Unter dem Titel „Mensch Marx“ ist soeben beim Herder-Verlag in Freiburg ein neues Buch erschienen, in dem der Bonner Journalist Martin Lohmann versucht, ein Porträt des Münchner Erzbischofs, Bbr. Reinhard Marx, zu zeichnen. Dabei versteht er laut Vorwort sein Werk als „keineswegs vollständige Skizze“. Entstanden ist eine von großer Sympathie des Autors getragene Nahaufnahme eines „etwas anderen Bischofs“, der in seinem Charakter Lebensfreude und Melancholie vereine, der keiner Diskussion ausweiche, gern auch mal die Faust balle, aber persönlichen Streit schlecht aushalte.

In 11 Kapiteln beschreibt Lohmann in verständlicher und gut lesbarer Sprache Reinhard Marx in seinen verschiedenen Funktionen, mit seiner Lebenslust und seiner theologischen Prägung, mit seiner Fähigkeit, Menschen zu begegnen und zu verstehen, Menschen zu faszinieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Der Autor kennt Reinhard Marx, Fachmann für christliche Soziallehre, seit Jahrzehnten. Er stellt Biografie, Profil und Positionen des Erzbischofs in Sachfragen vor. Auch die Mitgliedschaft im UNITAS-Verband findet Erwähnung; allerdings hätte Lohmann in diesem Punkt etwas ausführlicher sein können. Alles in allem ein informatives und unterhaltsames Buch, das jeder Unitarierin und jedem Unitarier zur Lektüre empfohlen sei. 
red

Martin Lohmann: Mensch Marx. Der Münchner Erzbischof im Porträt. 192 Seiten, mit einigen s/w-Fotos, gebunden, Verlag Herder, Freiburg i. Br. 2008, 14,95 Euro, ISBN 978-3-451-29896-7 .




Veröffentlicht am: 13:12:57 10.08.2008
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