden. Derweil geht es mit der Treppe in den Endspurt: Zum Wochenende ist der letzte Schliff geplant, ebenso soll bis Sonntag der neue Rauchabschluss mit der großen Glastüre stehen. Mal gespannt, wie das alles wirkt. Denn dann sollte auch langsam zur Farbgebung innen ein Votum fallen. Und die letzte große Streicherei starten.

Morgen gibt es weitere Wegzüge aus dem Haus. Nach dem Auszug von Bbr. Karol Rawski Richtung Moskau geht es für Matthias nach seinem Praktikum zurück ins sächsische Dresden. Echt schade. Am Freitagmorgen ist die Abnahme der Zimmer. In zwei Wochen werden die beiden Mediziner in Nähe der Uni-Klinik ziehen - vier Zimmer sind also zunächst frei. Und die Bewerbungen für die Nachmiete sind angelaufen.

 

23. Februar 2008
UNITAS-Zentrum wird am 31. Mai eingeweiht
Im Plan: „Grand Opening“ an der Ruhr

ESSEN-BORBECK. Das Samstagsfrühstück auf dem Haus könnte fast zur Tradition werden: Die Beratungen, zu denen der designierte Senior des Sommersemesters, Bbr. Rüdiger Duckheim, am 23. Februar eingeladen hatten, galten vor allem der Planung des kommenden Semesters. Schwerpunkt war das am Wochenende 31.Mai/1.Juni geplante Einweihungsfest für das Studentenhaus. Mit Haussenior Daniel Muschellik, Aktiven, Bbr. Nikolaus Mantel und CB vom Hausbauverein kamen aber auch praktische Vermietungsfragen und Termine zur Abnahme der freiwerdenden Zimmer zur Sprache.

Die Besichtigung des Erdgeschosses zeigte komplett geschlossene Decken und Wände in makellosem weißem Erstanstrich. Nun sind in den Sanitäranlagen weiße und in der Küche beige Fliesen an den Wänden, der Fußboden wurde bereits begonnen. Und es gibt schon „Kunst am Bau“: Am Samstag brachte der Maler Zierleisten an, ebenfalls sollen die Mitte der Decken jeweils durch eine Rosette mit einem Stuckspiegel ausgestattet werden. "Hier geht´s es richtig gut voran", meinte Pächter Arnd Fidorra, der nun fast täglich an der Baustelle ist. Wenn es an den Innenausbau geht, fängt die wirklich heiße Phase an, erklärte er. Und damit alles eine große Überraschung wird, sollen bald sogar die Fenster von innen abgeklebt werden. Neues gab es im Haus ebenfalls an der Treppenfront: Die Absätze sind komplett ausgewechselt, die Tannendielen sind entfernt und durch Buchenbohlen ersetzt. In der kommenden Woche wird die Rauchabschlusstüre erwartet. Ihr sollen die weiteren Malerarbeiten im Haus folgen. Auch hier sollen zuvor noch Stuckleisten unter die Decken - Kontakte dazu sind aufgenommen.

Offenes Haus im Mai: Die große Eröffnung kommt.

Neben inhaltlichen Schwerpunkten für die Wissenschaftsarbeit im Sommer - eine Veranstaltung zum Thema Europa ist etwa nach der 131. Generalversammlung in Köln auf dem Haus in Planung - stand ein Brainstorming zur zweitägigen Eröffnungsfeier des Studentenhauses im Mittelpunkt des Treffens. Ein ganz herausragender Tag für die Ruhrania und das erste Haus in ihrer fast 100-jährigen Vereinsgeschichte. Bislang angedacht ist rund um das „Feldschlösschen“ ein bunter Samstagnachmittag mit Pfarrfestcharakter für Interessierte aus Nachbarschaft, Kirchengemeinden und Stadtteil, ein offizieller Festakt am Sonntag mit festliche Matinee und klassischer Musik, Grundsteinlegung und Haussegnung mit einem fröhlicher Einweihungs-Exbummel unter den alten Platanen. Dazu soll auch Live-Musik ertönen. Der Verband, Vereine und Zirkel werden zunächst über die aktuelle Ausgabe der Verbandszeitschrift eingeladen, den Termin in ihrer Semesterplanung zu berücksichtigen.

Eingeladen sind neben den Bundesgeschwistern aus der UNITAS und Verbandsgremien, Ehrengästen von Bistum, Stadt und Gemeinde. Das ganze Haus soll offen stehen und Führungen im Haus sollen zeigen, was mit der Hilfe vieler geschaffen wurde, um der UNITAS im Ruhrgebiet eine Heimat zu geben. Beim Gedanken an das große Event schlägt jetzt schon den Aktiven das Herz bis zum Hals, wie es scheint. Und auch der örtliche Hausbau- und Altherrenverein der UNITAS Ruhrania freut sich auf die große Eröffnungsfeier. „Es wird der Höhepunkt nach all den vielen Monaten handfester Plackerei“, verspricht Senior Richie.

 

20. Februar 2008
"Borbeck Night of the Proms"

BORBECK. Rätselhafte Lichter am Mittwochabend im Erdgeschoss des UNITAS-Hauses an der Flurstraße: Bei näherem Hinsehen eine veritable kleine private Baustellenfeier. Eingeladen von den zukünftigen Pächtern, steckten auch die Bundesbrüder mal die Nase durch die Stahltüre. Um festzustellen, dass eigentlich alles schon fertig ist. Wenn man den Rest einfach wegließe …

Nackte Wände, Betonfußboden, ein paar Tio Pepe-Fässer, Bierbänke und Stehtische genügten, um in einem ziemlich „stylishen“ Ambiente“ einen ersten Eindruck vom späteren Betrieb der Gastronomie zu bekommen. Pächter und Bundesbrüder zeigten sich optimistisch und probierten bereits das nach offizieller Eröffnung zum Ausschank kommende Spezialbier. Die Bundesbrüder Daniel, CB, Philipp, Richie Duckheim - für die spontane „Night of the Proms“ eigens im schwarzen Anzug, Aktivenvertreter Nord-Ost Bbr. Gordian von UNITAS Berlin und Bundesschwester Jana aus Gießen gucken jedenfalls erfreuter ins flackernde Rund als das dem exklusiven Kreis von Freunden, Geschäftspartnern und Stammgästen kredenzte Spanferkel.

Für die Betreibergesellschaft VKF („Volle Kraft voraus“) und die UNITAS ist klar: Hier geht es mit aller Power weiter. Für die baulichen Maßnahmen sind nicht nur die weiteren Gespräche mit dem Bauamt wichtig. Für Inneneinrichtung, Werbemaßnahmen, Logo ist bereits gesorgt, sogar die Speisekarten sind schon gedruckt. Und der Fußboden wird ein Hingucker: Er wird aus über 100-jährigem Teakholz aus dem transatlantischen Schiffsverkehr hergestellt. Apropos Holz - und was die Treppe im Studentenhaus betrifft: Auch hier ging es weiter. Ein Absatz ist neu am Mittwoch unterbaut und mit den gelieferten Buchenbohlen ausgestattet worden. Der Rest soll bis Ende der Woche über die Bühne sein.

 

19.Februar 2008
Noch eine Theke ….

BORBECK. Die Dinge nehmen weiter Formen an: Am Dienstagmorgen stand sogar schon eine „Probetheke“ für eine kleine Baustellenfestlichkeit im Gesellschaftszimmer des Erdgeschosses. Und damit alles gängig ist, gingen die Arbeiten auch im Sanitärbereich weiter. Die Räume präsentierten sich nach dem Wochenende bereits fast fertig gefliest. Horizontal angebracht, ergeben die weißen Scherben schon einen ganz anderen Raumeindruck. Vor allem aber werden derzeit bereits die Elemente für die große Theke im Schankraum eingepasst. Die Kernbohrung zum Kühlraum im Keller ist gemacht und die Heizungsbauer sind zugange.

Im Treppenhaus begannen die Arbeiten auf den Treppenabsätzen. Die als Ersatz für die Fichtendielen angeforderten Buchenbretter haben für ihren Weg nach Borbeck etwas länger gedauert: „So was wird kaum noch verwendet“, so der Kommentar von Bauleiter und Firma bei der Begehung am Dienstagvormittag. Die alten Bretter zu entfernen und zu ersetzen, scheint aber nach einer richtigen Entscheidung auszusehen. Auch das anschließende Anstreichen von Wänden, Türen und Zargen ist auf die Schiene gebracht. In der kommenden Woche soll die Rauchabschlusstüre im ersten Stock stehen.

Bbr. FM Karol hat seine Bude im Dachgeschoss geräumt - eigentlich ein trauriges Bild. Aber dafür haben die uns überlassenen Bücher, die er gehortet hatte, jetzt für die Zwischenzeit ordentliche Regale bekommen.

 

16. Februar 2008
Fliesen, Kühlschrank und ein letztes Frühstück

BORBECK. In diesen Tagen kommen harte Fakten an die Wand: Im Bereich der Sanitäranlagen des Erdgeschosses wachsen die Flächen mit großformatigen Fliesen. An die Wände kommen einfache weiße Fliesen, die waagerecht angebracht werden, ein natursteinartiger Belag wird den Boden zieren. Das ergab eine Hausbegehung am Samstagvormittag.

Um 10.30 Uhr zum Treffen am Haus verabredet, galten die Gespräche der Vertreter von Aktivitas, Hausgemeinschaft und Hausbauverein bei einem ausgiebigen Frühstück vor allem Fragen der Annoncierung der vier freiwerdenden Zimmer. Eines wird bereits ab sofort zur Verfügung stehen, ein weiteres zum Beginn des März und zwei weitere ab Mitte des kommenden Monats. Eine gute Gelegenheit, sich gleich auch vom gewählten Fuxmajor zu verabschieden: Bbr. Karol Rawski präsentierte beim letzten Frühstück auf dem Haus heute sein frisches Visum für Russland. Für drei Monate bricht er für einen Forschungsaufenthalt nach Moskau auf und kehrt anschließend wieder nach Borbeck zurück.

Ein neues Mitglied der Hausgemeinschaft kam gestern Nachmittag bereits per Anhänger aus Bochum an: Quer durch Deutschland dorthin transportiert, hatten es die Bundesbrüder mit AH Norbert Breiderhoff zunächst in der Garage deponiert. Heute wurde es erstmals ausgepackt, von der Palette geholt und durch die zukünftige Gastronomie und das Treppenhaus in den Veranstaltungsraum unter dem Dach geschleppt. Nach fachmännischem Entfernen der letzten Transportfolie entpuppte sich das 90x90 cm breite Teil als Spezialkühlschrank der US-Marke „Silverking“. Das Gerät wird normalerweise im professionellen Gastronomiebereich eingesetzt und konnte wegen eines Transportschadens preiswert erworben werden. Preisfrage ist allerdings, wie das Trumm nun in die zukünftige Theke integriert werden soll. Doch auch hier wird sich bestimmt eine Lösung finden. Wie jetzt Rot-Weiss Oberhausen gegen Bremen gespielt hat, werden die beiden schwarzgewandeten Herren, die nach der ganzen Aktion zum Spiel aufbrachen, sicher irgendwann beichten ...

 

12. Februar 2008
Alles muss raus …

… heißt es im Winterschlussverkauf. Doch was die Bäder im Erdgeschoss angeht, kann noch einiges stehen bleiben. Nur so, wie es ursprünglich geplant war, wird es nicht. Am Dienstag zeichnete sich schon ab, wie insbesondere die Herrentoiletten aussehen sollen. Ein neuer Grundriss ist dort entstanden.

Trockenbauer, Elektriker, Sanitär- und Heizungsbauer haben hier die Wände niedergelegt und Leitungen und Anschlüsse neu verlegt, damit alles etwas geräumiger wird. Der Estrichleger wird die letzten Ecken im Boden zumachen, Fensterbänke sind innen ergänzt worden. Am Putz außen ging es erst mal nicht weiter, dafür soll die Treppe innen bis Ende nächster Woche komplett sein. Dies ergab eine Hausbesichtigung am Dienstagmorgen mit Bauleiter Reiner Schlenkermann und Haussenior Bbr. Daniel Muschellik. Auch die Rauchabschlusstüre zum 1. Obergeschoss ist beim Schreiner in Arbeit, das Gerüst der Türe ist zusammengebaut und dürfte in absehbarer Zeit aufgestellt werden.

 

8. Februar 2008 
Na also: Theke steht schon

„Wenn auch noch die Sonne scheint, sieht es noch mal so schön aus.“ Wer in diesen Tagen von dem strahlend weiß durchgetrockneten Putz am Haus nicht geblendet ist, hat eine Sonnenbrille auf. Beim näheren Hinsehen allerdings ist klar: Es dauert noch. Nicht überall ist die zweite Schicht drauf und es ist noch eine Menge zu tun. Dafür ist im Erdgeschoss aus Ytong-Steinen jetzt eine veritable Theke gemauert worden. Ziemlich groß, auf den ersten Blick. Aber sicher sinnvoll, wenn der Betrieb erst mal aufgenommen ist. Und auch so manches andere geht in der zukünftigen Gastronomie so langsam der Fertigstellung entgegen.

Im Bereich der sanitären Anlagen ist bereits Eingebautes wieder abgerissen worden, um mehr Platz zu schaffen, die Türe zum Flur ist herausgerissen und zugemauert. Sie findet sich jetzt im Zugang zum Sozialraum in der Küche wieder. Der Trockenbauer ist überall durch und fertig, der Putz trocknet langsam durch und weist - anders als nach der Anbringung in den Stockwerken oben - nur feine Risse auf. Der Fliesenleger hat im Damen-WC begonnen und die Wände gefliest, große Steinplatten kommen in der nächsten Woche in die Küche. Die Treppe im Haus ist immer noch nicht weiter fortgeschritten. Immerhin sind Buchendielen für die Treppenabsätze bestellt. Sie sollen die Tanne-/Fichtendielen ersetzen und ein einheitliches Bild schaffen. Anschließend erst kommen die Feinarbeiten.

Am Samstagvormittag verschwanden auch die letzten Baumtrommeln, die im Garten herumlagen. Mit vereinten Kräften und einer stärkeren Säge zerlegten Reinhard Eichenberg und Helmut Goris die harten und gewichtigen Trumms aus Linde und Ahorn. Zwei Sägeketten gingen bei der Aktion drauf - aber jetzt ist alles weg.

 

30. Januar 2008
Schmuckstück - wenn fertig ….

BORBECK. Ab Mittwochmorgen dröhnte die Holzfräse im Haus an der Flurstraße - ein großer Resonanzboden für die mechanische Bearbeitung der Treppe: Start für Arbeiten, die nach Beendigung sicher einen wesentlichen Eindruck des Hauses prägen. Fa. Bilardo setzte bei den Auftritten an, die in Buche ausgeführt sind und gleich mehrere Anstriche in über 100 Jahren erlebt haben. Unter dem gleich mitentfernten Farbgeklecker und Dreck kam ochsenblutrote, grasgrüne und braune Farbe zum Vorschein. Auf relativ weichem Material, so die Handwerker, die schnell auch Schwachstellen der grundsätzlich gut erhaltenen Konstruktion freilegten.

So haben unzählige Füße die Stufen im mittleren Bereich stark ausgetreten. Gleich die erste Stufe im Erdgeschoss wies auch Wurmlöcher auf, die sich schwarz von der hell abgefrästen Umgebung abzeichnen. Nach Beratung vor Ort aber wurde entschieden: Es wird weitergeschliffen, denn der sichtbare Rest der historischen Bausubstanz muss sich nicht verstecken. Die Stufenbretter sind beim Bau um 1900 alle in Buche ausgeführt worden, nicht aber die Flächen in den Zwischengeschossen. Hier haben die Fichte-/Tannenbohlen durch die Beanspruchung besonders gelitten. Doch anders als geplant, soll auf den nicht zum Abschleifen vorgesehenen Flächen aber kein Laminat aufgelegt werden. Ein Ersetzen durch neue Buchendielen wird derzeit geprüft. Bis Karneval-Samstag soll das Schleifen fertig sein. Der letzte Schliff mit Versiegelung kommt sinnvollerweise erst nach der Komplettierung aller Flächen. „Auf jeden Fall wird das Teil ein absolutes Schmuckstück“, sind sich die Holzbearbeiter sicher. Das Finish der Stufen soll in Klarlack erfolgen, Geländerstäbe und Handlauf werden farbig lackiert. Auf das Endergebnis darf man gespannt sein.

 

28. Januar 2008
Rein in die Kartoffel ...

.... raus aus der Kartoffel: Start für das Abschleifen der Treppe ist jetzt doch erst am Mittwoch. Die Firma, so Bauleiter Reiner Schlenkermann am Morgen,  ist an einer anderen Baustelle hängen geblieben. Der Fertigstellungstermin am Samstag soll aber gehalten werden. 

Zwischenzeitlich geht das Auftragen des Außenputzes an der Möllhovenseite voran (s. Bilder). Auch die Rückwand ist mit dem Erstauftrag komplettiert. Bereits jetzt ist an das Aufbringen von Farbproben gedacht. Mit einem Farbfächer sollen die in Frage kommenden Nuancen bestimmt und einige Quadratmeter angestrichen werden, damit sich eine Entscheidung treffen lässt. Im Erdgeschoss sind alle Steckdosen und ein Verteilerkasten gesetzt. Auch ist es leidlich warm geworden: Mehrere funktionierende Heizungskörper sorgen für das vorsichtige Durchtrocknen des Innenputzes. Hier geht es in dieser Woche mit dem Trockenbau weiter.

 

25. Januar 2008
Jetzt kommt „Kunst am Bau“ ….

BORBECK. Nach dem fleißigen Aufräumen zu Wochenbeginn sieht es wenigstens oben im Saal wieder ganz manierlich aus. Ein Termin mit Bauleiter Reiner Schlenkermann und Schreiner Hölscher Mitte der Woche für die Rauchabschlusstüre im 1. OG hat nun auch Perspektiven für diesen Wohnbereich gebracht. Danach soll die Konstruktion nicht nur den geforderten DIN-Normen entsprechen, sondern möglichst auch noch gut aussehen, sich in das Ambiente unten einfügen und möglichst viel Licht durchlassen. Verabredet ist ein auch das Rangieren von Möbeln auf der Treppe erleichternder mittiger Durchgang und eine 2,10 Meter hohe Türe mit einem großen Glasfenster. Die rundherum liegenden Flächen werden ebenfalls in Glas ausgeführt. Durch Profilierungen der Balken soll sich die weißlackierte Konstruktion an die alten Türen mit ihren Kassetten im Auftrittsbereich anpassen. Für den endgültigen kompletten Einbau sind allerdings vier Wochen veranschlagt.

Montag: Treppe wird abgeschliffen

Auch auf der Treppe geht es weiter. Anders als ursprünglich geplant, wird Montag der Startschuss für das komplette Abschleifen der gesamten Holztreppe fallen. Firma Bilardo wird alle Farbe herunterholen und das Holz wieder wie neu strahlen lassen. Abgeschlossen wird die Arbeit durch einen dreifachen speziellen Klarlack, der schnell trocknen soll. Die profilierten breiten Leisten an den Wänden werden ersetzt und wieder ergänzt. Diese Arbeiten sollen bis Karnevalssamstag einschließlich abgeschlossen sein. Erst im Anschluss werden breitere Trittbretter auf dem obersten, bislang sehr steilen Treppenlauf für eine angenehmere Gangart sorgen. Der Anstrich der Handläufe und gedrechselten Geländerstäbe soll ebenso später erfolgen wie der Zweitanstrich der Wände und Decken. Hier ist bereits daran gedacht, ein stimmiges Farbkonzept zu realisieren. Nach und nach sollen die Türblätter und Zargen der alten Türen ebenfalls angeschliffen und lackiert werden - auch hier ist noch einmal zu sehen, ob sich in diesem Zusammenhang auch profilierte Kehlleisten unter der Decke weiß von einem Gelbton an der Wand abheben sollen. Zudem kann nach endgültigem Entrümpeln im Flur des Erdgeschosses auch an die Behandlung der antiken Fliesen gegangen werden. Hier ist nach Ergänzungen aus Resten an ein neues Einschlämmen und eine Politur gedacht, die das alte Farbmuster wieder richtig zur Geltung bringen soll. Der Anstrich folgt auch dort hinterher - samt Waschmaschinenraum, der noch ziemlich an eine Flakstellung erinnert. Damit wäre Schluss mit dem Baustellendreck, der ständig herein- und hochgeschleppt wird.

Erdgeschoss und Fassade

Im Erdgeschoss und an der Fassade sind die Arbeiten ebenfalls fortgeschritten. Erste Heizungskörper hängen in den zukünftigen Gastronomieräumen und beschleunigen vorsichtig den Trocknungsprozess bei Putz und Estrich. Der Elektriker hat in der vergangenen Woche für einen Abluftkanal gesorgt, der an der alten Stelle Richtung Flurstraße an der Fassade hinausführt. Nach derzeitigen Überlegungen könnte für die Küchenabluft mit einem modernen Verfahren auch auf ein an der Hauswand hochführendes Rohr verzichtet werden - hier sind noch Absprachen mit dem Bauamt zu treffen. Der Trockenbauer geht am Mittwoch der nächsten Woche mit vier Mann ins Objekt, um die Wandflächen zu ergänzen, Abkastungen herzustellen und die bereits mit fertigen Unterkonstruktionen versehenen Decken dicht zu machen. Der Putzer hat inzwischen innen die Fensterbögen sauber nachgebildet, draußen wurde mit der Ergänzung und Nachbildung der Fensterbänke begonnen. Die mit einer harten Schale und Styroporkern versehenen Formen werden nun passend zu den anderen Fensterbänken eingeputzt. Auch die angedeuteten Kassetten im Zementputz unter den Erdgeschossfenstern sollen an der Ecke zur Kreuzung nachgebaut werden. Wenn die Temperaturen es zulassen, werden auch weitere Flächen ergänzt und gefilzt, die bereits bestehenden Fassadenflächen sind schon weitgehend weiß durchgetrocknet.

 

16. Januar 2008
Der weiße Elefant

BORBECK. Leider scheint es nach dem Stand der Dinge so schnell vor dem Stiftungsfest am Wochenende nichts mehr zu werden mit dem Abschleifen der Treppe. Das Setzen weiterer Steckdosen in den Fluren ist allerdings am Dienstag geschehen, und was dank der milderen Temperaturen vor allem wieder vorwärts geht, ist das Verputzen der Fassade. Grau-weiß hat auch was…

Auf die bereits behandelten Flächen an der Straßenfront, die wegen dem Wetter nicht gefilzt werden konnten, ist inzwischen eine weitere Schicht aufgebracht und geglättet worden. Eine weitere Fläche wurde komplett fertig und die Parkplatzseite ist seit Mittwoch ebenfalls ein zweites Mal behandelt. Auf der gesamten Möllhovenseite ist vor dem Auftragen des Mineralputzes fast vollständig Gewebe aufzubringen, so die Bauleute. Hier seien die Risse großflächig zu überdecken und zu festigen. Die Handwerker wollen darum die Wetterbedingungen nutzen, um erst die Rückfront zum Garten anzugehen.

Im Haus selbst waren am Dienstag weitere Nacharbeiten beim Estrich zu erledigen: Stehengebliebene Schwellen sind begradigt, Anschlüsse zwischen Wandputz und Boden komplett gefüllt. In der nächsten Woche kommen die Heizungen ins EG, die Trockenbauer und Elektriker kommen, der Fliesenleger ist für Mitte der Woche bestellt. Äußerst ärgerlich ist allerdings, dass erst jetzt die durch den Wurf einer Bierflasche zerstörte Scheibe gesehen wurde. Ein krimineller Zeitgenosse soll die Tat in der Neujahrsnacht begangen haben. Dabei ging eine der beiden Scheiben des Doppelglasfensters zu Bruch. Schon jetzt wird vor Wiederholung gewarnt: Die Leitungen für Überwachungskameras sind bereits gelegt.

Auch wenn solche Ereignisse sauer machen, lohnt der Blick aus der Entfernung allemal. Wenn die Beleuchtung stimmt, dann kann man dem Haus derzeit nur einen Spitznamen geben: Der „Weiße Elefant“ …

 

9. Januar 2008 
Unten und oben: Weiter geht´s …

BORBECK. Jetzt ist es doch langsam abzusehen: Neben dem Estrich ist auch der Innenputz im Erdgeschoss fertig (s. Bilder). Am Mittwochmittag waren die Putzmaschinen wieder aus dem Haus geschafft, sodass nun der Trockenbauer spätestens zu Beginn der 3. Kalenderwoche an die Decken und weitere Ecken in der zukünftigen Gastronomie gehen kann. Zuvor wird auch der Heizungsbauer bereits seine anstehenden Aufgaben beginnen: Die Heizkörper für das EG werden angeschlossen und angeworfen, ebenso wird bei dieser Gelegenheit auch ein dauerdefektes Emaille-Teil im oberen Bad ausgewechselt.

Da nun wieder die Außentemperaturen gestiegen sind, geht es mit dem Putz jetzt ansatzlos draußen an der Fassade weiter, damit wir möglichst schnell durchkommen. Zwischen den Feiertagen waren dazu auch endlich die Fensterbänke geliefert worden, damit sie beim Putzen eingepasst werden können. Damit wird das Haus schon bis zum Stiftungsfest am 19. Januar in der Außenansicht merklich sein Gesicht geändert haben. Was innen in dieser Woche noch ansteht: Der Elektriker kommt am Donnerstagmorgen, um weitere Steckdosen in den Flurbereichen zu setzen. Die Anschlüsse werden aus den Zimmern geholt, auf passende Bohrlöcher kommen dann die Dosen. Auch das Warten und Nachfragen zu der großen Rauchabschlusstüre im 1. OG hat sich nun erklärt: Die anbietende Firma hatte den Auftrag durch ein Missverständnis "sinnvollerweise" gar nicht erst ausgeführt. Weitere Angebote sind allerdings bereits geholt, sodass hier – zu einem deutlich günstigeren Preis – mit einer fast vollständigen Glasausführung endlich ein Abschluss gefunden wird.

Stichtag 19. Januar ....

Was in der Zwischenzeit das noch ausstehende Abschleifen der Treppe nicht aufhalten soll: Denn auch hier werden spätestens ab Montag, 14. Januar, die herausstehenden Nägel versenkt und Maschinen in Gang gesetzt, damit die alte Farbe herunterkommt und wieder die nackte Holznatur zutage tritt. Das Geländer wird allerdings gestrichen, zudem zur Verstärkung ein fester Pfosten im 1.OG in die Mitte des Handlaufs gesetzt. Später sollen breitere Stufen auf die Buchholzauftritte gesetzt werden, um die steile Treppe etwas abzuflachen. Auch wenn wir uns an einigen Baudreck gewöhnt haben: Das Abschleifen soll wenig Staub verursachen, da beim Arbeitsvorgang gleich abgesaugt wird. Zum Stiftungsfest am 19.1.2008 wird damit – wenn alles klappt - zumindest die Treppe manierlich aussehen, auch wenn wohl nicht so schnell der anschließende Zweitanstrich für die Wände ausgeführt werden können wird. Aber früher oder später kommt der auch – bei der Gelegenheit wollen wir auch an noch fehlende Stuckkehlen unter den Decken denken.

 

3.1.2008
Same procedure as last year ….

… aber die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Daran, dass auf dem Haus immer noch einiges zu tun ist, hat sich zwar nichts geändert. Doch am Morgen gab es schon erste Erfolgserlebnisse: Elektro Heiderich machte die Telefonanlage gängig. Nicht nur Telefonieren geht jetzt - jeder hat seine eigene Telefonnummer -, die ersten gingen gleich auch online. Mal gucken, was die Anlage auf Dauer packt. Heute ist also alles "offiziell" gemacht und komplett programmiert, selbst der Conventraum unter dem Dach hat seine eigene Telefonnummer. Ein „Neujährchen“ der anderen Art also.

Über die Feiertage selbst konnte der im Erdgeschoss vor Heiligabend noch komplett eingebrachte Estrich trocknen, im Schank- und Gesellschaftsraum ist der Innenputz an der Wand, in der Küche laufen die putzvorbereitenden Arbeiten - es geht mit Hochdruck voran. In der kommenden Woche kommen die Elektriker und der Heizungsbauer, die Türen und Zargen sollen angeschliffen und gestrichen werden. Die steigenden Temperaturen bringen auch wieder die Fassade ins Spiel: Wenn, wie vorausgesagt, die Außenwärme steigt, dürfte wohl auch bald tatsächlich wieder die Arbeit an der Straßenseite aufgenommen werden.

Hausputz am Donnerstag

Am Mittwochmorgen brachte zunächst eine Hausbegehung mit Majordomus und Senior Daniel die Dinge auf den letzten Stand: Denn am Donnerstag, 3. Januar, ist um 15 Uhr programmgemäß großer Hausputz angesagt. In Keller, Waschküche, Küche und Conventsaal soll klar Schiff gemacht werden, das Treppenhaus und die Fenster könnten einer Reinigung unterzogen werden. Beim anschließenden Convent stehen die weiteren Veranstaltungen des Monats auf der Tagesordnung. So etwa der Neujahrsempfang mit den UNITAS-Zirkeln am Mittwoch, 9. Januar: Bbr. Dr. Baldur Hermans, langjähriger Dezernent im Bischöflichen Generalvikariat, wird zum Thema „50 Jahre Bistum Essen“ sprechen. Auch das 97. Stiftungsfest am Samstag/Sonntag, 19./20. Januar, wirft schon seine Schatten voraus. Neben der komplette Neuwahl des Altherrenvereins-Vorstands wird auch das Vorstandsteam des Hausbauvereins neu gewählt. Da auch zwei offizielle Rezipierungen anliegen, freuen sich die Aktiven jetzt bereits auf ein fröhliches Fest, das am Sonntag, 20. Januar, nach der Hl. Messe um 10 Uhr in St. Dionysius mit einem Frühschoppen ausklingen wird.

 

28.12.2007
2007: Letzter Arbeitstag im Jahr

BORBECK. Freitag, 28.Dezember, war letzter Arbeitstag für die Baustelle (im) UNITAS-Haus. Immerhin zeigte die Ortsbesichtigung am Mittag, dass der zuletzt bis Heiligabend in allen Räumen des Erdgeschosses  auf rund 180 Quadratmetern eingebrachte Estrich ganz gut durchgetrocknet ist.

Der Innenputz ist am Vormittag im Gesellschaftszimmer weitergeführt worden und mit zwei fertigen Wänden war zum Mittag die Hälfte geschafft. In der Küche sollen die putzvorbereitenden Arbeiten heute noch begonnen werden, bevor die Baustelle bis zum 2. Januar 2008 geschlossen wird. Ab dann können die Putzmaschinen in breiter Front wieder ihren Dienst aufnehmen und neues Material wird an die Wände gesprotzt. Der Raumeindruck in der lange verwüsteten Flakstellung ist bereits gänzlich verändert: Die rundum eingebauten neuen Fenster, glatt geputzten 3,80 Meter hohen Wände und der nun durchgehende Fußboden lassen die spätere Nutzungsmöglichkeiten schon erahnen (Bilder rechts). An Holzarbeiten in den beiden Obergeschossen ist zwar bislang nichts weiter geschehen, allerdings sind heute Vormittag die Leitungen für die Telefonanlage vom Internetanbieter geschaltet worden. Somit kann am 2. Januar ´08 ab 9 Uhr die gesamte Anlage von Elektro Heiderich programmiert und für 10 Telefonnummern plus Internet in Dienst genommen werden.

Noch vor dem Fest stellte Architekt Bbr. Otfried Jäger die gesamten Pläne, Bau- und Betriebsbeschreibungen für den erweiterten Bauantrag fertig. Sämtliche Formulare zum Genehmigungsverfahren für die geänderte Bauausführung und die Erweiterung der Gastronomie um einen rund 9x6 Meter messenden Wintergarten am Feldschlösschen (s. Planausschnitt rechts) liegen damit vor, um beim Bauamt der Stadt Essen eingereicht zu werden. Wenn alles fertig ist, wird das Feldschlösschen wohl ein „Kracher“ werden - auf ein gutes Neues Jahr 2008!

 

21.12.2007
„Wat is ene Baustell?“
Arbeiten in der letzten Woche

…. „Nervengrube, Freudenspender, Abbild des Lebens!“. So ließe sich frei nach der „Feuerzangenbowle“ antworten. Dann stellen wir uns mal ganz dumm und gucken, was da eigentlich so vorgeht. Nach der deskriptiven Methode fällt das gar nicht schwer, wenn man nur beschreibt, was sich verändert. Und mit Blick auf die letzte Woche gibt es sogar Neuigkeiten.

Noch vor Weihnachten fegte Fortuna durchs Haus und bescherte unserem Conventraum unter dem Dach endlich seine Türe samt nachgebauter Zarge. Auch zu den beiden Fluren gibt es nun komplette Türen. Die alten kassettierten Türen aus der Gründung des Hauses wurden mit Spezial-Fitschen versehen und warten noch auf das Anschleifen und Streichen. Die neuen Türdrückergarnituren sind drauf und sehen ganz proper aus. Das steht für die restlichen Türen im Haus noch an, auch die Rauchabschlusstüre im 1.OG fehlt noch. Aber immerhin. 

Im Erdgeschoss geht es weiter

Im Erdgeschoss gingen in der Woche die putzvorbereitenden Arbeiten weiter. Alle freigelegten Fachwerkbalken wurden mit einem speziellen System in Stahlgitter eingepasster Pappstreifen überspannt - eine Sicherheitsmaßnahme, die in dieser Form in den beiden anderen Stockwerken nicht ausgeführt wurde. Im ehemaligen Schankraum ist das Gros der Fläche mit strahlend hellem Putz versehen. Er macht den Raum hoch und hell - besonders, da nun nach einem ersten Anlauf auch das aus Borken kommende Eckfenster ergänzt wurde. Erst passten die Maße nicht genau, doch reiht es sich nun nahtlos in die baugleichen anderen Fenster ein. Noch mehr Helligkeit kommt auch durch die bis oben hin verglaste hohe neue Eingangstüre, die im ehemaligen, freigelegten Seiteneingang vom Möllhoven eingebaut wurde. Sie entspricht in der Bauweise den beiden Türen, die zum Biergarten hinausführen. 

Am Samstagmorgen hat auch die Einbringung des Estrichs begonnen (s. Bilder links): Vor Ort verwandeln die Kollegen den in dieser Woche abgekippten Riesensandhaufen in fette Masse. Bis zum Mittag gab es bereits schnelle Fortschritte: Gesellschaftsraum und Flur sind glatt abgezogen, der Sanitärbereich sollte am Abend fertig sein. Am Montag, Heiligabend, soll der Rest im vorderen Teil des Erdgeschosses angegangen und mit einem Heizgerät für eine brauchbare Trocknungstemperatur gesorgt werden. Die Höhen zu ermitteln, ist dabei nicht einfach - bis zu 16 cm Gefälle sind über den preußischen Kappendecken auszugleichen, unterschiedliche Beläge wie Fliesen und Holzfußboden erfordern genaue Messungen. Noch warten die Wandflächen in Flur, Gesellschaftsraum und Küche weiter auf den Putz. Doch Fortschritte sind unübersehbar. Das lässt sich vom Fassadenputz in diesen Tagen leider nicht sagen: Draußen verhindert die Kälte die Fortsetzung der Arbeiten. Auch das Gerüst wird demnach solange noch stehen bleiben müssen. Ärgerlich, aber unvermeidbar. Nehmen wir es als „höhere Gewalt“.

Nächstes Stichdatum für Fertigstellungstermine ist sicher das Stiftungsfest im Januar mit der nächsten Hausbegehung. Vielleicht ist zum Neujahrsempfang wieder mehr geschehen. Einstweilen ist ein Gang um den Block zu empfehlen: Im Rauhreif bieten die Schlucht hinter dem Haus, Voßgätters Mühle, in der die Naturschutzjugend sitzt, und die anschließenden Kleingärten pittoreske Motive (s. Bilder rechts). Sonnige Weihnachtsperspektiven gibt es also allemal in der Gegend rund um die UNITAS-Hütte, die sicher erst noch richtig zu entdecken ist ...

 

15.12.2007
So viel Heimlichkeit …

… in der Weihnachtszeit! Im täglichen Belastungstest beginnt das Haus nun langsam seine Qualitäten zu zeigen: Für die laufenden Veranstaltungen der Woche bis zum Vereinsfest am 16.12. zeigte sich aber nicht nur das Haus gewappnet. Neben dem laufenden Wohnbetrieb gab es die WS mit Helmut Wiechmann, den Interkorporative Abend von UV/CV und offensichtlich einige „längere“ Spontan-Events. Sie zeigen: Auch Aktivitas und Hausgemeinschaft profilieren sich am und im Objekt. So ist etwa ein schöner, bunt beleuchteter kleiner Weihnachtsbaum im 1. OG nicht nur jahreszeitlich geboten, sondern natürlich ein echter Hingucker.

Manche Stellen waren es bislang nicht: Vor allem im Erdgeschoss, wo bis Samstagmittag noch eine Menge zerlegter Möbel auf einem Haufen gammelten. Hier hatten in der vergangenen Woche die dreckintensiven Vorarbeiten für den Innenputz stattgefunden, alles wurde bis auf Fachwerk und Brandziegel abgenagt und ist damit zudem vorbereitet für den Estrich. Putz und Estrich sollen in der kommenden Woche an die Wand und  auf den Boden kommen, damit alles über Weihnachten durchhärten kann. Ein kompletter Rohbaucontainer steht zum Abholen bereit, neues weiteres Material wartet draußen auf die Entsorgung. Der Elektriker ist unten ebenfalls komplett durch, hat Licht und Sound verlegt. Immer wieder aber standen die Regale und Schränke im Weg: Sie waren jedoch zum Samstagnachmittag komplett weg und von stillen Unerkannten sicher und sauber im Keller gelagert worden. Eine Lampe über dem Eingang gibt jetzt gutes Licht für spätes Eintreffen am Haus und lässt sich von innen bedienen, auch der Schutt hinter dem Haus ist sortiert, einige Regale und eine Garderobe sind ins Dachgeschoss gekommen. Dort präsentierte sich u.a. der Veranstaltungsraum schon für Sonntag nicht nur mit gesäuberten Stühlen, sondern auch schon mit festlich-adventlich-gemütlich gedeckten Tischreihen, damit hier gleich nach der Messe die ganze  unitarische Familie tagen kann.

 

8. Dezember 2007
Fuchs bewacht Maßnehmen für die Theke

BORBECK. Seit Samstagvormittag schmückt ein veritables Raubtier das Klavier. Seit dem Nikolausabend stand es beim X-hc. Dem hier noch ungenannten edlen Spender, der sicher in den nächsten Tagen und spätestens am 14. Dezember im Haus vorbeischauen wird, gilt schon jetzt der Dank des Vaterlandes. Da der lebensecht wirkende und bissig aussehende Zeitgenosse nun die Ecke mit den Ahnen bewacht, wird der Organist zweifellos besondere Tierliebe an den Tag legen. In der gleichen Ecke aber ging es heute auch um die Zukunft der Meublage - an wichtiger Stelle, denn erfahrungsgemäß ist eine taugliche Theke nicht das unwichtigste Möbelstück in einem Verbindungshaus.

Die winkelige Ecke, in der Wasser- und Stromanschlüsse für Spüle und Geräte schon installiert sind, wird eine sehr intelligente Lösung verlangen. Damit kann man bei Kolpingbruder Heinrich Müller von HolzMüller vom Schacht Neu-Cöln in Borbeck rechnen. Er nahm heute Vormittag Maß für Theke und Einbauten. Zugleich sind kluge Lösungen für die Nischen verlangt: Hier soll Stau- und Regalraum entstehen, der sich gut in das Gesamtkonzept einpasst. Auf Dauer sind auch neue Tischplatten gefragt, die den einzigen wirklichen Versammlungsraum der Ruhranen maßgeblich besser machen. Vielleicht ist da auch mal eine Spendenaktion gefragt. Mit heute angebrachten paar Bildern mehr an der Wand sieht das oben schon ganz nett aus - wenn nur endlich auch eine Türe drin wäre. Auch ist in der Küche eine Menge passiert: Mit neuen Regalen hat die Hausgemeinschaft mehr Ordnung für die individuellen Dinge geschaffen. Ebenfalls ganz erfreulich: Im Garten steht bereits das Putzsilo auch für den heute weiter vorbereiteten Innenbereich im Erdgeschoss.

 

6.12.2007
Zehn Telefone zum Nikolaus

BORBECK. Pünktlich am Nikolausmorgen klopfte es an den Türen in der Flurstraße: Für jeden Hausbewohner gab es endlich eine Perspektive für den Kontakt mit der großen weiten Welt. Der in blauer Arbeitskluft verkleidete Gabenbringer hatte eine Überraschung dabei: Jedes Zimmer und der Conventraum haben jetzt ein eigenes Telefongerät und die technischen Voraussetzungen für die große Internet-Welle im „world wide web“.

Möglich macht das eine Telefonanlage, die am Donnerstag von Elektro Heiderich aus Essen-Überruhr im Keller eingebaut wurde. Sie makelt die zehn per Datenkabel verbundenen Anschlüsse, hat allerdings noch keinen Anschluss nach draußen. Das, so der Telefonanbieter, werde sich mit entsprechender Flatrate „so schnell wie möglich“ noch vor Weihnachten ändern. Bislang lässt sich nur innerhalb des Hauses telefonieren. Immerhin das geht - und jeder kleinste Fortschritt hat uns bislang schon weiter gebracht … 

Das gilt auch für den Fassadenputz: Wenn es regnet, - das kommt schomma vor dieser Tage - flitzen die Kollegen ins Innere, wo dann weitergearbeitet werden kann. Denn hier laufen die putzvorbereitenden Maßnahmen in der Gastronomie. Wenn die Chose wieder halbwegs trocken aussieht und die Mindesttemperaturen reichen, geht es wieder draußen weiter. Die alten Straßenschilder und die Hausnummer jedenfalls sind schon in Sicherheit gebracht - sie kommen wieder drauf, wenn das Licht- und Beleuchtungskonzept außen umgesetzt ist. Fenster und Türe für das Erdgeschoss warten noch auf die Bögen, die extra gefertigt werden, bei den alten Türen innen scheitert es noch an den antiken Fitschen, nach denen gefahndet wird. Wenn passende aufgetrieben sind, soll die ganze Türerei mit allen Zargen innen in einem Schwung zu Ende gebracht werden.

 

4. Dezember 2007
Abwarten und Tee trinken

BORBECK. Schon vom Zugucken wird der Tag besser: Was Monate gewartet hat, ist jetzt „in der Mache“. Nach den Vorarbeiten, Rissbehandlungen und der Säuberung kommt jetzt gut 3 mm Mineralputz an die Fassade. Zunächst an der Straßenseite. „Denn hier scheint die Sonne drauf“, schmunzeln die Putzer am Dienstagvormittag. Wenn sie scheint. 

Ihr angemischt 90 Minuten verarbeitbares Material verändert jedenfalls die in den Jahrzehnten stark gealterte Mauer sichtbar in einem Schwung. Zwei bis drei Mann kommen hier mit Kelle, Streich- und Filzbrett gut voran, solange das Wetter mitspielt.  Auch wenn es mehr sein könnten, wie Beobachter vermerkten. "Wir müssen nur aufpassen, dass nicht alles wieder runterkommt, wenn es regnet", erklärten die Gerüstkletterer. Derweil gehen innen geht das Verlegen der Elektro- und Soundleitungen für die Gastronomie im Erdgeschoss voran. Zahlreiche Wagen blockieren schon am Morgen den Parkplatz - noch immer steht auch der Grüncontainer auf dem Hof. Trotzdem kein Problem, solange die Dinge vorangehen: Die Fassade soll an der Seite zur Flurstraße und zum Möllhoven prioritär behandelt werden, die großen Flächen an der Rückwand zum Garten und zum Parkplatz werden anschließend folgen. Damit wird das Gerüst zur Straße bald als erstes fallen können. Am Donnerstag wird ab 9 Uhr die Telefonanlage installiert. Jedes Zimmer bekommt zum Nikolaus ein eigenes Telefon und ausreichend Kapazität für den Internetzugang. 

 

3. Dezember 2007
Unterschriften zum Barbaratag 
HBV und VKF bringen Vertrag unter Dach und Fach

BORBECK. Was heute fast vergessen ist: Früher war es die heilige Barbara, die im Rheinland die „Weihnachtsgeschenke“ brachte. In diesem Jahr war sie allerdings noch mal unterwegs: Am Abend des 3. Dezember unterzeichneten die Vertreter des UNITAS Ruhrania-Studentenheim e.V. und die VKF Gastro-Management GmbH i.Gr. den Mietvertrag für den Betrieb der Gaststätte im „Feldschlößchen“ an der Flurstraße.

Damit ist der Weg für das Borbecker Traditionshaus vorgezeichnet; dem zügigen weiteren Fortgang der Ausbauarbeiten im Erdgeschoss steht nun nichts mehr im Weg. Nach den derzeitigen Planungen wird das langfristig geplante Engagement der Gastronomen im Frühjahr beginnen. Bis zum anvisierten Termin Anfang April werden erhebliche Investitionen den über 100-jährigen Gasträumen ein völlig neues Gesicht geben. Bereits jetzt darf man wirklich gespannt auf das Ergebnis sein.

Im Bild: Harold van Kranen und Arnd Fidorra von der VKF und Dr. Nikolaus Mantel, RA Ulrich Lembeck und Dr. Christof Beckmann vom UNITAS-Hausbauverein freuen sich über die gemeinsame Perspektive für das Haus an der Flurstraße. Als kleine Barbara-Gabe überreichte der HBV eine alte Ansicht vom Feldschlößchen samt einem 1956 in den BORBECKER NACHRICHTEN abgedruckten Gedicht von Willi Freistedt.

 

1. ADVENT 2007: Das UNITAS-Haus "Feldschlößchen" an der Borbecker Flurstraße in der Morgensonne - die Ampel auf "Grün" 
und "Schön gezapft!"-Reklame - so wird´s langsam was. Für einen Close-Up mit größerem Bild: Hier drauf klicken.

1. Dezember 2007
Kein zweites Kettensägenmassaker