Wissenschaftlicher
Katholischer Studentenverein
UNITAS RUHRANIA BOCHUM-ESSEN-DORTMUND
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Bbr. Hermann Ludger Potthoff – Vater und Gründer der UNITAS
(*21. Januar 1830, Werden, + 8. Oktober 1888), 1840 Rektoratsschule in Werden, Bau- und Gewerbeschule in Hagen, Bautechniker, Theologiestudent ab 1852/53 in Bonn, vom Kölner Erzbischof 1863 für die Seelsorge in der Diaspora freigestellt, wirkt in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden in der Caritasarbeit und als Oberhofprediger am Königlichen Hof, Präses, zugleich Generalpräses der UNITAS bis 1873, bestattet in Aachen-Burtscheid. Er gilt als Stifter und "Gründer der UNITAS", stellte die ab 1847 in Bonn landsmannschaftlich organisierten „Ruhrania“ auf eine eindeutige religiöse Grundlage, gibt ihr im WS 1853/54 den Namen "UNITAS", um dem Verein einen umfassenderen Charakter zu geben, federführend bei der Entwicklung der unitarischen Prinzipien (wissenschaftlich Betätigung, Feier der Vereinsfeste, Lebensbundprinzip), wählte den unitarischen Wahlspruch "in necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas". An seinem Geburtshaus in der Hufergasse 15 in Essen-Werden erinnert eine Gedenktafel des
Verbandes an seinen Gründer. Mehr |
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Bbr. Dr. Heinrich Portmann - Ehrensenior der UNITAS Ruhrania
(*5. Oktober 1905 in Hamm-Bockum-Hövel, + 30. April 1961 in Münster), Gymnasium in Hamm, Studium in Freiburg und Münster, Eintritt in die UNITAS
Ruhrania, Priesterweihe am 19. Dezember 1931, 1931 Kaplan an Herz-Jesu Emsdetten, 1934-37 Studium des Kirchenrechts in Rom, Kaplan an der
Deutschen Kirche "Sta. Maria del´Anima", 1938 Hausgeistlicher am Deutschen Studentenwohnheim in Münster. 1938 Defensor vinculi am Bischöflichen Offizialat in Münster, 1938-1949 Bischöflicher Kaplan von Bischof August Clemens von Galen und Bischof Michael Keller, 1949 Vizeoffizial am Diözesangericht Münster, Päpstlicher Ehrenkämmerer. Erster Biograph
des Bekennerbischofs Kardinal von Galens.
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Bbr. Dr. Peter Kreutzer –
Zweiter Gründer der UNITAS, erster Stadtdechant von Essen
(* 8. April 1866 in Büderich bei Neuß, + 10. Juni 1934 Essen), Gymnasium in Neuß, ab Theologiestudium 1886 an der Universität Bonn und Mitglied der UNITAS-Salia, 1887 "Einjährig Freiwilliger" bei den "Haketäuern" in Köln, Vorsitzender der Vinzenzkonferenz an der Stiftspfarre in Bonn, im Sommer 1887 Senior der UNITAS-Salia, damit Vorortspräsident des Gesamtverbandes. Bei der außerordentlichen Generalversammlung 1887 in Neuß setzt er die Öffnung für Nichttheologen durch. Ab 1888 für sieben Jahre in Rom, "Philosophen-Präfekt" im Germanicum, Doktor der Theologie und der Philosophie,
Priesterweihe 1894 in Rom. 1895 Heimatprimiz, 1895-1899 Kaplan an St. Nikolaus in Aachen, dann in der Pfarrgemeinde St. Laurentius in Elberfeld, Seelsorger für italienische Steinbrucharbeiter, 1902 Rektor in der bergischen Arbeitergemeinde Wülfrath. 1907 Pfarrer an St. Johann Baptist in Essen-Altenessen. 1925 Stadtdechant von Groß-Essen. 1926 Päpstlicher Geheimkämmerer, 1932 nichtresidierender Domkapitular in Köln und Prosynodalkonsultator. Mitorganisator des 71. Deutschen Katholikentags in Essen mit dem Motto "Christus in der Großstadt". Am 10. Juni 1934 im Alter von 68 Jahren an Krebs gestorben.
Schon in der unitarischen Geschichtsschreibung neben Hermann Ludger Potthoff aus Werden als der „Zweite Gründer der UNITAS" bezeichnet.
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Bbr. Dr. Carl Klinkhammer, der „Rote Ruhrkaplan“
(*22. Januar 1903 in Aachen, 8. Januar 1997 Düsseldorf), 1923 Abitur, Studium in Innsbruck und Bonn, Eintritt in die UNITAS, 1929 im Kölner Dom zum Priester geweiht. Kaplan in
Opladen, 1931 in St. Johann Baptist Essen-Altenessen, Agitation gegen kommunistische und nationalsozialistische Parolen. 1933 von den Nazis als erster katholischer Geistlicher in „Schutzhaft“ genommen, gegen Aufenthaltsverbot im „Gau“ Essen wieder freigelassen. In Köln Ende April 1933 erneut verhaftet von der Kölner Kirchenleitung 1934 aus seinem Amt entfernt. 1935 im Bistum Augsburg und Speyer, 1937 und 1938 „wegen Kanzelmissbrauchs“ im Gefängnis. Ab 1941 als Sanitätssoldat der 24. Infanteriedivision in Russland, 1946 in Schleswig-Holstein aus englischer Gefangenschaft entlassen und Kaplan an der Bonner Münsterkirche St. Martin, 1947 in Düsseldorf am Heerdter „Handweiser“, Bau der dem Heiligsten Sakrament geweihten „Bunkerkirche“, dort bis 1991 Pfarrer. Prozess 1951 wegen Protest gegen Darstellung von Selbstmord im Willi-Forst-Film „Die Sünderin“, 1958 als erster Bischof des Bistums Essen im Gespräch. 1961 Gründer der Düsseldorfer
„mittwochgespräche“, Ökumeniker, 1992 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
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Bbr. Professor Gerhard Fittkau - Ermländer, Zeuge der Vertreibung
(*11. Mai 1912 in Tollnigk, Kreis Heilsberg/Ostpreußen, + 6. März 2004 in Essen-Werden), Studium in Innsbruck, 1930 Eintritt bei UNITAS Greifenstein, Studium in Rom, Freiburg/Schweiz und
Braunsberg. 1937 Priesterweihe durch Bischof Maximilian Kaller in Frauenburg, Bischöflicher Kaplan. Bald im Konflikt mit den Nationalsozialisten, weil er verbotene Hirtenbriefe verteilte, als „Staatsfeind“ 1939 aus Ost- und Westpreußen ausgewiesen. Hausgeistlicher im Karmel zu Breslau, Zusatzstudium mit Promotion 1944 zum Dr.
theol., Pfarrer in Süßenberg bei Heilsberg, durch russische Truppen verschleppt in den „Archipel
GULag“, Ende 1945 wieder abgeschoben, Flucht nach Berlin. Sein Erlebnisbericht „Mein 33. Jahr“ schildert die Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen und wurde in zehn Sprachen übersetzt. 1947 Seelsorger an seinen im ganzen Land zerstreuten Landsleuten, 1948 Generalsekretär des
Bonifatiuswerkes in Paderborn, 1949 Direktor der American St. Boniface Society in New York. Konsistorialrates seines Heimatbistums
Ermland, 1953 Päpstlicher Geheimkämmerer, 1956 Päpstlichen Hausprälat. Seit 1960 in der Essen-Werdener Gemeinde St. Ludgerus, ab 1962 Dogmatikvorlesungen am Bischöflichen Priesterseminar St. Ludgerus in Essen-Werden, während des Konzils in Rom Leiter die deutschsprachige Abteilung des Konzilspresseamtes, 1961 Gründungsmitglied des Rundfunkrates der Deutschen Welle, dem er über 25 Jahre lang angehörte. 1968-1971 im Auftrag der nordrhein-westfälischen Bischöfe offizieller Beobachter beim Niederländischen Pastoralkonzil, 1971 Mitarbeiter der deutschen Vertretung bei der Bischofssynode in Rom. 1982 Apostolischer Protonotar, 1989 Ehrendomherr in der Diözese Ermland (Polen). Am 16. März 2004 in Köln-Mehrheim bestattet.
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Bbr. Kaplan Johannes Prassek – vor der Seligsprechung
Kopf der drei katholischen Martyrerpriester der Lübecker Herz-Jesu-Pfarrei und wohl der bekannteste Martyrer des UNITAS-Verbandes. (*13. August 1911 Hamburg-Barmbek, + 10. November 1943 Hamburg), Katholische Höhere Knabenschule, 1927 Hamburger Johanneum, 1931 Abitur, an der Jesuiten-Hochschule Sankt-Georgen in Frankfurt am Main, Aufnahme in die UNITAS Frankfurt, 1933 Wechsel nach Münster, wo er sich dem W.K.St.V. UNITAS-Ruhrania anschloss, 1935 Priesterseminar. Priesterweihe am 13. März 1937 im Dom zu Osnabrück, Vikar im mecklenburgischen Wittenburg, 1939 Vikar an der Lübecker Pfarrei Herz-Jesu, dort 1940 erster Kaplan. Von Gestapo bespitzelt, Seelsorge an polnischen Zwangsarbeitern, Verteilen von Flugschriften, denunziert, am 18. Mai 1942 verhaftet, in das Marstall-Gefängnis des Burgkloster-Gebäudes gebracht. Über ein Jahr Warten auf den Prozess. Verlegt ins Zuchthaus Hamburg-Holstenglacis, zum Tode verurteilt, am 10. November 1943 Mord durch das Fallbeil. Die Leiche wurde eingeäschert. Der Bischof von Osnabrück liest an jedem Todestag in der Eucharistiefeier das Evangelium aus diesem Buch. Auf der ersten Seite hat Johannes Prassek den Satz aufgeschrieben: „Wer sterben kann, wer will den zwingen?“ Die Seligsprechung ist eingeleitet, das diözesane Verfahren abgeschlossen.
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Bbr. Vikar Eduard Müller – Soldat des Königs
Christus
(*20. August 1911 in Neumünster, + 10. November 1943 Hamburg), stammt
aus armen Verhältnissen, Tischlerlehre, aktiv in der katholischen Jugendbewegung. 1936 Abitur am Spätberufenen-Kolleg in Bad Driburg, in Münster Studium der Theologie, Beitritt in der UNITAS. 1940 in Osnabrück zum Priester geweiht, Adjunkt in der Lübecker Herz-Jesu Gemeinde. Am 22. Juni 1942 festgenommen und zum Tode verurteilt. Als erster der „Lübecker Märtyrer“ mit Hermann Lange, Bbr. Johannes Prassek und Karl-Friedrich Stellbrink
am 10. November im Zuchthaus Hamburg-Holstenglacis durch das Fallbeil hingerichtet.
Die Leiche wurde eingeäschert. Die Seligsprechung ist eingeleitet, das diözesane Verfahren im Erzbistum Hamburg abgeschlossen.
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Bbr. Pfarrvikar Anton Spies –
Von Nazis ins KZ gebracht
(* 24. November 1909 in Heckfeld/Badisches Frankenland, + 19. April 1945 Dachau), als Schüler des dortigen Erzbischöflichen Knabenkonvikts in die Quarta des Tauberbischofsheimer Gymnasiums aufgenommen, 1930 Reifeprüfung, Theologiestudium in Münster, Eintritt bei UNITAS
Ruhrania, Priesterweihe 1935, Vikar in Bühl bei Offenburg, Vikar in Lauda, Mudau, Distelhausen,
Uissingheim, 1939 in Ketsch. 1941 festgenommen und in das Untersuchungsgefängnis Mannheim gebracht, nach
Nazi-Anklage wegen „Sittlichkeitsverbrechen“ zwei Jahren Zuchthausstrafe, anschließend von Gestapo in „Schutzhaft“ gehalten. 1943 in das KZ Dachau eingeliefert. Wenige Wochen, bevor er von den Amerikanern befreit worden wäre, an Flecktyphus gestorben und in einem Massengrab beigesetzt. Bis heute nicht rehabilitiert.
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Bbr. Matthias Mertens – mit Karl Leisner im KZ Dachau
(1906-1970), Immatrikulation im Sommersemester 1927 an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster, Freisemester 1929/30 an der Universität Bonn, Eintritt in die UNITAS-Salia Bonn, 1930 wieder in Münster und Mitglied bei
UNITAS-Sugambria, Priesterweihe am 17. Dezember 1932 im Dom zu Münster, Primiz in der Pfarrkirche St. Michael Wachtendonk, Kaplan an St. Anna in Materborn (heute Kleve-Materborn), von NSDAP bespitzelt, 1935 in Sondergerichtsprozess in Düsseldorf wegen Verstoß gegen das „Heimtückegesetz" angeklagt, freigesprochen. Kaplan an der Pfarrei St. Josef in Sterkarde-Schmachtendorf (heute
Oberhausen-Sterkrade), Anzeigen wegen „verbotener Vereinstätigkeit" und „aggressiver Predigten", 1941 Vernehmung bei der Gestapo-Leitstelle Düsseldorf, Verhaftung am 6. Januar 1942, zwei Monate Polizeigefängnis Oberhausen, Schutzhaftbefehl und Überführung in den Priesterblock des Konzentrationslagers Dachau, nach drei Jahren am 9. April 1945 entlassen, Rückkehr nach Wachtendonk, Empfang bei Bischof Clemens August Graf von Galen in Münster, wieder Kaplan in St. Josef in
Sterkarde-Schmachtendorf, 1947 Lungentuberkulose als Folge der langen Haftzeit, stationäre Behandlung, 1948-1949 Spezialklinik in Arosa (Schweiz). 1948 mit der Seelsorge am Prosper-Hospital in Recklinghausen beauftragt, ab 1953 Spiritual und Prokurator der
„Gaesdonk“ am Collegium Augustinianum, seinem alten Gymnasium, gestorben am 1. Februar 1970.
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Bbr. Dr. Franz Lenze - Christdemokrat der ersten Stunde
(*13.10.1910 in Balve/Kreis Arnsberg, + 28. April 2005 in Ottobrunn/München), 1930-1933 Studium der Alten Sprachen, Germanistik und Philosophie an der Universität Münster, 1931 Eintritt in der UNITAS Ruhrania Münster (M5). 1935-1937 Studienreferendar in Rheine und Dortmund, nach dem Studium im Kreis Olpe, 1939 Leiter des Schülerheims Collegiums Bernardinum in Attendorn. 1939 zum Wehrdienst eingezogen, 1940
uk-gestellt. 1942 wieder eingezogen, zweimal verwundet, 1943 zum Studienrat ernannt, 1945 in Kriegsgefangenschaft. 1946 bei UNITAS Ruhrania
philistriert, Studienrat in Attendorn. Eintritt bei der CDU, Leiter der Jungen Union (JU) des Kreises Olpe. 1949 Kreisvorsitzender, in den Kreistag des Kreises Olpe gewählt, ab 1950 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Olpe (seit 1970 dessen Ehrenvorsitzender), 1951 Bezirksvorsitzender der CDU des Sauer- und Siegerlandes (bis 1968), Mitglied des Landesvorstandes Westfalen und 1953 Hauptvorstandsmitglied der Kommunalpolitischen Vereinigung NRW. Ab 1953 für den Wahlkreis 121 (Meschede-Olpe, ab 1965: Olpe-Meschede) als Abgeordneter der CDU im Deutschen Bundestag. 1961-1972 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der West-Europäischen Union. Nach Bundesbruder Lenze sind die Franz-Lenze-Straße und der Franz-Lenze-Platz in Duisburg-Walsum sowie der Hauptförderschacht des Werkes Walsum der Deutschen Steinkohle AG benannt.
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Bbr. Bischof Dr. Franjo Komarica - Mutiger Christ im Krieg
1946 in Banja Luka geboren, Studium der Theologie und Kirchenmusik in Innsbruck, Promotion 1978 im Fach Liturgiewissenschaften, bis 1986 Lehre an der Theologischen Hochschule in Sarajevo, 1985 Weihbischof in Banja Luka, 1989 Bischof. Seit 1992 Mitglied des Päpstlichen Rates für den Dialog der Kirchen, 1992-1995 während des Krieges in Bosnien-Herzegowina Streiter für die Menschenrechte, Mai bis Dezember 1995 unter Hausarrest gestellt, 1997 bei gemeinsamer Veranstaltung der UNITAS Ruhrania und der kroatischen Gemeinde in Essen, mit dem Heinrich-Pesch-Preis der UNITAS ausgezeichnet, beim Vereinsfest zu Ehren der Maria Immaculata am 6. Dezember 1998 zum Ehrenmitglied ernannt.
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Bbr. Prälat Martin Zeil - Versöhnungsarbeit im Geiste Robert Schumans
(*9. April 1912 in Dundenheim, + 5. Juli 1999), Theologiestudent in Münster, im SS 1934 Rezipierung bei UNITAS
Ruhrania, später bei der Freiburger UNITAS Eckhardia, Philistrierung 1936. Am 7. März 1937 im Münster zu Freiburg durch Erzbischof Conrad Gröber zum Priester geweiht. Kaplan zuletzt in
Mannheim-Neckarau, 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Kriegspfarrer in verschiedenen Lazaretten in Belgien, Frankreich und Russland. 1940 Divisionspfarrer der 23. Panzerdivision. 1956 einer der ersten Militär-Seelsorger der Bundeswehr. Im April 1956 Wehrbereichsdekan im Wehrbereich V (Baden-Württemberg) in Stuttgart. Bis zu seinem Tod war ihm die
Deutsch-Französische Verständigung ein Herzensanliegen. Organisator der internationalen Soldatenwallfahrten nach Lourdes. Vom französischen Staat zum Kommandeur des
„Orde National du Mérite“, des französischen nationalen Verdienstordens ernannt, 1997 von der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung Basel mit dem „Josef-Rey-Preis“ ausgezeichnet. Ehrenbürger von
Dundenheim. Mehr |
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Bbr.
Dr. Meinolf Stoltenberg – unitarischer Bürgermeister
(*8.2.1927, + 8. April 2006 Lengfeld bei Würzburg), am 4. November 1950
bei UNITAS-Ruhrania zu Münster rezipiert, im SS 1951 Senior, im SS 1953
Neugründer der UNITAS-tom-Kyle Kiel, Jurastudium nach drei
theologischen und zwei philosophischen Semestern, Philistrierung 1960.
In Kiel 1960 Assessor, 1961promoviert, 1960-1962 Referent bei Ministerpräsident
Kai Uwe von Hassel, anschließend bis 1973 in der Finanzverwaltung, zum
Schluss als Regierungsdirektor in der Oberfinanzdirektion. 1973 Bürgermeister
von Kronshagen bis zu seinem Ruhestand 1988. 1970-1999 Leiter des Kieler
UNITAS-Altherrenvereins. Übersiedelung nach Würzburg, Mitglied des
Altherrenzirkels, B-Philister bei UNITAS-Würzburg, seit Anfang der
1990er Jahre im Studentenheim e.V. der UNITAS Ruhrania
Bochum-Essen-Dortmund. Mehr |
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Bbr. OStR Norbert Klinke – Ehrensenior,
Vater der neuen Ruhrania
(*6. Juli 1934 Breslau, + 4. November 2000 Castrop-Rauxel), Abitur 1956 am Remigianum in
Borken-Burlo, zum Studium an der Theologischen Fakultät in Paderborn, 1957 Deutsch und Latein an der Philosophischen Fakultät in Münster, 1957 rezipiert bei UNITAS
Ruhrania, im Sommersemester 1959 Senior im Festpräsidium beim 100. Stiftungsfest des UNITAS-Ortsverbandes Münster, 1961
philistriert, 1962 1. Staatsexamen, Studienreferendar am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel, dort 1964 2. Staatsexamen und bis zur Pensionierung 1978 als Oberstudienrat tätig. 1970-1982 Leiter des UNITAS-Altherrenzirkels Castrop-Rauxel, 1991 B-Philister der
UNITAS-Winfridia, „Vater“ der Vereinigung seines Altherrenvereins Ruhrania mit der UNITAS Ruhr.
Ab 2. Februar 1991 Ehrensenior der UNITAS-Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund,
bis zu seinem Tod im Jahr 2000. Bis 1991 27-jährige Spielzeit mit der von ihm gegründeten Schulbühne der Castrop-Rauxeler Gymnasien mit einer Inszenierung pro Jahr - bundesweiter Rekord, wie die Zeitungen berichteten. Großer Theaterfan, Pädagoge und ausgemachter Opernnarr, mit 66 Jahren nach langer Krankheit gestorben.
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Wiederbegründungsmitglied
Bbr. OStR Helmut Führer
(* 19. September 1926 in Ibbenbüren, + 19. Juni 2007 in Münster),
einer der Wiederbegründer der UNITAS Ruhrania nach dem Krieg, 1936 Kath.
Volksschule in Naumburg an der Saale, Humanistisches Domgymnasium in
Naumburg bis zur Einberufung als Luftwaffenhelfer 1943. Einberufung zum
Reichsarbeitsdienst 1944. Nach der Kapitulation 1945 vom WS 1945/46 bis
SS 1947 Studium der Physik, der reinen und angewandten Mathematik,
Chemie und Geographie an der Universität in Jena. Im Sommer 1947
Wechsel von Jena zum Studium nach Münster. 1948 bei UNITAS Sugambria in
Münster rezipiert, bei der Wiederbegründung der UNITAS Ruhrania 1950
Wechsel als erster Fuchs in die neue Ruhrania. Am 1. Januar 1954
philistriert. 1952 erstes Staatsexamen für das Lehramt an höheren
Schulen. Vorbereitungsdienst im ersten Jahr am Gymnasium Dionysianum in
Rheine, Studienseminar II in Münster. Nach dem zweiten Staatsexamen Pädagoge
am Gymnasium Paulinum, an dem er Mathematik und Physik bis zu seiner
Pensionierung im Jahre 1990 unterrichtete. 1964 in das Wissenschaftliche
Prüfungsamt für das Lehramt an Gymnasien berufen, ein Jahr später
Oberstudienrat. 1966 -1990 Fachleiter für Mathematik am Studienseminar
in Münster. Nach Suspendierung der Aktivitas 1981 Schriftführer im
Altherrenverein der UNITAS Ruhrania und als maßgeblicher Befürworter
maßgeblich bei der Wiederbegründung der Aktivitas im Ruhrgebiet
im Jahre 1991 beteiligt. Von ihm stammt die Geschichte der UNITAS
Ruhrania zwischen den Jahren 1950-1990. Mehr
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