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Wissenschaftlicher Katholischer Studentenverein
UNITAS RUHRANIA BOCHUM-ESSEN-DORTMUND

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„Das Licht Christi scheint auf alle. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa.“ Unter diesem Motto steht die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung (EÖV3) - ein in vier Stationen gestalteter ökumenischer Pilgerweg durch ganz Europa. Christinnen und Christen aller Kirchen und Konfessionen sind in den Jahren 2006 und 2007 unterwegs, sich im Licht des Evangeliums ihre gemeinsamen Aufgaben und ihre Verantwortung für das Zusammenwachsen Europas bewusst zu machen.

 

Brief an die Christen von Europa: 
"Das Licht Christi 
leuchtet über allen"

Liebe Schwestern und Brüder in Christus in ganz Europa – 
Gnade und Friede sei mit Euch!

Vom 24. – 26 Januar 2006 sind wir - Vertreter aus Kirchen, Bischofskonferenzen, Bewegungen und ökumenischen Organen - aus 44 Ländern in Rom zusammen gekommen. Im Rahmen der Gebetswoche der Christen für die Einheit haben wir uns zu Gebet und Reflexion versammelt, um so den Prozess der dritten Ökumenischen Europäischen Versammlung (EÖV3) auf den Weg zu bringen.

Wir haben uns auf einen gemeinsamen Weg gemacht, miteinander gebetet und gearbeitet in dem Bestreben, eine Atmosphäre aufzubauen, die von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis geprägt ist. Und wir haben uns bemüht, eine Spiritualität zu leben, die im Wort Gottes wurzelt. Wir hoffen, durch Gebet und Handeln unsere Begeisterung für den ökumenischen Weg neu zu entfachen. Unser Gebet und unsere Begegnung haben uns ermutigt, uns an den einen Gott zu wenden, Vater, Sohn und Heiliger Geist, Quelle der Gemeinschaft / Koinonia und der Liebe.

Alle Christinnen und Christen sind herzlich eingeladen, sich dieser Pilgerreise der Hoffnung anzuschließen und durch die Weggemeinschaft mit Christus Zeugnis zu geben, um so eine neue Berufung für Europa zu entdecken. Unser Kontinent hat in Politik und Kultur viel erreicht. Dennoch bleiben Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt weiterhin Hindernisse auf unserem Weg. Unser Thema „Das Licht Christi leuchtet über allen“ Hoffnung für Erneuerung und Einheit in Europa, ist uns in diesem Zusammenhang ein wichtiger Impuls. Wir versuchen unseren Glauben im veränderten europäischen Kontext, in dem der Glaube häufig an den Rand des gesellschaftlichen Lebens gedrängt wird, zu bezeugen. Diese unsere Aufgabe wird von der Liebe Christi und der Kraft des Heiligen Geistes erhellt, der die Wunden der Menschheit heilt.

Wir ermutigen Sie, Schwestern und Brüder in Christus, sich an den geplanten Aktivitäten der europäischen Institutionen zu beteiligen, die gleichermaßen dafür arbeiten, unserem Kontinent Hoffnung zu bringen. Das Licht Christi wird uns helfen, zu Versöhnung und Einheit in unserer zerrissenen Welt beizutragen.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, an der dritten Ökumenischen Europäischen Versammlung teilzunehmen.

Man kann beispielsweise:

·                     für diesen ökumenischen Weg beten

·                     an den Feiern und Veranstaltungen teilnehmen, die in fast allen europäischen Ländern statt finden werden

·                     die Internetseiten besuchen (www.eea3.org), dort erhält man Informationen über die Veranstaltungen sowie Vorschläge, Dokumente und andere Materialien.

·                     andre ermutigen, ihre Ideen einzubringen

·                     uns über Projekte informieren, an denen Sie mitarbeiten

Die dritte Etappe des Prozesses wird im Februar 2007 in Wittenberg, der Stadt Martin Luthers statt finden. Dort werden wir die Ergebnisse der nationalen und regionalen Veranstaltungen zusammen tragen, als Beitrag zur Versammlung in Sibiu in Rumänien im September 2007.

Die dritte Ökumenische Europäische Versammlung gründet sich auf die beiden vorangegangenen Versammlungen, die 1989 in Basel und 1997 in Graz stattgefunden haben sowie auf die Charta Oecumenica, die 2001 in Straßburg unterzeichnet wurde (www.ccee.ch oder www.cec-kek.org ). Sie ist nicht in sich abgeschlossen, sondern vielmehr Teil der Antwort der Christen in Europa auf das Gebet Christi „ alle sollen eins sein (Joh 17, 21). Während der feierlichen Vesper anlässlich des Abschlusses der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2006 unterstrich Benedikt XVI: ”Wie viel Weg liegt noch vor uns! Und dennoch: Verlieren wir nicht den Mut, sondern nehmen mit noch größerem Eifer den gemeinsamen Weg wieder auf. Christus geht uns voran und begleitet uns. Wir vertrauen auf seine unerschöpfliche Gegenwart und bitten ihn demütig und unermüdlich um das kostbare Geschenk von Frieden und Einheit.”

Macht euch mit uns auf den Weg!

Mehr unter: www.oekumene3.eu