Unitas-Resolution: Demokratie schützen - Extremismus bekämpfen

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OSNABRÜCK / ESSEN. Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Delegierten und Teilnehmern der 147. Generalversammlung des Verbandes der W.K.St.V. Unitas in Osnabrück. Neben zahlreiche Wahlen, der Bestimmung des neuen Vororts Unitas Berlin und Gremiensitzungen hat die Bundesversammlung des ältesten katholischen Studenten- und Akademikerverbandes am 25.05.2024 einmütig die folgende Resolution beschlossen:

 

Unitas-Resolution: Demokratie schützen - Extremismus bekämpfen

„Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und in Anbetracht des Erstarkens rechtsextremer Parteien im Vorfeld der 10. Wahl zum Europäischen Parlament sowie der Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen betrachten wir Unitarierinnen und Unitarier es als unsere Pflicht, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu verteidigen. Wir, die Unitas, lehnen jede Form von Extremismus entschieden ab und setzen uns für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft ein.

Angesichts dieser Herausforderungen durch politischen Extremismus, der die Grundpfeiler unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung - wie die Pluralität der Interessen, die Gewaltenteilung und die Würde des Menschen - bedroht, bekräftigen wir, die Unitas, unser unerschütterliches Bekenntnis zu den Prinzipien der Virtus, Scientia und Amicitia. Diese Prinzipien, zusammen mit unserem Wahlspruch 'in necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas', tief verwurzelt in unserem christlichen Menschenbild, lehnen jede Form des Extremismus ab.

Unsere Position steht im Einklang mit dem Standpunkt der Deutschen Bischofskonferenz, dargelegt in ihrer Erklärung vom 22.02.2024, welche besagt: „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“. Unsere Treue zur freiheitlich demokratischen Grundordnung unterstreicht diese Haltung.

In der Vergangenheit hat die Unitas zahlreiche Resolutionen verabschiedet, die unser Streben nach einer gerechten und friedvollen Gesellschaft bekräftigen.[1] Mit der vorliegenden Resolution erneuern wir diese Appelle und tragen diese Überzeugungen hinein in Staat und Gesellschaft. Unser Ziel ist es, ein friedvolles Miteinander in Europa zu ermöglichen, indem wir aktiv für Toleranz, Gerechtigkeit und Solidarität eintreten und diese Werte in unserer unitarischen Gemeinschaft und darüber hinaus leben.“

[1]„Resolution gegen den Radikalismus“ (94. Generalversammlung), „Unvereinbarkeitsbeschluss“ (94. Generalversammlung), „Extremismus entgegentreten!“ (115. Generalversammlung), „Stärkung von Demokratie und Toleranz in der Bundesrepublik Deutschland“ (135. Generalversammlung), „Leben in Frieden und in gegenseitiger Achtung in einem geeinten Europa“ (140. Generalversammlung), „Verantwortung wahrnehmen“ (140. Generalversammlung), „Jetzt ist die Stunde Europas“ (144. Generalversammlung)

Impressionen von der 147. Unitas-Generalversammlung in Osnabrück