Wissenschaftlicher
Katholischer Studentenverein
UNITAS RUHRANIA BOCHUM-ESSEN-DORTMUND
Christdemokrat der ersten Stunde
Zum Tod von Bbr. Dr. Franz Lenze (UNITAS Ruhrania)
Im
Alter von 94 Jahren verstarb am 28. April 2005 in München Bbr. StR a.D. Dr.
Franz Lenze aus Attendorn. Der langjährige frühere CDU-Bundestagsabgeordnete
hatte die letzten Jahre in Ottobrunn in der Nähe seiner Kinder verbracht.
Franz
Lenze, geboren am 13.10.1910 in Balve/Kreis Arnsberg, hatte sich 1930-1933 während
seines Studiums der Alten Sprachen, der Germanistik und Philosophie an der
Universität Münster am 11. Mai 1931 der UNITAS Ruhrania Münster (M5)
angeschlossen. Von 1935-1937 war er als Studienreferendar in Rheine und Dortmund
tätig. Der junge Studienassessor kam nach seinem Studium in den Kreis Olpe und
wurde 1939 Leiter des Schülerheims Collegiums Bernardinum in Attendorn. 1939
zum Wehrdienst eingezogen, wurde er 1940 uk-gestellt. 1942 wieder eingezogen,
zweimal verwundet und 1943 zum Studienrat ernannt, kam er 1945 in
Kriegsgefangenschaft.
Zum
Januar 1946 ließ er sich bei der UNITAS Ruhrania philistrieren und nahm seine Tätigkeit
als Studienrat in Attendorn wieder auf. Im gleichen Jahr trat er der CDU bei und
übernahm die Leitung der Jungen Union (JU) des Kreises Olpe. 1949
Kreisvorsitzender, wurde er in den Kreistag des Kreises Olpe gewählt, war ab
1950 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Olpe (seit 1970 dessen
Ehrenvorsitzender), 1951 Bezirksvorsitzender der CDU des Sauer- und Siegerlandes
(bis 1968), Mitglied des Landesvorstandes Westfalen und 1953
Hauptvorstandsmitglied der Kommunalpolitischen Vereinigung NRW. In einer Würdigung
der CDU im Kreis Olpe äußerte der CDU-Kreisvorsitzende Theo Kruse: „Die CDU
im Kreis Olpe trauert. Mit Franz Lenze verlieren wir einen großen
Christdemokraten der ersten Stunde. Franz Lenze hat Großes geleistet beim
Aufbau der CDU in Attendorn und im Kreis Olpe.“
Ab
1953 hatte Bbr. Lenze den damaligen Wahlkreis 121 (Meschede-Olpe, ab 1965:
Olpe-Meschede) als Abgeordneter der CDU 19 Jahre lang, von der 2. bis zur 6.
Legislaturperiode, im Deutschen Bundestag vertreten. Von 1961 bis 1972 gehörte
Franz Lenze zugleich als Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und
der Versammlung der West-Europäischen Union an.
Nach
Bundesbruder Lenze sind die Franz-Lenze-Straße und der Franz-Lenze-Platz in
Duisburg-Walsum sowie der Hauptförderschacht des Werkes Walsum der Deutschen
Steinkohle AG benannt.
CB