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W.K.St.V. UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund

 

 

 

„Politiker bewegen sich erst, wenn es brennt“ -

Das Heilige Land – die Sprengkraft des jüdisch-christlichen Glaubens – 
Gerechtigkeit - 100 Jahre Pfadfinder – die Nominierung für den Friedensnobelpreis


Im Gespräch: Bbr. Dr. Baldur Hendrik Hermans, 

Generalsekretär der Internationalen Konferenz des katholischen Pfadfindertums (CICS)

 


ESSEN, 13. Dezember. Der Libanon-Krieg ist vorbei – der Blick der Weltöffentlichkeit ist derzeit auf andere „Hotspots“ der internationalen Politik gerichtet. Doch spätestens zu Weihnachten schwenken wieder Kameras durch die Länder am Jordan – das „Heilige Land“, in dem Jesus Christus geboren wurde. Doch der seit Jahrzehnten aus der Region mit Nachrichten von Terror, Anschlägen, Streit und Menschenrechtsverletzungen traktierte Mitteleuropäer fragt sich ein weiteres Mal, wann das blutige Gezerre endlich aufhört. Die Hoffnung auf Frieden bleibt ....

„Es ist eindeutig, dass der Konflikt um Israel und mit Israel und mit Palästina ein Kernproblem des gesamten Konfliktherdes Nahost ist“, erklärt Bundesbruder Dr. Baldur Hendrik Hermans, ehemaliger Dezernent für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben im Bistum Essen. Der in Essen-Borbeck lebende Historiker ist seit Kindesbeinen an mit der Pfadfinderei verbunden, begann sein Engagement beim DPSG-Stamm St. Dionysius in Borbeck. Seit 2002 Generalsekretär der Internationalen Konferenz des Katholischen Pfadfindertums (CICS), kennt er die Probleme und aktuelle Situation in der Region durch seine Tätigkeit als langjähriger Auslandsbeauftragter des Rings Deutscher Pfadfinderverbände, durch Dutzende von Reisen in den Nahen Osten und durch viele Freunde, mit denen er Kontakt hält.

Viele Initiativen der dortigen Pfadfinderorganisationen versuchen über Grenzen der Religion, Sprache und Kultur hinweg den Weg des Friedens und der Aussöhnung zu ebnen. Keine leichte Aufgabe: Denn, so sagt Hermans, in Palästina und Israel sei auch das Verhältnis von israelischen und palästinensischen Pfadfindern nicht einfach. „Da lastet natürlich die ganze Geschichte der Familie, die ganze Geschichte der Staaten mit auf den Schultern der jungen Leute.“ Eine Geschichte, die in ständiger Bewegung ist und ganz aktuell neu durch den Krieg belastet wurde.

Im Fokus: Nazareth und Betlehem 

„Fangen wir mal im Norden an: Nazareth in Galiläa ist seit 1948 Bestand des israelischen Staates. Man muss natürlich wissen, dass Nazareth ursprünglich eine fast völlig christlich-arabische Stadt war“, erläutert Hermans. Mittlerweile seien Christen in der Minderheit, eine neue jüdische Stadt sei dazu gekommen, viele Muslime hätten sich angesiedelt. Eine sichere Gegend – so glaubte man. Bis hier in den Vororten Katjuscha-Raketen aus dem Libanon einschlugen. Eine harte Prüfung für die Friedensinitiativen, die die Pfadfinder entwickelten. Während der zweiten Intifada, als der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis eskalierte, starteten sie im „Haus von Nazareth“, einer Bildungsstätte der katholischen Pfadfinder, eine Initiative, führten Gruppen zusammen und begannen gemeinsame Aktionen. „Israelisch-jüdische Pfadfinder, israelisch-arabische Pfadfinder, Orthodoxe und Drusen - das war ein tolles Zeichen“, so Hermans. Und sie wollen sich von den jüngsten Ereignissen nicht unterkriegen lassen.

Bedrückend vor allem die Situation im Süden. Betlehem in Palästina sei von Jerusalem nur über Checkpoints zugänglich: „Man sieht diese schreckliche Mauer, wie in einer unwürdigen Weise palästinensische, arabische Menschen diese Grenze zu passieren haben. Und dann hat man nicht das Gefühl, dass man in einem Land ist, von dem der Frieden ausgegangen ist, sondern in dem ständig neue Quellen des Unfriedens geschürt werden.“ Es müsse endlich, sagt Hermans, eine dauerhafte Friedenslösung her. Der latente Konflikt mit seinen viele unwürdigen Szenen im alltäglichen Lebens müsse ein Ende haben. (Bbr. Hermans berichtete im Dezember 2005 bei einer Wissenschaftlichen Sitzung der UNITAS Ruhrania zur Lage)

Differenzierter Blick auf die Probleme ist nötig

Viel Vertrauen in die Politik habe er allerdings nicht, bekennt Hermans. Er setzt aus Erfahrung lieber auf die vielen kleinen Schritte engagierter Menschen an der Basis. „Ich glaube, dass es ja leider so ist, dass Politiker sich dann erst bewegen und anfangen etwas zu gestalten, wenn eine unmittelbar krisenhafte Entzündung eines Herdes da ist. Und das ist ja typisch für die ganze Region Nah-Ost gewesen, dass man sich dann erst bewegt, wenn etwas brennt.“ Man könne nicht einseitig nur auf Israel setzen, auch nicht nur auf Palästina. In der Gemengelage der Probleme seien Information und differenziertes Urteil dringend gefragt. „Ich muss deutlich sagen, viele Politiker haben auch keine Ahnung von diesem Konflikt, das sind ja nur ganz wenige, die wirklich Bescheid wissen.“ Wer glaube, mit einfachen schwarz-weiß Schemen politische Lösungen herbeiführen zu können, sei auf dem Holzweg: „Politik ist schon eigentlich eine Anforderung an Verstand und Wissen. Und wenn das nicht vorhanden ist, sollte man lieber aus der Politik raus bleiben.“

Gerechtigkeit schaffen – 
die größte Herausforderung

Was treibt ihn persönlich an? Lässt sich christlich motiviertes Engagement auf eine Formel bringen? Hier setzt Baldur Hermans ganz auf ein biblisches Wort, das Papst Paul VI. stark geprägt hat. „Gerechtigkeit schaffen, damit Frieden entsteht. Das ist glaube ich die größte Herausforderung.“ In keinem Staatswesen gebe es gesellschaftlichen Frieden ohne Gerechtigkeit. Und er meint das ganz praktisch: „Gerechtigkeit heißt, das Menschen in Palästina zur Schule gehen können, dass sie die notwendigen Grundversorgungen bekommen, dass sie sich frei bewegen können, dass sie sich frei äußern dürfen, dass sie das Land verlassen dürfen und wieder zurück kommen können. All das ist ja nicht selbstverständlich da, im Gegenteil!“ Hermans klagt an: Die bittere Armut ergebe sich daraus, dass sich in einer völlig kontrollierten Volkswirtschaft ohne Zustimmung Israels keine eigenständigen Initiativen entwickelt könnten. Der Staat verfüge über die Steuern der Palästinenser und über das gesamte Nationaleinkommen: „Gerechtigkeit heißt hier, den Menschen die Rechte zukommen zu lassen und ihnen die Wirkmöglichkeiten zu geben, damit Frieden entstehen kann.“

Wenn Hermans von der „Sprengkraft des jüdisch-christlichen Glaubens“ spricht, schließt er ausdrücklich das Alte Testament mit ein. „Dieses jüdisch-christliche Erbe, die Vorstellung, dass alle Menschen gleiche Würde haben, das ist ein Kulturgut und ein gesellschaftliches Potenzial, das uns eigentlich ermutigen muss.“ Die Einzigartigkeit und das Spezifische des Christentums liege auch darin, dass sie diese Gerechtigkeit für alle in den Mittelpunkt stelle – „egal, ob getauft, nicht getauft, Christen oder Moslems oder Juden.“ Das werde manchmal vergessen, wenn die Christen für viele ihrer Fehler im Laufe der Jahrhunderte – auch zu Recht - kritisiert würden. Vom Wirken der großen Mönchsorden bis in das 19. Jahrhundert hinein aber habe die Kirche einen entscheidenden Beitrag zur Humanisierung der Gesellschaft, für eine an Frieden und Gerechtigkeit orientierte Gestaltung der Politik geleistet. „Da gibt es viele Pauschalisierungen, die durch manchmal idiotische Romane auf die Welt kommen, die ein völlig unhistorisches Christentum zeichnen. Es schon wichtig, genauer hinzusehen und auch zu merken, dass die Triebkraft, sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen, Christen bis in die Gegenwart bewegt hat. Das wird oft übersehen.“

Jesus Christus selbst sei kein politischer Heilspropagandist gewesen, der in seiner Zeit den römischen Besatzern oder dem Establishment die Stirn geboten habe. Jesus, Sohn Gottes, war ganz Realist, erinnert Baldur Hermans an die Bergpredigt und die Seligpreisungen: „Er kam als einer, der unsere Herzen und unsere Köpfe bewegen will, sich einzusetzen für den Frieden. Er hat deutlich gesagt: Die Armen werdet ihr immer bei euch haben. Ihnen Gerechtigkeit, ein menschenwürdiges Leben zukommen zu lassen, das ist Friedensarbeit.“

Ein Jubiläum: 20 Jahre Friedenslicht aus Betlehem

Dass auch in diesem Advent aus dem Nahen Osten wieder ein besonderes Zeichen des Friedens in 25 europäische Länder geht, habe angesichts dieser Fragen ein besonderes Gewicht. Es ist die aus einer österreichischen Initiative entstandene „Aktion Friedenslicht“, die zum 20. Mal stattfindet und wesentlich von den Pfadfindern mitgetragen wird. „Sie tragen ihren Teil bei für einen Weg, der neu zu pflastern ist, damit man gemeinsam darüber gehen kann. Und ich bin da sehr optimistisch.“ Die Aktion „Licht aus Betlehem“ sei ein ständiges Zeichen der Erinnerung, dass da etwas Entscheidendes nicht in Ordnung sei, meint Hermans. „Und von daher ist es schon toll, dass Betlehem als eine Stadt, die in der Krise lebt, Ausgangspunkt für eine Aktion ist, die so stark symbolträchtig den Frieden propagiert.“ Wenn man die Pfadfinder von ihrer Geschichte her nehme und das Vermächtnis ihres Gründers, sei der Auftrag klar: „Dann waren Frieden, Versöhnung, Miteinander auskommen, in den Dialog treten, Brüderlichkeit zeigen, über die Grenzen hinweg, Kernanliegen. Und insofern gehört das schon dazu.“

100 Jahre: Das Pfadfinderjubiläum 2007

Die „Aktion Friedenslicht“ ist zugleich ein starker Auftakt auch für das kommende Jahr: 2007 feiern die Pfadfinder weltweit ihr 100-jähriges Bestehen. Der britische Lord Robert Baden-Powell of Gilwell, der als Protestant den Hl. Georg als Vorbild der Ritterlichkeit zum Schutzpatron erkor, schrieb ihnen damals in Stammbuch, „die Welt besser zu erlassen, als man sie vorgefunden hat“. Bis heute ist dies die eigentliche Übersetzung des Worts von der „täglichen guten Tat“.

Über 40.000 Pfadfinder werden sich im kommenden Jahr in Highland Parks, nordöstlich von London, zum Jubiläumsjamboree versammeln. Auch Bbr. Baldur Hermans, der als Junge schon 1957 beim Jubiläumslager zum 50-jährigen Bestehen war („die Queen ist an mir vorbei gefahren und ich war ganz ergriffen...“) ist diesmal in seiner Funktion an den Vorbereitung und Durchführung beteiligt. Im Team leitet er dort den Bereich der katholischen Initiativen: „Das Jamboree wird ganz im Zeichen des Friedens stehen. Wir versuchen, die Rolle der Kirche und der Christen im Streben nach Frieden zu verdeutlichen und wollen zeigen, was man tun kann.“ Eine wichtige Aufgabe für die größte Gruppe der Pfadfinder weltweit, die katholischen Ursprungs sind: „Denkt man an Lateinamerika und Afrika oder allein an Indonesien, wo es über 1 Million katholischer Pfadfinder gibt.“

Promis, soft skills 
und der Friedensnobelpreis

Die Queen als Ehrenvorsitzende der britischen Pfadfinder ist sicher die prominenteste, doch es gibt viele Politiker, Kirchenleute und Manager, die in diesen Jahren ihre Verbundenheit mit den Pfadfindern öffentlich bekunden und sich als Mitglieder bekennen. Einer Bewegung, der im Lauf der Geschichte 380 Millionen Menschen angehört haben. „Tatsächlich“, erklärt Hermans, „sind viele Leute in verantwortlichen Positionen in ihrer Kindheit und Jugend geprägt vom Pfadfindertum. Ich glaube einfach, weil das Element einer Erziehung zur gesellschaftlichen Verantwortung ein ganz tragendes Element ist.“ Früh vermittle das Leben in der Gemeinschaft viele Fertigkeiten, die als „soft skills“ oder „social skills“ heute etwa stark in der Wirtschaft nachgefragt würden, schmunzelt er. So seien viele in teuren Mana gementkursen angebotene Trainings Gegenstand ganz normaler Pfadfinderarbeit. „Selbst in unserem Pfadfinderzentrum Westernohe finden Kurse mit Menschen aus Managementbereichen statt. Die lieben das, weil da auch noch eine ganz besondere Atmosphäre dazukommt.“

Pfadfinder sein, das heißt Leben in Gemeinschaft, gemeinsamer Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und den Nächsten, für den Schutz der Schöpfung und es ist die sprichwörtliche tägliche „Gute Tat“. Und nun ist es raus: Die Pfadfinderbewegung ist 2007 für den nächsten Friedensnobelpreis nominiert. Darauf ist Bbr. Baldur Hermans ist schon ein bisschen stolz: „Da kann man ja nur hoffen und beten, dass das so kommt, wär ja ne tolle Sache. Ich würde mich freuen!“ Und er denkt gleich ganz praktisch: „ Wenn wir ihn bekämen, dann könnte man fantastische Entwicklungshilfeprojekte finanzieren ...“

C. Beckmann

Zur Person: Dr. Baldur Hermans

Dr. Baldur Hendrik Hermans (im Bild mit Ruhrbischof Felix Genn), Jahrgang 1938, hat sich am 13.6.1961 bei UNITAS Stolzenfels in Bonn der UNITAS angeschlossen und wurde zum 1.1.1973 philistriert. 1970 wurde der Historiker mit einer Arbeit zur Sozialen Frage auf den Katholikentagen von 1848 bis 1891 promoviert und trat seinen Dienst im Bistum Essen an. Der erste Bischof von Essen, Dr. Franz Hengsbach, übertrug ihm die Leitung des Bischöflichen Jugendamtes. 

Hermans gehörte dem Vorstand des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Essen an, war Vorsitzender des Landesausschusses Katholischer Jugendarbeit NRW und Mitglied im Landesjugendwohlfahrtsauschusses im Landschaftsverband Rheinland. 1985 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Konsultur des Päpstlichen Rates für die Laien in Rom. Vier Jahre später, 1989, ernannte ihn Kardinal Hengsbach zum Leiter des Sekretariates und späteren Dezernates für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben des Bistums Essen. 2004 wurde er mit Erreichen der Altersgrenze aus dieser Aufgabe entpflichtet.

Bbr. Hermans, in Essen-Borbeck geboren und dort bis heute zu Hause, ist von Kindesbeinen an mit der katholischen Pfadfinderbewegung verbunden. Fast 20 Jahre war er Auslandsbeauftragter der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Vertretung des katholischen Pfadfinderverbandes in Europa und in der Welt, die Vermittlung internationaler Jugendbegegnungen und die Initiierung internationaler Projekte. Besonders widmete er sich dem Aufbau von katholischen Pfadfinderverbänden im Nahen Osten und Verbänden in den osteuropäischen Ländern und in Afrika. Im März 1998 ehrte ihn Weltkomitee der Pfadfinder mit dem „Bronzewolf“, der höchsten Auszeichnung der Weltpfadfinderbewegung, für sein Engagement als Auslandsbeauftragter des Rings deutscher Pfadfinderverbände. 

2002 wurde Hermans in Thessaloniki/Griechenland zum Generalsekretär der Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (CICS) gewählt. Auch bei seiner Wiederwahl in Tunis/Tunesien erhielt das einstimmige Votum der Delegierten der CICS-Weltkonferenz. Die CiCS vertritt die Interessen katholischer Pfadfinderverbände in aller Welt. Ihr gehören etwa 70 katholische Pfadfinderverbände und Pastoralräte in nationalen Pfadfinderverbänden in Europa, Afrika, Amerika und Asien/Pazifik an. Bbr. Baldur Hermans übte das Amt des Stellvertretenden Generalsekretärs bereits seit 1992 aus. Die CICS mit Sitz in Rom, eine vom Vatikan anerkannte Internationale Katholische Organisation (OIC), hat zugleich als katholische Laienbewegung innerhalb der Weltpfadfinderbewegung einen konsultativen Status. 

Dr. Baldur Hermans, der zahlreiche Publikationen vorlegte, war lange Jahre Dozent für Christliche Soziallehre am Bischöflichen Priesterseminar. Der Vorsitzender des Nikolaus-Groß-Hauses e.V. in Hattingen-Niederwenigern ist in vielen Bereichen ehrenamtlich tätig, u.a. war er viele Jahre als Vorsitzender des Stadtbezirkverbandes IV der CDU (Borbeck). Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Professor Dr. Hans Joachim Meyer, berief ihn in den Stiftungsrat der neuen Stiftung „Lumen Gentium - Stiftung deutscher Katholiken". Der Sitz der Stiftung ist Essen, Ort der Geschäftsführung ist Bonn-Bad Godesberg.

 

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG)

Sie ist mit 95.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, fast 20.000 ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern in 25 Diözesen, 132 Bezirken, 1.270 Stämmen und 103 Siedlungen, der katholische Pfadfinderverband in der Bundesrepublik. 1929 gegründet, erlebte die DPSG nach Auflösung und Verbot 1938 in den fünfziger Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Seit 1971 ist sie ein koedukativer Verband für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer.

Internet: www.dpsg.de

 

Die DPSG ist über den Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) Mitglied in der von Lord Robert Baden-Powell gegründeten Weltpfadfinderbewegung, Mitglied im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und in der 1962 ins Leben gerufenen Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (CICS), die vom Heiligen Stuhl als internationale katholische Organisation anerkannt ist (65 nationale Organisationen in fünf Kontinenten und ungefähr 8 Millionen Pfadfinder weltweit). Vorsitzender: Dr. Baldur Hermans (Essen).

Internet: http://www.cics.org.