Wissenschaftlicher
Katholischer Studentenverein
UNITAS RUHRANIA BOCHUM-ESSEN-DORTMUND

EUROPA - TRADITIONELLES LEITBILD
DER WIRTSCHAFTSGESCHICHTE
ODER ERFINDUNG DES 20. JAHRHUNDERTS?
Von
Bbr. Dr. Frank E. W. Zschaler
„Die
Europäische Union im 21. Jahrhundert – Nationale oder internationale Identität?“,
so lautete das Thema des Aktiventags vom 29.11. bis 1.12.2002 in Würzburg.
Eines der Hauptreferate galt der Frage „Europa – Leitidee der
Wirtschaftsgeschichte oder Erfindung des 20. Jahrhunderts?“. Der Referent war
Bbr. Dr. oec. Frank E. W. Zschaler. Der Diplom-Ökonom, Jahrgang 1958, ist
Wissenschaftlicher Angestellter an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Seine Forschungsgebiete sind die Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20.
Jahrhunderts, Finanzgeschichte, sowie Banken- und Unternehmensgeschichte, denen
er sich in zahlreichen Veröffentlichungen gewidmet hat. Im Folgenden
dokumentieren wir den auf dem Aktiventag gehaltenen Vortrag:
„Am
Anfang der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg stand mit der Europäischen
Gemeinschaft für Kohle und Stahl, der Montan-Union, eine internationale
Wirtschaftsorganisation. Wurde die europäische Idee, so wie wir sie heute
kennen - und diese Schlussfolgerung liegt nicht fern - aus wirtschaftlichen Überlegungen
geboren? Maßgeblich förderte sie der französische Politiker Robert Schuman
(1886-1963). Er, ein Lothringer, der im Großherzogtum Luxemburg aufwuchs, in
Bonn, München und Berlin studierte, als Rechtsanwalt praktizierte, in den
Stadtrat von Metz gewählt wurde, dem Parlament der Dritten Französischen
Republik angehörte, nach der Flucht aus einem Gefängnis der deutschen Besatzer
zur Resistance kam, mit der Gründung der Vierten Republik hohe Staatsämter
übernahm, darunter das des Ministerpräsidenten, war wie kaum ein anderer
Politiker seiner Zeit ein Verkünder der europäischen Idee und Baumeister des
modernen Europa. Das Europäische Parlament, dem er seit 1958 als erster Präsident
vorstand, verlieh ihm 1960 einen Titel, den 1.100 Jahre zuvor Karl der Große
(747/768/800-814) getragen hat: Vater Europas – pater Europae. (1) Papst
Johannes Paul II. (*1920)
bezeichnete Schuman als einen „authentischen Christen ... und ewiges
Vorbild für alle Verantwortlichen am Aufbau Europas“ und 1991 konstituierte
sich in Würzburg ein deutsches Komitee für seine Seligsprechung, dem heute der
Augsburger Bischof Victor Josef Dammertz (*1929) vorsteht. (2)
Schuman
verbindet in seiner Person die zwei Gesichter des heutigen Europas, die
Wirtschafts- und die Wertegemeinschaft. Internationalisierung, gar
Globalisierung, Währungsunion, Maastrichtkriterien und Regulierungswut der
Kommission - gerade in ökonomischen Dingen - stehen zwar nicht gegen die europäischen
Werte, behalten aber in unserem mediengemachten Europabild ein Übergewicht. Und
die Werte? Herrscht Konsens darüber, was man sich darunter vorstellen soll?
Gewiss denkt man an die Ideen der Aufklärung, von den Franzosen le siècle
des lumières genannt, Zeitalter des Lichts. Aber hatten wir vorher nur
Dunkelheit? Und man denkt an die großen Postulierungen der Französischen
Revolution, an Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, auch an die Erklärung
der Menschenrechte, die Tradition der Verfassungsmäßigkeit unserer politischen
Ordnung, die Demokratie. Sind diese, die politischen Werte aber wirklich made
in europe, oder müsste man nicht wenigstens den USA-Amerikanern, den in die
neue Welt ausgewanderten Europäern also, einen Teil der Urheberrechte
zugestehen. Nordamerika hatte einen großen Einfluss auf Europas Fortschritt. Alexis
Clérel de Toqueville (1805-1859) beschwor in seinem Buch Démocratie en
Amérique den amerikanischen l´esprit de la liberté als Vorbild für
die verkrustete französische Gesellschaft des Zweiten empire.(3) Im
Zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner die Werte Europas verteidigt, als einige
europäische Völker, gerade auch das unsrige, dabei waren, sie über Bord zu
werfen. Und was ist mit dem Christentum? Warum tut sich der Europäische
Verfassungskonvent so schwer, im Verfassungstext deutlich auf die christliche
Herkunft der europäischen Wertegemeinschaft zu verweisen, und damit ein Vermächtnis
Schumans zu erfüllen?
Bei
meinen Überlegungen, zu welchem Thema ich auf dem diesjährigen Aktiventag
sprechen soll, sind mir diese Fragen durch den Kopf gegangen. Ist unser
Europabild, von der Medienbestimmtheit einmal abgesehen, nicht zu gegenwartsgeprägt?
Begehen wir nicht den vielleicht verzeihlichen Fehler, unsere Sicht in die
Geschichte zurück zu transformieren und daraus eine scheinbare historische,
eine identitätsstiftende Kontinuität abzuleiten, die so eigentlich gar nicht
existiert? Man könnte darauf antworten: Warum auch nicht. Geschichte ist zu
allen Zeiten als Legitimation gegenwärtiger Politik verwendet worden, ganz
unabhängig von rein wissenschaftlichen Ansprüchen. Wenn wir Europa aber
verstehen wollen, nicht nur als geographische, sondern auch als kulturelle
Einheit und vielleicht sogar als Idee, müssen wir historisch früher ansetzen,
weit vor der Aufklärung. Und wir sollten die Welt der theologisch und
philosophisch Gebildeten und ihrer Europaideen verlassen. Der von ihnen regelmäßig
entwickelte paneuropäische Gedanke, d. h. eine Einheit Europas wahlweise in
Form eines Universalreiches wie bei Dante Alighieri (1265-1321), einer
großen christlichen Republik wie beim Herzog de Sully (1560-1641), eines
Fürstenbundes wie bei William Penn (1644-1718) oder einer förmlichen
Union wie beim Abbé de Saint-Pierre (1658-1743), ergriff weder
Herrschende noch Beherrschte. Friedrich II. von Preußen (1712/1740-1786)
schrieb z. B. über des Abbés Werk „Traktat vom ewigen Frieden“ mit
deutlicher Ironie an Voltaire (1694-1778): „...ein schönes Werk über
die Art und Weise,
wie der Friede in Europa wieder hergestellt werden könnte...
Die Sache ist sehr praktisch – um ihr zum Erfolg zu verhelfen, bedarf es nur
der Zustimmung Europas und einiger anderer Kleinigkeiten.“(4)
Wenn
wir hier also nicht die Welt der Gebildeten betrachten wollen, welche andere
Gruppe hatte für unser heutiges Europa konstituierende Bedeutung? Wer benötigte
den europäischen Raum als Tätigkeitsfeld für die Verwirklichung von Zielen.
Zunächst fallen die Pilger ein, die weitgehend unabhängig von der sozialen
Stellung in andere Länder gereist sind, um ihr Seelenheil und Erlösung zu
finden. Diese Bewegung nahm ein beachtliches Ausmaß an. Die wichtigsten Ziele
waren Santiago de Compostela in Galizien, Rom und Jerusalem. Allein Santiago zog
in den Hoch-Zeiten der Wallfahrt zum Grab des Apostels Jakobus jährlich
500.000 Pilger an. Aber auch die „Aachener Heiltumsfahrt“, die größte
Wallfahrt im deutschsprachigen Raum führte vom 13. bis zum 16. Jahrhundert alle
sieben Jahre 100.000 bis 150.000 Pilger zum Reliquienschatz der Pfalzkapelle des
Aachener Münsters. In Altötting, das durch die Jahrhunderte ein Wallfahrtsort
des einfachen Volkes blieb, war der Pilgerstrom im 15. Jahrhundert so groß,
dass ihn weder die kleine Kapelle noch die romanische Stiftskirche zu fassen
vermochte. Man musste neu bauen. Die Pilgerfahrer erlebten auf ihren Reisen die
Einheit Europas als Glaubenseinheit, als das christliche Abendland. Ob sie
Latein sprachen oder nicht, die Liturgie war und ist bis heute die gleiche, in
Bayern, Frankreich, Spanien etc. Von Goethe (1749-1832) stammt das Wort:
„Europa war auf dem Pilgerpfad geboren und das Christentum ist seine
Muttersprache.“(5)
Ein
weiterer Anlass, durch Europa zu reisen, war der Handel. Zusammen mit
geistlichen und weltlichen Obrigkeiten samt Dienstleuten und mit Klerikern und
Gelehrten gehörten die Kaufleute zu den mobilsten sozialen Gruppen, quasi von
Berufs wegen zur Mobilität verpflichtet. Da es mir als Wirtschaftshistoriker
viel besser liegt, über Händler und Kaufleute zu berichten, als über
Theologen, Philosophen und Pilger, werde ich den Fragen nachgehen, ob und wie Händler
und Kaufleute Europa als ihr Tätigkeitsfeld begriffen und welchen Beitrag sie
zur Konstituierung Europas geleistet haben. Dazu werde ich eine Vorbemerkung und
drei Fallbeispiele anführen. Abschließend kann dann darauf geantwortet werden,
ob Europa aus wirtschaftshistorischer Sicht ein traditionelles Leitbild oder
eine Erfindung des 20. Jahrhunderts ist.
Vorbemerkung:
Der Kaufmannsstand
Kaufleute
müssen, um erfolgreich zu sein, in mehrfacher Hinsicht Grenzen überschreiten,
nicht nur politische und geographische. Lange Zeit bestand noch eine weit mächtigere,
eine ideelle. Dem Handel, den die antiken Philosophen als niedrige Form des
Broterwerbs einstuften, standen die Kirchenväter und mit ihnen die Kirche im
ersten nachchristlichen Jahrtausend noch reserviert gegenüber. Die im Jahr 306
nach Chr. tagende Synode von Elvira hat zwar das Handelstreiben als berechtigte
Art des Erwerbs allen, auch Bischöfen und Priestern, erlaubt, jedoch mit zwei
grundlegenden Einschränkungen. Erstens mit dem eindeutigen Grundsatz der
unbedingten Gerechtigkeit, durch den die Anwendung unredlicher Mittel, wie z. B.
die Ausbeutung des Nächsten, verhindert werden sollte. Zweitens durch
die Verurteilung maßlosen Gewinnstrebens. Größtmöglicher Gewinn wäre von Übel,
die Kirchenväter plädierten für eine Beschränkung des Gewinns.(6) Die
Formulierung Platos (428 od. 427-348 od. 347 v. Chr.) vom
„Fieberzustand der Gesellschaft“ als Folge des ungebremsten Erwerbstriebs
haben Ambrosius (339-397) und Chrysostomus (zw. 344 und 354-407) wörtlich
übernommen. Hier bestand aber ein Quantifizierungsproblem: Was ist ein maßvoller,
gerechter Gewinn, wann der verurteilenswerte Fieberzustand erreicht? Diese Frage
hat erst der Heilige Thomas von Aquin (1225-1273) beantwortet und damit
dem Händler- und Kaufmannsstand endgültig einen Platz unter den ehrbaren
Berufen zugewiesen. Für ihn waren die Städte Zivilisationsträger und damit
auch Zentren der wirtschaftlichen Entwicklung. Zwar sollten ihre Bewohner möglichst
viele Güter und Leistungen für die eigene Versorgung selber herstellen, eine völlige
Autarkie bezeichnete Thomas aber als unmöglich und auch nicht
erstrebenswert. Deshalb ist der Handel, der Güteraustausch mit anderen Regionen
notwendig. Wenn er wertäquivalent erfolgt, ist er nach Thomas eine
normale und gottgefällige Erwerbstätigkeit. Dass der Verkaufspreis eines Händlers
normalerweise höher als der Einkaufspreis ist, tut dem keinen Abbruch, der
Kaufmann hat ja Kosten und muss auch für seine Arbeit entlohnt werden. Im
gerechten Handelsgewinn erkennt Thomas letztlich den Lohn für die Mühen
der Kaufleute. Dass dieser Gewinn also in den Verkaufspreis eingeht, macht ihn
nicht ungerecht. Ein ungerechter Preis besteht nur dann, wenn der Käufer über
das Ohr gehauen werden soll, wenn Wucher, Marktmacht oder Absprachen der
Kaufleute untereinander den Preismechanismus verzerren. Diese Vorstellungen des Heiligen
Thomas gehören nicht nur bist heute zum ökonomischen Grundwissen, sie
waren konstituierend für das Entstehen der modernen europäischen
Wirtschaftsgesellschaft. (7)
Erstes Fallbeispiel:
Die Hanse
Für
die Beantwortung der Frage, wie Kaufleute den europäischen Raum erlebten,
untersuche ich in einem ersten Fallbeispiel die Hanse, eines der ältesten
Netzwerkunternehmen. Im 12. bis 13. Jahrhundert schlossen sich niederdeutsche
Kaufleute zu Hansen zusammen, um die Risiken des Handels im Gebiet Ärmelkanal,
Nordsee und Ostsee zu minimieren. Der von ihnen erschlossene Raum erstreckte
sich von London und Brügge im Westen und Nowgorod im Osten, von Bergen im
Norden nach Köln im Süden. Handelsstraßen, auf denen hansische Waren
transportiert wurden, reichten bis nach Venedig und Süd- und
Westfrankreich. Im
Kerngebiet, dem Nord- und Ostseeraum, errichteten die Kaufleute nicht etwa
Herbergen, in denen Deutsche, Russen, Schweden etc. gemeinsam Quartier bezogen,
sondern Höfe und Kirchen der jeweiligen Sprachnation.
In
Visby auf der schwedischen Ostsee-Insel Gotland, einem bedeutenden
Handelszentrum, bestanden in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bereits
sechs Kaufleutekirchen. Die deutsche Sancta Maria Theutonicum dürfte um
1170 errichtet worden sein. Die zur selben Zeit entstandene universitas
mercatorum Romani imperii Gotlandian frequentanitum (Genossenschaft der
Gotland besuchenden Kaufleute des Römischen Reichs) bildete im Laufe der Zeit
eine eigene deutschsprachige Siedlungsgemeinde.(8) In Nowgorod besaß der
Handelshof St. Peter exterritoriale Rechte. Das Grundstück, auf dem er
errichtet wurde, hatten die Fürsten von Nowogorod den deutschen Kauleuten auf
unbestimmte Zeit überlassen und erlaubt, dass dort nach eigenem Recht gelebt
und gearbeitet wird. Der Oldermann übte gemeinsam mit den Ratsmännern
Verwaltung und Hochgerichtsbarkeit aus. Das Hofgelände war mit Palisaden
wehrhaft umgeben, in seiner Mitte stand die Kirche St. Peter, die nicht nur dem
Gottesdienst, sondern auch als Warenlager diente. Außerdem bewahrte man in der
Kirche die amtlichen Maße und Gewichte, Urkunden und die Kasse des Hofs auf. Um
die Kirche lag der Friedhof, dicht dabei die Wohn- und Verwaltungsgebäude. Der
Besuch der Einheimischen auf dem Hof war streng reglementiert. Z. B. durfte kein
Russe die Kirche betreten und die dort angehäuften Waren sehen.(9)
Die
Kaufleute aus der verschiedenen Herren Länder trafen sich selbstverständlich
zu geschäftlichen Anlässen, ansonsten lebten sie ziemlich streng voneinander
getrennt. Die Russen unterhielten in Gotland und Turku Höfe nach ähnlich
strengen Regeln und hatten dort eigene Kirchen gebaut. Die Sprache stellt eine
Barriere dar. Von Brügge bis nach Riga konnten sich deutsche Handelsherren in
niederdeutschen Dialekten verständigen. Von dort ab ostwärts musste man
slawische Sprachkenntnisse haben oder, was die Regel war, einen Dolmetscher mit
sich führen.(10) Man trieb miteinander Handel, eine europäische Identität,
ein Gefühl der Gemeinsamkeit entwickelte sich deswegen nicht. Mit einer
Ausnahme: Die einzige verbindende Kraft neben dem Geschäftsinteresse war der
christliche Glaube. Während das bei Katholiken nicht verwundert, ist es schon
erstaunlicher, dass die Hanseaten eine Brücke zur seit 1054 selbstständigen
Ostkirche bauten. Wie Ferdinand Seibt (*1927) schreibt, war die Sprache dabei
zweitrangig. Bild und Kult haben die Menschen aus dem römisch-katholischen
Westen und dem orthodoxen Osten näher gebracht. Kreuz, Dreifaltigkeit,
Gottesmutter und ökumenische Heilige wie Peter und Paul, Stephan, Georg,
Nikolaus und Michael, wurden gemeinsam verehrt, die russischen Ikonen sogar weit
nach Westen gehandelt. Im Gegensatz hat die plastische Heiligendarstellung, die
in der Orthodoxie bis heute unüblich ist, Einzug in die Kirchenbaukunst
Nowgorods gehalten.(11)
Seit
dem 14. Jahrhundert entstand aus den informelleren Kaufmannshansen ein formaler
Städtebund, die Hanse, unter der Führung Lübecks. Sie hätte sich zu einem
Staat entwickeln können, ähnlich wie die Stadtrepubliken Oberitaliens. Die
norddeutschen Städte scheuten aber die Territorialherrschaft. 1630, im 30-jährigen
Krieg, brach die Städtehanse auseinander. Hamburg, Bremen und Lübeck führten
als Freie- und Hansestädte die hansische Tradition in reduzierter Form
weiter.(12) Die Hanse war, obwohl sie zweifellos in einer ganzen europäischen
Region agierte, keine paneuropäische Institution. Sie verfolgte strikt Ihre
eigenen, überwiegend geschäftlichen, Interessen und scheute nicht vor Kriegen
in der eignen Region, z. B. mit England, Schweden, Dänemark und Flandern, zurück,
um diese Interessen auch durchzusetzen. Der Handel mit Norwegen und Russland
wurde weitgehend monopolisiert, sogar die Einheimischen zeitweise daran
gehindert, ihre eigenen Güter selbst, d.h. ohne die Hanse, im Hanse-Gebiet zu
vertreiben. Insofern benahm sich der zum Städtebund gewordene Zweckverband von
Kaufleuten wie ein Staat.
Der
Beitrag der hansischen Kaufleute zur europäischen Geschichte besteht, wenn wir
darunter nicht nur die Addition von Einzelgeschichten der späteren
Nationalstaaten verstehen wollen, in ihrer Mitwirkung an der Erschließung des
Raums. Er erschöpft sich aber nicht im „Finden“, im Ausbau und in der
Pflege von See- und Landhandelsrouten in der Nord-Ostsee-Region, die z. T. bis
heute in Benutzung sind. Die Hanse hat einen regionalen europäischen
Wirtschaftsraum mit längerfristiger Spezialisierung, mit relativ stabilen
Absatzbeziehungen geschaffen. Nach ihrem formalen Ende brach dieser Regionalraum
nicht etwa auseinander. Durch die weiter voran schreitende Arbeitsteilung nahm
die Spezialisierung in den Subräumen zu, der Handel zwischen ihnen wuchs weiter
an.
Nach
der Überwindung des nationalistischen Zeitalters, in Westeuropa nach 1945, in
Osteuropa nach 1989, bekam die Hanse sogar eine nachträgliche Funktion für die
Herausbildung der europäischen Idee: Die nunmehr in vielen verschiedenen europäischen
Staaten liegenden Hansestädte und Partnerstädte der Hanse nutzten die
historische Folie, um eine besondere Partnerschaft und ein neues
Selbstbewusstsein zu entdecken. Die hansischen Kaufleute und Amtsträger des 11.
bis 17. Jahrhunderts hätten das nicht verstanden. Diese Denkweise war ihnen
fremd, aber sicher nicht der Ruf, als Miterfinder einer weltweit, wenn im Moment
auch nicht sehr glücklich, agierenden Institution zu gelten, der Börse. Diese
hat ihren deutschen Namen nach der Herberge „van der beurse“ in Brügge.
Dort trafen sich im 14. Jahrhundert Kaufleute aus dem Nord- und Ostsee-Raum, aus
Italien und Frankreich, um Geschäfte abzusprechen, wozu sie wegen der
Multilingualität Vermittler, d.h. Makler, brauchten.(13) Der Name der Herberge
und die Bezeichnung für die Vermittler sind heute Synonyme für eine der
bedeutendsten Kapitalmarktinstitutionen, die ihren Ursprung eben nicht in
Nordamerika, sondern im mittelalterlichen Europa hat.
Zweites Fallbeispiel:
Thurn und Taxis
Bereits
im 14. Jahrhundert hatte die Hanse ein Botensystem entwickelt, mit dem sie in für
damalige Verhältnisse kurzer Zeit Informationen in ihrem gesamten Gebiet
versenden konnte. Zeitgleich entstanden die ersten kommerziellen Kurierdienste.
Im Durchschnitt brauchten sie von der Stadt Genua nach Mailand sechs Tage, nach
Rom zehn, nach Barcelona zwanzig und nach Valencia dreißig. Brügge konnte in
zwei, London in drei Monaten erreicht werden. Die Herzöge von Mailand richteten
1450 einen Schnellkurierdienst zwischen Mailand und Rom mit festen Stationen
alle 13 bis 24 Kilometer und Nachtverkehr ein. Informationen wurden in der
Rekordzeit von 3,5 Tagen befördert. Päpstliche Boten benötigten für die
gleiche Distanz 5-6 Tage, normale kommerzielle Dienste ca. 11 Tage.(14)
Die
aus der Nähe von Bergamo stammende Familie von Tassis, die bereits seit
Generationen päpstliche Kuriere stellte, richtete um 1450 einen privaten Dienst
zwischen Mecheln, Innsbruck und Italien ein. Roger von Tassis (1443-1514)
bot Kaiser Friedrich III. (1415/1440-1493) die kostenlose Beförderung
von Briefen aus dem Hoflager in die Niederlande an, wenn ihm und seinen
Nachkommen dafür das Monopol an dieser neuen Beförderungsart verliehen wird. Maximilian
I. (1459/1493-1519) bestätigte das Postmonopol im Jahr 1516 und verlieh den
Tassis das Recht, die Botenstraße zwischen Wien und Brüssel ungeachtet
landesfürstlicher Vorrechte frei zu nutzen. Sie verlief von Wien über
Augsburg, durch Württemberg, das Hochstift Speyer, über Kreuznach und das
Bistum Lüttich nach Brüssel. Franz von Tassis (1459-1517) erhielt in
diesem Zusammenhang den Titel eines Postmeisters der Niederlande. Die Tassis
erweiterten ihr Botennetz von Brüssel nach Frankreich, von Wien nach
Norditalien und bis nach Rom. Hinzu kamen Strecken zwischen Nürnberg, Frankfurt
am Main, Schaffhausen und in den Norden bis nach Hamburg. Unter der Regierung
Kaiser Karl V. (1500/1519-1556/1558) wurde ein Kurs nach Spaniern
eingerichtet. Kein Unternehmen in Europa erschloss bisher einen so großen Raum.
Wenn man von Karl V. sagte, dass in seinem Reich die Sonne nicht
unterging, konnte man von den Niederländischen Postmeistern von Tassis
sagen, dass ihr Tätigkeitsbereich das ganze westliche christliche Abendland
umfasste, freilich außer den britischen Inseln und Skandinavien.(15) Haben wir
also in der Tassis-Post des 16. Jahrhunderts die erste europäisch agierende
Wirtschaftsorganisation gefunden?
Im
16. Jahrhundert scheint das tatsächlich der Fall gewesen zu sein. Das, modern
gesagt, Serviceangebot der Post wurde bei den an Mobilität von Informationen
Interessierten als große Erleichterung aufgenommen. Kaufleute konnten Geschäftsbriefe,
Wechsel usw. in bisher ungekannter Schnelligkeit durch ganz Kontinentaleuropa
befördern lassen. Der Buchhandel und das Zeitungswesen erlebten durch die Post,
die auch Stückgüter transportierte, einen Entwicklungsschub. Rückblickend
schrieb der im 18. Jahrhundert lebende Stuttgarter Staatsrechtler Johann
Jakob Moser (1701-1785): „Es bleibt also das förmliche Postwesen
allerdings eine Taxis´sche Erfindung, welche ganz erstaunliche Folgen nach sich
gezogen und die Welt in manchen Sachen fast in einen anderen Model gegossen
hat.“(16) Die Landesfürsten, durch deren Gebiete die Postkurse verliefen,
waren anfangs auch zufrieden, weil ihnen die diplomatisch geschickten
Postmeister den unentgeltlichen Transport der fürstlichen und behördlichen
Post- und Kuriersachen anboten. In diesem Erfolg war aber bereits der Niedergang
angelegt. Um ihn verstehen zu können, muss zunächst die Geschichte von Familie
und Unternehmen weiter verfolgt werden.
Johannes
Baptista del Torro et Tassis
(1470-1541) nahm den deutschen Familiennamen Thurn und Taxis an. Kaiser Rudolph
II. (1552/1576-1612) verlieh Leonhard von Thurn und Taxis (1521-1612)
1595 die Würde eines Generalpostmeisters und den Besitz der Postgerechtsame in
seinen Erbländern. Lamoral von Taxis wurde (1557-1625) 1615 erblicher
Reichs-General-Postmeister und in den Grafenstand erhoben. Schließlich machte Leopold
I. (1640/1658-1705) 1695 Eugen Alexander Franz von Thurn und Taxis
(1652-1714) zum erblichen Reichs-Fürsten. Zu diesem Zeitpunkt war die Thurn und
Taxis-Post keineswegs mehr konkurrenzlos. Als erster deutscher Fürst erklärte
der Brandenburger Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620/1640-1688) 1651 dem
Reichs-General-Erb-Postmeister, dass seine Dienste in Brandenburg nicht mehr
notwendig sind, weil die eigene, landesherrliche Post diese Aufgabe übernommen
hat. Am Ende des 17. Jahrhunderts baute Kursachsen eine Staatspost auf. Kurfürst
Max Emanuel von Bayern (1679-1726) führte zeitweise eigene Landesposten
ein. Auch private Konkurrenzfirmen entstanden. Z. B. erhielt der
kurbrandenburgische Hofmusiker Schöpplenberg 1699 eine kurkölnische
Postkonzession für den Kurs Köln-Nimwegen-Amsterdam, der schnell zu einer
wichtigen Verbindung zwischen Nordwestdeutschland und Holland wurde. Spanien zog
das der Familie Thurn und Taxis gegebene Postlehen 1706 gegen eine
Abfindung ein, nach zehn Jahren gelangte es endgültig in Staatsbesitz. In den
Niederlanden blieb das Postmonopol der Thurn und Taxis bis 1789 bestehen,
mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches gingen nach und nach auch die in
Deutschland
verbleibenden Reste verloren. 1867 kam die gesamte Postorganisation gegen 3 Mio.
Taler Abfindung an den preußischen Staat.(17) Damit war die ca. 420 Jahre
dauernde Firmengeschichte zwar nicht zu Ende, die Thurn und Taxis sind
auf anderen Gebieten bis heute unternehmerisch aktiv, das Geschäftsfeld Post
wurde aber aufgegeben.
Im
19. Jahrhundert war die Thurn und Taxis-Post schon längst
kein europäisches Unternehmen. War sie es jemals, welches Europa-Konzept stand
hinter ihrem Engagement? Die Erfindung der Post durch die Thurn und Taxis
war zweifellos eine bedeutende Innovation im Kommunikationswesen. Deshalb konnte
für eine bestimmte Zeit ein Monopolgewinn realisiert werden. Die kaiserlichen
Privilegien verhinderten darüber hinaus für einen Zeitraum von ca. 150 Jahren
die Diffusion dieser Innovation, d.h. das Entstehen von weiteren großen
Konkurrenzunternehmen. Grundlage dafür war die starke Hausmacht der Habsburger
im Alten Reich und in Spanien. Ohne das Universalreich Karl V.,
namentlich ohne seine Herrschaft in Spanien, hätte die Thurn- und Taxis-Post
wahrscheinlich keine Möglichkeit gehabt, ein nennenswertes Engagement über das
Reich hinaus zu entfalten. Das Ende dieses Universalismus und die in Folge der
Reformation stärker werdende Stellung des Landesfürsten, die im 17.
Jahrhundert weiter zunahm, beschränkt nicht nur die Macht des deutschen Königs
und römischen Kaisers, sondern auch die seines Reichs-Erb-Postmeisters. Nach
dem Ende des Reiches erlosch sie gerade zu einem Zeitpunkt, als die Staaten
Europas dabei waren, die bisher größte Freihandelszone aufzurichten.
Drittes Fallbeispiel:
Die europäische
Freihandelszone
Im
Jahr 1860 schlossen Großbritannien und Frankreich einen Vertrag, der vorsah,
dass Großbritannien alle Zölle auf französische Importe mit Ausnahme von Wein
und Branntwein aufhob und Frankreich seinerseits die Einfuhrverbote für
britische Textilien abschaffte und die Zölle für britische Waren deutlich
senkte. Sie pendelten sich bei ca. 15 Prozent des Warenwerts ein. Dieser Vertrag
war auf die Initiative des bekannten britischen Freihändlers Richard Cobden
(1804-1865) und des französischen Volkswirtschaftsprofessors und Senators des
Zweiten empire Michel Chevalier (1806-1879) zustande gekommen. Beide
waren überzeugte Freihändler, was im damaligen Großbritannien nichts
besonderes, im traditionell protektionistischen Frankreich aber eine Ausnahme
war. Deshalb musste Chevalier Kaiser Napoleon III.
(1808/1852-1870/1873) davon überzeugen, dass eine Abkehr vom Protektionismus
vorteilhaft wäre, während Cobden den britischen Finanzminister William
Gladstone (1809-1898) die Idee eines Handelsvertrags mit Frankreich nahe
bringen musste, weil die britische Regierung davon überzeugt war, dass sich die
Vorteile des Freihandels quasi von selber durchsetzten. Der Vertrag enthielt
eine Meistbegünstigungsklausel, d.h. bessere Handelsbedingungen, die einer der
Vertragspartner einem Drittland gewährte, kamen auch dem anderen
Vertragspartner zugute.(18) Wenn also z. B. Frankreich die Zölle für preußisches
Eisen senkte, profitierte auch Großbritannien davon.
Frankreich
schloss in der ersten Hälfte der 1860er Jahre Handelsverträge mit fast allen
europäischen Staaten, ausgenommen Russland, ab. Die an diesem Netzwerk
beteiligten Staaten trafen auch untereinander vertragliche Vereinbarungen. Auf
diese Weise entstand eine europäische Freihandelszone, die größer war als die
heutige Europäische Union. Der innereuropäische Handel wuchs enorm, in den
ersten Jahren um ca. 10 Prozent jährlich. Gleichzeitig beschleunigte sich der
wirtschaftliche Strukturwandel. Da schwache Unternehmen in der Freihandelszone
nun nicht mehr durch Zölle geschützt waren, mussten sie modernisieren oder
aufgeben. Die technische Leitungsfähigkeit und die Produktivität stiegen. Man
liest und hört übrigens fast wortgleiche Formulierungen über die Vorteile
unseres heutigen gemeinsamen Wirtschaftsraums. Mit der Finanzkrise von 1873 und
der sich anschließenden Weltwirtschaftskrise wurde wieder ein stärkerer
Protektionismus gefordert, weil viele Unternehmer ihre Schwierigkeiten auf den
verschärften Wettbewerb im Freihandelsgebiet zurückführten. Innovationen in
der Schifffahrt ermöglichten einen schnelleren und kostengünstigeren Transport
von nordamerikanischen Massengütern nach Europa und setzten europäische
Erzeugnisse einer weiteren Konkurrenz aus. Ende der 1870er Jahre begannen die
Staaten der Freihandelszone, ausgenommen Großbritannien, sich vom Freihandel
abzuwenden und Schutzzölle einzuführen. Trotzdem wuchs der zwischenstaatliche
Handel weiter, wenn auch nicht mehr ganz so schnell, auch die Außenhandelsabhängigkeit
der europäischen Volkswirtschaft nahm zu.(19)
War
die Freihandelszone der 1860er Jahre also eine im modernen Sinne europäische
Institution? Von privater Initiative angestoßen, haben sich die europäischen
Regierungen vom Vorteil relativ
freien
Handels in Europa durchaus überzeugen lassen. Aber nur, solange der
wirtschaftspolitische mainstream liberalistisch bleib. Die
Wirtschaftskrise von 1873 und der zunehmende Nationalismus auch bei Teilen der
unternehmerischen Eliten bewirkten einen Kurswechsel zum Protektionismus und
zerstörten ohne viel Aufhebens den gemeinsamen Nenner der Freihandelszone. Das
zugrunde liegende Konzept war eben nicht mit dem heutigen Europaverständnis
identisch. Und ihm fehlte jeder Bezug zur Wertegemeinschaft, zum
Abendland-Begriff des Mittelalters und der frühen Neuzeit.
Schlussbemerkung
Das
heutige Europa ist, wie der EU-Kommissar Marcelino Oreja Aguirre (*1935)
im Epilog zu Wim Blockmans (*1945) Europabuch geschrieben hat, ein
Ergebnis der Konflikte, „die den Kontinent zwischen 1870 und 1945 verwüstet
haben und die – in trauriger Erinnerung – zur Genüge erklären, weshalb in
den fünfziger Jahren [des 20. Jahrhunderts] Strukturen bereitet wurden, die zur
Garantie einer friedlichen Koexistenz der Kontinentalstaaten zwischen den
Hauptkriegsführern die Grundlagen für eine Schicksalsgemeinschaft legten: Der
Vertrag von Rom erschuf eine aus wirtschaftlichen Interessen gewobene
Gemeinschaft.“(20) Wirtschaftliche Gemeinschaften haben aber, wie die drei
Fallbeispiele zeigten, in der Regel keinen ewigen Bestand. Die einst mächtige
Hanse, das paneuropäische Postreich der Thurn und Taxis und die durch
und durch liberale europäische Freihandelszone zerbrachen, weil die sie
tragenden wirtschaftlichen Interessen zu schwach geworden sind und sich
politische Rahmenbedingungen veränderten. Die Gründerväter der heutigen EU, Schuman,
Alcide de Gaspari (1881-1954) und Konrad Adenauer (1876-1967)
haben dieses Problem erkannt. Für sie war Westeuropa eine kulturelle, eine
ideelle Einheit, eben das Abendland mit seinen vom Christentum geprägten
Werten. Ein anderer großer Franzose, Charles de Gaulle (1890-1970),
hatte den Gedanken, ein europäisches ministère de la culture zu
schaffen.
Die
Europäischen Wirtschaftsgemeinschaften waren insofern „nur“ ein Vehikel, um
das Zerreißen des Kontinents nach den Schrecken des nationalistischen
Zeitalters zu verhindern und sie waren als Bollwerk gegen die Bedrohung durch
die kommunistische Sowjetunion und ihre mittel-, ost- und südosteuropäischen
Vasallen gedacht. In dieser historisch konkreten Situation ist zum ersten Mal
aus einer Paneuropavision politische Wirklichkeit geworden. Nach den
Erweiterungen in den Jahren 2004 und 2007, die durch den Sturz der
kommunistischen Regimes ermöglicht wurden, wird die Union, ausgenommen
Russland, fast den gesamten Kontinent umfassen. Gleichzeitig wird sie immer mehr
zu einem Staatenbund mit bundesstaatlichen Zügen. Die Währungsunion ist ein
deutlicher Schritt in diese Richtung. Insofern ist unsere heutige Europa-Idee
eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Sie, die politische und wirtschaftliche
Einigung Europas, hätte aber ohne die europäische Geschichte nicht vollzogen
werden können und ohne die Einigung wäre es unmöglich, die europäischen
Werte zu erhalten und zu verteidigen.
Anmerkungen:
(1) Vgl.: Rudolf Mittendorfer: Robert Schuman. Architekt des neuen
Europa, Hildesheim 1983.
(2) Vgl.: René Lejeune: Robert Schuman, Baumeister Europas. Das Wort
Gottes als Quelle und Triebkraft einer Politik, Wien 2000.
(3)
Alexis de
Toqueville: De la Démocratie en Amérique, 1. Bd. Paris 1990.
(4) Vgl. Erwin Jaeckle: Die Idee Europa, Frankfurt am Main 1988.
(5) Vgl. Norman Foster: Auf den Spuren der Pilger. Die großen
Wallfahrten im Mittelalter, Augsburg 1990.
(6) Vgl. Eckhard Reichert: Die Canones der Synode von Elvira. Einleitung
und Kommentar, Hamburg 1990.
(7) Vgl. Vademecum zu einem Klassiker der Wirtschaftsethik. Kommentar zum
Faksimile-Druck in Auszügen der 1496 von Anton Koberger in Nürnberg gedruckten
Ausgabe: Thomas von Aquin, Summa theologiae, Düsseldorf 1991.
(8) Johannes Schildhauer, Konrad Fritze, Walter Stark: Die Hanse, Berlin
1981, S. 34-36.
(9) Ebd., S. 44-48.
(10) Ferdinand Seibt: Die Begründung Europas. Ein Zwischenbericht über
die letzten tausend Jahre, Frankfurt am Main 2002, S. 118.
(11) Ebd. S. 119-120.
(12) Schildhauer, Fritze, Stark: Die Hanse, S. 222-228.
(13) Seibt: Die Begründung Europas, S. 119.
(14) Wim Blockmans: Geschichte der Macht in Europa. Völker, Staateb, Märkte,
Frankfurt am Main-New York 1998, S. 41-42.
(15) O. Veredarius: Das Buch von der Weltpost. Entwicklung und Wirken der
Post und Telegraphie im Weltverkehr, Berlin 1885, S. 117-121. Vgl. auch Werner Münzberg:
500 Jahre Post: Thurn und Taxis, 1490 - 1867, Überrhein 1989.
(16) zitiert nach: Veredarius: Das Buch von der Weltpost, S. 118.
(17) Ebd., S. 121-128.
(18) Rondo Cameron: Geschichte der Weltwirtschaft, Bd. 2, Von der
Industrialisierung bis zur Gegenwart, Stuttgart 1992, S. 85-92.
(19) Ebd., S. 92-98.
(20) Blockmans: Die Geschichte der Macht in Europa, S. 389.