ESSEN. Pünktlich zum Europatag 2026 tagt die Generalversammlung (GV) des Unitas-Verbandes ab dem 8. Mai in der Bischofsstadt Paderborn. Es ist nach 1912 und 1993 die dritte Generalversammlung an der Pader. 30 Jahre nach der Suspendierung der Unitas Hathumar haben der Verbandsvorstand und Verbandspräses Pastor Tobias Spittmann die Ausrichtung und Organisation übernommen. Zudem hat sich die Unitas Anna-Westphalia Münster im Jahr ihres 10-jährigen Bestehens bereiterklärt, mit einzusteigen und Verantwortung zu übernehmen.
Viele Anträge stehen zur Debatte
Das dreitägige Format, das nach Angaben des Verbandsvorstandes in Zukunft weitgehend die Regel sein soll, wird sich in gestrafften Diskussionen im Plenum diesmal mit insgesamt elf Anträgen beschäftigen. Neben den Anträgen der Finanzkomission gehören dazu u.a. die Aufnahme des 2023 neu gegründeten Studentinnenvereins W.K.St.V. Patrona Bavariae zu Eichstätt und Beschlüsse zur Durchführung der Generalversammlungen 2028 in Bad Neuenahr (Unitas-Salia Bonn), 2029 in Bonn (Unitas Clara Schumann) und 2030 in Erfurt (40 Jahre Unitas Ostfalia zu Erfurt). Unitas Berlin beantragt, das Sprach-, Kultur- und Bildungszentrum „Palingual Center Bethlehem“ ab Januar 2027 zum neuen Soziales Projekt des Verbandes zu machen.
Längere Debatten verspricht der Antrag von Unitas Cheruskaia Gießen zur Gleichstellung christlich getaufter Unitarier und Unitarierinnen, die nicht der katholischen Konfession angehören, im Mitgliedsstatus und im Stimmrecht, vor allem aber der Antrag von Unitas Sugambria Osnabrück und Altherrenschaft der Unitas Wiking-Sugambria Osnabrück, dem eine ausführliche Begründung beigefügt ist: Danach wird der Unitas-Verband eine gleichzeitige Mitgliedschaft bei der Unitas und der AfD, aber auch ihrer „organisatorisch oder personell angeschlossenen Vereinigungen" für unvereinbar erklären.
„Wer die Partei auch außerhalb einer Mitgliedschaft durch Mandate, Taten, Wortäußerungen oder jedwede öffentliche Sympathie unterstützt, kann ebenfalls kein Mitglied im Unitas-Verband sein", so der Antrag. Mit Bezug auf frühere GV-Resolutionen wird unterstrichen: Die AfD sei in großen Teilen rechtsextremistisch, in großen Teilen antisemitisch, rassistisch und fremdenfeindlich, glorifiziere und verharmlose in großen Teilen die Zeit des Nationalsozialismus: „All dies steht unseren Werten als Unitas entgegen, da wir für Offenheit und Nächstenliebe stehen“, so die Begründung: „Unsere Bundesbrüder sind im Kampf gegen das nationalsozialistische Regime ermordet worden. Das Johannes-Prassek-Haus ist nach einem dieser Märtyrer benannt. Dem Tod unserer Bundesbrüder und Millionen weiterer Menschen sollte gedacht werden und uns als Warnung dienen.“ Zudem sei die AfD in großen Teilen anti-europäisch, unterstreicht die Stellungnahme: „Bundesbruder Robert Schuman gilt als Wegbereiter der Europäischen Union, wie wir sie heute kennen.“
Auch die an den Ruhr-Universitäten tätige Unitas Ruhrania Bochum – Duisburg-Essen – Dortmund wird bei dem 149. Bundestreffen des ältesten katholischen Studenten- und Akademikerverbandes vertreten sein.
Vorläufiges Programm der 149. Generalversammlung in Paderborn
Freitag, 8. Mai 2026
11.00 Uhr Sitzung des Verbandsvorstandes und der Verbandsämter Hotel Aspethera
12.00 Uhr Tagungsbüro Hotel Aspethera
14.00 Uhr 1. Plenarsitzung/Eröffnung/Finanzen Hotel Aspethera
15.30 Uhr Kaffeepause Hotel Aspethera
16.00 Uhr Getrennte Sitzungen von AHB, HDB und Aktivitas Hotel Aspethera
18.00 Uhr Eröffnungsmesse, Zelebrant: Präses des Unitas-Verbandes Busdorfkirche
19.30 Uhr Begrüßungsabend im „Schützenhof“ Schützenhof
Samstag, 9. Mai 2026
08.30 Uhr Verbandsmesse, Zelebrant: Präses des Unitas-Verbandes Busdorfkirche
09.00 Uhr Tagungsbüro Hotel Aspethera
09.30 Uhr 2. Plenarsitzung Hotel Aspethera
12.30 Uhr Mittagspause (Gastronomie in der Innenstadt)
13.30 Uhr 3. Plenarsitzung Hotel Aspethera
14.00 Uhr Begleitprogramm „Klassische Stadtführung Paderborn“ Hotel Aspethera
15.00 Uhr Kaffeepause Hotel Aspethera
15.30 Uhr 4. Plenarsitzung Hotel Aspethera
17.30 Uhr Sitzungsende
18.30 Uhr Chargen- und Aktivenessen in der Jugendherberge Jugendherberge
20.00 Uhr Festkommers im Schützenhof Schützenhof, Festreferentin: Frau Dr. Ing. Petra Beckfeld, Präsidium: W.K.St.V. Anna Westphalia zu Münster
23.00 Uhr Ende des Kommerses
Sonntag, 10. Mai 2026
10.00 Uhr Heilige Messe zur 149. Generalversammlung Dom zu Paderborn, Kapitelsamt im Hohen Dom zu Paderborn, Zelebrant: S.E. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Erzbischof von Paderborn
12.00 Uhr Ende der 149. Generalversammlung und Heimreise