Joachim Derichs zum Pastoralreferent beauftragt

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ESSEN. „Ich will dich rühmen mein Leben lang, in deinem Namen meiner Hände erheben“ – unter diesem Wort aus den Psalmen (63,5) stand die Einladung für die offizielle Beauftragung von Bbr. Dipl.-Theol. Joachim Derichs zum Pastoralreferenten. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck verpflichtete ihn in einem feierlichen Gottesdienst am 3. Juli 2026 im Hohen Dom zu Essen auf das Glaubensbekenntnis und beauftragte ihn wie drei weiteren Kandidaten und Kandidatinnen mit Urkunde zum pastoralen Dienst im Bistum Essen. Am Fest des Apostels Thomas sprach der Bischof in seiner Predigt über den Zweifel und das Zeugnis und bat sie, als vom Geist Gottes angesteckte Menschen des Gebets Gemeinde und Gemeinschaft zu prägen und zu stiften.

Zahlreiche Familienmitglieder und Weggefährten der neuen Pastoralreferenten feierten die Messe in der großen Festgemeinde mit. Beim anschließenden Empfang auf dem Domhof gratulierten auch Vertreter der Unitas-Vereine Rheinfranken Düsseldorf, Winfridia und Ruhrania sowie des Unitas-Zirkels Essen. Viele Hände streckten sich Bbr. Joachim entgegen, der in der großen Runde viele Segens- und Glückwünsche für seine Aufgabe entgegennahm und kaum zum Durchatmen kam.

Bis zu diesem Tag legte der bekennende Niederrheiner einen langen Weg zurück. Joachim Derichs, Jahrgang 1980 und Ur-Urenkel eines Neusser Heimatdichters, ist langjähriger Judoka, war Trainer beim VfR Büttgen und kann mit dem Schwarzen Dan aufwarten. Wie sein Bruder und weitere Freunde schloss er sich der Unitas an: In Münster wurde er Mitglied der Unitas Winfridia, studierte dort und in Rom Theologie, kehrte zurück und war neben dem weiteren Studium zwei Jahre lang ehrenamtlicher Mitarbeiter der Münsteraner Bahnhofsmission. Ab 2009 unterrichtete er die Fächer Deutsch und katholische Religionslehre am Berufskolleg für Technik in Düren.

2013 wurde Joachim Derichs Referent für Koordination und Weiterentwicklung der Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Essen und auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz. Am Theologischen Institut der Universität Duisburg/Essen leitete er 2017 als Lehrbeauftragter Seminare zu Inklusion im Kontext Schule. Der verheiratete Diplom-Theologe und Diplom-Caritaswissenschaftler ist seit 2013 im Seelsorgedienst am Essener Franz Sales-Haus in Essen-Huttrop für Menschen mit Behinderungen tätig.

Nun ist er der hauptamtliche Ansprechpartner für rund 4.100 Bewohner, Beschäftigte und Klienten, sorgt für religiöse Angebote und steht für Gespräche in Krisen- und Trauersituationen zur Verfügung. Die 1884 gegründete Einrichtung ist mit ihren rund 2.000 Fachkräften und vielen Ehrenamtlichen eine der größten ihrer Art in Deutschland. Sie unterhält 2.300 Plätze zur Pflege und Betreuung von Menschen mit geistigen, psychischen und mehrfachen Beeinträchtigungen an etwa 40 Standorten in Essen, Bochum und Sundern. Wir wünschen für die Aufgabe Gottes Segen!