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Auszeichnung für Dr. Baldur Hermans 

 

ESSEN / JERUSALEM. Bbr. Dr. Baldur Hermans (Unitas Stolzenfels Bonn) ist am 24. Januar 2015 in Jerusalem mit dem Ehrenzeichen vom Heiligen Grab in Gold ausgezeichnet worden. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, überreichte die Auszeichnung und dankte für das langjährige soziale, pädagogische und kirchliche Engagement des Esseners in Palästina, Israel und Jordanien.

 

Seitdem Bbr. Hermans 1949 bei den Salesianern Don Boscos in Essen-Borbeck zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) fand, blieb er in vielen Funktionen der Pfadinderidee verbunden.

Der promovierte Historiker, im Bistum Essen ab 1970 Leiter des Bischöflichen Jugendamtes und bis 2004 als Dezernent für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben tätig, war 1985-2004 Auslandsbeauftragter der DPSG. 1998 wurde er vom Weltkomitee der Pfadfinder für seine Verdienste mit dem „Bronzewolf“ ausgezeichnet, die DPSG ehrte ihn durch ihre höchste Auszeichnung mit der St. Georgsmedaille. 

 
Aktiv für
internationale Zusammenarbeit

 

2002 hatte Baldur Hermans die ehrenamtliche Aufgabe des Generalsekretärs der Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (CICS) mit Sitz in Rom übernommen. Mehrfach im Amt bestätigt, stand er bis 2011 an der Spitze dieses Zusammenschlusses von weltweit mehr fast 70 nationalen katholischen Pfadfinderorganisationen in Europa, Afrika, Amerika und Asien/Pazifik. Auch hier setzte er sich intensiv für die grenzüberschreitende Kooperation der Pfadfinder ein, für den Aufbau neuer Verbände in Osteuropa, initiierte Partnerschaftsprojekte mit Organisationen in Afrika und Lateinamerika, nicht zuletzt auch mit arabischen Gruppen in Israel und Jordanien. 2009 wurde dieses Engagement bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt.

 

Christliche Werte

„In der Idee der Pfadfinder stecken zutiefst christliche Werte“, erklärte Bbr. Baldur Hermans anlässlich der Auszeichnung im Interview mit dem Nachrichtenbüro des Lateinischen Patriarchats. Es gehe um die wichtige Erfahrung des Lebens in Gemeinschaft, in der Verbindung mit der Natur, um die Entwicklung von Kreativität und das Verständnis für unterschiedliche Kulturen und Traditionen: „Nicht zuletzt ist es eben das Tun, das Handeln, für die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, die hier eingeübt werden.“ Mehr noch als viele politische Bemühungen trage die ganz praktische Begegnung auf der menschlichen Ebene entscheidend zum Frieden bei, betonte Hermans mit Blick auf die angespannte Lage im Nahen Osten. 

 

Baldur Hermans, Jahrgang 1938, gebürtiger Niederländer und aufgewachsen in Essen-Borbeck, ist Autor und Herausgeber einer Vielzahl von Aufsätzen und Büchern. Zuletzt erschien unter seiner Herausgeberschaft u.a. der Band „Die Säkularisation im Ruhrgebiet. Ein gewalttätiges Friedensgeschäft. Vorgeschichte und Folgen“ (Mülheim an der Ruhr 2004). Hermans hatte sich am 13. Juni 1961 bei UNITAS Stolzenfels in Bonn der UNITAS angeschlossen und war zum 1973 philistriert worden.




Veröffentlicht am: 13:43:39 06.02.2015
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