OBERHAUSEN. Für alle, die bis zum offiziellen Ausstellungsende am 1. März noch nicht dort sein konnten: Die seit 12. Februar in der Kirche St. Josef Oberhausen-Schmachtendorf laufende Ausstellung: „Kaplan Mertens – Standhaft in bewegter Zeit“, ist bis 21. März 2026 verlängert worden. Führungen in der Kirche, vor der am 10. Februar 2026 ein „Stolperstein“ für den Seelsorger verlegt wurde, können per Mail vereinbart werden: foerderverein.st.josef.schmachtendorf@stadtpfarrei-oberhausen.de. Darauf macht uns der Förderverein in Oberhausen aufmerksam.
Über das Glaubenszeugnis von Bbr. Matthias Mertens (1906-1970, Unitas-Salia, Unitas Sugambria), der drei Jahre Martyrium im KZ Dachau überlebte, berichtet aktuell auch ein Artikel in der ersten Ausgabe der Verbandszeitschrift Unitas im laufenden Jahr. Zu dem dafür von Unitas Ruhrania beigesteuerten Text „Bbr. Matthias Mertens: Bekenner bis zuletzt" gab es einige aktuelle Reaktionen aus der unitarischen Leserschaft – auch aus eigener Begegnung mit seinem Schicksal.
Bundesbrüderliche Verbundenheit
Sie unterstreichen unter anderem die engen Kontakte von Bbr. Mertens mit Bbr. Heinrich B. Robke (1908-1993), von 1955 bis 1972 Direktor des Collegium Augustinianum Gaesdonck, wo der Überlebende des KZ Dachau von 1953 bis zu seinem Tod 1970 lebte und arbeitete. Robke hatte sich in dieser Zeit offenbar als ein treuer Freund und Bundesbruder erwiesen. Dazu gab es den Hinweis auf ein 2025 veröffentlichtes Gespräch mit seiner Tochter Dr. Maria Luise Sauerland, geb. Robke, die in den 1950er Jahren auf der Gaesdonck als Mädchen und junge Frau lebte. Es wurde unter dem Titel „Gaesdonck in den 1950ern" online gestellt.
Die aus 26 Roll-Ups bestehende Ausstellung „Kaplan Mertens – Standhaft in bewegter Zeit“, die zahlreiche Aspekte der nationalsozialistischen Terrorherrschaft aufarbeitet, kann auf Anfrage beim Förderverein gerne ausgeliehen werden.
