Alt-VOP Bbr. Min.Dir. a.D. Werner Niester 80 Jahre


BONN.
Bbr. Ministerialdirektor a. D. Werner Niester (Bonn) vollendete am 8. April 2010 das 80. Lebensjahr. Er war Vorortspräsident des UNITAS-Verbandes, als die UNITAS Ruhrania im Amtsjahr 1956/57 auf der 79.GV zu Limburg den Vorsitz im Verband übernahm.

 

Am 8. April 1930 in Münster (Westf.) als zweiter Sohn eines kaufmännischen Angestellten geboren, machte er nach kriegsbedingt mehrfachen Schulwechseln 1951 Abitur am Gymnasium Laurentianum in Warendorf. 1952 nahm er das Jurastudium an der Universität Münster auf, wo er sich gleich der UNITAS Ruhrania in Münster anschloss. Nach dem Abschluss des Studiums 1956 war er Gerichtsreferendar bis zum Assessorexamen 1960 in Düsseldorf. Im selben Jahr trat er in die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bei der Direktion Duisburg ein und wechselte nach sechs Jahren in die Abteilung Luftfahrt des Bundesverkehrsministeriums in Bonn.

 

Zuständig für den Luftverkehr unter zehn Ministern

 

In die Zuständigkeit von Bbr. Niester fiel hier der gesamte nationale und internationale Luftverkehr: So führte er Verhandlungen über bilaterale Luftverkehrsabkommen mit allen bedeutenden Luftfahrtstaaten und vertrat Deutschland bei multilaterale Luftfahrtkonferenzen (UNO, EG). Schwerpunkte seiner Amtszeit waren die Liberalisierung des Luftfahrtsystems, die Privatisierung der Deutschen Lufthansa und der Bundesanstalt für Flugsicherung (Lotsenstreik), aber auch die Integration des Luftverkehrs der früheren DDR einschließlich Berlins nach der Wiedervereinigung. Zudem fiel in seinen Arbeitsbereich die Aufsicht über die Bundesoberbehörden Deutscher Wetterdienst in Offenbach und das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig. Nach 27 Jahren Luftfahrt unter 10 Verkehrsministern 1993 trat Bbr. Werner Niester in den Ruhestand. Für seine Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.


Vorort 1956/57 von links nach rechts: VOS cand. iur. Johannes Pfeiffer, Geistlicher Beirat Prälat Dr. Heinrich Portmann, VOP Gerichtsreferendar Werner Niester, AH-Beisitzer Studienrat Pricking und VOS stud. phil. Andreas Hartmann. Weiterer AH-Beisitzer war Theo Kottig (nicht auf dem Photo). Zur Geschichte der UNITAS Ruhrania ab 1950.

 

UNITAS Ruhrania wird Vorort des Verbandes

 

Zu seinen Erinnerungen an die aktive Zeit im UNITAS-Verband zählt er selbst die Wahl der UNITAS Ruhrania zum Vorort für das Jahr 1956/57 auf der 79.GV zu Limburg - für ihn der „Höhepunkt“ in der erst kurzen Nachkriegsgeschichte der jungen und aufstrebenden Korporation: „Gerade Gerichtsreferendar geworden, übernahm ich für die Ruhrania das verantwortungsvolle und hochinteressante Amt des Vorortspräsidenten. Mit kräftiger Unterstützung der erfahrenen und vorbildlichen Unitarier Dr. Florian, Dr. Rüdinger, Dr. Hasenkamp, den unvergessenen Monsignore Dr. Portmann als geistlichen Beirat und mit tatkräftiger Hilfe der Bundesbrüder aus den Reihen der Ruhrania ist uns wohl eine gute Amtszeit gelungen. In guter Erinnerung ist natürlich die 80. Generalversammlung in Konstanz im Juni geblieben. Das Thema „Abendland und Weltmission“ war offenbar gut und zeitgemäß gewählt. Das Interesse an den Vorträgen und den verbandsinternen Fragen war groß. Die Vorortsübergabe im August 1957 an die UNITAS-Guelfia in München ein an Erlebnissen und Erfahrungen reiches unitarisches Jahr. Leider hat die UNITAS-Ruhrania die Stürme der 68-ziger Jahre nicht überstanden, doch der AHV lebt kräftig weiter und die Ruhrania findet in der sehr aktiven UNITAS-Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund eine neue Heimat.“

 

(Bbr. Ministerialdirektor a.D., Werner Niester (UNITAS Ruhrania), Vorortspräsident, rez. SS 52, M5, phil. WS 55/56, UNITAS-Handbuch Bd. I, S. 52, 59; Bd. III, 179; Bd. IV, 182; Bd. V, 108, 113.)


Veröffentlicht am: 12:22:01 09.04.2010
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