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Wissenschaftlicher Katholischer Studentenverein
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Kooperation mit den wichtigsten europäischen Institutionen:
Robert-Schuman-Seminar 2004 - Europa im Herzen

Von Bbr. Stefan Evers

BERLIN. „Europäer ist man nicht von Geburt, man wird es durch Bildung“. Dieses Zitat von Robert Schuman war Ausgangspunkt und Leitsatz des Robert-Schuman-Seminars 2004 in Berlin. Unter dem Motto ‚Europa im Herzen – im Herzen Europas’ diskutierten die Teilnehmer mit prominenten Referenten aus dem Europäischen Parlament und dem Bundestag, mit Vertretern der Kommission der europäischen Bischofskonferenzen und Vorständen großer transnationaler Unternehmen.

Mit der Osterweiterung der Europäischen Union hat sich die geographische Mitte Europas nach Westen verschoben. Berlin liegt nunmehr im Herzen des vereinten Europa, es entwickelt sich zum Zentrum einer dynamischen deutsch-polnischen Wirtschafts- und Wissenschaftsregion. Gleichzeitig haben sich seit dem Regierungsumzug von Bonn nach Berlin auch die politische Rolle und die internationale Bedeutung der deutschen Hauptstadt verändert. Berlins neue Mitte wird architektonisch bestimmt von Regierungs- und Parlamentsbauten, von den Glas-, Beton- und Sandsteinfassaden der Konzernrepräsentanzen und diplomatischen Vertretungen. Das Brandenburger Tor am Pariser Platz ist im In- und Ausland längst zum Symbol für dieses neue Berlin geworden. Rund um den Pariser Platz liegen die exklusiven Residenzen in- und ausländischer Banken, edle Restaurants und Hotels wie das berühmte Hotel Adlon, hier entsteht die künftige Botschaft der USA, andere Auslandsvertretungen haben bereits ihre neuen Gebäude bezogen - darunter auch die Botschaft der EU, die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland.

Man hätte sich kaum einen besseren Ort wünschen können für das erste Robert-Schuman-Seminar des Krone-Kreises. Das Geschehen auf dem Pariser Platz und rund um das Brandenburger Tor im Blick, durften sich die vierzig Seminarteilnehmer tatsächlich im Zentrum des politischen Geschehens wähnen. Keine einhundert Schritte entfernt fand zeitgleich eine große internationale Konferenz statt mit dem Titel: „Europa eine Seele geben“. Dort gab sich die europäische Prominenz vom EU-Kommissionspräsidenten bis zum Bundeskanzler die Klinke in die Hand. Und von dort fand mancher Referent seinen Weg auch zur UNITAS, zum Robert-Schuman-Seminar ins Europäische Haus.

Erfolgreiche Kooperation

Mit dem Robert-Schuman-Seminar ist es dem Krone-Kreis gelungen, durch erfolgreiche Kooperation mit den wichtigsten europäischen Institution einen Rahmen zu schaffen, in dem sich Europa vermitteln, erfahren und erleben ließ. Die Veranstaltung bot Raum für tiefgreifende Diskussionen über Themen wie die Verfassung für Europa, die Rolle der Kirchen als Brückenbauer Europas oder die wirtschaftlichen Perspektiven er Osterweiterung. Insgesamt drei gemeinsame Abende boten im Vorfeld und Anschluss Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schließen und über alte oder neue Erkenntnisse angeregte Gespräche zu führen.

Darüber hinaus war das Robert-Schuman-Seminar aber auch ein Forum, eine Präsentationsplattform für die UNITAS in schwierigem Umfeld. Über die Hälfte der Teilnehmer hatten über Aushänge in den Universitäten, über Einladungen der Europäischen Kommission oder durch Terminhinweise von Europa-Union und Jungen Europäischen Föderalisten von der Veranstaltung erfahren. Wie das Ergebnis einer im Anschluss an das Seminar durchgeführten Teilnehmerbefragung zeigt, hat von diesen auswärtigen Gästen niemand zuvor eine Veranstaltung der UNITAS besucht. Sie alle würden es aber wieder tun. Agata Szyszko, Doktorandin aus Warschau und Augsburg: „Die Studentenverbindungskultur war mir ehrlich gesagt etwas völlig Neues. Darüber habe ich mich erst bei Gesprächen mit Berliner Unitariern am letzten gemeinsamen Abend ausführlich informiert. Mir scheint, die UNITAS ist wirklich eine ganz tolle Sache. Umso mehr freue ich mich, mit ihr in Kontakt gekommen zu sein und hoffe auf weitere Begegnungen.“ Das positive Feedback zeigt: Die Teilnehmer haben in mehr als nur europäischer Hinsicht neue Erkenntnisse gewonnen. Und die UNITAS konnte von der besten Form der Werbung profitieren – vom Erfolg ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Hierzu meint Friedhelm Ost, Vorsitzender des Krone-Kreises: „Die Seminararbeit des Krone-Kreises wird sich auch zu einem wichtigen Baustein in der Eigenwerbung des UNITAS-Verbandes entwickeln. Das Robert-Schuman-Seminar ist insofern mehr als eine Bildungsveranstaltung, es ist Teil einer erfolgversprechenden Kommunikationsstrategie.“ Vielleicht darf man Robert Schuman in diesem Sinne ergänzen: Für einen Unitarier gilt wie für den Europäer: Man wird es durch Bildung.

Der Autor:

Bbr. Stefan Evers, Geschäftsführer des Krone-Kreis Berlin, Bundesallee 193, 10717 Berlin, Tel. 030 - 89 54 23 60, Mail: stef@n-evers.de