DORTMUND. Der UNITAS-Zirkel Dortmund trauert um Bbr. Konrad Weber, der im Alter von 75 Jahren am 27. März 2009 in Dortmund verstarb. Sein plötzlicher Tod ist für uns alle, die sich ihm verbunden fühlten, unfassbar und schmerzlich. Unsere Anteilnahme und Mitgefühl gelten seiner lieben Frau Ursula.

Geboren wurde Konrad Weber am 31. Oktober 1933 in Warstein. Seine sauerländische Heimat und sein Elternhaus haben ihn geprägt. Eng mit der katholischen Kirche verbunden, war sein Leben davon bestimmt, christliche und christlich-soziale Werte und Überzeugungen in seinen vielfältigen beruflichen, kirchlichen und politischen Aktivitäten zu vermitteln und umzusetzen.

Bbr. Konrad Weber studierte Geschichte, katholische Theologie, Pädagogik, öffentliches Recht und Musikgeschichte. Im WS 1956/57 trat er in die UNITAS-Frisia zu Münster ein. Wegen seiner Liebe zur Musik verliehen ihm seine Bundesbrüder den Biernamen „Bach“. Auch nach seiner Philistrierung blieb Konrad Weber „seiner“ Frisia eng verbunden. In den 70er Jahren war er Vorsitzender des AHV. Als Ehrensenior begleitete er engagiert die zweite Wiederbegründung der Aktivitas, die am 1.12.1989 vollzogen wurde. Darüber hinaus war Konrad Weber jahrzehntelang aktives Mitglied des Dortmunder AHZ.

In Politik und Kirche engagiert

Neben seinem Beruf als Lehrer, den er an der Kath. Hauptschule in Dortmund-Brackel als Konrektor und am Phönix-Gymnasium in Dortmund-Hörde ausübte, hatte Konrad Weber noch zahlreiche weitere Funktionen in Politik und Kirche. Seit 1961 Mitglied der CDU, war er von 1979 bis 1999 in der Brackeler Bezirksvertretung Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion. Hierfür erhielt er 1995 die Ehrennadel der Stadt Dortmund. Von Oktober 1999 bis Oktober 2004 war er Mitglied des Rates der Stadt Dortmund. Hier engagierte er sich als Mitglied des Aufsichtsrates besonders für das Klinikum Dortmund. In der Politik erwarb er sich durch gute Sachkenntnis und Geradlinigkeit in der Aussage Respekt und Ansehen sowohl in der eigenen Fraktion als auch beim politischen Gegner.

Bbr. Weber war der Kommende, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn in Dortmund-Brackel, und ihrem Förderverein lange Jahre sehr verbunden. Unter anderem hat er sich besonders für die Sozialen Seminare auch für Hauptschüler eingesetzt, die noch immer erfolgreich von der Kommende durchgeführt werden. Konrad Weber war vielen Besuchern der Sonntagsmesse in der Kommende auch durch sein Orgelspiel bekannt. Die Dortmunder Unitarier werden bei zukünftigen Vereinsfesten die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes durch ihn vermissen.

Für sein Engagement in der Politik und im kirchlichen und sozialen Bereich wurde Bbr. Weber 2006 von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Konrad Weber wurde am 1. April 2009 auf dem evangelischen Gemeindefriedhof in Dortmund-Brackel beigesetzt. Viele Bundesbrüder gaben ihm das letzte Geleit. Requiescat in pace.

Rudolf Voßhenrich, Vors. AHZ-Dortmund




Veröffentlicht am: 12:39:03 11.05.2009
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