OBERHAUSEN. Eine große Überraschung gab es für die Unitas Ruhrania am 3. November 2026 an der Gedenkhalle Oberhausen: Thorsten Engler, Initiator und leitender Macher der Ausstellung zu Bbr. Matthias Mertens, empfing persönlich am Eingang. Er hatte gelesen, dass für den Verein an diesem Tag der Besuch in Schloss Oberhausen im Semesterprogramm stand und ließ es sich nicht nehmen, selbst durch die beeindruckende Schau zu führen.

Informative Schau in der Gedenkhalle Oberhausen
Zahlreiche informative Roll-Ups, die sein Ausstellungsteam zusammengestellt hat, zeigen hier das Leben und Wirken des Kaplans seiner Heimatgemeinde in Oberhausen-Schmachtendorf, der mutig den Nationalsozialisten widerstand und dafür die unausweichlichen Konsequenzen in Kauf nahm. Fotos und Akten machen deutlich, welche perfiden Strategien es ab 1933 in kürzester Zeit vermochten, eine ganze Gesellschaft unter die Knute und vollständige Kontrolle eines totalitären Systems zu bringen, in dem es schwer war, seinen eigenen Überzeugungen treu zu bleiben und Widerstand zu leisten.
Bbr. Mertens, der sich während seines Studiums in Bonn der Unitas-Salia und später der Unitas Sugambria in Münster angeschlossen hatte, ahnte das bereits sehr früh und ließ sich davon nicht beeindrucken. Das Beispiel des 1932 im Dom zu Münster zum Priester geweihten Bundesbruders steht wie viele andere für eine aufrechte Haltung, die bis heute beispielgebend ist. Zugleich macht sie deutlich, welche harten Folgen oft auch auf diejenigen warteten, die die Qualen und Erniedrigungen der Konzentrationslager überlebten.


Ausstellung kann ausgeliehen werden
Seit dem 2. September 2026 ist die Ausstellung über das Leben und Wirken von Bbr. Matthias Mertens und sein (Über-) Leben im „Priesterblock" des Konzentrationslagers Dachau in der Gedenkhalle Oberhausen zu sehen. Zahlreiche Schulklassen, Organisationen und Einzelbesucher haben die Ausstellung bereits gesehen, freut sich Thorsten Engler. Mit der Unitas Ruhrania will er weiter in Kontakt bleiben und sie über die weiteren Zeigungen auf dem Laufenden halten. Gerne wird die Schau in unterschiedlichem Umfang auch an Interessenten ausgeliehen. Sie ist noch bis zum 15. November ist dienstags bis sonntags jeweils von 11-18 Uhr im Schloss Oberhausen zu besuchen. Führungen durch die Ausstellung gibt es nach Absprache.

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