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Wissenschaftlicher Katholischer Studentenverein
UNITAS RUHRANIA BOCHUM-ESSEN-DORTMUND

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Mai 1997
UNITAS verlieh Heinrich-Pesch-Preis an Bischof Komarica

BONN. Franjo Komarica, Bischof der bosnischen Stadt Banja Luka, hat den Heinrich-Pesch-Preis des Verbandes der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS erhalten. Bischof Komarica habe über alle ethnischen, politischen und religiösen Grenzen hinweg sozial und caritativ gewirkt, hieß es bei der Verleihung des mit 5000 Mark dotierten Preises durch den Sozialethiker Professor Lothar Roos im Katholischen Büro in Bonn. 

Der Heinrich-Pesch-Preis wurde seit 1981 insgesamt fünfmal an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Weiterentwicklung und praktische Umsetzung der katholischen Soziallehre verdient gemacht haben. Dazu dokumentieren wir im Wortlaut einen Artikel aus der Kölner Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln 19/97 vom 9.Mai 1997:


Dokumentation

„In schweren Kriegstagen den Menschen beigestanden
Bischof Franjo Komarica erhielt Heinrich Pesch-Preis


BONN. „Vor den Augen der Weltöffentlichkeit wurde den Menschen in Bosnien-Herzegowina die Würde und Freiheit genommen“, klagt Franjo Komarica (51), Bischof der bosnischen Stadt Banja Luka, die Europäische Union und die Großmächte an. In Bonn wurde der Bischof, der in der schlimmen Kriegszeit bei seinen Gäubigen ausharrte, mit dem Heinrich-Pesch-Preis des Verbandes der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine Unitas geehrt.
Der mit 5000 Mark dotierte Preis erinnert an Heinrich Pesch, den ersten Systematiker der christlichen Gesellschaftslehre. Er wird Menschen verliehen, die sich um die Umsetzung der Katholischen Soziallehre verdient gemacht haben.
In seiner Ansprache betonte Vorsitzender Professor Lothar Roos: „Sie haben angesichts der unermesslichen Leiden, die Sie persönlich, die ihnen anvertrauten Gläubigen und viele andere der auf dem Gebiet Ihrer Diözese lebenden Menschen durch die zurückliegenden kriegerischen Ereignisse erdulden mussten, das Beispiel eines wahrhaft guten Hirten gegeben. Sie haben durch ihr Ausharren, Ihre sozial-karitative Tätigkeit gegenüber den Notleidenden ohne Unterschied der ethnischen Zugehörigkeit und Religion und durch ihr Eintreten für die Würde und Rechte aller Menschen, öffentlich kundgemacht, wofür die Soziallehre der Kirche steht.“

Wäre Bischof Komarica nicht in Banja Luka geblieben, dann gäbe es heute dort keine katholischen und muslimischen Bosnier mehr. Sein Einsatz sei nicht ungefährlich gewesen, denn während des Krieges habe er über 230 Tage unter Hausarrest gestanden. Heute suche er allen Vertrieben ungeachtet ihrer Herkunft, die Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen.

Bischof Komarica erwiderte, er habe nur die Worte Jesu in der Bergpredigt in die Tat umgesetzt. „Seine Worte sind heute noch aktuell“, fügte er hinzu. Er machte Mut, sich für Menschenrechte und -würde einzusetzen, sonst habe die menschliche Gesellschaft keine Zukunft. KL“


29. Oktober 1997
Bischof Komarica: Der Friede muss ein Werk der Gerechtigkeit sein


Essen, 29. 10. 97 - Der Friede in Bosnien-Herzegowina könne kein wirklicher Friede sein, wenn er nicht „das Werk der Gerechtigkeit“ sei, erklärte Dr. Franjo Komarica, Bischof von Banja Luka, am Dienstagabend in Essen. Es gebe keine Alternative zur Versöhnung aller Bevölkerungsgruppen in seiner Heimat, betonte er bei einer Veranstaltung des katholischen Studentenvereins UNITAS Ruhrania und der Jungen Union, Stadtbezirk Ruhrhalbinsel.

Der Krieg in seiner Heimat sei mit dem Abkommen von Dayton und Paris offiziell beendet, doch noch immer würden die Menschenrechte mit Füßen getreten. „Mit welchem Recht und im Namen welcher Prinzipien verbietet man uns das Recht auf Heimat?“, kritisierte Komarica die Rückführungspolitik der Vereinten Nationen. Täter und Opfer würden gleichgesetzt, wenn man die Menschen unterschiedlichen Glaubens und Nationalität trenne und ihnen nicht erlaube zusammenzuleben. Die Welt werde „von einer großen Dosis Ignoranz und Arroganz, von Naivität und Sarkasmus regiert“, klagte der Bischof. „Immer noch fühlen wir uns wie Schachfiguren, wie Marionetten und Spielbälle der Großmächte.“

Das christliche Abendland verrate seine Wurzeln, wenn statt Prinzipien nur Interessen die Politik bestimmten. „Europa ist sehr herzkrank“, so Bischof Komarica. Die Lage in Bosnien-Herzegowina bleibe ein Krebsgeschwür des Kontinents, eine „furchtbare Tragödie und die größte Schande seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.“ Im „Haus Europa“ dürfe seine Heimat nicht „wie ein Abstellraum“ behandelt werden. Er hoffe, dass die in den letzten Tagen mit Politikern in Bonn geführten Gespräche „nicht umsonst“ gewesen seien.

Die notleidende Bevölkerung seines Landes habe in den Kriegsjahren bei den Menschen in Essen, in ganz Deutschland und Europa eine „großartige Solidarität gefunden“, sagte Bischof Komarica. Die weltweite Hilfe habe im vergangenen Jahr nachgelassen, sei aber nötiger denn je. „Caritasarbeit ist echte Friedensarbeit“, unterstrich auch der Präsident der bosnischen Caritas, Dr. Miljenko Anicic. Sie bringe Menschen zusammen und habe bereits viel zum Umdenken beigetragen. Allein von 1992-1996 seien über die Caritas in der Stadt Banja Luka 18.000 Tonnen Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Saatgut verteilt worden. Die Menschen, so der Bischofsvikar, hätten „das Schlangestehen satt“. Sie bräuchten nun Unterstützung bei der Hilfe zur Selbsthilfe. Nur 4-6 Prozent der Menschen hätten eine Arbeit und über den Schwarzmarkt verteilte Importware fordere das letzte Geld. Besonders alte Menschen litten große Not. „Es gibt einen dramatischen Stillstand im Land“, berichtete Anicic, die Schaffung einer Infrastruktur stehe noch ganz am Anfang. Vor dem kommenden Winter müssten Wohnungen instand gesetzt, Schulen wiederaufgebaut, kleine Familienbetriebe im Handwerk und der Landwirtschaft mit notwendigster Grundausstattung gefördert werden.

Gerade die katholische Kirche in Bosnien-Herzegowina haben seit dem Beginn der Konflikte immer wieder ihre Bereitschaft zur Versöhnung erklärt, erklärte Bischof Komarica. Teil dieser Versöhnungsarbeit sind sogenannte „Europaschulen“, die in mehreren Städten Bosniens eingerichtet wurden. Schüler unterschiedlicher Nationalität und Glaubens sollen in diesen Schulen lernen, einander zu achten und den in den Kriegszeiten aufgebauten Hass zu überwinden. Der katholische Studentenverband UNITAS und die Mitglieder der Jungen Union in Essen wollen den Bischof bei diesen Projekten unterstützen.

 

6. Dezember 1998
„Eine Ehre für die UNITAS“ -
Bischof Dr. Franjo Komarica - unser neues Ehrenmitglied


 Ein festlicher Tag in Bonn: Der UNITAS-Verband hat bei dem Vereinsfest zu Ehren der Maria Immaculata am 6. Dezember 1998 den Bischof von Banja Luka, Dr. Franjo Komarica, zum Ehrenmitglied ernannt. Mit einem Festakt im Collegium Albertinum würdigte damit der Verband wenige Tage vor dem 50. Jahrestag der Verkündung der Menschenrechte die Verdienste des engagierten Oberhirten aus Bosnien-Herzegowina für seinen unermüdlichen Kampf für Gerechtigkeit und Frieden.

„Der UNITAS-Verband schätzt sich glücklich, dass Sie unseren Antrag angenommen haben und uns die Ehre erweisen, Ehrenmitglied des UV zu sein.“ Mit diesen Worten stellte der Vorsitzende des Altherrenbundes, Günther Ganz, das eigentliche Gewicht der höchsten Auszeichnung des Verbandes heraus. Die von Vorortspräsident Johannes Schmitz überreichte Ernennungsurkunde würdigt Bischof Komaricas „beispielhaftes Eintreten für die Achtung der unveräußerlichen Würde jedes Menschen ungeachtet seiner Religions- oder Volkszugehörigkeit, sein unbeugsames Ausharren als Oberhirte seiner Diözese in den Zeiten der Bedrängnis, Unterdrückung und Verfolgung, seinen mutigen und besonnenen Einsatz zur Verhinderung des Ausbruchs größerer kriegerischer Zusammenstöße in seiner Heimat und seinen unermüdlichen Kampf für die ethnische Aussöhnung in Bosnien-Herzegowina.“ Tief bewegt nahm Bischof Komarica die Urkunde als neuer Bundesbruder entgegen. 

Ein unitarisches Fest

Die Bonner Unitas-Vereine und die präsidierende UNITAS-Salia hatten für den Tag in Bonn einen großartigen Rahmen geschaffen. Unter Federführung des Ehrenseniors der UNITAS-Salia und Sprechers des Sozialen Verbandsprojekts, Hermann-Josef Grossimlinghaus, wurden Festakt, Messe und gemeinsame Agape zu einem großen unitarischen Fest. Auf dem vom Streichquartett des Collegium Musicum der Universität Bonn mit Mozartwerken ausgezeichnet musikalisch umrahmten Festakt erinnerte der Altherrenbundsvorsitzende an den Wahlspruch des Bischofs „Der Herr ist meine Stärke und mein Lied“ aus dem 118. Psalm. Es sei das „Wissen um den Beistand Gottes auch in größter Not, das gläubigen Menschen Kraft gibt, allen Schrecknissen unserer Zeit zu widerstehen und durch mutiges und besonnenes Verhalten anderen Menschen Vorbild und Beispiel zu geben“, unterstrich AH Ganz in seiner Laudatio vor rund 120 Bundesbrüdern, -schwestern und Gästen im großen Saal des Collegium Albertinum.

Bischof Komarica - ein mutiger Christ

Bischof Dr. Komarica, 1946 in Banja Luka geboren, studierte im österreichischen Innsbruck Theologie und Kirchenmusik, promovierte 1978 im Fach Liturgiewissenschaften. Er lehrte bis 1986 an der Theologischen Hochschule in Sarajevo, wurde 1985 Weihbischof in Banja Luka, 1989 Bischof - in einem damals noch multikulturellen und multiethnischen Gebiet. Komarica habe, so Ganz, die Möglichkeiten seines Amtes seit den ersten Auflösungserscheinungen des kommunistisch regierten, noch gemeinsamen Staates der Serben, Bosnier und Kroaten genutzt, viele Initiativen für eine lebendigere Kirche in seinem Bistum eingeleitet. Seit 1992 Mitglied des Päpstlichen Rates für den Dialog der Kirchen, habe er sich immer für ein gutes Verhältnis zu den anderen Konfessionen seines Landes eingesetzt.. 

1992-1995, während des Krieges in Bosnien-Herzegowina, kamen 80% des Bistums Banja Luka unter die Kontrolle der bosnischen Serben, die ein mit dem „unseligen“ Wort „ethnische Säuberung“ verbundenes Regime der Unterdrückung und Vertreibung errichteten. In dieser Zeit, so Ganz, sei Bischof Dr. Komarica zum „mutigen Streiter für die Menschenrechte und die Würde jedes Menschen“ geworden. Komarica habe durch besonnene Verhandlungen und Appelle unzähligen Menschen, Katholiken, Orthodoxen und Moslems, das Leben gerettet. 

Dem Druck der serbischen Behörden habe er sich nicht gebeugt. Auch der zynischen Aufforderung, die Stadt „um seiner Sicherheit willen“ zu verlassen, sei er nicht gefolgt. Von Mai bis Dezember 1995 unter Hausarrest gestellt, machte Bischof Komarica vielmehr „Himmel und Erde“ auf die brutale Verletzung der Menschenrechte und auf die materielle Not in seinem Land aufmerksam und suchte die politisch Verantwortlichen der Welt mit Briefen, Denkschriften und Appellen aufzurütteln.

Frieden ist möglich ...

Komarica sei so zum „moralischen Schutzmann“ seiner Priester, Nonnen und Ordensleute geworden. Er habe dabei mit Hilfe der Caritas für die materielle Unterstützung aller Bedürftigen der Region gesorgt. Ein Einsatz, der Früchte trug: In Hilfsaktionen aus aller Welt, der Aufnahme von Flüchtlingen - vor allem in Deutschland -, in den Bemühungen von UNO und EU mit dem Abkommen von Dayton. Komarica, hob AH Ganz hervor, habe „durch sein persönliches Verhalten und sein solidarisches Handeln als Mensch, als Christ und kirchlicher Amtsträger gezeigt, dass Frieden möglich ist. Auch zwischen ethnisch und konfessionell verschiedenen Volksgruppen - sofern die Menschenrechte respektiert werden.“ 

Friedensstreiter Gottes

Der UNITAS-Verband sei „tief beeindruckt von der Persönlichkeit dieses aufrechten Mannes“, der bereits 1997 mit dem Heinrich-Pesch-Preis ausgezeichnet worden war. Der Bischof, den die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europa-Parlament mit der Robert-Schuman-Medaille ehrte, erfülle beispielhaft das unitarische Prinzip der virtus: „Kann es ein besseres Vorbild für junge und alte Unitarier und Unitarierinnen geben, denen dieses Prinzip Richtschnur für das eigene, private, akademische und berufliche Leben ist?“, fragte der Altherrenbundsvorsitzende. Der „Friedensstreiter Gottes“ habe sich längst vor seiner Ehrenmitgliedschaft öffentlich zur UNITAS bekannt, sein Interesse für die Geschichte und Prinzipien des Verbandes bekundet, erinnerte Ganz. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von UNITAS Ruhrania und Junger Union in Essen im Oktober 1997, nach der ihm die Ehrenmitgliedschaft angetragen worden war, hatte Komarica unterstrichen: „Die UNITAS ist eine großartige Idee. Es ist schade, dass sie sich noch nicht bei uns entwickelt hat. Haltet an ihr fest, füllt sie mit Leben!“

Auch die Grußworte hoben die Verdienste des Bischofs heraus. Neben dem Vizepräsidenten der KAD, AH Bernhard Mihm, der auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und die Notwendigkeit geistiger Begegnung verwies, sprachen der Botschafter von Kroatien, Prof. Dr. Zoran Jasic und Magister Anton Balkowic, Botschafter von Bosnien-Herzegowina. Er erinnerte an den „Kreuzweg seiner Landsleute“ und dankte dem UNITAS-Verband für die Auszeichnung Bischof Komaricas, „weil er unserem Land damit Ehre erwiesen hat.“ Die Anwesenheit des Botschaftssekretärs Drazenko Primorac, des Gesandten Josip Pavesic, sowie weiterer Kultur- und Militärattachés der Länder unterstrichen die Bedeutung des Geehrten im Friedensprozess nach Dayton. 

Europa braucht ein Fundament

Bischof Komarica selbst zeigte sich in seiner Dankrede sehr bewegt: „Wir sind hier aus vielen Völkern Europas. Und wir fühlen uns dem Prinzip der Solidarität verpflichtet.“ Es bedeute gemeinsames Füreinander-Einstehen, das Gefühl einer inneren Zugehörigkeit vieler untereinander und werde in der Form der christlichen Nächstenliebe am konkretesten. „Solidarität begegnet uns in Christus in ihrer vollkommensten Form“, erklärte er und erinnerte zugleich daran, dass Christsein sich auch darin zeige, ob man gewillt sei, Opfer zu bringen. Der Kontinent Europa, in dem seine dezimierten Landsleute um das „Recht auf Heimat“ kämpften, brauche insgesamt diese christlich verstandene Solidarität, um nicht den zerstörerischen Kräften ausgeliefert zu werden. Mit einer gewissen Skepsis fragte er: „Quo vadis, Europa?“ Wohin Europa steuere, welchen Weg es einschlage, hänge entscheidend von den großen Völkern ab. Alles, so scheine ihm, sei zur Zeit offen. 

Europa erwarte die neue Besinnung auf verbindende Grundlagen und Werte. Ohne sie bleibe Europa eine Utopie. Von den kleinsten Gemeinschaften, aus den Familien und Vereinen, sei die „Hoffnung Europa“ aufzubauen. „Sind wir gerüstet für unseren Einsatz auf der Baustelle Europa und für die Arbeit im Weinberg des Herrn?“ Gerade die UNITAS-Mitglieder seien mit ihren Prinzipien herausgefordert, sich an den geistigen Auseinandersetzungen um das Fundament Europas aktiv zu beteiligen. Sie seien die entscheidenden, betonte Bischof Komarica. 

Mut zum Einmischen

Ein festliches Pontifikalhochamt in der Kapelle des Collegium Albertinum beschloss den Tag in Bonn, prachtvoll gestaltet von den 50 Jungen der Pueri Cantores Turonensis, dem Kathedralchor aus Thorn/Polen - ein großes geistliches Erlebnis für alle Teilnehmer. „Diesen Tag werde ich nie vergessen“, versicherte das neue Ehrenmitglied. Herzlich versprach Bischof Komarica, die Beziehungen zum UNITAS-Verband lebendig und intensiv zu halten. Er fühle sich unter „echten Bundesbrüdern“, machte er auch im Anschluss an die Veranstaltung deutlich. Wann immer Bundesbrüder seine Heimat besuchten, seien sie herzlich in seinem Bischofshaus eingeladen. 

Er lobte den Einsatz des Verbandes für das UNITAS-Kinderheimprojekt in Sarajewo (Bericht an anderer Stelle in dieser Ausgabe) und zeigte sich beeindruckt von der langen und erfolgreichen Geschichte des deutschen Verbandskatholizismus, in der Unitarier auch in wichtigen politischen Ämtern ein herausragende Rolle gespielt hätten. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten dürfe die UNITAS nicht den Mut verlieren und müsse kraftvoll und optimistisch nach ihren Möglichkeiten wirken. „Auch eine kleine Gruppe überzeugter Christen kann viel erreichen“, meinte er mit Verweis auf den Burscheneid. Unitarier seien zu gesellschaftlicher Einflussnahme berufen und dürften sich im vielstimmigen Konzert der Meinungsmacher und Entscheidungsträger nicht verstecken. 

Auch hier, so möchte man mit Bischof Komarica aus seiner Dankrede unterstreichen: „Das, wofür man nicht zu kämpfen bereit ist, verliert man!“
CB